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Unterschiede in der Struktur und Arbeitsweise der britischen Independent Press Standards Organisation und dem Deutschen Presserat

Titel: Unterschiede in der Struktur und Arbeitsweise der britischen Independent Press Standards Organisation und dem Deutschen Presserat

Studienarbeit , 2018 , 18 Seiten , Note: 80%

Autor:in: Moritz Ansorge (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die Frage beantwortet werden, welche Unterschiede es in der Struktur und Arbeitsweise der britischen und deutschen Organe zur Presseselbstkontrolle, der IPSO und dem Presserat gibt, mit Blick auf deren Sanktionsmöglichkeiten und dem Umgang mit Beschwerden.

Um dies herauszuarbeiten, steht an erster Stelle die Analyse der Struktur und Arbeitsweise der beiden zentralen Institutionen im geschichtlichen Kontext. Presserat und IPSO werden daher zuerst einzeln betrachtet und erst dann miteinander verglichen. Die Effektivität der Organisationen zeigt sich im Umgang mit den sogenannten Beschwerden, weshalb im Weiteren die Unterschiede unter Hinzunahme der Beschwerdezahlen diskutiert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche Entwicklung der Presseselbstkontrolle

3. Der deutsche Presserat

3.1. Organisation und Finanzierung

3.2. Der Pressekodex

3.3. Beschwerde und Sanktionsmaßnahmen

4. Die Independent Press Standards Organisation

4.1. Die Leveson-Untersuchung und die PCC

4.2. Organisation und Finanzierung

4.3. Der Editors Code of Practice

4.4. Beschwerde und Sanktionsmaßnahmen

5. Vergleich

6. Diskussion

7. Kritik

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die strukturellen und operativen Unterschiede zwischen dem deutschen Presserat und der britischen Independent Press Standards Organisation (IPSO), um zu analysieren, wie beide Institutionen ethische Standards in der Presse sichern und auf Beschwerden sowie Verstöße reagieren.

  • Struktureller Vergleich der Presseselbstkontrollorgane in Deutschland und Großbritannien
  • Analyse der Finanzierung und Organisationsform der Institutionen
  • Gegenüberstellung der jeweiligen Pressekodizes und ethischen Richtlinien
  • Untersuchung der Beschwerdeverfahren und Sanktionsmöglichkeiten
  • Bewertung der Effektivität von Sanktionen gegenüber der Boulevardpresse

Auszug aus dem Buch

4.2. Organisation und Finanzierung

Die Independent Press Standards Organisation C.I.C (IPSO) ist ein privates Unternehmen, welches seine Arbeit in das Interesse des Allgemeinwohls stellt. Im Vergleich zum Presserat besteht ein Vertrag zwischen einzelnen Verlegern und dem IPSO, welcher rechtlich bindend ist.

Der Vorstand von IPSO besteht aus zwölf Mitgliedern, von welchen sieben als unabhängige Geschäftsführer und fünf als Branchengeschäftsführer beschrieben werden. Zu den Aufgaben des Vorstands zählt Finanzmanagement, die Implementierung des Editor‘s Code, die Überwachung des Complaints Committee und die regulären Vorstandsaufgaben (Pilling 2017: 14). Der Vorstand des IPSO wird von dem Appointments Panel bestimmt, welcher im Umkehrschluss von den Vorständen bestätigt werden muss ((Pilling 2017: 48).

Das Complaints Committee der IPSO besteht aus zwölf Mitgliedern und behandelt alle Beschwerden, welche nicht bereits im Vorfeld geklärt werden konnten (Pilling 2017: 19) Im Gegensatz zum Presserat sind die Mitglieder des Complaints Committees Angestellte der IPSO. Der Ausschuss besteht ebenfalls aus fünf Branchennahen und 7 unabhängigen Mitgliedern.

Darüber hinaus hat die IPSO 22 weitere Angestellte, welche unter anderem eingegangene Beschwerden bearbeiten.

