Partnerschaft als Belastung oder als Ressource? Einfluss von Unterstützung auf das Stresserleben und Wohlbefinden in Dyaden


Bachelorarbeit, 2021

101 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Anlagenverzeichnis

Genderhinweis

1 Einleitung
1.1 Relevanz
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau

2 Theorie
2.1 Dyade
2.1.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
2.1.2 Dimensionen von Dyaden
2.2 Soziale Unterstützung
2.2.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
2.2.2 Dimensionen sozialer Unterstützung
2.2.3 Quellen sozialer Unterstützung
2.2.4 Erwartete versus erhaltene Unterstützung
2.3 Subjektives Wohlbefinden
2.3.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
2.3.2 Dimensionen subjektiven Wohlbefindens
2.4 Stress
2.4.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung
2.4.2 Transaktionales Stressmodell nach Lazarus und Folkman
2.4.3 Dimensionen von Stresserleben
2.5 Integration - Wirkmechanismen und Effekte
2.6 Zusammenfassung der Theorie und Spezifikation der Fragestellung

3 Methodik
3.1 Rahmenbedingungen
3.2 Operationalisierung und Untersuchungsinstrumente
3.2.1 Soziodemografische Variablen
3.2.2 Abhängige Variable
3.2.3 Unabhängige Variablen
3.3 Pretest
3.4 Datenaufbereitung
3.5 Statistische Methoden

4 Ergebnisse
4.1 Vorausgehende Analysen
4.2 Deskriptive Ergebnisdarstellung
4.2.1 Soziodemografische Variablen
4.2.2 Abhängige und unabhängige Variablen
4.3 Beantwortung der Leitfragen
4.3.1 Leitfrage 1: Inwiefern beeinflusst die Unterstützung das Wohlbefinden?
4.3.2 Leitfrage 2: Inwiefern beeinflusst die Unterstützung das Stresserleben?
4.3.3 Leitfrage 3: Inwiefern beeinflussen einzelne Unterstützungsmerkmale das Wohlbefinden?
4.3.4 Leitfrage 4: Inwiefern beeinflussen einzelne Unterstützungsmerkmale das Stresserleben?
4.3.5 Leitfrage 5: Welche soziodemografischen Besonderheiten lassen sich erkennen?
4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse

5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Reflexion
5.3 Ausblick
5.4 Fazit

Anlagen

Literaturverzeichnis

Abstract

Theoriebasiert zeigt die Ausprägung von Merkmalen erwarteter sozialer Unterstützung durch den Partner einen Zusammenhang zum subjektiven Wohlbefinden und Stresserleben. Ziel der vorliegenden Bachelor Arbeit ist es, darzustellen inwiefern diese Korrelationen im Feld bestehen, wobei diverse Leitfragen zu soziodemografischen Besonderheiten und Differenzierungen einzelner Unterstützungsfaktoren gestellt wurden. Dazu wurde eine quantitative Querschnittstudie mittels Online-Befragung durchgeführt, die Aussagen mittels vier-stufigem Ratingformat erfasste. Die Stichprobe umfasste 330 Personen von denen 41,5% unverheiratete Frauen zwischen 19 und 29 Jahren waren.

Insgesamt zeigt die Studie, dass zwischen der erwarteten sozialen Unterstützung durch den Partner und dem subjektiven Wohlbefinden bzw. Stresserleben ein signifikanter Einfluss besteht; einzelne Unterstützungsmerkmale ausgenommen: „Entscheidung für die Bindung“ stellt damit keinen Prädiktor für das Wohlbefinden und Stresserleben dar. Zusätzlich zeigten „Hinweise geben“ und „persönliches Wissen, Unersetzbarkeit“ keine Signifikanz zu Stress. Es wurden divergierende Ausmaße zur Determination der Soziodemografie beobachtet, vor allem zum Kriterium Stresserleben. Diesbezüglich besteht bei Männern ein stärkerer Einfluss der Unterstützung auf das Wohlbefinden, allerdings wurde keine signifikante Differenzierung zu Ehestatus oder Alter festgestellt. Zum Stress wies die Unterstützung lediglich bei Frauen einen signifikanten Einfluss auf. Hinsichtlich des Alters liegen deutliche Unterschiede zum Stresserleben vor. Künftige Forschungen könnten sich insbesondere mit dieser Interaktion beschäftigen.

Stichworte: Ressourcenwirkung I Dyade I Wohlbefinden I Stresserleben

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Modell der Unterstützungsinteraktion

Abbildung 2: Stressmodell nach Lazarus und Folkman

Abbildung 3: Quellen von Ressourcen

Abbildung 4: Wirkmechanismus sozialer Unterstützung

Abbildung 5: Psychobiologische Wirkmechanismen

Abbildung 6: Strukturbaum Soziale Unterstützung in der Dyade

Abbildung 7: Strukturbaum Subjektives Wohlbefinden

Abbildung 8: Strukturbaum Stresserleben

Abbildung 9: Häufigkeitsverteilung Variable Geschlecht

Abbildung 10: Häufigkeitsverteilung Variable Altersgruppen

Abbildung 11: Häufigkeitsverteilung Variable Ehe

Abbildung 12: Histogramm Unterstützung

Abbildung 13: Histogramm Wohlbefinden

Abbildung 14: Histogramm Stresserleben

Abbildung 15: Streudiagramm Unterstützung*Wohlbefinden

Abbildung 16: Streudiagramm Unterstützung*Stresserleben

Abbildung 17: Soziodemografie*Unterstützung (verheiratete Personen)

Abbildung 18: Soziodemografie*Unterstützung (unverheiratete Personen)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Korrelations- und Regressionsanalyse einzelner Unterstützungsmerkmale*Wohlbefinden

Tabelle 2: Korrelations- und Regressionsanalyse einzelner Unterstützungsmerkmale*Stresserleben

Anlagenverzeichnis

Anlage 1: Fragebogen

Anlage 2: Häufigkeitstabelle Soziodemografie

Anlage 3: Häufigkeitstabelle Unterstützung

Anlage 4: Häufigkeitstabelle Wohlbefinden

Anlage 5: Häufigkeitstabelle Stresserleben

Genderhinweis

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in der vorliegenden schriftlichen Arbeit eine einheitliche Sprachform verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung eines Geschlechts, sondern ist, im Sinne der sprachlichen Vereinfachung, als geschlechtsneutral zu verstehen.

