Das Thema dieser Studienarbeit ist: Einfluss von verschiedenen Stakeholdern bei der Ausgliederung eines Profivereins. Im ersten Abschnitt des Hauptteils werden die theoretischen Grundlagen für die Arbeit gelegt. Diese umfasst Begriffserklärungen zu Stakeholder, Shareholder, Stakeholder-Dialoge und Change-Management. Des Weiteren wird der Begriff Ausgliederung erklärt und welche Vor-/ und Nachteile aufgezählt werden können. Im praktischen Teil werden die Gruppen, die an einer Ausgliederung Interesse haben, vorgestellt. Weiter wird der Ablauf einer Gliederung anhand eines Modells des Change-Managements dargestellt. Weitere Punkte des Hauptteils sind die 50+1-Regelung und Beispiele von Vereinen. Die Vereine zeigen ein negatives, positives und aktuelles Beispiel der Vereinsausgliederung ein. Den Abschluss bilden ein Fazit, sowie ein Ausblick in die Zukunft.
Der Fußball gehört zu den attraktivsten Märkten auf der Welt. Es gibt eine hohe Anzahl an Potenzialen, die im Fußballgeschäft versteckt sind. Ein Markt ist der TV-Markt. Jahrelang verdienten Fußballvereine geringe Summen aus TV-Geldern. Seitdem die Premier League vor einigen Jahren einen sehr lukrativen TV-Deal aushandeln konnte, hängen die anderen europäischen Top-Ligen hinterher. Die Top-Mannschaften aus Italien, Spanien, Deutschland und Frankreich bekommen am Ende der Saison vergleichsweise weniger TV-Geld als ein mittelmäßiger englischer Erstligist. Diese Erkenntnis sorgt den Offiziellen der 1. Bundesliga. Immer öfters werden Treffen ausgemacht, bei denen über die Aufteilung und Erhöhung der TV-Gelder diskutiert wird. In Deutschland sind die meisten Fans sehr konservativ und Fußball-Romantiker. Dies bedeutet, dass vor allem Themen über Geld und Geldpreisen stark kritisiert werden. Fußballvereine sind heutzutage keine typischen eingetragene Vereine. Die Strukturen sind höchst professionell gestaltet und es wird, ähnlich wie bei Unternehmen, gewirtschaftet. Wenn es nach manchen Fans gehen würde, sollte die Bundesliga sich in manchen Aspekten zurückentwickeln und traditioneller werden. Dies zeigt, dass die Fans nur eine von vielen Interessengruppen am Fußball sind. Auch die Medien, der Staat, die Verbände, die Spieler, Sponsoren oder auch ein Kapitalgeber haben Interesse daran.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Stakeholder
2.2 Definition Shareholder
2.3 Stakeholder-Dialoge
2.4 Change-Management
2.4.1 Definition
2.4.2 Modelle des Change-Managements
2.5 Begriffserklärung Ausgliederung
2.5.1 Vorteile und Nachteile
2.5.2 Aktuelle Lage in den deutschen Ligen
3. Praktischer Teil
3.1 Stakeholder im Fußball
3.2 Stakeholder einer Vereinsausgliederung
3.2.1 Fans
3.2.2 Management/Vorstand
3.2.3 Kapitalgeber
3.3 50+1-Regelung
3.4 Ablauf einer Ausgliederung
3.5 Beispiele
3.5.1 TSV 1860 München
3.5.2 VfB Stuttgart
3.5.3 FC Schalke 04
4. Fazit
5. Ausblick
6. Literaturverzeichnis
6.1 Wissenschaftliche Quellen
6.2 Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die Studienarbeit untersucht den Einfluss verschiedener Interessengruppen (Stakeholder) auf den Prozess der Ausgliederung einer Lizenzspielerabteilung aus einem eingetragenen Verein in eine Kapitalgesellschaft. Dabei wird analysiert, wie Stakeholder wie Fans, das Management und Kapitalgeber diesen strukturellen Wandel im deutschen Profifußball beeinflussen und welche Herausforderungen dabei entstehen.
- Grundlagen von Stakeholder-Beziehungen und Shareholder-Ansätzen im Sport
- Die Bedeutung von Change-Management-Modellen bei der Vereinsumstrukturierung
- Analyse der 50+1-Regelung und deren Auswirkung auf Investitionen
- Fallbeispiele: Untersuchung gelungener und problematischer Ausgliederungsprozesse (TSV 1860 München, VfB Stuttgart, FC Schalke 04)
Auszug aus dem Buch
3.1 Stakeholder im Fußball
Im Fußball können die Stakeholder in interne und externe Stakeholder aufgeteilt werden. Interne Stakeholder sind Sportler, Management, Betreuer- und Trainerstab und des Vereins (IANTORNO, 2008, S. 4f. und HEINE, 2009, S. 44f.) Externe Stakeholder sind an Abbildung 1 abzulesen.
