Besitz und Begierde in Lessings "Emilia Galotti". Die ökonomische Bildmetaphorik des Frauentausches


Hausarbeit, 2020

11 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bildmetapher

3. „Willkürherrscher“ vs. „Empfindsamer Verehrer“

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Verführung, Begehren, Besitzanspruch und Manipulation in Gotthold Ephraim Lessings Trauerspiel um das tragische Schicksal der Emilia Galotti, uraufgeführt im Jahre 1772, sind unter anderem Aspekte, die in dieser Arbeit thematisiert und ergründet werden. All dies geschieht unter besonderer Betrachtung des Charakters des Prinzen und seines unten aufgeführten Monologs im fünften Auftritt des ersten Aufzugs. Schon in der Exposition des Stücks scheint hervorzugehen, dass die Titelheldin Emilia vielmehr Objekt, als Subjekt der Handlung ist. Die Rhetorik des Prinzen und das Verwenden der Bildmetapher suggeriert die Austauschbarkeit und Objektifizierung der beiden Frauen Emilia Galotti und Gräfin Orsina, gibt aber auch Hinweise auf vermeidlich bürgerliche Charakterzüge wie seine Leidenschaft und Emotionalität. Die Ambivalenz seines Charakters und die damit einhergehende Besetzung einer zwiespältigen Rolle im Stück müssen demnach mehrseitig beleuchtet werden. Es stellt sich zudem die Frage danach, weshalb Emilia dachte, sie hätte ohne eine einzige Berührung von ihm ihre Unschuld verloren, weshalb sie dachte, sie verdiene es zu sterben, allein durch die Worte des Prinzen dermaßen in Aufruhr und Erschütterung versetzt. Können Worte so mächtig sein, dass sie jemanden in den Tod treiben? Hatte Emilia je die Chance dieser Reihe kausaler Ereignisse zu entfliehen und somit die Katastrophe abzuwenden oder war ihr Schicksal fest, nachdem der Prinz ihr Porträt erworben, und sich seine Besessenheit für sie ohne ihr Wissen und ihren Einfluss manifestiert hat?

2. Die Bildmetapher

So viel er will! - (Gegen das Bild.) Dich hab ich für jeden Preis noch zu wohlfeil. - Ah! schönes Werk der Kunst, ist es wahr, dass ich dich besitze? - Wer dich auch besäße, 5 schönres Meisterstück der Natur! - Was Sie dafür wollen, ehrliche Mutter! Was du willst, alter Murrkopf! Fodre nur! Fodert nur! - Am liebsten kauft’ ich dich, Zauberin, von dir selbst! - Dieses Auge voll Liebreiz und Beschei¬denheit! dieser Mund! Und wenn er sich zum Reden öff- 10 net! wenn er lächelt! Dieser Mund! - Ich höre kommen. - Noch bin ich mit dir zu neidisch. (Indem er das Bild ge- gegen die Wand drehet.) Es wird Marinelli sein. Hätt ich ihn doch nicht rufen lassen! Was für einen Morgen könnt ich haben!1

Ist es wirklich Liebe, die der Prinz für Emilia empfindet, oder bloß ein willkürlicher Gefühlsausbruch, die Lust nach einem neuen Objekt der Begierde? Kann davon ausgegangen werden, dass er seinem Herzen folgt, indem er beschließt, Emilia für sich zu gewinnen, oder reizt es ihn nur, die schöne Bürgerliche zu besitzen, sie für sich zu beanspruchen?

Die Liebe zur Frau ist das Produkt einer männlichen Interpretation von Bildern; der Wechsel des Liebesobjekts besteht im Austausch von Bildern [.]. Die Bedeutung der Bilder realisiert sich einzig in der Vorstellungskraft ihres Betrachters, der diese auch jederzeit verändert oder sie ihnen wieder entziehen kann.2

Im Folgenden wird anhand einer kurzen Analyse des fünften Auftritts des ersten Auszugs genau dies erörtert, um auf eine vorläufige Charakterisierung des Prinzen schließen zu können, die die Frage seiner Handlungsmotivation wenigstens ansatzweise beantworten kann.