1 Einleitung

1.1 Relevanz

90% der Deutschen benennen das Finden des richtigen Partners und das Führen einer glücklichen Partnerschaft als ihr höchstes Lebensziel. 1 Werden lediglich Frauen zu ihrem Lebensziel befragt, sind es sogar 95%, die nach einer „glücklichen“ Beziehung streben. 2 Neben der persönlichen Relevanz einer erfüllenden Dyade bekräftigen zahlreiche Studien den besonders hohen Stellenwert dieser Sozialbeziehung, wonach die Liebesbeziehung als stärkste soziale und Gesundheitsressource 3 konstatiert wird. 4 Dieses Potenzial ergibt sich durch verschiedene Dimensionen von Unterstützungsleistungen. Darunter fallen informelle, instrumentelle und emotionale Interaktionen, 5 aber auch Merkmalsausprägungen, die sich auf spezielle Bestandteile einer Dyade beziehen 6 wie etwa der Gerechtigkeit, 7 der Fürsorgebereitschaft oder der Unersetzbarkeit. 8 Unterstützung, die durch den Partner vollbracht werden könnte, aber nicht vollbracht wird, kann nicht von anderen Bezugspersonen ausgeglichen werden und hinterlässt bei den Hilfesuchenden, trotz möglicher anderer Unterstützungssysteme, ein emotionales Loch.9 Allesamt tragen diese Faktoren einen gewichtigen Einfluss mit sich, ob ein Individuum seine Partnerschaft als „gut“ oder „schlecht“ bewertet und ob die Zweierbeziehung als „Ressource“ oder „Belastung“ wirkt. 10 Diese subjektive Einschätzung ist letztlich entscheidend, ob das Vorhandensein einer Paarbeziehung zur Entfaltung stressmildernder11 und wohlbefindenfördernder Wirkung führt oder nicht.12 Der Einfluss der Unterstützung durch den Partner zeigt sich dabei sowohl zu punktuellen Anlässen, bei chronischen Belastungen als auch bei alltäglichen Herausforderungen, die keine besondere Belastung darstellen.13

Erfüllende Liebesbeziehungen zu führen, zählt zu den wichtigsten Lebenszielen der Menschen und hat einen ausgeprägten Einfluss auf unterschiedliche Aspekte der menschlichen Befindlichkeit. Aus diesem Grund besteht eine hohe Relevanz des untersuchten Themenfeldes insbesondere in Bezug auf die Einflüsse auf das subjektive Wohlbefinden und das Stresserleben von Personen in Dyaden.

1.2 Zielsetzung

Das Ziel der vorliegenden Bachelor Thesis ist es Zusammenhänge zwischen der Unterstützung in der Dyade und dem subjektiven Wohlbefinden sowie Stresserleben zu untersuchen. Die darauf basierende zentrale Forschungsfrage wird folgendermaßen benannt: Inwiefern besteht ein Zusammenhang zwischen der erwarteten sozialen Unterstützung durch den Partner und dem subjektiven Wohlbefinden bzw. Stresserleben? Dabei sollen neben den benannten Zusammenhängen auch Einzelmerkmale der Unterstützung sowie soziodemografische Faktoren auf etwaige Besonderheiten überprüft werden.

1.3 Aufbau

Zunächst soll Kapitel 2 einerseits die Eingrenzung relevanter Konstrukte und andererseits ein tiefgreifendes Abbild dieser bieten, bevor daraus die Forschungsfragen abgeleitet werden. Das 3. Kapitel umfasst anschließend sämtliche methodischen Eckpunkte, die besonders hinsichtlich der Nachvollzieh- und Replizierbarkeit von wesentlicher Bedeutung in Bezug zur vorliegenden empirischen Forschungsarbeit sind. Nachfolgend werden unter Kapitel 4 die Ergebnisse ausgiebig behandelt, in dem sie visualisiert oder verbalisiert beschrieben werden. Eine detaillierte Interpretation der Ergebnisse und Reflexion des eigenen Vorgehens stellt die Diskussion innerhalb Kapitel 5 dar, wobei ein kurzer Ausblick sowie ein Fazit diesen Teil und damit die gesamte Bachelor Thesis abrunden.

2. Theorie

Voraussetzung für die Untersuchung dargestellter Inhalte sind theoretische Grundlagen zur Thematik. Bevor unter 2.5 eine Verbindung zwischen allen Konstrukten hergestellt wird, sollen sich die Kapitel 2.1 der Dyade, 2.2 der sozialen Unterstützung, 2.3 dem subjektiven Wohlbefinden und 2.4 dem Stress widmen. Eine prägnante Zusammenfassung rundet den Theorieteil ab und spezifiziert die Forschungsfrage.

2.1 Dyade

Menschen sind soziale Wesen, die sich ihre Sozialität durch persönliche Beziehungen zu anderen Personen sichern. Diese sozialen Beziehungen beeinflussen den Menschen in seiner Persönlichkeitsentwicklung, Integration in das soziale Netz, Weltanschauung und seinem Selbstbild von der Geburt bis zum Lebensende an. Personen, deren persönliche Beziehungen sich als fördernd und unterstützend darstellen, profitieren von diesen Partnerschaften, wohingegen einschränkende und als nicht unterstützend wahrgenommene soziale Interaktionen eher negative Auswirkungen verursachen. Zwar zeigen sich Qualität und Quantität von Beziehungen als dynamisch und ihrer Funktion und Priorität veränderbar, jedoch bleiben sie allesamt von wesentlicher Bedeutsamkeit bis zum Lebensabend eines Menschen. 14 Dieses Kapitel beschäftigt sich im Folgenden mit der Erklärung und Abgrenzung der Begrifflichkeit sowie ihren verschiedenen Dimensionen.

2.1.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung

Der Begriff „Partnerschaft“ wird auf verschiedene Art gebraucht. Allgemein gesprochen wird darunter eine enge, vertraute Gemeinschaft zweier Menschen verstanden, die aufgrund von gemeinsamen Interessen wie bspw. Ziele, Hobbies oder einer besonderen Gemeinsamkeit zustande gekommen ist. Das grundsätzliche Vorhandensein einer Partnerschaft sagt demnach noch nichts über die Qualität einer Beziehung aus, postuliert jedoch eine Bindung in einer unbestimmten Weise. Diese zwischenmenschlichen Interaktionen zeigen sich als äußerst vielfältig und entstehen zum Beispiel zwischen Vereinsmitgliedern, Trainingspartnern beim Sport, Geschäftspartnern, verbündeten staatlicher Kooperationen oder durch romantische Gefühle. 15 Da sich die vorliegende Bachelor Thesis im speziellen mit sozialen Beziehungen, in denen Letzteres zu einer Verbindung zweier Akteure führt, beschäftigt, ist diesbezüglich eine detailliertere Begriffserklärung notwendig.

So werden zwischenmenschliche Verbindungen, die eher längerfristig, 16 emotional verbindlich und auf dem Vorhandensein von Liebe und anderen Faktoren aufbauen, als Zweierbeziehung, 17 Paarbeziehung, 18 Dyade oder Liebesbeziehung definiert. Die letzten beiden Begriffe werden dabei mit der Notwendigkeit von Liebesempfindungen zwischen den Teilnehmern dieser Beziehung verbunden bei welcher „(…) bedingungslose Hingabe (…)“ 19 vorherrscht, wobei die Zweier- und Paarbeziehung, je nach Sichtweise, 20 Liebe als notwendige, nicht aber als hinreichende Determinante ansehen. 21 Nach Riehl-Emde (2005) legen romantische Beziehungen den Grundstein für die sexuelle Erfüllung, das Ausleben eines Kinderwunsches sowie der anschließenden Erziehung, die Selbstverwirklichung, das Erleben von persönlichem Glück, eine Bindung, die mit materieller Sicherheit einhergeht und für Zusammenhalt. 22 Hierbei soll hervorgehoben werden, dass sich Beziehungen, wie bereits eingangs erwähnt, in ihren Qualitäten, auch in Bezug zu diesen Merkmalen, oftmals deutlich unterscheiden. Folglich können bspw. Liebesbeziehungen beobachtet werden, die gänzlich auf sexuelle Interaktionen verzichten, wohingegen andere Paare diese Art von Zuwendung und Verbindlichkeit als Priorität ansehen. 23

Hervorheben lässt sich eine besondere Art der Paarbeziehung: die Ehe, als institutionalisierte Form. Per Definition umschreibt die Ehe eine „(…) als rechtlich legitimierte, auf Dauer angelegte Beziehung zweier ehemündiger, verschiedengeschlechtlicher Personen.“ 24 Durch diese Legitimation ergeben sich auch verbindliche Rechte und Pflichten, denen die Eheleute zustimmen. Nach §1353 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches verpflichten sich Personen, die eine Eheschließung vollziehen, zur gegenseitigen Sorge über das Wohl und das Vermögen des jeweiligen Ehegatten. 25 Doch nicht nur rechtliche Rahmenbedingungen zeigen sich als divergierend zu einer nicht-legitimierten Partnerschaft. Um die Eigenarten dieser speziellen Form der Beziehung hervorzuheben, werden unter 2.5 besondere Effekte von ehelichen Partnerschaften auf Individuen, im Vergleich zu nicht-ehelichen, gezeigt. Im Sinne der Themeneingrenzung werden weitere Sonderformen nicht näher angeführt, wobei die eingetragene Partnerschaft aufgrund ähnlicher rechtlicher Bedingungen äquivalent zu Eheschließung betrachtet wird.

