Die Finanzmarktentwicklung in Griechenland. Die Auswirkungen der unkonventionellen Geldpolitik


Seminararbeit, 2019

21 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Unkonventionelle Geldpolitik
2.1.1 Signalling
2.1.2 Quantative Easing
2.1.3 Credit Easing
2.1.4 Negativzins
2.2 Instrumente
2.2.1 Securities Markets Programme
2.2.2 Outright Monetary Transactions
2.3 Wirkungskanäle der unkonventionellen Geldpolitik
2.3.1 Wirkungskanäle des Signalling
2.3.2 Wirkungskanäle des Quantative Easing
2.4 Finanzmarktentwicklungen Griechenland
2.5 Ergebnisse insbesondere Probleme
2.6 Kritische Diskussion der Ergebnisse

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Anleihenbestand des SMP

Abbildung 2 - Wirkungskanäle des QE

Abbildung 3 - Renditen auf Staatsanleihen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Welchen Stellenwert spielt die Europäische Zentralbank (EZB) in der griechischen Staatsschuldenkrise? Die Krise in Griechenland hat an den Grundsäulen der europäischen Währungsunion gewackelt. Die bis dato konventionelle Geldpolitik zeigte keine Wirkung oder fachte das Feuer weiter an.

Im Verlauf der Krise musste die EZB ihr bisheriges Repertoire erweitern und auf unkonventionelle Maßnahmen umlenken, welche in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurden und in der EZB selbst zu Unruhen geführt hat.

Die vorliegende Seminararbeit soll dabei Abhilfe leisten und die Wirkung der unkonventionellen Geldpolitik auf den griechischen Finanzmarkt analysieren.

Um einen schlüssigen Aufbau zu liefern, ist die Arbeit wie folgt aufgebaut. Das erste Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Typen der unkonventionellen Geldpolitik. Dabei wird ihr grundsätzlicher Charakter dargestellt und wo die modelltypischen Ziele liegen. Im drauffolgenden Kapitel werden die Instrumente dargestellt, welche einen direkten Bezug zu Griechenland haben. Dazu zählen das Securities Markets Programme (SMP) und die Outright Monetary Transactions (OMT). Darauf aufbauend veranschauliche ich die verschiedenen Wirkungskanäle der Instrumente mit ihren grundsätzlichen Zielen und folge anknüpfend mit der Entwicklung des Finanzmarktes in Griechenland.

Abschließend die Ergebnisse insbesondere Probleme der unkonventionellen Geldpolitik in Griechenland mit einer kritischen Diskussion abschließend.

Aufgrund dieses komplexen Themas wird der Fokus der Arbeit auf den griechischen Finanzmarkt liegen. Spätere weitergreifende Untersuchungen können von Nutzen sein, um das Thema in seiner Komplexität weiter zu analysieren.

2. Hauptteil

2.1 Unkonventionelle Geldpolitik

Seit Beginn der Staatsschuldenkrise im Jahr 2009/2010 hat die EZB immer mehr Maßnahmen ergriffen, um der Krise entgegenzuwirken. Die bis dato angewendete konventionelle Geldpolitik (Mindestreservepolitik, ständige Fazilitäten, Offenmarktpolitik) hatte nicht die gewünschte Auswirkung und so wurde umgeschwenkt auf die unkonventionelle Geldpolitik. Jene lässt sich in vier Typen einteilen.

2.1.1 Signalling

Beim Signalling handelt es sich um einen Informationsaustausch zwischen EZB und der Öffentlichkeit mit Daten, die verständlich strukturiert sind. Die wohl zwei wichtigsten Kanäle sind dabei die monatliche Pressekonferenz des Präsidenten und Vizepräsidenten und der Monatsbericht.

