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Die Geschichte der Notation. Notation in Japan und China

Titel: Die Geschichte der Notation. Notation in Japan und China

Hausarbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Justus Reim (Autor:in)

Musikwissenschaft - Historische Musikwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Notationssysteme von sowohl japanischer als auch chinesischer Musik sollen in folgender Hausarbeit erarbeitet werden. Als maßgebliche Lektüre zur Behandlung der Thematik dient das Buch "Notation" aus der Reihe MGG Prisma, herausgegeben von Andreas Jaschinski.

In der sogenannten Semiotik ordnet Umberto Eco – ein italienischer Schriftsteller, Philosoph und Semiotiker – das System der Notenschrift neben chemischen Zeichen und Algebra dem Bereich der formalisierten Sprache zu. Während westlich geprägte Menschen bei Musiknotation meist an das niedergeschriebene abendländische Tonsystem denken, gerät die Betrachtung außereuropäischer Musiknotation und damit die verschiedenen Formen der musikalischen Notation aus anderen Kulturen meist in den Hintergrund. Chinesische und Japanische Notationssysteme sind nur zwei aus vielen weiteren, den abendländischen nicht ähnlichen, Systemen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Chinesische Notation

2.1 Universelle Notenschriften

2.2 Instrumentalnotationen

2.2.1 Notationen für Schlagwerk

2.2.2 Zithernotationen

2.2.3 Lautennotationen

2.3 Vokalnotationen

3. Japanische Notation

3.1 Alte Intavolierung

3.2 Vokalnotation

3.3 Neuzeitliche Tabulaturen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen und historisch gewachsenen Notationssysteme in China und Japan. Ziel ist es, die Unterschiede zum abendländischen Notationsverständnis aufzuzeigen und die spezifische Ausprägung von Instrumenten- und Vokalnotationen in diesen Kulturen zu dokumentieren.

  • Vergleichende Analyse asiatischer und abendländischer Notationskonzepte
  • Systematik chinesischer Instrumentalnotationen (Schlagwerk, Zither, Laute)
  • Entwicklung und Besonderheiten japanischer Notationsformen
  • Rolle von Tabulaturen und spezialisierten Systemen im kulturellen Kontext
  • Einfluss von Tradition und mündlicher Überlieferung auf schriftliche Notationsformen

Auszug aus dem Buch

2.1 Universelle Notenschriften

Beginnend mit der ersten Notenschrift beschreibt die Surrogatnotenschrift die Verwendung von Tonnamen zur Kennzeichnung von einzelnen Tönen oder der Reproduktion einfacher Melodieverläufe. Sie kann in verschiedenen Spielarten angewendet werden: Lülü pu beschreibt die Verwendung „antike[r] Namen für die Normtöne der 12 ‚Stimmpfeifen‘, shier lü, […] [die] Darstellung von Tönen oder einfachen Melodien“.

Gongshang pu verwendet „relative Skalennamen (pentatonische oder heptatonische Tonstufen), wuyin oder qiyin: gong (sol), shang (re), jue (mi) usw. zur Melodiedarstellung“.

Gongchi pu stellt eine am Ende des 11. Jh. ausführlich dargelegte, simple Notationsweise bestehend aus 7 Tönen der heptatonischen Skala, die mit chinesischen Zeichen bezeichnet wurde, dar. Die Einteilung in verschiedene Stufen ähnelt unserem Notationsgebrauch. So ist die erste Stufe he mit der uns bekannten Tonika (z.B c) zu vergleichen. Die „II. Stufe: si = Sekunde (d), dementsprechend III.: yi (e), IV.: shang (f), V.: chi (g), VI.: gong (a), VII.: fan (h).“ Des weiteren existieren zwei Okativerungen, nämlich die der ersten Stufe, liu (c¹) und die der zweiten Stufe, wu (d¹). Außerdem liegen Zeichen für den Zwischenton fis (gou), sowie einzuschaltende Halbtöne cis (xiasi), dis (xiayi), gis (xiagong), ais (xiafan) vor. Die Entstehungsgeschichte dieser Notationsweise mit einer Einteilung in relative Tonhöhen ist noch unbekannt. Dennoch kann sie „als die im Volksgebrauch üblichste [Notationsweise] bezeichnet werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wissenschaftliche Betrachtung der Musiknotation ein und grenzt die außereuropäischen Notationssysteme von der westlichen Notation ab.