Es wird demnach festgehalten, dass innert der vorliegenden Bachelor Thesis die Liebesbeziehung zwischen zwei Personen im Fokus steht. Dabei werden die Begriffe Liebesbeziehung, Paarbeziehung, Beziehung, Partnerschaft, Dyade und Zweierbeziehung synonym verwendet. Einen besonderen Stellenwert nimmt die institutionalisierte Form der Paarbeziehung, die Ehe, ein, da hierfür nicht nur die Rahmenbedingungen zwischen den Akteuren sich verändern, sondern sich weitere Besonderheiten in Bezug auf die Effekte auf beide Parteien ergeben. Beide Formen der Liebesbeziehung, ob legitimiert oder nicht, beinhalten bestimmte Merkmale durch welche sie sich als Dyade kennzeichnen und die ihre Beziehung zueinander beeinflussen.

2.1.2 Dimensionen von Dyaden

Eine Partnerschaft trägt verschiedene Merkmale in sich, die sich in der Ausprägung gleichermaßen unterschiedlich zeigen, wie im Bezug zu ihrer Relevanz. Diese Beziehungsinhalte sind von Dyade zu Dyade interindividuell abweichend und ihre Bewertung hängt sehr stark von der Subjektivität des Betrachters und der temporär dynamischen Sichtweise ab. Außer der Tatsache, dass bestimmte Bestandteile einer Liebesbeziehung in sämtlichen Partnerschaften eine Rolle spielen, zeigen demnach alle ihre individuellen Besonderheiten auf vielfältigen Ebenen und werden dementsprechend auch unterschiedlich je nach Person als „gut“ oder „schlecht“ wahrgenommen und bewertet. Das universelle Motiv von partnerschaftlichen Beziehungen ist es, eine möglichst als gut bewertete Verbindung zu führen. 26

Im Allgemeinen zeichnen sich Paarbeziehungen dadurch aus, dass sie von Außenstehenden als Einheit wahrgenommen werden und sich selbst auch als solche betrachten. Diese Einheit teilt wertvolle Güter untereinander, deren Zugang sie anderen Personen oftmals verwehren. Neben materiellen Gegenständen wie dem gemeinsamen Bett oder finanziellen Mitteln zählen auch immaterielle wie bspw. gegenseitiges Vertrauen oder Verständnis dazu. Geprägt durch diese Exklusivität ist auch das persönliche Wissen über den Partner, was ihn in dieser Beziehung als unersetzlich darstellt. 27 Akteure einer Dyade lernen einander auf eine andere Art kennen, als andere Beziehungsarten dies tun. So werden Liebespartner mit anderen Persönlichkeitseigenschaften, intimen Vorstellungen, Wünschen und Erwartungen sowie sonstigen Informationen konfrontiert.28 Außerdem entsteht durch gemeinsame Erlebnisse eine zwischenmenschliche Beziehungsgeschichte, die sich im Vergleich zu anderen Sozialbeziehungen gravierend abhebt. 29 Ein Personenwechsel ist innerhalb einer intimen Beziehung nicht möglich. Wird eine Person durch eine andere ersetzt, so bildet sich eine neue Beziehung. Dieser Vorgang bestärkt die Annahme der Unersetzbarkeit des Partners.30 Gemeinsamkeiten sind ein weiteres Merkmal von Dyaden. Eine Gemeinsamkeit bildet die Grundlage zu sämtlichen Arten von Beziehungen. 31 Aufgrund von Gemeinsamkeiten verbringen Paare Zeit miteinander, aus welchen, die oben genannten gemeinsamen Erlebnisse oder auch geteilte Ziele und Interessen entstehen, durch welche ein Zusammengehörigkeitsgefühl wächst. 32 Des Weiteren besteht die Dimension der Gerechtigkeit und Gegenseitigkeit in einer Partnerschaft. Demnach wägen Akteure einer Dyade ihr Beziehungsdasein im Sinne einer Kosten-Nutzen-Bilanz ab, bei der abgewogen wird, ob das Führen dieser Partnerschaft zu einem Mehrwert im Vergleich zu keiner Beziehung führt. Da auf lange Sicht auch die Stabilität der Partnerschaft selbst eine Rolle spielt, begutachtet jeder Akteur sowohl die eigene als auch die Bilanz des Partners. Dadurch streben Personen in einer Dyade grundsätzlich gleichermaßen nach Fairness und versuchen dies für beide Seiten in Balance zu halten. 33 Im besten Fall bedeutet dies schließlich, dass beide Partner in einem positiven Sinn für den anderen agieren, was zur Folge hat, dass der jeweils andere dasselbe tut. Dies würde zu einer förderlichen Gerechtigkeitsschleife und zu einer hohen Beziehungszufriedenheit beider Personen führen. Im schlechtesten Fall zeigt ein Akteur eine negative Handlung, worauf der andere die Gerechtigkeit darin sieht dem ebenfalls negativ zu begegnen. In diesem Beispiel verliefe die Gerechtigkeitsschleife ins Negative und hätte eine niedrige Zufriedenheit mit der Beziehung zur Folge. Dabei gilt die Handlung des einen als Stimulus für den Maßstab der Reaktion des anderen. 34 Bleibt eine Beziehung trotz nicht zufriedenstellender Bewertung dieser Bilanz bestehen, tritt die Entscheidung für die Bindung in den Vordergrund. Die subjektive Gebundenheit an den Partner und die gemeinsame Beziehung stellt einen wesentlichen Faktor für die Aufrechterhaltung einer Partnerschaft dar. Demnach ist die Stabilität einer persönlichen Beziehung abhängig davon inwieweit die Intention besteht sie auch dann noch aufrechtzuerhalten, wenn der rationale Nutzen nicht mehr gegeben zu sein scheint. Dieses Commitment stellt eine persönlich getroffene Entscheidung jedes Akteurs einer Dyade dar.35 Die gesetzliche Form dieser Entscheidung wird durch die rechtliche Eheschließung verkörpert.36 Diese Arten der Bindung gehen mit der nächsten Dimension einher: die Fürsorgebereitschaft und Verlässlichkeit. Beide Merkmale bilden die Basis für das Erleben von gefühlsmäßiger Verbundenheit und dem Zusammengehörigkeitsgefühl, das sich ebenfalls aus Gemeinsamkeiten ergibt. In Bezug zur Fürsorge spielen gemeinsame Ziele eine entscheidende Rolle, da grundsätzlich beide Parteien darauf abzielen diese zu erreichen. Sollte dieses Streben in Gefahr geraten, führen fürsorgliche Handlungen dazu, dass dem entgegengewirkt wird. In Beziehungen in denen diese Gemeinsamkeiten nicht bzw. nicht ausreichend gegeben sind oder aber mangelnde Gerechtigkeit verspürt wird, ist es möglich, dass die Bereitschaft zur gegenseitigen Fürsorge schwindet. In diesem Fall verschiebt sich die Nutzenmaximierung vom Paar hin zur Einzelperson.37 Beidseitige Fürsorgebereitschaft hingegen stärkt das Gefühl von Verlässlichkeit und Verständnis in einer Liebesbeziehung.38 Damit ist Verständnis ein weiteres Merkmal von Dyaden, das mit zunehmendem Vertrauen, gestärktem Zusammengehörigkeitsgefühl und der generellen gefühlsmäßigen Verbundenheit,39 die in Abhängigkeit zur Bereitschaft der Selbstöffnung gegenüber dem Partner, wächst.40 Letztlich erhalten sexuelle Intimität und körperliche Nähe ebenfalls einen Stellenwert in Dyaden. Auch wenn es Paare gibt, die aus unterschiedlichen Gründen, auf die Ausübung leidenschaftlicher Aktivitäten gänzlich verzichten,41 ist unumstritten, dass Liebesbeziehungen den Grundstein für einerseits die sexuelle Erfüllung und andererseits den Wunsch zur Fortpflanzung und Familiengründung legen.42