Die Pressekonferenz liefert dabei neben einem Resümee der geldpolitisch relevanten Entwicklung auch einen Fragenteil, wo Medienvertreter des gesamten Euroraumes teilnehmen und Fragen stellen können. Der Monatsbericht dient dazu, den Finanzmärkten und der Öffentlichkeit die geldpolitischen Entscheidungen zu erläutern und verfügt auch über die Informationen, mit denen die EZB ihre langfristige Strategie plant. Die Transparenz hat dazu beigesteuert, dass die Entscheidungen der EZB ein hohes Maß an Vorhersagbarkeit beinhaltet, was wiederum dazu führt, dass die Geldpolitik eine höhere Wirksamkeit hat. Die Kommunikationsstrategie hinter dem Monatsbericht wird in der Fachsprache auch Forward Guidance genannt1. Das wohl bekannteste Beispiel für Signalling und seine Effektivität ist die Verkündung des Outright Monetary Transactions Programme (OMT) im Jahre 2012 und der „Whatever it takes“-Rede vom ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi. Allein die Ankündigung des Programmes hat die Finanzmärkte beruhigt, so dass das OMT-Programm bis heute noch nicht verwendet werden musste .

2.1.2 Quantative Easing

Das Quantative Easing (QE) oder auch quantitative Lockerung kommt zum Einsatz, wenn die Inflationsrate niedrig ist oder der Hauptrefinanzierungssatz (Zinssatz, für den sich die Geschäftsbanken für maximal sieben Tage, gegen das Erbringen von Sicherheiten, Geld leihen können) niedrig oder schon null ist. Dann kauft die Zentralbank (ZB) großflächig von den Banken Anleihen, was wiederum zu einem Kursanstieg dieser Anleihen führt und Geld in das Bankensystem fließt.

Mit anderen Worten, die ZB erhöht die Geldbasis ohne dabei Geld zu drucken. Hauptziel des QE ist es, die Gesamtnachfrage zu unterstützen und die Vermeidung einer Deflation. Das Geld wird elektronisch geschaffen. Als Folge des Ankaufprogrammes sinken die Zinsen und die Kredite werden günstiger. Günstigere Kredite bilden die Grundlage dafür, das Unternehmen und Privatpersonen mehr Kredite aufnehmen können und weniger Zinsen für die Tilgung bezahlen müssen. Ebenfalls werden Investitionen und Konsum angekurbelt, welches zu einem Anstieg des Wirtschaftswachstums führt.2 3 4

2.1.3 Credit Easing

Beim Credit Easing (CE) werden Unternehmensanleihen, Geldmarktpapiere oder Asset Backed Securites von der ZB angekauft, um gezielt in bestimmten Marktteilen Liquiditätsengpässe zu beheben. Das CE unterscheidet sich nicht grundsätzlich vom Staatsanleihenkauf beim QE. Jedoch kommt die ZB hier direkt mit dem Privatsektor in Kontakt und tritt so, wie eine normale Geschäftsbank, auch in das Gebiet des Kreditrisikos ein. Der unmittelbare Kauf wirkt sich also direkt auf die Bilanz aus. Deshalb muss vor dem Kauf das Wertpapier (WP) sorgfältig geprüft werden. Nicht nur das WP, sondern auch die Größe des Verkäufers spielt eine Rolle. Es muss eine Gleichbehandlung der Unternehmensgröße vorliegen, da bei großen Unternehmen leichter zu erkennen ist, wie sie vom Verkauf ihrer WP profitieren als bei kleineren oder mittleren.5

2.1.4 Negativzins

Beim Negativzins wird der Zins auf Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB auf unter null gesetzt, so dass Banken bei Inanspruchnahme der Einlagefazilität (Möglichkeit der Geschäftsbanken, kurzfristig über Nacht Geld bei der EZB zu lagern, um so den vorgegebenen Einlagesatz zu erhalten) bestraft werden. Ziel dieser Politik ist es, das Banken das Geld an andere, u.a. Nichtbanken und Geschäftsbanken, weiterverleihen.6 7 Erstmalig wurde diese Maßnahme im Juli 2014 angewendet. Aufgrund geringer Inflationsraten und stagnierender Kreditvergabe wurde der Einlagesatz auf minus 0,1% gesetzt.

2.2 Instrumente

Im Rahmen der unkonventionellen Geldpolitik und im Zuge der in Europa und vor allen in Griechenland tobenden Staatsschuldenkrise hat die EZB eine Reihe von Sondermaßnahmen angewendet, um einen Ausweg aus der Misere zu finden. Im Folgenden werde ich auf zwei der Instrumente gesondert eingehen.