Nachdem der Prinz vom Hofkünstler Conti das Gemälde Emilia Galottis erworben hat, wird dem Rezipienten im darauffolgenden Monolog deutlich, Hettore Gonzaga, der Prinz von Guastalla, begehrt nicht nur das Kunstwerk als solches, sondern vielmehr die junge Frau, die sich auf dem Portrait befindet. In den ersten beiden Zeilen spricht er tatsächlich noch vom Objekt des Bildes an sich, was auch der Regieanweisung „Gegen das Bild“ (Lessing, I,5, Z.1) zu entnehmen ist. Er würde jeden erdenklichen Preis für das Bild bezahlen, was allein in diesem kurzen Abschnitt des Monologs schon einen ziemlich klaren Hinweis auf seinen Charakter gibt: Er wirkt etwas fahrig, zerstreut, impulsiv und von seiner Leidenschaft und Begierde gelenkt, fast sogar blind macht er sich keine Gedanken um finanzielle Ausgaben, wenn er doch nur das Bild um jeden Preis erwerben will. Er ist abgelenkt von seinen Gedanken an Emilia, sieht in diesem Moment nur sie und das Portrait und verspürt nichts als den Wunsch, es oder vielmehr sie zu besitzen. Dass eben nicht nur „es“ als Gegenstand des Bildes, sondern eher „sie“ als Person gemeint ist, zeigt sich in den darauffolgenden Zeilen zwei bis neun, die oben im Zitat stehen. Der Prinz spricht ganz offen zu sich selbst, dass er alles dafür zahlen oder geben würde, um Emilia zu besitzen. „Der reale Kauf des Porträts wird [.] zum Anlaß einer metaphorischen Aneignung, welche die ökonomische Logik des Frauentausches parodiert“ (Frömmer, S. 181). Die Austauschbarkeit des Gemäldes steht für die Austauschbarkeit der Frau. „In der Phantasie des begehrenden Prinzen verwandeln die ökonomischen Metaphern den realen Besitz einer im Bild imaginierten Emilia in einen fingierten Kauf der realen“ (Ebd. S. 181). Der Prinz gibt sich selbst gar nicht erst Anlass dazu, den moralischen Aspekt zu hinterfragen, ob man einen Menschen besitzen kann. Er ist sich seiner sicher und stellt ganz selbstverständlich den Besitzanspruch, ausgelöst durch das Erwerben und Besitzen ihres Gemäldes.3

Außerdem erfährt der Rezipient weiterführend auch, wie der Prinz zu Emilias Eltern steht. Emilias Mutter bezeichnet er als „ehrlich“ (Lessing, I, 5, Z. 7). Er benutzt auch die höfliche Anrede „Sie“, während er den Vater einen „Murrkopf“ (Ebd. I,5, Z. 7) nennt und ihn nur mit „du“ anspricht. Die zahlreichen Imperativsätze (u.A.: „Fodre nur! Fodert nur!“ Ebd. I,5, Z. 7-8) implizieren die Dringlichkeit und die überlaufenden Emotionen, den starken Willen des Prinzen. Die ganze Rhetorik kündigt bereits ansatzweise eine Katastrophe an. Dass er Emilia als „Zauberin“ (Ebd. I,5, Z. 8) bezeichnet, könnte darauf hinweisen, dass ihm der Bezug zur Realität entgleitet und er Emilia beinahe sakralisiert. Vielleicht aber auch, dass sie seinen Verstand „verzaubert“, ihn trübt und er sich dessen sogar bewusst ist. Dass er sein Verhalten reflektiert betrachtet, geht hier aber noch nicht hervor. „Die Individualität des Prinzen ist beschlossen in seiner begehrlichen Physis, die immer wieder neue Anwandlungen und Bedürfnisse durchpulsen“ , so Literaturwissenschaftlerin Simonetta Sanna. Er ist launisch, seine Stimmungen wechseln leidenschaftlich, wie seine Leidenschaft für Frauen wechselt, als seien sie keine Menschen, sondern Objekte. Weiter beschreibt sie ihn entsprechend auch als „personifiziertes] [...] Optimum an Lustfreiheit in seinem Hofstaat“ (Sanna, S.32).

Demgemäß gibt der Monolog dem Rezipienten, abgesehen von einer annähernden Charakterisierung des Prinzen, Spekulationsmöglichkeiten für den weiteren Verlauf des Stücks, er lässt erahnen, dass der Prinz in seinem Wahn über Leichen gehen wird, um Emilia für sich zu gewinnen, was sich im Laufe der Handlung bestätigt.