Welche weiteren Bedingungen existieren, die darüber entscheiden, ob eine Paarbeziehung positiv von einer Person wahrgenommen wird und sich förderlich auf diese Person auswirkt, wird nachfolgend präsentiert.

2.2 Soziale Unterstützung

Um nun die bereits angedeutete soziale Komponente von Dyaden und die dementsprechende Relevanz des Menschen als „soziales Wesen“ 43 auszuarbeiten, werden in den nachfolgenden Ausführungen das Konstrukt sozialer Unterstützung sowie damit verbundene Begrifflichkeiten erläutert. Danach werden verschiedene Quellen und Dimensionen als auch weitere Besonderheiten angeführt.

2.2.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung

Neben sozialen Beziehungen, deren Inhalt qualitative Elemente verkörpert, zeigt das soziale Netzwerk eines Individuums die quantitativen Besonderheiten auf. Beide Begriffe werden unter dem Konstrukt der „Sozialen Ressourcen“ subsummiert, welche gemeinsam haben, dass sie materielle Waren, Güter und Tauschmittel, wie auch nichtmaterielle Sachverhalte darstellen, die von einer Person einer anderen zur Verfügung gestellt werden. Im Gegensatz zu einer Reserve, deren Gebrauch jederzeit möglich und Existenz beobachtbar ist, bezeichnet eine Ressource eine zunächst erdachte Leistung, die erst genutzt werden kann, wenn eine andere Person eine Handlung initiiert. 44 Die daraus entstehende Diskrepanz zwischen erwarteter und erhaltener Unterstützung wird unter 2.2.4 erklärt. Ressourcen fungieren dabei stets als Hilfeleistung, welche der unterstützungssuchenden Person zur Erreichung eines Ziels dienen soll. 45 Ist ein soziales Netzwerk vorhanden, bildet dies die notwendige quantifizierbare Basis für Sozialbeziehungen, aus welchen soziale Unterstützung gewonnen werden kann. 46

Unter dem Sammelbegriff „soziale Unterstützung“ werden verschiedene Aspekte zwischenmenschlicher Interaktionsprozesse geführt. 47 Allen ist das Empfangen und Erhalten von Hilfeleistungen gemeinsam, womit eine Transaktion zwischen zwei Personen postuliert. 48 Diese dienen der Zielerreichung, 49 die unterschiedlich klassifiziert werden kann. Einerseits können anspruchsvolle, herausfordernde Situationen und Belastungen dazu führen, dass Individuen Unterstützung bei anderen Personen suchen, um diese zu überwinden. 50 Meist ist dies der Fall, wenn die Selbsthilfemaßnahmen der Person keinen Erfolg erzielen konnten. 51 Andererseits können sog. „daily hassles“ (zu deutsch „alltägliche Herausforderungen“), die ein geringes oder gar kein Risikopotenzial beinhalten, dazu veranlassen, dass Hilfe benötigt wird. 52 Weiterführend wird diese Form von Unterstützung auch als Alltagsunterstützung bezeichnet und benötigt demnach keinen konkreten Auslöser wie es bspw. eine Problemlage ist. Hierzu wird die Unterscheidung zwischen impliziter sozialer Unterstützung, die die Eingliederung in Gruppen des sozialen Netzwerks und das Zugehörigkeitsgefühl beschreibt und expliziter Unterstützung angeführt. 53 Diese Arbeit beschäftigt sich mit den expliziten Elementen, die praktischer, materieller, emotionaler, informierender und beratender Natur sein können. 54 Welche Dimensionen sozialer Unterstützung es im Detail gibt, soll der nachstehende Unterpunkt zeigen.

2.2.2 Dimensionen sozialer Unterstützung

Aufgrund der Vielschichtigkeit sozialer Unterstützung ist eine Unterscheidung hinsichtlich ihrer Funktion notwendig.55 In der Literatur geschieht dies recht vielfältig, wobei sich die Mehrheit der Autoren bezüglich einer Klassifikation einig ist. Hierbei lassen sich Hilfeleistungen instrumentellen, emotionalen oder informellen Leistungen zuordnen.56 Manche Autoren verwenden eine vierte Dimension und benennen sie „evaluative Unterstützung“. Andere verweisen auf den inhaltlichen Zusammenhang dieses Elements zur informellen Dimension und führen deshalb keinen vierten Aspekt an.57 Dieser Ansicht soll auch in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.

Im Sinne ihrer Funktion fasst die instrumentelle Dimension Unterstützungsleistungen praktischer und damit direkt beobachtbarer Art zusammen. Dazu zählen Erledigungen konkreter Arbeiten als auch Aufgaben oder das Bereitstellen und Beschaffen von Gütern und Materialien. Nicht beobachtbar ist stattdessen die emotionale Dimension. Sie bezeichnet Unterstützung auf der Gefühlsebene und wirkt durch die Vermittlung von Trost, Wärme, Zuneigung oder Zuspruch. Dies gelingt durch Mitgefühl, Vertrauen, Liebe und emotionalen Beistand. Die informelle Dimension unterstützt eine Person durch das Übermitteln von relevanten Informationen und hilfreichen Ratschlägen, die bei der Bewältigung von Anforderungen von Nutzen sind oder die, im Sinne einer evaluativen Hilfeleistung, der Entscheidungsfindung oder aber der Neubewertung von Sachverhalten dient. In Bezug auf die Neubewertung ist damit gemeint, dass eine Person durch informelle Unterstützungsmaßnahmen aus einer zunächst negativ-bewerteten Situation nach der sozialen Interaktion, derselben Situation nun etwas Positives zugesprochen wird.58 Dieser Vorgang erhält insbesondere im Stressprozess, welcher Kapitel 2.4.2 erörtern wird, eine relevante Bedeutung.