2.2.1 Securities Markets Programme

Das SMP ist eine Form des QE und wurde im Mai 2010 vom EZB-Rat beschlossen. Anlass war die in Griechenland ausgebrochene Staatsschuldenkrise und die darauf folgenden Krisen in Irland und Portugal. Inhalt des Programmes war der Ankauf von Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt der Länder, die von der Krise stark betroffen waren. Auf Anleihenmärkten jener Länder sind die längerfristigen Zinsen aufgrund von Interferenzen stark gewachsen. Als Folge sind die Kurse für Anleihen gesunken, was wiederum in Portfolioverlusten für den Finanz- und Nichtfinanzsektror resultierte, sowie die Reduzierung der Kreditvergabe durch die Banken für die Wirtschaft. Außerdem wurde die Kreditvergabe durch die niedrige Liquidität am Markt für Staatsanleihen beeinträchtigt. Anleihen wurden zur Besicherung von Refinanzierungsgeschäften nur noch vereinzelt genutzt.

Ziel war es den geldpolitischen Transmissionsmechanismus an den Wertpapiermärkten durch das Intervenieren wiederherzustellen, da Staatsanleihen dabei eine besondere Rolle spielen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Anleihenbestand des SMP

(Quelle: European Central Bank: Details on securities holdings acquired under the Securities Markets Programme (2013))8

Auf den geldpolitischen Transmissionsmechanismus und die verschiedenen Wirkungskanäle werde ich im Kapitel 2.3 näher eingehen.

Wie bereits erwähnt, erfolgte der Kauf von Staatsanleihen uneingeschränkt auf dem Sekundärmarkt. Das Eurosystem hat mit geregelten aber mengenmäßig begrenzten Käufen die Zinsen auf den Anleihenmärkten gedämpft.9

Von Beginn bis Beendigung im September 2012 wurden im Rahmen des SMP Staatsanleihen von Italien, Irland, Spanien, Portugal und Griechenland in Höhe von 218 Mrd. € erworben. Das ist vergleichbar mit 3% des Bruttoinlandsproduktes der gesamten Eurozone im Jahr 2012.

Griechische Staatsanleihen hatten dabei einen Anteil von 33,9 Mrd. € (vgl. Abbildung 1). Gehalten werden die durch das SMP erworbenen Anleihen bis zu ihrer Endfälligkeit.10

2.2.2 Outright Monetary Transactions

Mit erneuerter Verschärfung der Staatsschuldenkrise im Sommer 2012 im Euroraum nahm die Instabilität zu. Das Vertrauen in die Banken kehrte nicht zurück, die Staatsschulden der Krisenländer stiegen weiter und die EZB saß in einer Zwickmühle.11 12 Die Währungsunion hatte aufgrund der immensen Probleme Griechenlands auf dem Finanzmarkt Sorgen vor Ansteckungseffekten. Die Befürchtung war, dass wenn andere stark verschuldete Länder wie Spanien, Italien oder Portugal sich bei Griechenland anstecken, die Währungsunion auseinanderfallen könnte und es erneut zu einer Weltwirtschaftskrise kommt.

Aufgrund dieser Befürchtungen hielt der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi am 26.7.2012 die bereits erwähnte „Whatever it takes“-Rede. Interpretiert wurde diese Rede als Intervenieren der EZB im Notfall in Form eines massiv großen Kaufs von Staatsanleihen. Zwei Monate später im September wurde das OMT-Programm schließlich angekündigt.

Genau wie beim SMP handelt es sich beim OMT-Programm um ein Kaufprogramm von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von einem bis drei Jahren auf dem Sekundärmarkt, jedoch mit unbegrenzten Volumen. Das SMP wurde somit vom OMT-Programm abgelöst.

Das Ziel war das gleiche, nämlich den geldpolitischen Transmissionsmechanismus wieder herzustellen. Es gab jedoch einen gravierenden Unterschied. Die EZB darf unter dem Schirm des OMT-Programms nur Staatsanleihen von Ländern kaufen, die Hilfe aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) oder der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) erhalten.13 14 Bis zum heutigen Datum wurden durch die EZB noch keine Anleihenkäufe im Rahmen der OMT getätigt.