Weiter werden in den nächsten Zeilen Emilias körperliche Vorzüge, ihre Schönheit beschrieben, „Liebreiz und Bescheidenheit“ (Lessing, I,5, Z. 9-10) sind die einzigen Charaktereigenschaften, die der Prinz scheinbar für erwähnenswert und wesentlich hält.4

Eher beschränkt er sich auf ihr Äußeres: „Dieser Mund! und wenn er sich zum Reden öffnet! wenn er lächelt! Dieser Mund!“ (Ebd. I,5, Z. 10-11). Der Prinz attestiert dem Gemälde eine lebendige Bewegung des Sprechens , hier verschwimmt die Grenze zwischen dem Objekt des Bildes und dem Menschen Emilia deutlich. Außerdem schwärmt er zwar, dass ihr Mund sich zum Reden öffnet, erwähnt aber nicht, was er sagt. Ist es wichtig, was Emilia sagt? Offensichtlich nicht für den Prinzen. Er nimmt ihr Erscheinungsbild wahr, aber welch eine Person tatsächlich dahintersteckt, übergeht er gänzlich, beschreibt sie lediglich als bescheiden und liebreizend. Adjektive die sie charakterlich sehr vereinfachen und flach darstellen. Ein naives, junges Mädchen, deren Persönlichkeit nicht berauschend ist, ihre Schönheit aber umso mehr. Das Idealbild einer Frau, welches Lessing aus dem historischen Kontext greift und hier in die Handlungswelt setzt:

Während die übrigen Figuren im Stück recht schnell Gestalt annehmen, ist Emilia ein leerer Name, ein Zeichen, das seiner Bedeutung harrt. Das ,Bezeichnende‘ ist hier gerade ihre Abwesenheit auf der Bühne und ihre Anwesenheit in der Rede. Lessings Drama inszeniert seine keusche Heldin als leeren, flottierenden Signifikanten. (Frömmer, S. 178)

Lessing charakterisiert sie bewusst über das Verhalten des Prinzen und auch über seine Rede an sich, legt so die Bedeutung ihrer Person und ihre Rolle im Stück fest. Sie ist zwar die Hauptfigur im Stück und der Knotenpunkt, der Auslöser, durch den sich die Konflikte bilden und entwickeln, somit ist sie für die Handlung zentral von Bedeutung, trotzdem ist sie dabei meistens passiv und alles geschieht und vollzieht sich ohne ihren aktiven Einfluss. Wie bereits hervorgegangen, eignet sich die Bildszene sehr, um dies nachzuweisen. Die männliche Instanz, die männliche Rede, beeinflusst und legt fest, „wer oder was Emilia ist und was Orsina nicht mehr ist“ (Frömmer, S. 180), was sich hier klar an dem Bildertausch exemplifizieren lässt. Orsina, „dem Bild der verbrauchten Mätresse“, wird das Gemälde eines „unberührte[n] ,Engel[s]’ gegenübergestellt“ (Ebd. S. 180-181).

Abschließend lässt sich der Monolog als einleitende Gestik in das Stück lesen, als Teil der Exposition, die einen groben Überblick der beiden wichtigsten Figuren, ihrer Beziehung zueinander und ihrer Charaktere gibt, hinführend die bevorstehenden Konflikte und die Katastrophe ankündigend:

Gerade die symbolische und zugleich unrechtmäßige Inbesitznahme [Emilias] seitens des Prinzen Gonzaga leitet sowohl das Stück als auch den Konflikt ein, wenn Gonzaga zunächst das Bild Emilias in den Händen hält und wiederholt auf seinen Wunsch verweist, sie zu besitzen.5

3. „Willkürherrscher“ vs. „Empfindsamer Verehrer“

Schon aus der kurzen Analyse der Bildszene geht recht viel seitens des Charakters des Prinzen hervor, jedoch stellen sich auch zahlreiche Fragen bezüglich seiner Handlungsmotivationen, die erst beantwortet werden können, wenn sein Wesen tiefer ergründet worden ist. Was beeinflusst seine Gefühle dermaßen, dass er sogar über Leichen geht, um Emilia zu besitzen? Sind es echte Gefühle, die er für sie empfindet? Oder vielmehr das Verlangen nach Macht, zu bekommen, was er will und die Befriedigung zu wissen, seine Herrschaftsposition beliebig auszunutzen?6