Inwiefern diese Dimensionen voneinander getrennt werden oder unabhängig voneinander existieren können, bleibt bis dato weitestgehend unbekannt. Mehrheitlich ist sich die Literatur jedoch sicher, dass keine trennscharfe Linie gezogen werden kann. Eine Unterstützungsleistung kann daher grundsätzlich klassifiziert werden, jedoch ist eine Differenzierung der Inhaltsbereiche nicht immer trennscharf möglich, da sie in manchen Fällen nicht unabhängig voneinander auftreten. Wenn bspw. Informationen bereitgestellt werden, die dazu führen, dass eine Person ihre Situation neu und damit anders bewertet als vor der Hilfeleistung, so kann es zusätzlich möglich sein, dass diese Maßnahme dazu führt, dass die Person zur informellen Hilfe ebenfalls emotionale Unterstützung, durch den Zuspruch, erhält. Von großer Relevanz ist hierbei die Frage, welche Funktion die Bezugsquelle erfüllt und wie sich das Verhältnis beider Akteure darstellt.59

2.2.3 Quellen sozialer Unterstützung

Neben den Gesichtspunkten der Dimensionen von Unterstützungsleistungen ist es notwendig Differenzierungen zwischen Quellen sozialer Transaktionen vorzunehmen, die sich im Sinne der Qualität und der Häufigkeit zueinander abgrenzen.60 Ähnlich der verschiedenen Auffassungen zu den Dimensionen lassen sich auch hinsichtlich der Quellen unterschiedliche Klassifizierungen unter den Autoren finden.61 Für die vorliegende Bachelor Thesis wird die Systematisierung nach Badura (1981) herangezogen, da diese sowohl eine Unterscheidung von Nähe und Distanz vornimmt als auch Erklärungen zu den Funktionen und Angaben zur Qualität der Interaktionen bietet.62

Grundsätzlich werden vier Quellen sozialer Unterstützung voneinander unterschieden: informelle Beziehungen, oberflächliche Beziehungen, enge Bindungen und Confidant-Beziehungen. Informelle Beziehungen weisen eine geringe Häufigkeit und wenig Qualität vor. Ihre Funktion ist durch Informationen gekennzeichnet, weshalb diese Beziehungen sich bspw. durch das Gesundheitsversorgungssystem oder andere Beratungsangebote ergeben. Sie können entstehen, wenn eine Person initiativ nach Informationen sucht oder aber aufgrund zwingender Umstände (z.B. durch Strafen). Hat die unterstützungssuchende Person die benötigte Hilfe erhalten, so löst sich diese Beziehung auf. Diese Art von Hilfeleistung umfasst dabei meist die Dimension der informellen Unterstützung. Oberflächliche Beziehungen erfüllen ebenfalls Funktionen der Informationsbereitstellung. Zusätzlich zu informellen Beratungen teilen sie neue Anregungen mit. Dies geschieht meist in einem speziellen Umfeld, dass sich durch eine Gemeinsamkeit der beiden Akteure äußert. Beispiele dafür können geteilte Interessen, derselbe Wohnort oder dieselbe Mitgliedschaft in einem Verein sein. Kennzeichen dieser Quelle sind schwache emotionale Nähe sowie soziale Verpflichtungen und geringe Interaktionshäufigkeit und -intensität. Im Vergleich zu informellen zeigen sich oberflächliche Beziehungen, trotz ihrer ähnlichen Funktion, bereits etwas intensiver, was ihre Qualität und Häufigkeit betreffen. Oberflächliche Beziehungen können ihren Beitrag durch Unterstützungsleistungen der informellen ggfs. aber auch der instrumentellen Dimension leisten. Eine andere Funktion erfüllen enge Bindungen. Sie zeichnen sich durch hohe Interaktion, längeren temporären Bestand und stark ausgeprägte gegenseitige Wertschätzung aus wie es bei Freunden, Nachbarn, Arbeitskollegen oder Verwandten der Fall ist. Enge Bindungen weisen emotionale Nähe, als Voraussetzung für das Erleben emotionaler Unterstützung, auf. Als qualitativ hochwertigste Quelle sozialer Unterstützung lässt sich die Confidant-Beziehung (dt. Vertrauensbeziehung) identifizieren wie zwischen Ehe- oder Lebenspartnern, Geschwistern, Eltern und ihren Kindern und kennzeichnet sich vor allem durch ihre hohe Interaktionshäufigkeit und -intensität sowie der enormen emotionalen Nähe. Dadurch ergibt sich das größte Potenzial für emotionale Unterstützungsleistungen, die durch unentwegte Abrufbereitschaft geprägt ist, wobei auch informelle und instrumentelle Hilfemaßnahmen zwischen diesen Akteuren praktiziert werden können. Ein hohes gegenseitiges Vertrauen und Intimität unterscheiden diese Quelle von den anderen.63 Unter sämtlichen Optionen von Confidant-Beziehungen konnte der Ehe- bzw. Lebenspartner als wichtigste und hochwertigste Gesundheitsressource mit dem größten Einfluss64 und als stärkste Unterstützungsquelle identifiziert werden.65 Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund steht die Liebesbeziehung im Fokus der vorliegenden Bachelor Thesis.

Einzelne Bezugspersonen können sich auch mehreren Kategorien dieser Klassifizierung zuordnen lassen oder aber ihre Zugehörigkeit im Laufe der Zeit verändern. So kann bspw. ein Nachbar sowohl eine oberflächliche Beziehung darstellen, aufgrund des gemeinsamen Wohnorts. Daraus kann aber auch eine Freundschaft entstehen, weshalb die Beziehung zu diesem Nachbar dann als enge Bindung angesehen werden kann. 66 Neben der temporären Variabilität gibt es zudem interindividuell divergente Bewertungen von aktuellen Beziehungssituationen. Demnach ist es möglich, dass bspw. eine Person einer Dyade das Gegenüber nach einem Streit nicht mehr als Vertrauensperson ansieht, der andere Akteur hingegen schon. 67 Das folgende Unterkapitel soll näher auf die Relevanz der subjektiven Bewertungsvorgänge innerhalb eines Unterstützungsprozesses eingehen.

2.2.4 Erwartete versus erhaltene Unterstützung

Innerhalb eines Unterstützungsprozesses gestaltet sich die Interaktion zwischen einem Unterstützungsgeber und einem Unterstützungsempfänger 68 als äußerst komplex, da es sich letztlich um subjektive Bewertungs- sowie Wahrnehmungsvorgänge zweier Personen handelt. 69 Die Wertung einer Interaktion schließt sich zudem über die Kognitionen beider Partner, die jeweils Aufschluss über erfolgreiche oder gestörte Unterstützungsprozesse geben können. Zweiteres könnte bspw. durch Missverständnisse oder Fehlinterpretationen das eigentliche Ziel verfehlen und zu einer Belastung statt einer Unterstützung führen. 70 Diese Interpretation liegt gänzlich in der Macht des Rezipienten, welcher im Sinne der Erfolgsbewertung einer Hilfeleistung als prioritär anzusehen ist. 71 Diese Überlegungen führen Knoll und Schwarzer (2005) in ihrem Modell der Unterstützungsinteraktion zusammen. Grundsätzlich unterscheiden sie zwischen wahrgenommener (erwarteter) und erhaltener (tatsächlicher) Unterstützung. 72 Abbildung 1 dient der Veranschaulichung dieses komplexen Interaktionsprozesses.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Modell der Unterstützungsinteraktion Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Knoll/Schwarzer (2005), S.336