2. Chinesische Notation: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Fülle chinesischer Notationssysteme und beschreibt deren Fokus auf Tonhöhen und Melodieverlauf.

2.1 Universelle Notenschriften: Dieser Abschnitt erläutert verschiedene Ansätze der chinesischen Notenschrift wie Surrogatnotenschrift, Gongshang pu, Gongchi pu und den Einfluss des europäischen Systems.

2.2 Instrumentalnotationen: Hier werden spezifische Notationsformen für unterschiedliche Instrumentengruppen im chinesischen Kontext untersucht.

2.2.1 Notationen für Schlagwerk: Dieser Teil behandelt die historischen und praktischen Notationstechniken für Trommeln, Gongs und andere Schlaginstrumente.

2.2.2 Zithernotationen: Dieser Abschnitt fokussiert auf spezielle Tabulaturen und Textanweisungen für die Qin- und Se-Zithern.

2.2.3 Lautennotationen: Hier liegt der Schwerpunkt auf den Griffnotenschriften für Pipa und andere Lauteninstrumente.

2.3 Vokalnotationen: Dieser Abschnitt beschreibt die Überlieferung von Gesangsnotationen, insbesondere im Kontext buddhistischer Kulttexte.

3. Japanische Notation: Dieses Kapitel beleuchtet die japanische Musikgeschichte und die Herausforderungen bei der Dokumentation japanischer Notationssysteme.

3.1 Alte Intavolierung: Dieser Teil befasst sich mit den frühesten Zeugnissen der Lautentabulatur in Japan, wie der Quelle Tempyō biwafu.

3.2 Vokalnotation: Hier werden die durch den Buddhismus beeinflussten Notationstechniken für Sutra-Gesänge untersucht.

3.3 Neuzeitliche Tabulaturen: Dieser Abschnitt beschreibt die Entwicklung von Tabulaturen für Koto und Shamisen in der neuzeitlichen städtischen Musikkultur.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Vielfalt der asiatischen Notationssysteme zusammen und hebt die Bedeutung mündlicher Überlieferung im Vergleich zur schriftlichen Notation hervor.

Schlüsselwörter

Musiknotation, Chinesische Musik, Japanische Musik, Gongchi pu, Tabulatur, Lautennotation, Zithernotation, Vokalnotation, Musikgeschichte, Notationstheorie, Pipa, Koto, Shamisen, Notationssystem, Musikethnologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine musikwissenschaftliche Einführung in die Geschichte und Systematik chinesischer und japanischer Notationssysteme.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Instrumental- und Vokalnotation, der Rolle von Traditionen sowie dem Vergleich mit europäischen Systemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung und Dokumentation der vielfältigen Notationsformen in China und Japan, da diese im westlich geprägten Diskurs oft in den Hintergrund geraten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die maßgeblich auf Fachliteratur (insb. MGG Prisma) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse chinesischer und japanischer Notationssysteme, unterteilt in universelle Schriften, Instrumentalnotationen und Vokalnotationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Musiknotation, Tabulatur, Gongchi pu, Pipa, Koto und Notationstheorie aus.

Welche Rolle spielt die mündliche Überlieferung für die Notation?

Die Arbeit betont, dass ein Großteil der asiatischen Musikkultur auf mündlicher Tradition basiert, weshalb nur ein Teil der Musik schriftlich fixiert wurde.

Warum existiert keine allgemein-gültige Notenschrift in diesen Kulturen?

Die Notation war oft an einzelne Schulen oder Instrumente gebunden, was zu einer hohen Spezialisierung führte, anstatt zu einer einheitlichen, universalen Lösung.

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Details

Titel
Die Geschichte der Notation. Notation in Japan und China
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Musikforschung)
Veranstaltung
Einführung in die Geschichte der musikalischen Notation
Note
1,3
Autor
Justus Reim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1129318
ISBN (eBook)
9783346496881
ISBN (Buch)
9783346496898
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chinesische Notation Japanische Notation Instrumentalnotation Zithernotation Lautennotation Vokalnotation Tabulaturen China Japan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Justus Reim (Autor:in), 2021, Die Geschichte der Notation. Notation in Japan und China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129318
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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