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Das Abendmahl bei Johannes

Die johanneische Mahltradition - Christologie und Abendmahlstheologie in Joh. 6

Title: Das Abendmahl bei Johannes

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christine Schaffrath (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen des Hauptseminars Die neutestamentliche Abendmahlsüberlieferung werde ich in dieser Seminararbeit das Thema Die johanneische Mahltradition. Christologie und Abendmahlstheologie in Joh 6 bearbeiten. Ziel ist es dabei Joh 6 zu analysieren und eine Verbindung mit der Fußwaschung aus Joh 13,1-20 herzustellen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf Punkt 2. 3. 2. Die Rede Jesu über sein Fleisch und Blut (Joh 6,51b-59), da in diesem Abschnitt des Evangeliums der Verfasser das Thema der Eucharistie behandelt. Ich werde bei meiner Analyse Vers für Vers schrittweise vorgehen um den Text so genau wie möglich zu untersuchen. Während des Lesens meiner Hausarbeit ist es unbedingt notwendig eine griechische Ausgabe des Neuen Testaments zu benutzen um sich zu orientieren und die einzelnen Arbeitsschritte besser nachvollziehen zu können. Die Hausarbeit beginnt mit einer Einleitung zu Joh 6. Dann folgt die Textanalyse, die sich themenspezifisch in drei große Abschnitte untergliedert (siehe Punkt 2. 1.). Zum Schluss gehe ich auf die Fußwaschung (Joh 13,1-20) ein um ihren Zusammenhang mit Joh 6 zu verdeutlichen. Dieses Kapitel 2. 5. ist bewusst kurz gehalten um den Rahmen der Hausarbeit nicht zu sprengen. Im Johannesevangelium finden wir keinen klassischen Einsetzungsbericht wie bei den Syoptikern (Mk 14,22-24; Mt 26,26-29; Lk 22,17-20) oder wie bei Paulus (1 Kor 11,23-25). Stattdessen schildert Johannes die Fußwaschung (Joh 13,1-20), worauf ich in Punkt 2. 5. noch näher eingehen werde. Worte über die Eucharistie finden wir bei Joh in Kapitel 6, speziell in Joh 6,51b-58. Da die einzelnen Teile des 6. Kapitels aufeinander aufbauen und mit der Eucharistie zusammenhängen, werde ich in dem folgenden Teil meiner Hausarbeit abschnittweise das gesamte 6. Kapitel des JohEv untersuchen.
Joh 6 hat drei Abschnitte:
1. Das Speisungswunder (V.1-15) und der Gang Jesu über den See (V.16-25)
2. Die Rede Jesu über das Lebensbrot und die eucharistischen Worte (V.26-59)
3. Der Abfall vieler Jünger und das Bekenntnis des Petrus (V.60-71)
Dabei bilden der erste und der dritte Abschnitt einen Rahmen um den Hauptteil. Das komplette Kapitel ist gekennzeichnet durch die Interaktion zwischen Jesus und den Menschen (Volk/ Juden/ Jünger). Außerdem zieht sich das Thema Brot wie ein roter Faden durch die Erzählung. Laut Klaus Scholtissek ist Joh 6 „ein Evangelium im Evangelium, da es alle wesentlichen Aussagen joh Theologie enthält“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. 1. Johannes 6

2. 2. Speisungswunder und Seewandel

2. 2. 1. Das Speisungswunder (Joh 6,1-15)

2. 2. 2. Der Gang Jesu über den See (Joh 6,16-25)

2. 3. Die Lebensbrotrede

2. 3. 1. Die Rede Jesu über das Lebensbrot (Joh 6,26-51a)

2. 3. 2. Die Rede Jesu über sein Fleisch und Blut (Joh 6,51b-59)

2. 4. Jüngerabfall und Petrusbekenntnis

2. 4. 1. Der Jüngerabfall (Joh 6,60-65)

2. 4. 2. Das Petrusbekenntnis (Joh 6,66-71)

2. 5. Die Fußwaschung (Joh 13,1-20)

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die johanneische Mahltradition, insbesondere im Hinblick auf die Christologie und Abendmahlstheologie in Johannes 6, und setzt diese in Bezug zur Fußwaschung in Johannes 13. Ziel ist es, durch eine versweise Analyse den theologischen Gehalt der Lebensbrotrede und des eucharistischen Abschnitts zu erschließen und die Verbindung zwischen dem Glauben an Jesus, dem eucharistischen Verständnis und dem sozialen Handeln am Nächsten aufzuzeigen.