Dadurch wird zunächst bekräftigt, dass die Sichtweise des Unterstützungsempfängers eine andere ist als die des Unterstützungsgebers. Die wahrgenommene Unterstützung bildet eine Basis, wonach sie die generalisierten Überzeugungen im Bezug zu potenziellen Unterstützungsleistungen aus der Sicht des Empfängers darstellt, welche dieser von seinem Umfeld erwarten würde. 73 Hierfür wird eine Einschätzung über zukünftige Ereignisse gefällt, weshalb der Begriff der „erwarteten“ Unterstützung eine stärkere begriffliche Schärfe darstellt, als die der „wahrgenommenen“. 74 Dabei ist nicht entscheidend wie viele Sozialkontakte eine Person hat, sondern wie die subjektive Einschätzung durch den Rezipienten ausfällt, wenn es um die Verlässlichkeit und Abrufbarkeit möglicher Unterstützungsgeber in einem Bedarfsfall geht. 75 Diese Abschätzung bildet sich nach dem Auftreten eines Hilfebedürfnisses und umfasst, mit einer positiven Einschätzung zur erwarteten Unterstützung, die Grundlage für die Mobilisierung einer Hilfeleistung. Eine weitere Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein des sozialen Netzwerks und weiterführend sozialer Beziehungen. Diese müssen in ihrer Funktion und Art zur benötigten Hilfeleistung passen. 76 Die Mobilisierung kann entweder aktiv durch den Unterstützungsempfänger angefordert werden oder aber auf Eigeninitiative des Unterstützungsgebers erfolgen. Diese erbrachten Maßnahmen stellen zunächst lediglich einen Tatbestand dar, der an sich selbst noch keine Bedürfnisbefriedigung umfasst. Für diesen Vorgang ist es notwendig, dass die geleistete Interaktion vom Unterstützungsempfänger retrospektiv als Unterstützung mit wirksamem Ausgang gewertet wird. Ist für den Rezipienten kein Effekt spürbar, so bleibt das Bedürfnis unbefriedigt und wird als Unterstützungsversuch nicht aber als Unterstützungsleistung eingeschätzt. 77 Innerhalb dieser Bewertung ist es möglich, dass die Unterstützung schlimmstenfalls eine Belastung für den Hilfeempfänger darstellt. Negative Effekte können bspw. resultieren, wenn der Rezipient die geleistete Tat als aufgedrängt, unpassend oder nicht notwendig einstuft oder wenn dadurch erst die negativen Aspekte des eigentlichen Problems betont werden. Außerdem besteht die Möglichkeit das der Hilfesuchende anschließend das Gefühl hat er wäre der anderen Person etwas schuldig. Zudem könnte die Unterstützungsleistung in Verbindung von Vorhaltungen oder anderen unglücklich gewählten Aussagen vollzogen werden, weshalb die geleistete Tat als negativ gewertet wird. 78 In einer Rückkopplungsschleife hat dieser Bewertungsvorgang einen direkten Einfluss auf die erwartete e Unterstützung zukünftiger Interaktionen. 79

Werden erwartete und erhaltene Unterstützung miteinander verglichen, korrelieren diese Aspekte nur gering miteinander. Das liegt daran, dass die erwartete Unterstützung sich aus Bewertungen vergangener Erfahrungen sowie Persönlichkeitsmerkmalen des Empfängers zusammensetzt und die erhaltene Unterstützung durch Umweltfaktoren und dem tatsächlichen Verhalten des Gebers bedingt wird. 80 Dies unterstützt die Annahme, dass erwartete und tatsächliche Unterstützung zwei vollumfänglich unterschiedliche und voneinander unabhängige Konstrukte darstellen. 81 Im Bezug zur Gesundheit lag es bereits im Jahr 1990 nahe, dass die Erwartung einen wesentlichen Bezug hat; die tatsächliche Unterstützung hingegen keine. 82 Obwohl noch viele Fragen zu psychobiologischen Mechanismen sozialer Unterstützung unbeantwortet sind, bekräftigen zahlreiche Studien aus der Labor- sowie der Feldforschung diese Annahme und belegen den im Allgemeinen stärkeren Einfluss von erwarteter Unterstützung auf unterschiedliche Aspekte der Gesundheit. 83 Detailliertere Angaben zu diesen Korrelationen werden unter 2.5 angeführt.

Die erwartete Unterstützung bildet die subjektive Einschätzung einer Person, weshalb es möglich ist, diese Bewertung bei Individuen abzufragen. Weiters besteht zwischen erwarteter Unterstützung und Gesundheit ein relevanter Zusammenhang. Aus diesen Gründen wird im Rahmen dieser Bachelor Arbeit der Fokus auf die erwartete soziale Unterstützung gelegt. Inwiefern diese individuellen Einschätzungsvorgänge für das Stresserleben von Relevanz sind, wird das Unterkapitel 2.4.2 mit der transaktionalen Stresstheorie zeigen. Zunächst soll jedoch ein Blick auf positive Aspekte geworfen werden.

2.3 Subjektives Wohlbefinden

Die Positive Psychologie verlegt den Fokus von psychopathologischen Ansätzen, die sich mit der Genesung und der Beseitigung von Krankheiten auseinandersetzen, auf die Erforschung gesundheitsförderlicher Faktoren, die das Wohlbefinden ausmachen und ein lebenswertes Leben begünstigen.84 Darauf bezugnehmend widmet sich dieses Kapitel der Definition sowie Eingrenzung subjektiven Wohlbefindens, um anschließend einhergehende Dimensionen vorzustellen.