2.3 Wirkungskanäle der unkonventionellen Geldpolitik

Wie bereits im letzten Kapitel über die Instrumente der unkonventionellen Geldpolitik angeschnitten, war der geldpolitische Transmissionsmechanismus in der europäischen Währungsunion nicht mehr gewährleistet. Jener wirkt über verschiedene Wege, sog. Wirkungskanäle und zeigt, welche Folgen beispielsweise eine Erhöhung oder Senkung des Leitzinses der ZB hat und welche Impulse sich über verschiedene Kanäle auf realwirtschaftliche Größen wie die Güternachfrage oder die Preisentwicklung übertragen. Die EZB versuchte im Rahmen der unkonventionellen Geldpolitik den Transmissionsmechanismus wiederherzustellen.

Im Folgenden werde ich auf die Wirkungskanäle vom Signalling und QE eingehen, da diese beiden Typen den größten Anteil an der Finanzmarktentwicklung in Griechenland hatten.

2.3.1 Wirkungskanäle des Signalling

Wie bereits in Kapitel 2.1.1 erwähnt, fährt die EZB die Strategie des Forward Guidance beim Signalling. Ziele des Forward Guidance sind die langfristige Senkung des Nominalzinssatzes und der Realzinsen. Voraussetzung dafür, dass es funktioniert, ist die Glaubwürdigkeit. Hergestellt werden kann diese in der Regel durch eine Ankündigung, dass der Nominalzins für eine bestimmte Zeitspanne, meist Jahre, auf einem niedrigen Niveau gehalten werden soll.15 Glaubwürdig ist diese Ankündigung, da von eben dieser die Reputation der ZB abhängt, weil die Einhaltung durch Privatpersonen leicht nachprüfbar ist.

Beim Signalling verläuft die Transmission über den Zinskanals. Dieser beeinflusst die Geldpolitik über die realen Zinsen bis hin zur aggregierten Nachfrage. Im Normalfall hat Geldpolitik einen stärkeren Einfluss auf die kurzfristigen Zinsen. Auf die längerfristigen hingegen nur einen kleinen. Wenn beispielsweise alle Marktteilnehmer erwarten, dass die ZB ihren kurzfristigen Leitzins niedrig hält, so sinken auch die längerfristigen in der Regel. Investitionsentscheidungen von privaten Haushalten oder Unternehmen sind abhängig von eben diesen Zinsen. So führt eine expansive Geldpolitik dazu, dass die langfristigen Realzinsen sinken und Investitionen steigen.16

2.3.2 Wirkungskanäle des Quantative Easing

Im Kapitel 2.1.2 wurde bereits über die Definition, Durchführung und die Ziele vom QE gesprochen. QE hat insgesamt mehrere Wirkungskanäle über die es wirken kann.

Der erste ist der Signalkanal. Unter Umständen können die Inflationserwartungen stimuliert werden, wenn die Maßnahme glaubhaft verkündet wird. Die Bedingungen für die Glaubhaftigkeit sind, dass die Maßnahme eine entsprechen lange Laufzeit haben muss und groß genug ist, da die ZB bei einem Anstieg der Zinsen einen Verlust erzielen würde. Bei steigenden Zinsen sinken die Preise, zu dem die ZB die WP veräußern kann. Ein Vergleich aus der Praxis ist die Pressekonferenz Mario Draghis mit der bereits erwähnten „Whatever it takes“-Rede.

Inhalt des Portfolio-Substitutions-Kanal (obere Pfad Abbildung 1) ist die Beeinflussung der Zinskurve. Die ZB kauft ein WP. Durch den Kauf sinken die Kurse des gekauften WP und der dazugehörigen Zinsen. Durch den Kauf des WP findet eine Verschiebung der Preise zu Gunsten anderer WP statt. Andere Anleger wählen nun nicht mehr das von der ZB gekaufte WP, sondern ein anderes, da es höhere Zinsen erzielt. Folge ist, dass die Nachfrage nach diesem WP steigt, der Kurs steigt und die Zinsen sinken. Der nächste Anleger würde jetzt wieder ein anderes WP wählen und die gleiche Kausalkette startet von vorne. Ende des ganzen Kreises ist, das die ZB durch das QE die Nominalzinsen aller WP gesenkt hat. Sinken diese, sinken auch die Realzinsen und somit die Kreditkosten.