Finanziert wird die IPSO durch die Regulatory Funding Company (RFC), indem sie von den Verlegern, welche Mitglieder der IPSO sind, Gebühren einholt. Die Geschäftsführer der RFC werden von den Verlegern bestimmt. Es werden jeweils vier Geschäftsführer von regionalen, vier von nationalen Verlegern, sowie einer von Verlegern von Magazinen bestimmt (Pilling 2017: 10 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit der Presseselbstkontrolle in Demokratien und formuliert das Ziel der Arbeit, die Unterschiede zwischen dem deutschen Presserat und der britischen IPSO zu untersuchen.

2. Geschichtliche Entwicklung der Presseselbstkontrolle: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Selbstkontrolle in beiden Ländern, insbesondere den Übergang von der PCC zur IPSO in Großbritannien.

3. Der deutsche Presserat: Hier werden die Organisation, die Finanzierung sowie der Pressekodex und die Sanktionspraxis des deutschen Presserats detailliert beschrieben.

4. Die Independent Press Standards Organisation: Dieses Kapitel analysiert die Hintergründe der Gründung der IPSO nach der Leveson-Untersuchung sowie deren Organisationsstruktur und Regelwerk.

5. Vergleich: Ein direkter Vergleich der beiden Institutionen hinsichtlich ihrer Rechtsform, Arbeitsweise bei Beschwerden und Sanktionsmöglichkeiten.

6. Diskussion: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Effektivität der Sanktionsmaßnahmen, insbesondere im Hinblick auf die Rolle der Boulevardpresse.

7. Kritik: Die kritische Reflexion beleuchtet den Mangel an wissenschaftlicher Literatur zu diesem spezifischen Vergleich sowie den Quellenbias.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung der rechtlich bindenden Verträge der IPSO als mögliches Vorbild.

Schlüsselwörter

Presseselbstkontrolle, Deutscher Presserat, IPSO, Medienethik, Pressekodex, Leveson-Untersuchung, Beschwerdeverfahren, Sanktionen, Journalismus, Medienregulierung, Pressefreiheit, Großbritannien, Deutschland, Boulevardpresse, Selbstverpflichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich der Strukturen und Arbeitsweisen der Presseselbstkontrollorgane in Deutschland (Presserat) und Großbritannien (IPSO).

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Organisation, Finanzierung, ethische Kodizes sowie die Behandlung von Beschwerden und die Verhängung von Sanktionen durch die beiden Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Unterschiede zwischen beiden Institutionen aufzuzeigen, um insbesondere deren Effektivität beim Umgang mit Beschwerden und ethischen Verstößen in der Presse zu beurteilen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse sowie die Auswertung von Fachliteratur und offiziellen Berichten der untersuchten Institutionen.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung beider Organe, einen direkten Vergleich der Prozesse sowie eine Diskussion über deren Wirksamkeit und Kritikpunkte.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Presseselbstkontrolle, Pressekodex, Sanktionsmaßnahmen, Boulevardpresse und die Unabhängigkeit der Aufsichtsorgane.

Welche Rolle spielt die Leveson-Untersuchung für diese Arbeit?

Die Leveson-Untersuchung ist der entscheidende historische Kontext für die Auflösung der PCC und die Gründung der IPSO, um auf Missstände in der britischen Presse zu reagieren.

Warum wird die Boulevardpresse im Kontext der Sanktionen gesondert betrachtet?

Sie wird als Problemfall diskutiert, da trotz hoher Beschwerdezahlen die Effektivität der bisherigen Sanktionen, wie Rügen, bei diesen Medien oft in Frage gestellt wird.

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Details

Titel
Unterschiede in der Struktur und Arbeitsweise der britischen Independent Press Standards Organisation und dem Deutschen Presserat
Hochschule
Universität Hamburg
Note
80%
Autor
Moritz Ansorge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V1128983
ISBN (eBook)
9783346492425
ISBN (Buch)
9783346492432
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterschiede struktur arbeitsweise independent press standards organisation presserat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Moritz Ansorge (Autor:in), 2018, Unterschiede in der Struktur und Arbeitsweise der britischen Independent Press Standards Organisation und dem Deutschen Presserat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128983
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Leseprobe aus  18  Seiten
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