  • Analyse von Johannes 6 als „Evangelium im Evangelium“
  • Untersuchung der Lebensbrotrede und der eucharistischen Worte
  • Die Bedeutung der Fußwaschung als Korrelat zum Abendmahlsverständnis
  • Fragen der Redaktionsgeschichte des Johannesevangeliums
  • Christologische Hoheitstitel und deren Bezug zur Eucharistie

Auszug aus dem Buch

2. 3. 2. Die Rede Jesu über sein Fleisch und Blut (Joh 6,51b-59)

In dem letzten Abschnitt der Brotrede geht es um das Thema Essen des Fleisches und Trinken des Blutes des Menschensohnes. Die Passage betont die „besondere Bedeutung der Worte Jesu gegenüber dem Sakrament“. „Was der Evangelist vom Glauben aussagt, behauptet die Redaktion von der Eucharistie, wobei sie allerdings die Aussagen des Evangelisten (...) nicht verändert.“ Man bezeichnet diesen zweiten Teil der Rede Jesu auch als eucharistischen Abschnitt, da der Autor das Thema Abendmahl interpretiert. Aber passt diese Deutung auch zu den anderen Aussagen über das Himmelsbrot in Joh 6? Wehr ist auf Grund von einigen inhaltlichen und formalen Unstimmigkeiten zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Rede Jesu davon überzeugt, dass der eucharistische Abschnitt von einer nachträglichen Redaktion hinzugefügt worden sei, die die Rede Jesu erweitert.

Neue, von der Redaktion eingebrachte, Schlüsselwörter sind u. a.: σάρξ, αιµα, τρώγειν, πίνειν, πόσις, βρω̃σις und α̉ληθής. Dies sind erneut Begriffe aus dem Bereich Essen. Neu hinzu kommt das Thema Trinken. Ein wesentlicher Unterschied zum ersten Teil ist, dass das Verb φαγει̃ν (V.51, V.53) bzw. τρώγειν (V.54, V.56, V.57, V.58) im eucharistischen Teil wortwörtlich gemeint ist und das Substantiv α̉́ρτος (V.51, V.58) eine reale Speise sein soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der johanneischen Mahltradition ein und erläutert die methodische Vorgehensweise, bei der Joh 6 und Joh 13 in Verbindung gebracht werden.

2. 1. Johannes 6: Hier wird der Aufbau des sechsten Kapitels beschrieben, das durch die Interaktion zwischen Jesus und den Menschen sowie die Rahmung durch das Speisungswunder und das Petrusbekenntnis geprägt ist.

2. 2. Speisungswunder und Seewandel: Dieses Kapitel analysiert die Wundererzählungen als Legitimationsbeweise für Jesus und untersucht dabei die Bedeutung der Orte und der dargestellten göttlichen Hoheit.

2. 2. 1. Das Speisungswunder (Joh 6,1-15): Eine detaillierte Untersuchung der vier Abschnitte des Speisungswunders, wobei die Rolle Jesu als Geber und die Deutung als exklusives Offenbarungsgeschehen im Vordergrund stehen.

2. 2. 2. Der Gang Jesu über den See (Joh 6,16-25): Dieser Abschnitt interpretiert das Wunder als Schauwunder für die Jünger und verknüpft die Finsternis, den Sturm und die Ich-bin-Formel mit der Göttlichkeit Jesu.

2. 3. Die Lebensbrotrede: Einführung in die thematische Gliederung der Rede in die Lebensbrotrede und den eucharistischen Abschnitt sowie Analyse des Dialogcharakters und der Missverständnisse.

2. 3. 1. Die Rede Jesu über das Lebensbrot (Joh 6,26-51a): Untersuchung der theologischen Kernbegriffe und des Appells zum Glauben, wobei Jesus als wahres Brot dem Manna gegenübergestellt wird.

