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Lebenszykluskosten und Management von Immobilien

Die Notwendigkeit der Anpassung von Immobilien an sich verändernde Produktlebenszyklen

Title: Lebenszykluskosten und Management von Immobilien

Scientific Study , 2008 , 12 Pages

Autor:in: MSc Jens Rinneberg (Author)

Engineering - Civil Engineering
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Summary Excerpt Details

Kurzfassung:
Betrachtung der Lebenszykluskosten von Immobilien.
Durch den Kostendruck auf den Kostenträger und dem Einfluss des technologischen Wandels auf Immobilien nimmt die strategische Bedeutung der Lebenszykluskostenberechnung, immer mehr zu. In nachfolgender Bearbeitung werden die aktuellen Kostenstrukturen und deren Grundlage aus DIN und GEFMA – Richtline benannt. Dabei wird die Basis der Lebenszyklusrechnung untersucht. Weiterhin werden die Abhängigkeiten und die Beeinflussung der Lebenszyklusrechnung zu Immobilien herausgestellt. Die Mobilität von Geräten ermöglicht neue Formen des Arbeitens. Mobiles Arbeiten mit
Laptop im Zug, Hotel, auf der Parkbank oder von zu Hause. Werden traditionelle Büros
überflüssig, weil man im Prinzip überall arbeiten kann? Werden die veränderten
technologischen Anforderungen neue Anforderungen an Unternehmensimmobilien
stellen?
In einer zunehmenden dynamischen Arbeitswelt, wesentlich bedingt durch den
technischen Fortschritt und die Globalisierung der Märkte, wird die Innovationsdynamik
zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Die Verbesserung der Rendite
und die Optimierung von Prozessen in Unternehmen werden in der nächsten Zeit vorrangige
Themen sein.
Beim Bau von neuen Unternehmensstandorten stehen die volks- und betriebswirtschaftlichen
Standorteigenschaften im Vordergrund. Weiterhin sind es die bau- und
produktionstechnischen Eigenschaften und der zu zahlende Kaufpreis des
Grundstückes. Aber im Laufe der Zeit ändern sich die Anforderungen an ein Gebäude
erheblich. Der Grund liegt in den sich entwickelnden Produktionsverfahren und –
methoden oder den infrastrukturellen Anforderungen. Dass Änderungen eintreten, ist
umso wahrscheinlicher, je größer der zeitliche Betrachtungsrahmen ist.
Die Technologien und Personen ändern sich, die Immobilie bleibt erhalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stand der Immobilien- Lebenszykluskostenrechnung

3. Interessenten für Lebenszykluskosten von Immobilien

4. Veränderungen im Immobilienlebenszyklus

5. Die Abhängigkeit der Lebenszykluskosten

6. Die Beeinflussung der Lebenszykluskosten

7. Zusammenfassung

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die strategische Bedeutung der Lebenszykluskostenrechnung für Immobilien unter Berücksichtigung sich verändernder Produktlebenszyklen und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

  • Analyse der Kostenstrukturen im Immobilienlebenszyklus
  • Interessenkonflikte und Akteure bei der Immobiliennutzung
  • Abhängigkeiten der Betriebskosten von technologischen und ökologischen Faktoren
  • Beeinflussungsmöglichkeiten der Lebenszykluskosten durch gezieltes Immobilienmanagement
  • Verknüpfung von strategischem Management und betrieblichem Immobilienmanagement

Auszug aus dem Buch

6. Die Beeinflussung der Lebenszykluskosten

Die Immobilie ist ein bedeutender Vermögensgegenstand und Produktionsfaktor innerhalb der strategischen Unternehmensführung. Als dieses werden Immobilien nur selten erkannt. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass immobilienbezogene Maßnahmen nach Ansicht vieler Unternehmensführer nicht zum Kerngeschäft zählen. Selten gehen immoblienspezifische Aktivitäten aus strategischen Planungsprozessen hervor. Somit wird strategisches Erfolgspotential vergeudet.

Es besteht zunehmend die Notwendigkeit der Verknüpfung des strategischen Managements von Unternehmen mit dem Immobilienmanagement.

Die Schaffung einer Bewertungsmethode zur Aussage über den Zusammenhang von Investitions-, Betriebs- und Nutzungskosten aus betrieblichen Entscheidungen wie Umorganisation, Outsourcing, Nutzungsänderung, Umbaumaßnahmen oder ähnlichem ist die Grundlage der gezielten Beeinflussung der Lebenszykluskosten. Diese Bewertungsmethode muss eine funktionale / prozessorientierte Sicht und eine gebäude- / nutzungseinheitenübergreifende Sicht ermöglichen.

Durch die Schaffung einer Möglichkeit zur Investitionsvorgabe, wie z.B. maximale Investitionssumme, maximale monatliche Bewirtschaftungskosten oder eines Investitionszieles, wie z.B. Energiesenkung, wird eine Zielvorgabe zur Beeinflussung der Lebenszykluskosten gestellt. Diese Vorgabe kann man aus dem Rückschluss für die erwirtschaftungsfähigen Kosten des Produktes / Kostenträger erhalten.

