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Talent Management

Darwinistischer Gehalt des Konzepts

Titre: Talent Management

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 23 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sebastian Stricker (Auteur)

Gestion des ressources humaines - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Quo vadis Personalarbeit? Diese Frage stellen sich Verantwortliche von Unternehmen immer häufiger und aktuell wird diese zunehmend mit dem Schlagwort des sogenannten „Talent Managements“ beantwortet.
In Deutschland, wie in anderen fortgeschrittenen Gesellschaften zeigt sich seit Jahrzehnten eine Verlagerung der Wirtschaftsaktivität vom sekundären in den tertiären Bereich, was zur Folge hat, dass immer weniger Menschen in Bereichen der einfachen Handarbeit tätig sind, sondern hochwertigere Kopf- und Wissensarbeit bewältigen müssen. Tätigkeiten mit einem geringeren Qualifikationsbedarf werden in Schwellen- und Entwicklungsländer ausgelagert
oder, wo möglich, durch Automation ersetzt. Schätzungen gehen davon aus, dass mittlerweile 50 % der Wertschöpfung eines Produkts auf intellektuelle Inputs zurückzuführen sind (z.B. F&E, Design und begleitende Services).
Laut einer Studie unter 5000 weltweit operierenden Firmen setzt sich deren Gesamtwert mittlerweile zu 62 % aus „Intangible Assets“ (Goodwill, Geistiges Eigentum und Humankapital) zusammen. Beschränkt man sich auf einzelne Sektoren, wie z.B. die Werbe- oder Pharmaziebranche, so verwundert es nicht, dass hier nahezu 100 % bzw. 89 % des Wertes durch immaterielle Güter erreicht wird. Bei einer Gesamtbetrachtung zeigt sich allerdings, dass die kumulierten Wertsteigerungen der hier untersuchten Firmen von 9,4 Billionen US $ zwischen 2001 und 2006, nur zu 36 % auf materielle Vermögenswerte zurückzuführen sind und das quer durch alle Branchen. Somit liegt hier eine allgemeingültige
Tendenz mit globalem Ausmaß vor, die durch die Verschmelzung der Märkte, Digitalisierung und virtuelle Vernetzung überall besondere Gültigkeit erlangt, wo Unternehmen sich zunehmend nicht mehr durch ihre Produkte und Dienstleistungen, sondern verstärkt durch ihre Mitarbeiter und die Unternehmenskultur differenzieren.
Die Märkte unterliegen einem ständigen Wandel. Doch sowohl Tempo als auch Intensität nehmen zu und führen oftmals zu überraschenden Ergebnissen, bei denen traditionelle Regeln nicht mehr zu gelten scheinen. Unternehmen entlassen massenhaft Mitarbeiter und attestieren zugleich einen Personalmangel in ausgewählten Bereichen. Personalvermittler und Headhunter haben Hochkonjunktur, da Unternehmen für die gerade gesuchten Fachkräfte hohe Summen zahlen und zugleich oftmals genau so hohe, um sich von unliebsamen zu trennen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausgangslage und Problemstellung

1.2 Zielsetzung der Seminararbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Talent Management

2.2 Darwinismus

3. Untersuchungsrahmen

3.1 Mentales Modell

3.2 Methodik

4. Untersuchung

4.1 Identifikation

4.2 Gewinnung

4.3 Bindung (Entwicklung)

5. Ergebnis

5.1 Zusammenfassung

5.2 Limitationen

5.3 Implikationen für die Forschung

5.4 Implikationen für die Praxis

5.5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Verbindung zwischen dem Konzept des Talent Managements und darwinistischen Prinzipien transparent zu machen, um aufzuzeigen, wie Unternehmen evolutionäre Mechanismen für ihren unternehmerischen Erfolg nutzen können. Die Forschungsfrage untersucht, inwieweit darwinistische Tendenzen in den Kernbereichen des Talent Managements existieren und wie Unternehmen effizient auf diese Herausforderungen reagieren können.

  • Analyse darwinistischer Prinzipien wie Variation, Selektion und Retention im unternehmerischen Kontext.
  • Untersuchung des Talent Managements unter evolutionsbiologischen Aspekten.
  • Kritische Bewertung der Identifikation, Gewinnung und Bindung von Talenten als Wettbewerbsfaktoren.
  • Erarbeitung eines mentalen Modells zur Veranschaulichung des darwinistischen Gehalts.
  • Ableitung praktischer Implikationen für Führungskräfte und Organisationen.