Auf der einen Seite entwickelt sich ein Hinweis auf seine Emotionalität, seine Fähigkeit Gefühle und eigene Taten zu reflektieren und die Tatsache, dass er während des Stücks durchaus für das Bürgertum typische Eigenschaften anzunehmen scheint, denn „alle Beteiligten überschreiten im Laufe des Stücks die Grenze des ihnen angestammten semantischen Raumes“ (Frömmer, S. 171). Dass die Grenzen der höfischen und der bürgerlichen Welt in diesem Drama Lessings durchgehend und immer wieder verschwimmen und miteinander „kollabieren“, es gar zum „Merkmalsaustausch der zuvor streng voneinander getrennten Sphären“ (Ebd. S. 171) kommt, zeigt sich sogar insbesondere im Verhalten des Prinzen, der sich „von der bürgerlichen Lebensweise infiziert“ und „dessen Liebe zur Titelheldin sich nicht in den Bahnen der höfischen Liebeskonzeption bewegt, sondern [...] empfindsame Züge trägt“ (Ebd. S. 171-172).7 Zudem geht im Laufe des Dramas hervor, dass beide Seiten, die bürgerliche und die höfische, nicht unbedingt ständig und wie ursprünglich in Dramen üblich, in ein Gegensatzverhältnis gerückt werden, das weder die eine noch die andere der beiden Sphären , durch die Charaktere repräsentiert, als durchweg positiv oder durchweg negativ dargestellt wird.8 Es sind seine vermeidlich bürgerlichen Charakterzüge, die Hettore zunächst sympathisierend darstellen könnten:

Der Prinz beruft sich ausdrücklich auf sein ,Herzʻ als der authentischen Quelle seiner Liebe zu Emilia und seines Menschenseins (I,4). Er repräsentiert sich dadurch als ein Herrscher, der sein Handeln nach einer der zentralen Maximen bürgerlicher Humanitätsüberzeugungen ausrichtet. Er wird, so scheint es, zu einem ,bürgerlichen Charakterʻ. (Steinmetz, S. 120)

[...]


1 Lessing, Gotthold Ephraim: Emilia Galotti. Reclam: Stuttgart 2017. S.12. I,5. Zitatnachweise nachfolgend im laufenden Text: Lessing mit Auftritt-, Aufzug-, und Zeilenangabe.

2 Frömmer, Judith: Vom politischen Körper zur Körperpolitik. Männliche Rede und weibliche Keuschheit in Lessings Emilia Galotti. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (2005). Bd. 79 (2). S. 169–195, hier: S. 180. Zitatnachweise nachfolgend im laufenden Text: Frömmer mit Seitenangabe.

3 Sanna, Simonetta: Lessings ,Emilia Galottiʻ. Die Figuren des Dramas im Spannungsfeld von Moral und Politik. Tübingen: Niemeyer 2013. S. 32. Zitatnachweise nachfolgend im laufenden Text: Sanna mit Seitenangabe.

4 Maurer, Karl-Heinz: Verführung durch Mitleid: G.E. Lessings Emilia Galotti als Selbstaufhebung der Tragödie. In: German Quarterly (2005). Bd. 79 (2). S.172–191. Hier: S. 175. Zitatnachweise nachfolgend im laufenden Text: Maurer mit Seitenangabe.

5 Wilms, Wilfried: Im Griff des Politischen – Konfliktfähigkeit und Vaterwerdung in Emilia Galotti. In: Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte (2002). Bd. 76 (1). S. 50–73. Hier: S. 57. Zitatnachweise nachfolgend im laufenden Text: Wilms mit Seitenzahl.

6 Aus Platzgründen wurde diese aufs nötigste heruntergebrochen. Es konnten nicht alle Aspekte absolut tiefgreifend genannt und analysiert werden, sondern es wurden die (auf diese Arbeit bezogen) am sinnvollsten erschienenen Interpretationsansätze aufgeführt.

7 Pelster, Theodor: G.E. Lessing – Emilia Galotti. Reclam Lektüreschlüssel XL. Stuttgart: Reclam 2017. Hier: S.22. Zitatnachweise nachfolgend im laufenden Text: Pelster mit Seitenzahl.

8 Steinmetz, Horst: Emilia Galotti. In: Lessings Dramen. Interpretationen. Stuttgart: Reclam 1987. S.87–136. Hier: S. 119–120. Zitatnachweise nachfolgend im laufenden Text: Steinmetz mit Seitenzahl.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Besitz und Begierde in Lessings "Emilia Galotti". Die ökonomische Bildmetaphorik des Frauentausches
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Töchter im Drama
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
11
Katalognummer
V1129010
ISBN (eBook)
9783346492203
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Emilia Galotti, 1. Semester, Literaturwissenschaft, Germanistik, Drama
Arbeit zitieren
Charline Dreyer (Autor:in), 2020, Besitz und Begierde in Lessings "Emilia Galotti". Die ökonomische Bildmetaphorik des Frauentausches, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129010

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