Die Arbeit enthält den Bericht zum Praxissemester innerhalb des Lehramtsstudiums Biologie.
Neben der Abhandlung von schulischen Rahmenbedingungen und Angaben zur Lerngruppe (10. Klasse), wird eine Stunde zum Thema "Aufbau der DNA" (Modellkompetenz) methodisch und didaktisch analysiert und im Anschluss kritisch reflektiert. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Gesamtreflexion des eigenen Unterrichts hinsichtlich seiner klaren Strukturiertheit nach durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
I. Praxissemester
1. Schulische Rahmenbedingungen
2. Angaben zur Lerngruppe
3. Sachanalyse
4. Struktur aller gehaltenen Stunden
5. Stundenplanung
5.1. Methodische und didaktische (Vor-) Überlegungen
5.2. Einbettung der Stunde in die Unterrichtsreihe
5.3. Einschätzung des durchschnittlichen Wissens- und Kompetenzniveaus der Lerngruppe
5.4. Tabellarischer Unterrichtsverlaufsplan
5.5. Arbeitsmaterialien
5.5.1. Forschungskarten
5.5.2. Arbeitsblatt
5.5.3. Modellsatz 1
5.5.4. Modellsatz 2
5.5.5. Modellsatz 3
5.5.6. Hilfekarte Modellsatz 1
5.5.7. Hilfekarte Modellsatz 2
5.5.8. Hilfekarte Modellsatz 3
5.6. Reflexion
7.1. Praktikumsplan, Auflistung der Hospitationsstunden, Hospitationsbögen und Teilnahmebestätigung der Schule
II. Nachbereitung
1. Gesamtreflexion des eigenen Unterrichts
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit im Rahmen des Praxissemesters ist die Planung, Durchführung und systematische Reflexion von Biologieunterricht an einem Gymnasium, mit einem besonderen Fokus auf die Modellmethode zur Erkenntnisgewinnung. Die Arbeit untersucht, wie durch forschend-entdeckendes Lernen und den Bau von DNA-Modellen das Verständnis für die Speicherung genetischer Information gefördert werden kann.
- Analyse schulischer Rahmenbedingungen und der Lerngruppe
- Strukturierung und didaktische Einbettung von Unterrichtseinheiten
- Einsatz der Modellmethode im Genetikunterricht
- Reflexion des Lehrerhandelns nach den Kriterien von Hilbert Meyer
- Förderung der Erkenntnisgewinnung als zentraler Kompetenzbereich
Auszug aus dem Buch
5.1. Methodische und didaktische (Vor-) Überlegungen
Die schrittweise Entdeckung der Struktur der DNA, ihre Darstellung in Form eines Modells und letztendlich das Verständnis des genetischen Codes bildeten einen Meilenstein in der biologischen Forschung. Während die Folgen in Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder der Lebensmittelindustrie vielen Menschen nur implizit bewusst sind, tritt die DNA einerseits innerhalb der Kriminalistik, aber nun auch, gefördert durch immer billigere und schnellere Sequenzierungsverfahren, im persönlichen Umfeld der Menschen auf. So werben Konzerne mit Abstammungsbestimmungen, Analyse medizinischer Prädispositionen und Bereitstellung persönlicher genetischer Fun-Facts (Supertaster etc.) durch Genanalysen. Auch in Hinblick auf grundlegende physiologische Prozesse und Evolution aller Lebewesen, wie z.B. Mutationen und Proteinbiosynthese, scheint es obligatorisch, die Grundlage, also die DNA und genauer den in ihr enthaltenen genetischen Code, zu behandeln. Das gewählte Thema wird inhaltlich einerseits durch die Erwähnung im Berliner Rahmenlehrplan, anderseits auch durch das schulinterne Curriculum legitimiert.
Abseits dieser fachlichen Ebene eignet sich die Entdeckung der DNA vor allem auch um in diesem Zusammenhang den wissenschaftstheoretischen Vorgang hinter diesem ausschlaggebenden wissenschaftlichen Erfolg zu beleuchten. Genauer kann hier exemplarisch die Rolle und Funktion von Modellen als Bestandteil der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung herausgestellt werden. Dabei wird sich erhofft, dass Modelle, abseits der Rolle als Informationsquelle, vielmehr als Kern wissenschaftlicher Theorienentwicklung vermittelt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Praxissemester: Dieser Abschnitt beschreibt die schulischen Rahmenbedingungen, die spezifische Lerngruppe sowie die methodischen Überlegungen für die unterrichtete Einheit zur Genetik.
II. Nachbereitung: Dieser Teil beinhaltet eine detaillierte Gesamtreflexion des eigenen Unterrichts, basierend auf den Kriterien zur Strukturierung von Unterricht nach Hilbert Meyer.
Schlüsselwörter
Biologieunterricht, Praxissemester, Genetik, DNA-Modell, Modellmethode, Erkenntnisgewinnung, Unterrichtsreflexion, Fachwissen, Didaktik, Kompetenzorientierung, Lehrerbildung, DNA-Struktur, forschendes Lernen, Klassenmanagement, Hilbert Meyer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Planung, Durchführung und Reflexion von Biologieunterricht im Rahmen eines Praxissemesters an einem Gymnasium.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Das primäre Themenfeld ist die Genetik, insbesondere der Aufbau der DNA, die Replikation sowie die Modellmethode zur Erkenntnisgewinnung.
Was ist das Ziel der unterrichteten Stunde?
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch das Modellieren eines DNA-Abschnitts befähigt werden, eine Hypothese zur Verortung der genetischen Information innerhalb der DNA abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird die Modellmethode angewandt, um Erkenntnisgewinnungsprozesse zu fördern und den Konstruktcharakter von Modellen zu verdeutlichen.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil enthält die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit, die verwendeten Materialien wie Forschungskarten und Modellsätze sowie die methodisch-didaktische Herleitung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Modellmethode, Erkenntnisgewinnung, Unterrichtsstrukturierung nach Hilbert Meyer und forschendes Lernen geprägt.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Videos im Einstieg?
Der Autor kritisiert den Einstieg als zu lehrerzentriert und stellt ein hohes Verbesserungspotenzial fest, da das Video kaum wissenschaftlichen Erkenntnisdrang bezüglich der Modellnutzung auslöste.
Warum wurde die Differenzierung nach Modellen gewählt?
Die Differenzierung sollte durch 3 verschiedene Schwierigkeitsgrade (eindimensional, Pappe/Schnur, Knete/Zahnstocher) unterschiedliche Komplexitätsniveaus bedienen, wobei sich in der Praxis jedoch Schwierigkeiten bei der Umsetzung zeigten.
- Arbeit zitieren
- Anton Drutschmann (Autor:in), 2020, Portfolio Praxissemester Gymnasium Biologie Klasse 10, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128966