2.3.1 Begriffserläuterung und Abgrenzung

Subjektives Wohlbefinden wird in der Literatur unterschiedlich beschrieben.85 Die differenzierte Begriffsnennung um „Wohlbefinden“ resultiert zum einen aus verschiedenen Erkenntnisinteressen und Herangehensweisen, zum anderen aus unterschiedlichen Sichtweisen,86 auf welche nachfolgend eingegangen werden soll. Einer der ersten Forscher, der sich der Thematik widmete, war Norman Bradburn (1969), der sich insbesondere für den Einfluss von großen sozialen Veränderungen wie bspw. politische Situationen oder Bildungsstandards auf das Wohlbefinden interessierte.87 An seinen Erkenntnissen knüpfte Ed Diener in den 1980er Jahren an und definierte subjektives Wohlbefinden als: „(…) a broad category of phenomena that includes people’s emotional responses, domain satisfactions and global judgements of life satisfaction“88 in dem er die Zufriedenheit als Determinante hervorhebt. Die Weltgesundheitsorganisation sieht im Wohlbefinden eine subjektive und objektive Dimension.89 So wird konstatiert: „(…) It compromises an individual’s experience of their life as well as comparison of life circumstances with social norms and values.”90 Neben der Subjektivität rückten damit zusätzlich Lebensumstände, in denen sich ein Individuum befindet und Umwelteinflüsse, welchen eine Person ausgesetzt ist, in den Vordergrund. Anschließend lag zunächst für die psychologische Forschung ein Schwerpunkt auf objektiven Faktoren. Hierbei konnte jedoch festgestellt werden, dass diese eine sehr untergeordnete Rolle im Vergleich zu subjektiven Aspekten, wie individuellen Bewertungs- und Wahrnehmungsprozessen spielen.91 Die Relevanz der Subjektivität wurde bestärkt, nachdem festgestellt werden konnte, dass die Bedeutung von einzelnen Aspekten, die das Wohlbefinden beeinflussen, durch die Entscheidung von Individuen erfolgte und letztlich interindividuell bewertet wird.92 So definierten Shin und Johnson im Jahre 1978 subjektives Wohlbefinden als ein „(…) global assessment of a person’s quality of life according to his chosen criteria.“93 Diener differenzierte in weiterer Folge zwei Komponenten von Wohlbefinden, die nach seiner Ansicht jedoch gleichermaßen ihren Einfluss haben: affektives und kognitives subjektives Wohlbefinden. Der affektive Aspekt subsummiert positive und negative Stimmungen und Gefühle, wohingegen die kognitive Komponente Faktoren umschließt, die sich mit der Lebenszufriedenheit befassen.94 Zwischen den beiden Ansichten wurden häufig mittlere bis hohe Korrelationen aufgefunden.95 Zu diesen wurden weitere Differenzierungen gefasst. So kann subjektives Wohlbefinden zum einen durch eine hedonistische zum anderen eine eudämonistische Sichtweise erfolgen. Der Hedonismus beschreibt subjektives Wohlbefinden als positive Stimmung sowie Emotion, Lebenszufriedenheit und Glück, wohingegen der Eudämonismus die Sinnhaftigkeit und eine wertvolle Lebensweise, die zum persönlichen Wachstum beiträgt, in den Vordergrund seiner Definitionen rückt.96 Diese Zweiteilung wird von einigen Autoren als äußerst kritisch gesehen. Demnach sollen beide Positionen gleichermaßen miteinbezogen werden. Dieses Vorgehen soll subjektives Wohlbefinden am besten beschreiben.97 Aus dieser Auswahl an Perspektiven resultierten unterschiedlichste Ansätze.98 Einer, der das subjektive Wohlbefinden sowohl kognitiv als auch affektiv betrachtet und eudämonistische sowie hedonistische Faktoren ex aequo berücksichtigt, ist die PERMA-Definition nach Seligman (2018). Mit Hilfe von fünf Komponenten konstatiert er das subjektive Wohlbefinden als Summe positiver Emotionen, Engagement, sozialer Beziehungen, Sinnhaftigkeit und dem Erleben von Erfolg.99 Nach Seligman liegt das Ziel der Positiven Psychologie darin das Flourishing zu erforschen, damit das Wohlbefinden der Menschen gefördert werden kann.100

Im Rahmen dieser Thesis steht die subjektive Sichtweise von Wohlbefinden im Sinne einer Kombination aus eudämonistischen sowie hedonistischen Faktoren nach der Selig’schen Definition, die affektive mit kognitiven Komponenten vereint, im Fokus. Die bereits erwähnten Dimensionen des PERMA-Modells sollen nachfolgend detaillierter betrachtet werden.

2.3.2 Dimensionen subjektiven Wohlbefindens

In der Literatur wird Wohlbefinden zwar unterschiedlich definiert,101 allerdings wird es en Grand einheitlich als multidimensionales Konstrukt bezeichnet.102 Durch dies existiert eine gewisse Komplexität, weshalb es nicht möglich ist subjektives Wohlbefinden mit nur einem Item oder einer Dimension zu erheben.103 Im Jahr 2005 konstituiert Seligman in „Authentic Happiness“ erstmals sein Konzept für Wohlbefinden, wobei sein Ansatz zunächst die drei Faktoren Sinn, Engagement und positive Emotionen umfasst und das Konstrukt „Glück“ fokussierte. Im Jahr 2011 verändert er diesen Fokus und stellte das Wohlbefinden in den Vordergrund. Dazu erweitert er seine Überlegungen um zwei weitere Elemente, womit er sein PERMA-Modell begründet, welches positive Emotionen (positive Emotions; P), Engagement (Engagement; E), soziale Beziehungen (Relationships; R), Sinn (Meaning; M) und Leistung (Accomplishment; A) umfasst. Die Bezeichnung PERMA setzt sich aus den englischen Anfangsbuchstaben der einzelnen Elemente zusammen, wodurch der Nachhaltigkeitsaspekt hervorgehoben wird. So bedingen Faktoren des PERMA-Modells das Wohlbefinden permanent (nachhaltig).104 Positive Emotionen umfassen Gefühle und Stimmungen, die lediglich subjektiv gemessen und daher auch nicht in Frage gestellt werden können.105 Dazu zählen u.a. Freude oder Zufriedenheit. Andere Autoren erweitern diese Sammlung bspw. um das Empfinden von Glück, Liebe, Hoffnung und Dankbarkeit.106 Die Idee der positiven Emotion als Dimension von subjektivem Wohlbefinden entspringt dem hedonistischen Ansatz. Auch das Engagement kann ausnahmslos subjektiv gemessen werden und beschreibt das Interesse und die Begeisterung, die eine Person für etwas empfindet. Hier stellt sich die Frage inwiefern sich ein Individuum fokussieren kann und dabei die Zeit vergisst. Im Gegensatz zur vorangegangenen Dimension handelt es sich hierbei um die eudämonistische Sichtweise, die auch mit den folgenden Aspekten einhergeht.107 Als weiteres Element zeigen sich soziale Beziehungen, die durch verschiedene Quellen beobachtet werden können. Die vielfältigen Funktionen und Qualitäten von unterschiedlichen Personen aus dem sozialen Netzwerk wurden bereits ausgiebig unter 2.2.3 angeführt. Besonders unter dem Aspekt sozialer Beziehungen wird deutlich, dass es sich bei den PERMA-Faktoren zwar um unabhängig voneinander definierbare und messbare Dimensionen handelt, zwischen ihnen jedoch ein hoher Zusammenhang herrscht. So wirkt z.B. eine positive Emotion verstärkt, wenn sie mit einer Person aus einer Quelle mit hoher Qualität, erlebt werden kann. Wie bereits im Kapitel zur sozialen Unterstützung erklärt wurde, werden Sozialbeziehungen, im Gegensatz zum sozialen Netzwerk, qualitativ beschrieben und stellen eine subjektiv wahrgenommene Variable dar. Zu messende Faktoren sind dabei die erwartete Unterstützung, das Gefühl geliebt zu werden und die Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen.108 Die Sinnhaftigkeit hingegen hat neben einer subjektiven auch eine objektive Komponente, wobei der Fokus innerhalb des PERMA-Modells eher auf der Subjektivität liegt. Nach Seligman ist die Sinnhaftigkeit höher, je mehr persönlichen Wert etwas besitzt oder Nutzen eine Person dabei sieht. Dazu zählt außerdem die Orientierung im eigenen Leben, die eng mit dem Sinnerleben verwoben ist. Was für eine Person selbst als sinnvoll erachtet wird, muss nicht zwangsläufig von anderen genauso gewertet werden, was die hohe Subjektivität dabei unterstreicht. Vielmehr handelt es sich bei diesem Element, um einen Aspekt, der sich aus den Wertvorstellungen und den gesetzten Zielen eines Individuums ergibt.109 Abschließend umfasst die Leistung bzw. der Erfolg den letzten Baustein des PERMA-Modells und beschreibt dabei einen weiteren subjektiv wahrgenommenen Aspekt. Neben dem tatsächlichen Erreichen von Zielen, die sich eine Person vorgenommen hat, spielt auch die Annäherung an diese Ziele eine entscheidende Rolle. Zusätzlich spielt es eine Rolle inwiefern eine Person wahrnimmt ihren Verantwortungen gerecht zu werden. Dieses Element zeigt, wie alle anderen auch, einen Faktor, der sowohl selbständig betrachtet und gemessen werden kann, aber gleichzeitig mit den anderen in Verbindung steht. Ein Ziel zu erreichen kann bspw. positive Emotionen hervorrufen, die wiederum verstärkt wirken, wenn sie mit einer wichtigen Person geteilt werden.110

[...]