Zu differenzieren ist noch zwischen der Art des Wertpapieres. Bei langfristigen WP sinken die langfristigen Nominalzinsen, was den Effekt der Risikominderung innehat. Kauft sie nun17 18 risikofreie WP, wie z.B. Staatsanleihen, so wird die Liquidität auf dem Markt erhöht. Er wird aber nur indirekt einem Risiko ausgesetzt, nämlich der steigenden Relation von Verbindlichkeiten zu Liquidität. Folglich wird die Wahrscheinlichkeit eines Bankenansturms (Bank-Run) verringert. Bei dem Kauf von risikobehafteten WP (Unternehmensanleihen) erhöht sich ebenso die Liquidität auf dem Markt, die Risikoprämien sinken und der Interbankenmarkt wird angeregt. Einziger Nachteil des Kaufs von risikobehafteten WP ist die Verschlechterung der Bilanz der ZB.19 20

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Wirkungskanäle des QE

(Quelle: „Whatever it Takes“, Konrad Adenauer Stiftung (2015))

Der letzte ist der Kreditkanal oder auch Bankensektor-Kanal (untere Pfad Abbildung 1). Der Verkauf von Staatsanleihen an die ZB führt zu einer Erhöhung der Liquidität. Eine erhöhte Liquidität führt zu einer Verbesserung der Kreditvergabemöglichkeit der Banken und zu einem höheren Kreditangebot samt besseren Kreditbedingungen für die Realwirtschaft.

Bessere Kreditbedingungen führen zu mehr Krediten, welche mittelbar, über einen Anstieg der Ausgaben in der Realwirtschaft, die Inflation und das Wachstum ankurbeln.

2.4 Finanzmarktentwicklungen Griechenland

Schon vor Beginn der griechischen Staatsschuldenkrise im Jahr 2010 befand sich Griechenland schon länger in einer Talfahrt. Griechenlands Haushaltsdefizite und Schulden wurden jahrelang zu niedrig ausgewiesen und diverse Ein- und Ausgaben wurden nicht anständig verbucht. Als die vorsätzlich innovativen Finanzierungstechniken Griechenlands an die Öffentlichkeit gekommen sind, begann die Spekulation gegen griechische und andere Anleihen. Das war der Auslöser für die Eurokrise im Jahre 2010.21

[...]


1 Zentralbank, S. 211f; Deutsche Bundesbank und Deutsche Bundesbank Zentrale ÖB 200-3 Katalogisierung, S. 95ff (2011; 2017).

2 (Hinarejos 2015, S. 564f).

3 Deutsche Bundesbank und Deutsche Bundesbank Zentrale ÖB 200-3 Katalogisierung (2017, S. 199).

4 (Wolters 2015, S. 1ff).

5 (Smaghi 2009, S. 7f).

6 (Carlo Altavilla et al. 2018, S. 8f).

7 Hainz, Marjenko und Wildgruber (2017, S. 38).

8 Peter Sester (2012, S. 157).

9 Nauschnigg (2018, S. 401).

10 Altgelt und Koetter, S. 53; Koetter, S. 6 (2016; 2017).

11 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2012, S. 65; 76; 81).

12 Neyer (2018, S. 25).

13 Achrya, Pierret und Steffen (2018, S. 7f).

14 Siekmann (2015, S. 27).

15 European Central Bank (2013, S. 1).

16 Demary und Matthes (2013a, S. 7f).

17 Bernoth, Fratzscher und König (2015, S. 246).

18 Bernoth, Fratzscher und König (2015, S. 246f).

19 Friedrich, Mertens und Sobott (2015, S. 18ff).

20 (Bernoth, Fratzscher und König 2015, S. 247; Friedrich, Mertens und Sobott 2015, S. 19).

21 Neubäumer (2011, S. 830f).

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Die Finanzmarktentwicklung in Griechenland. Die Auswirkungen der unkonventionellen Geldpolitik
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät)
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V1129364
ISBN (eBook)
9783346497833
ISBN (Buch)
9783346497840
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unkonventionelle Geldpoltiik, Draghi, ezb, signallig, screening, quantative easing, credit easing, monetary policy, ecb, mission to greece
Arbeit zitieren
Jan Kleingarn (Autor:in), 2019, Die Finanzmarktentwicklung in Griechenland. Die Auswirkungen der unkonventionellen Geldpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129364

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