Externe Stakeholder haben einen bedeutsamen Einfluss auf den Fußball. Deshalb werden anschließend die von HEINE (2009) genannten externen Stakeholder vorgestellt S. 44-47).
Zuerst wurden die nationalen Dachverbände genannt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist seit dem Anfang der 1960er-Jahre für das Regelungswerk des deutschen Fußballs zuständig. Diese schließen die Rechnungslegung und die Fortentwicklung des Lizenzierungsverfahren ein (vgl. GALLI, 2019, S. 197). Seit dem Jahr 2000 gibt es den ‚Deutsche Liga Fußball-Verband e.V.‘ (GALLI, 2019, S. 197) (DFL). Im Zuge der Gründung der DFL wurden die erste und zweite Fußballbundesliga ausgegliedert und werden seitdem von der DFL organisiert. Des Weiteren setzt die DFL das Lizenzierungsverfahren um, welches jährlich eine Überprüfung der Vereine ist, damit diese an dem Spielbetrieb teilnehmen können (vgl. GALLI, 2019, S. 197). Über dem DFB und der DFL steht die UEFA, welche die europäischen Wettbewerbe regelt, sowie der Weltverband FIFA.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung des Fußballs und die zunehmende Notwendigkeit von Ausgliederungen zur Professionalisierung und Krisenbewältigung.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Stakeholder, Shareholder, Stakeholder-Dialoge sowie Change-Management und erörtert die Definition sowie Vor- und Nachteile von Vereinsausgliederungen.
3. Praktischer Teil: Der praktische Teil wendet die Theorie auf den Fußball an, analysiert die Akteure einer Ausgliederung, die 50+1-Regel und bietet konkrete Fallstudien zu ausgewählten Vereinen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der wichtigsten Stakeholder zusammen und betont, dass eine Ausgliederung ohne effiziente Folgearbeit keine Erfolgsgarantie bietet.
5. Ausblick: Der Ausblick diskutiert den langfristigen Druck zur Professionalisierung und die mögliche Entwicklung der 50+1-Regelung im Kontext internationaler Wettbewerbsfähigkeit.
Schlüsselwörter
Fußballmanagement, Ausgliederung, Stakeholder, Shareholder, 50+1-Regelung, Change-Management, Profifußball, Vereinsstruktur, Kapitalgesellschaft, Investoren, Krisenmanagement, Lizenzspielerabteilung, Kommerzialisierung, TSV 1860 München, VfB Stuttgart.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den komplexen Prozess der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung aus einem eingetragenen Verein (e.V.) in eine Kapitalgesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der Interessen der verschiedenen Stakeholder.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Stakeholder-Management, Change-Management, die rechtlichen Rahmenbedingungen wie die 50+1-Regel sowie die praktische Anwendung durch Fallbeispiele bekannter Fußballvereine.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Einfluss von Interessengruppen wie Fans, Managern und Kapitalgebern auf den Erfolg oder Misserfolg von Ausgliederungsprozessen bei Profifußballvereinen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen, um theoretische Managementansätze mit der realen Situation in deutschen Profiligen zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Stakeholdern und Change-Management sowie einen praktischen Teil, der spezifische Stakeholder-Gruppen, die 50+1-Regel und detaillierte Vereinsbeispiele untersucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Ausgliederung, Stakeholder-Management, 50+1-Regelung, Profifußball und Kapitalgesellschaft.
Warum spielt die 50+1-Regel bei Ausgliederungen eine so wichtige Rolle?
Sie reguliert den Einfluss von Investoren und stellt sicher, dass der Mutterverein die Mehrheit der Stimmanteile behält, was für viele Fans ein zentraler Punkt bei der Bewahrung der Vereinstradition ist.
Welche Rolle spielt der Faktor „Fan“ bei diesem Prozess?
Fans fungieren als wichtige Stakeholder, die durch ihre emotionale Bindung und ihre Rolle bei Mitgliederversammlungen (Stimmrecht) maßgeblich darüber entscheiden können, ob eine Ausgliederung überhaupt vollzogen werden kann.
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- Angelo Petrone (Author), 2020, Stakeholder im Profifußball. Ihr Einfluss bei der Ausgliederung eins Profivereins, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128702