1 Vgl. Sachse (2002)

2 Vgl. GEWIS (2008)

3 Vgl. Badura (1981), S.13-39

4 Vgl. Bock/Kupfer/Weinhold/Wesenberg (2014)

5 Vgl. Weber/Hörmann/Ferreira (2007), S.42-43

6 Vgl. Huinink/Konietzka (2007), S.201-203

7 Vgl. Bierhoff/Grau (1999)

8 Vgl. Lenz/Nestmann (2009)

9 Vgl. Lakey/Adams/Neely/Rhodes/Lutz/Sielky (2002), S.1555

10 Vgl. Huinink/Konietzka (2007), S.201-203

11 Vgl. Weber/Hörmann/Ferreira (2007), S.265

12 Vgl. Dehle/Larsen/Landers (2001)

13 Vgl. Badura/Hehlmann/Walter (2010), S.341

14 Vgl. Lenz/Nestmann (2009)

15 Vgl. Lenz/Nestmann (2009)

16 Vgl. Caspar (2004), S.677

17 Vgl. Lenz (1998); Lenz/Nestmann (2009)

18 Vgl. Kopp et al. (2010)

19 Willi (2005), S.17

20 Vgl. Bierhoff/Grau (1999)

21 Vgl. Willi (2005), S.17

22 Vgl. Riehl-Emde (2005), S.80-82

23 Vgl. Lenz (1998), S.45

24 Peuckert (2008), S.32

25 Vgl. Peuckert (2008), S.32

26 Vgl. Burkart/Kohli (1992)

27 Vgl. Huinink/Konietzka (2007), S.201-203

28 Vgl. Lenz/Nestmann (2009)

29 Vgl. Huinink/Konietzka (2007), S.201-203

30 Vgl. Lenz/Nestmann (2009)

31 Vgl. Lenz (1998)

32 Vgl. Huinink/Konietzka (2007), S.201-203

33 Vgl. Dette-Hagenmeyer/Reichle (2015), S.442

34 Vgl. Dette-Hagenmeyer/Reichle (2015), S.443 zit. nach Lederer/Jackson (1968)

35 Vgl. Dette-Hagenmeyer/Reichle (2015), S.442 zit. nach Rusbult (1980)

36 Peuckert (2008), S.32

37 Vgl. Esser (2001)

38 Vgl. Sternberg (1986)

39 Vgl. Sternberg (1986)

40 Vgl. Bierhoff/Grau (1999)

41 Vgl. Lenz (1998), S.45

42 Vgl. Riehl-Emde (2005), S.80-82

43 Vgl. Lenz/Nestmann (2009)

44 Vgl. Bünder (2002), S.21-23

45 Vgl. Bünder (2002), S.204

46 Vgl. Bünder (2002), S.21

47 Vgl. Dinkel (2008), S.503

48 Vgl. Schwarzer (1993)

49 Vgl. Bünder (2002), S.204

50 Vgl. Badura (1981), S.157

51 Vgl. Bock et al. (2014)

52 Vgl. Leppin (1997)

53 Vgl. Taylor et al. (2007), S.831-837

54 Vgl. Weber/Hörmann/Ferreira (2007), S.265

55 Vgl. Laireiter (1993)

56 Vgl. Weber/Hörmann/Ferreira (2007), S.42-43

57 Vgl. Zapf/Semmer (2004), S.1007-1112

58 Vgl. Weber/Hörmann/Ferreira (2007), S.42-43

59 Vgl. Laireiter (1993)

60 Vgl. Schwarzer (2000); Bruns (2013)

61 Vgl. Gusy (1995)

62 Vgl. Niemann (2019), S.59 zit. nach Badura (1981)

63 Vgl. Bruns (2013)

64 Vgl. Badura (1981), S.13-39

65 Vgl. Bock et al. (2014)

66 Vgl. Gusy (1995)

67 Vgl. Knoll/Schwarzer (2005)

68 Vgl. Knoll/Schwarzer (2005)

69 Vgl. Gusy (1995)

70 Vgl. Dunkel-Schetter et al. (1992), S.79-87

71 Vgl. Dunkel-Schetter/Bennett (1990), S.267-296

72 Vgl. Schwarzer (2004), S.176-200

73 Vgl. Knoll/Kienle (2007), S.57

74 Vgl. Schwarzer (2000)

75 Vgl. Renneberg/Hammelstein (2006), S.109

76 Vgl. Kienle et al. (2006)

77 Vgl. Renneberg/Hammelstein (2006), S.109

78 Vgl. Semmer et al. (2015)

79 Vgl. Knoll et al. (2005)

80 Vgl. Schwarzer/Leppin (1990)

81 Vgl. Davis/Morris/Kraus (1998), S.481

82 Vgl. Sarason/Pierce/Sarason (1990)

83 Vgl. Ditzen/Heinrichs (2007)

84 Vgl. Seligman/Csikszentmihalyi (2000), S.5-7

85 Vgl. Ryan/Deci (2001), S.141

86 Vgl. Steel/Schmidt/Shultz (2008), S.138

87 Vgl. Ryff (1989), S.1070

88 Diener et al. (1999), S.277

89 Vgl. WHO (2012), S.9

90 WHO (2012), S.9

91 Vgl. Diener/Seligman (2004)

92 Vgl. Larsen/Eid (2008), S.478

93 Larsen/Eid /2008), S.478

94 Vgl. Eid (2017)

95 Vgl. Diener et al. (2000)

96 Vgl. Ryan/Deci ( 2001)

97 Vgl. Henderson/Knight (2012)

98 Vgl. Eid (2017); Larsen/Eid (2008)

99 Vgl. Seligman (2011)

100 Vgl. Seligman (2011), S.13

101 Vgl. Steel/Schmidt/Shultz (2008); Jayawickreme/Forgeard/Seligman (2012), S.327

102 Vgl. Seligman (2011); Chico Librán (2006); Eid/Larsen (2008)

103 Vgl. Seligman (2011)

104 Vgl. Peterson/Seligman (2004)

105 Vgl. Seligman (2011)

106 Vgl. Frederickson (2001)

107 Vgl. Seligman (2011)

108 Vgl. Seligman (2011)

109 Vgl. Seligman (2011)

110 Vgl. Seligman (2011)

Ende der Leseprobe aus 101 Seiten

Details

Titel
Partnerschaft als Belastung oder als Ressource? Einfluss von Unterstützung auf das Stresserleben und Wohlbefinden in Dyaden
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
2,0
Autor
Jahr
2021
Seiten
101
Katalognummer
V1130186
ISBN (eBook)
9783346493637
ISBN (Buch)
9783346493644
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ressourcen, Belastung, Dyade, Paarbeziehung, Partnerschaft, Unterstützung, Stress, Wohlbefinden, Bachelor, Quantitativ
Arbeit zitieren
Nina Hammerer (Autor:in), 2021, Partnerschaft als Belastung oder als Ressource? Einfluss von Unterstützung auf das Stresserleben und Wohlbefinden in Dyaden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130186

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