2. 3. 2. Die Rede Jesu über sein Fleisch und Blut (Joh 6,51b-59): Behandlung des eucharistischen Abschnitts, der durch die Realpräsenz von Fleisch und Blut und eine dramatisierende Steigerung geprägt ist.

2. 4. Jüngerabfall und Petrusbekenntnis: Analyse der Reaktion der Jünger auf die Rede Jesu, wobei die Scheidung zwischen den Ungläubigen und den Zwölf unter Petrus verdeutlicht wird.

2. 4. 1. Der Jüngerabfall (Joh 6,60-65): Untersuchung der Ablehnung durch die Jünger und der Allwissenheit Jesu in Bezug auf den Verräter und die menschliche Fixierung auf das Irdische.

2. 4. 2. Das Petrusbekenntnis (Joh 6,66-71): Betrachtung der positiven Entscheidung der Zwölf für Jesus, die in ein öffentliches Bekenntnis mündet, trotz des Wissens um den bevorstehenden Verrat durch Judas.

2. 5. Die Fußwaschung (Joh 13,1-20): Darstellung des Zusammenhangs zwischen der Fußwaschung als Modell des sozialen Dienstes und dem eucharistischen Verständnis im Johannesevangelium.

3. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, die eine redaktionelle Überarbeitung des johanneischen Textes nahelegen und die Verbindung zwischen Eucharistie, Glaube und gelebtem Nächstenliebedienst hervorheben.

Schlüsselwörter

Johannesevangelium, Johannes 6, Eucharistie, Abendmahl, Lebensbrot, Fußwaschung, Christologie, Glaube, Redaktion, Speisungswunder, Menschensohn, Reziproke Immanenz, Jüngerabfall, Petrusbekenntnis, Nächstenliebe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der johanneischen Mahltradition und untersucht, wie das Johannesevangelium das Thema Eucharistie im sechsten Kapitel theologisch entfaltet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die christologische Deutung Jesu als Lebensbrot, die eucharistische Rede, das Bekenntnis der Jünger sowie die soziale Komponente der Fußwaschung in Kapitel 13.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine versweise Analyse von Johannes 6 sowie die Herausarbeitung einer Verbindung zwischen der eucharistischen Lehre und dem sozialen Handeln, das Jesus in der Fußwaschung einfordert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exegese-orientierte, versweise Textanalyse angewandt, die den aktuellen Stand der Forschung und redaktionsgeschichtliche Überlegungen miteinbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Speisungswunders, der Lebensbrotrede, der eucharistischen Rede über Fleisch und Blut sowie der Reaktion der Jünger, ergänzt durch die Untersuchung der Fußwaschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Eucharistie, Lebensbrot, reziproke Immanenz, johanneische Theologie und die Abgrenzung von historischen Traditionen.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Fleisch und Geist eine solche Rolle in Kapitel 6?

Die Unterscheidung dient dazu, den Unglauben derjenigen aufzudecken, die nur irdisch fixiert sind, während nur der göttliche Geist den Menschen befähigt, die Person Jesu als Brot des Lebens wirklich zu begreifen.

Welchen Zweck erfüllt der Rückverweis auf die Fußwaschung in der Gesamttheologie der Arbeit?

Der Verweis verdeutlicht, dass Eucharistie im Johannesevangelium nicht als isoliertes Ritual zu verstehen ist, sondern untrennbar mit dem sozialen Dienst am Nächsten verbunden bleibt.

Was ist das Besondere an der „reziproken Immanenz-Formel“?

Sie beschreibt die perfekte, wechselseitige Verbindung zwischen dem Gläubigen und Jesus sowie zwischen Vater und Sohn, was eine zentrale theologische Reflexion des Evangelisten darstellt.

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Details

Title
Das Abendmahl bei Johannes
Subtitle
Die johanneische Mahltradition - Christologie und Abendmahlstheologie in Joh. 6
College
University of Bonn  (Katholisch-theologischen Fakultät )
Course
Die neutestamentliche Abendmahlsüberlieferung
Grade
2,0
Author
Christine Schaffrath (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V112932
ISBN (eBook)
9783640127887
ISBN (Book)
9783640128150
Language
German
Tags
Abendmahl Johannes Abendmahlsüberlieferung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Schaffrath (Author), 2004, Das Abendmahl bei Johannes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112932
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