Eine Verknüpfung und der Übergang von operativem und strategischem Immobiliencontrolling in Abhängigkeit zu zeitlichen Standpunkten (siehe Abbildung 3) im Lebenszyklus von Immobilien ist notwendig.

Es wird notwendig sein, die Kosten für jeden Produktionsraum oder jede Fläche im Unternehmen in einem verallgemeinerungsfähigen Schlüssel zu erfassen und einer oder mehreren Kostenstellen zuzuordnen bzw. über Umlageschlüssel zu verteilen. Daraus resultierend soll die Möglichkeit geschaffen werden, eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Gebäuden / Immobilien / Flächen unter besonderer Berücksichtigung der Nutzung bzw. Bewirtschaftung und ihrer strategischen Bedeutung im jeweiligen Lebenszyklus zu tätigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Relevanz von Unternehmensimmobilien in einer dynamischen Arbeitswelt und betont die Notwendigkeit, Immobilien an veränderte Produktlebenszyklen anzupassen.

2. Stand der Immobilien- Lebenszykluskostenrechnung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Lebenszykluskostenrechnung nach GEFMA und identifiziert das Fehlen einer einheitlichen, anerkannten Kostenrechnungspraxis im Immobilienbereich.

3. Interessenten für Lebenszykluskosten von Immobilien: Hier werden die unterschiedlichen Interessen von Akteuren wie Mietern, Eigentümern und Finanziers analysiert, die die Kostenoptimierung der Immobilie jeweils unterschiedlich priorisieren.

4. Veränderungen im Immobilienlebenszyklus: Der Fokus liegt auf der Anpassung von Gebäuden an sich ändernde Anforderungen des Kerngeschäfts sowie der strategischen Vorbereitung auf Nutzungsänderungen.

5. Die Abhängigkeit der Lebenszykluskosten: Das Kapitel zeigt auf, dass Betriebskosten langfristig die Erstellungskosten übersteigen und welche Auswirkungen externe Faktoren wie Energiepreise oder Umweltauflagen (EnEV) haben.

6. Die Beeinflussung der Lebenszykluskosten: Es wird die Notwendigkeit einer prozessorientierten Bewertungsmethode und eines integrierten Immobiliencontrollings zur gezielten Beeinflussung der Kosten über den gesamten Lebenszyklus herausgestellt.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse zur Notwendigkeit ganzheitlicher Immobilienbetrachtungen und der strategischen Ausrichtung als Basis für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg.

8. Literatur: Auflistung der im Werk verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen.

Schlüsselwörter

Immobilien, Lebenszykluskosten, Immobilienmanagement, Facility Management, Unternehmensimmobilien, Produktlebenszyklus, Immobiliencontrolling, Investitionsentscheidung, Nutzungsdauer, Wirtschaftlichkeit, Strategisches Management, Betriebskosten, Standortanalyse, Gebäudeökonomie, Wertschöpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die strategische Bedeutung von Lebenszykluskosten bei Unternehmensimmobilien und wie diese im Kontext sich verändernder Produktlebenszyklen effizient gemanagt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Kostenstruktur von Immobilien, die Interessenlagen verschiedener Akteure am Immobilienmarkt, die Beeinflussbarkeit von Kosten durch Planung sowie die Verknüpfung von Unternehmens- und Immobilienstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Beeinflussung und ein integriertes Controlling der Lebenszykluskosten der langfristige wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens und die Gebrauchstauglichkeit seiner Immobilien gesichert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse aktueller Kostenstrukturen, die Auswertung von DIN- und GEFMA-Richtlinien sowie die Betrachtung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen und deren Relevanz für den Immobilienlebenszyklus.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Abhängigkeit der Lebenszykluskosten von technologischen Entwicklungen, die Identifikation von Kostenfaktoren im Zeitverlauf sowie die notwendige methodische Verknüpfung von Immobilienmanagement und strategischer Unternehmensführung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Lebenszykluskosten, Immobilienmanagement, Unternehmensimmobilien, Wirtschaftlichkeit und Immobiliencontrolling.

Warum wird die Immobilie oft nicht als Kerngeschäft eines Unternehmens wahrgenommen?

Viele Unternehmensführer sehen Immobilien lediglich als Kostenfaktor und nicht als strategischen Produktionsfaktor, weshalb immobilienbezogene Maßnahmen selten in die strategische Unternehmensplanung integriert werden.

Welchen Einfluss hat die Energieeinsparverordnung (EnEV) auf die Immobilienkosten?

Die EnEV zwingt Unternehmen dazu, bereits in der Planungsphase zukünftige ökologische Anforderungen und damit verbundene langfristige Energiekosten als Teil der Lebenszykluskosten stärker zu berücksichtigen.

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Details

Title
Lebenszykluskosten und Management von Immobilien
Subtitle
Die Notwendigkeit der Anpassung von Immobilien an sich verändernde Produktlebenszyklen
College
University of Bratislava  (Fakultät für Management)
Author
MSc Jens Rinneberg (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V112952
ISBN (eBook)
9783640132928
ISBN (Book)
9783640134625
Language
German
Tags
Lebenszykluskosten Management Immobilien Lebenszyklus Nutzungskosten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MSc Jens Rinneberg (Author), 2008, Lebenszykluskosten und Management von Immobilien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112952
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