Auszug aus dem Buch

Darwinistischer Gehalt

Die Gewinnung externer Talente beinhaltet zwei miteinander korrelierende Sichtweisen. So soll nachfolgend zum Einen die Position der Unternehmen im Wettbewerb um Talente, als auch die der Talente untereinander berücksichtigt werden. Im Rahmen der Variation passen sich die Unternehmen verstärkt an die Bedürfnisse und Wünsche gefragter Talente an. So werden für Topstudenten zunehmend attraktive Praktika, die Betreuung durch Mentoren oder eine Kennenlern-Veranstaltung auf dem Golfplatz geboten. Weitere Möglichkeiten, neben entsprechenden Gehältern, sind z.B. die Flexibilisierung der Arbeitszeiten oder Unterstützung des Lebenspartners bei einem Standortwechsel. Teilweise wird für besonders gesuchte Talente ein „Handgeld“ von mehreren Monatsgehältern bei Eintritt ins Unternehmen bezahlt. Umgekehrt passen sich auch die Talente an die Vorstellungen der Unternehmen an. Gerade junge Bewerber achten auf außeruniversitäres Engagement, bekleiden Ehrenämter oder treten bei Greenpeace ein. Dies geschieht nicht unbedingt aus idealistischer Überzeugung, sondern um den präferierten Arbeitgebern in spe positiv aufzufallen. Die Anpassung der Bewerber ist teilweise ein natürlicher Vorgang, der allerdings größten Teils durch die Anforderungen der Unternehmen bestimmt wird. Umgekehrt können Talente i.d.R. keinen bewusst geplanten Einfluss auf Unternehmensentscheidungen auf breiter Front nehmen. Am anschließenden Auswahlprozess müssen Unternehmen aufgrund teilweise hoher Bewerberzahlen - es handelt sich nur zum Teil um Hochqualifizierte - massiv selektieren. Hier zeigt sich eine starke ex- und interne Wettbewerbsintensität für Unternehmen, um wirklich „passende“ Talente: Internationale Studien belegen, dass sich jede fünfte Neueinstellung als Fehlentscheidung herausstellt. Die genannte Wettbewerbsintensität zeigt sich ebenfalls unter den Talenten. Im Unterschied zum biologischen Darwinismus geht es zusätzlich um den Kampf „Talent gegen Talent“. Die Retention stellt schließlich die Vertragsunterzeichnung der „Sieger“ dar. Bei den Unternehmen werden intern die erfolgreichsten „Gewinnungsprogramme“ fortwähren und aus externer Sicht, diejenigen Firmen mit den geeignetsten Auswahlentscheidungen sich gegen andere behaupten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der Relevanz des Talent Managements angesichts des Wandels zur Wissensgesellschaft und der Übertragbarkeit darwinistischer Logik auf den wirtschaftlichen Wettbewerb.

2. Theoretische Grundlagen: Definition der Begriffe Talent und Talent Management sowie Erläuterung der biologischen Evolutionsmechanismen nach Darwin.

3. Untersuchungsrahmen: Vorstellung eines mentalen Modells und der methodischen Herangehensweise zur Analyse des darwinistischen Gehalts im Talent Management.

4. Untersuchung: Detaillierte Analyse der Bausteine Identifikation, Gewinnung und Bindung unter Berücksichtigung evolutionsbiologischer Konzepte wie Koevolution und der Red Queen Hypothese.

5. Ergebnis: Synthese der Erkenntnisse mit Hinweisen auf Limitationen sowie Implikationen für die zukünftige Forschung und die praktische Anwendung in Unternehmen.

Schlüsselwörter

Talent Management, Darwinismus, Evolution, Wettbewerb, Humankapital, Identifikation, Gewinnung, Mitarbeiterbindung, Koevolution, Red Queen Hypothese, Wissensarbeit, Strategie, Selektion, Unternehmenskultur, Personalstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den „darwinistischen Gehalt“ des modernen Talent Management-Konzepts und hinterfragt, inwiefern evolutionsbiologische Prinzipien das heutige Personalmanagement beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Säulen des Talent Managements: Identifikation, Gewinnung und Bindung von Talenten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den darwinistischen Kontext innerhalb von Unternehmen transparent zu machen, um Personalverantwortlichen ein besseres Verständnis für wettbewerbsrelevante Prozesse zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird ein theoretisch-analytischer Ansatz gewählt, der darwinistische Selektions- und Evolutionskriterien als Analyseinstrument für unternehmerische Personalprozesse nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bausteine Identifikation, Gewinnung und Bindung durch die Brille evolutionärer Mechanismen wie Variation, Selektion, Retention und Koevolution.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Talent Management, Darwinismus, Wettbewerbsintensität, Humankapital und die Red Queen Hypothese.

Warum ist die Identifikation von Talenten für Unternehmen eine Herausforderung?

Aufgrund der Fülle an Daten und der großen Anzahl an Mitarbeitern in global agierenden Organisationen sehen sich viele Unternehmen außerstande, ihr vorhandenes Potenzial effizient zu erkennen.

Was bedeutet "Job Sculpting" im Kontext dieser Arbeit?

Es beschreibt das gezielte Anpassen von Arbeitsangeboten an die individuellen Interessen und Stärken der Mitarbeiter, um diese langfristig an das Unternehmen zu binden.

Wie lässt sich die "Red Queen Hypothese" auf den Arbeitsmarkt übertragen?

Sie beschreibt ein Wettrüsten, bei dem Unternehmen und Talente ihren Aufwand ständig erhöhen müssen, nur um ihren relativen Status quo im Wettbewerb zu halten.

Welche Rolle spielt das "Handgeld" bei der Gewinnung von Talenten?

Es dient als strategisches Instrument, um besonders gefragte Talente in einem hart umkämpften Markt kurzfristig von einem Wechsel zu überzeugen.

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Résumé des informations

Titre
Talent Management
Sous-titre
Darwinistischer Gehalt des Konzepts
Université
University of Siegen  (Lehrstuhl für Personalmanagement und Organisation)
Cours
Talent Management
Note
2,0
Auteur
Sebastian Stricker (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
23
N° de catalogue
V112974
ISBN (ebook)
9783640131013
ISBN (Livre)
9783640131068
Langue
allemand
mots-clé
Talent Management Talent Management
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Stricker (Auteur), 2008, Talent Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112974
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Extrait de  23  pages
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