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Unsichtbarkeit im Medium Film am Beispiel von "The Sixth Sense", "The Village" und "Cube"

Title: Unsichtbarkeit im Medium Film am Beispiel von "The Sixth Sense", "The Village" und "Cube"

Seminar Paper , 2007 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Ehlen (Author)

Communications - Movies and Television
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Den Unsichtbaren beweist uns all das, was sichtbar ist.
Diese Aussage von Euripides zeugt davon, dass schon die alten Griechen der Ansicht waren, dass Sichtbarkeit die Evidenz für die Existenz des Unsichtbaren ist. Sie ist auch ein Indikator dafür, dass das Phänomen der Unsichtbarkeit seit jeher eine große Faszination auf die Menschen ausübte. Der Glaube an Dämonen, Geister und Engel, stets anwesende, aber nicht sichtbare Wesen, durchwanderte die Geschichte wie es Kriege, Krankheiten und berühmte Königshäuser taten.

Unsichtbarkeiten sind Bestandteil jahrhundertealter sowie auch der
neusten Medien: die Tarnkappe aus den Nibelungen, die Nebel von Avalon, der Herr der Ringe, Geister und Maschinen, die Menschen und Dinge unsichtbar machen.
Doch Unsichtbarkeiten begegnen uns in den Medien nicht nur in Form von Geistern oder Menschen, die durch bestimmte Attribute unsichtbar werden. Es gibt viele verschiedene Arten und Facetten der Unsichtbarkeit.
Der Film als Medium, dessen Hauptausrichtungspunkt die visuelle Wahrnehmung ist, spielt ständig mit Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten. Bei den im Folgenden besprochenen Filmen spielen Unsichtbarkeiten eine dominierende Rolle und sind größtenteils mit psychologischen Faktoren verknüpft. Handelt es sich um ein Nicht-sehen-können oder um ein Nicht-sehen-wollen?
Welche Denkmuster behindern die Wahrnehmung?
Eine Besonderheit von „The Sixth Sense“, „The Village“ und „Cube“ ist, dass der Zuschauer den Unsichtbarkeiten ebenso ausgeliefert ist wie die Protagonisten. Es ist längst nicht mehr üblich im Film die traditionelle Montageform einzusetzen, die dem Zuschauer eine allwissende Position ermöglicht. Er hat zwar eine Außenposition, aber dennoch ist er mitten im Geschehen, da er sich genau in die selbe Situation versetzt sieht, wie die Protagonisten - er ist ahnungslos. Es gibt keine Verweise auf die Zukunft, keine Erklärungen, der Zuschauer
unterliegt den selben Wahrnehmungstäuschungen wie die Protagonisten.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage, in welcher Form
Unsichtbarkeiten in den Filmen „The Sixth Sense“, „The Village“ und „Cube“ auftauchen. Sie analysiert die Wirkung von Unsichtbarkeiten auf die Protagonisten und auf den Zuschauer und untersucht, in welcher Weise der Zuschauer mit den Unsichtbarkeiten konfrontiert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I . Einleitung

II. Der Film als unsichtbares Medium, das etwas sichtbar macht

III. The Sixth Sense

III. 1) Sie sehen nur, was sie sehen wollen. Sie wissen nicht, dass sie tot sind.

III. 2) Der sechste Sinn

III. 3) No quiero morir - die Illusionen der Toten

IV. The Village

IV. 1) Schein und Sein

IV. 2) Die Unaussprechlichen

IV. 3) Ivys Blindheit

V . Cube

V. 1) Das Wie und das Warum

V. 2) Der Kubus und seine Gefangenen

V. 3) Das offene Ende

VI. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Unsichtbarkeit im Medium Film anhand der Fallbeispiele „The Sixth Sense“, „The Village“ und „Cube“. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Unsichtbarkeiten in der Filmhandlung konstruiert werden, welche psychologischen Mechanismen der Wahrnehmung beim Zuschauer und den Protagonisten ausgelöst werden und in welcher Weise der Zuschauer durch die filmische Gestaltung mit dieser Unsichtbarkeit konfrontiert wird.

  • Analyse psychologischer Wahrnehmungsmechanismen in der Filmrezeption
  • Untersuchung von Erwartungsbrüchen und narrativen Wendungen
  • Vergleich der Rollen von Protagonisten und Zuschauern bei der Konstruktion von Realität
  • Die Funktion von Unsichtbarkeit als narratives und filmästhetisches Mittel

Auszug aus dem Buch

III. 1) Sie sehen nur, was sie sehen wollen. Sie wissen nicht, dass sie tot sind.

“The Sixth Sense” ist ein Film über das Leben und den Tod. Die Thematik rührt an elementare philosophische Fragen sowie an seltene psychologische (oder metaphysische?) Phänomene. Was ist nach dem Tod? Jeder, der versucht hat, darauf eine wissenschaftlich belegbare Antwort zu finden, hat sich zu irgendeinem Zeitpunkt in Thesen und Annahmen verstrickt. Sind (lebende) Menschen überhaupt in der Lage, diese Frage zu beantworten?

Es gibt unglaublich viele verschiedene Entwürfe und Vorstellungen von einem möglichen Nachleben; viele von ihnen sind in Filmen dargestellt und verarbeitet worden. Auch “The Sixth Sense” präsentiert einen “Vorschlag”, wie das Leben nach dem Tod aussehen könnte. Viele Menschen fürchten den Tod, weil sie das Sterben mit Schmerzen verbinden und sie die große Ungewissheit, die Angst vor der Leere überwältigt. Doch was wäre, wenn der Tod “bloß” das vertraute Leben abbilden würde; wenn man nicht merken würde, dass man tot ist und in diesem Glauben einfach so wie bisher weiterleben würde? Gibt es kaum eine schrecklichere Vorstellung?

Zusammenfassung der Kapitel

I . Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Unsichtbarkeit als faszinierendes Phänomen ein und erläutert die Bedeutung der visuellen Wahrnehmung im Medium Film.

II. Der Film als unsichtbares Medium, das etwas sichtbar macht: Dieses Kapitel thematisiert die technischen und handwerklichen Voraussetzungen des Filmemachens, die für den Zuschauer unsichtbar bleiben, um eine Illusion der Realität zu erzeugen.

III. The Sixth Sense: Hier wird analysiert, wie der Film durch psychologische Mechanismen und das “Nicht-Sehen-Wollen” der Protagonisten mit der Wahrnehmung von Leben und Tod spielt.

IV. The Village: Das Kapitel untersucht, wie durch künstliche Szenarien und bewusste Täuschung eine alternative Realität für die Bewohner und den Zuschauer geschaffen wird.

V . Cube: Diese Analyse beschäftigt sich mit dem rätselhaften Quaderkomplex, der die Protagonisten und den Zuschauer in eine Situation der Ungewissheit und existentiellen Angst versetzt.

VI. Schluss: Die Zusammenfassung zieht ein Fazit über die verschiedenen Arten der Unsichtbarkeit in den drei Filmen und deren gemeinsame Wirkung auf den Zuschauer.

Schlüsselwörter

Unsichtbarkeit, Filmtheorie, Wahrnehmung, The Sixth Sense, The Village, Cube, Illusion, Filmrezeption, psychologische Faktoren, Merleau-Ponty, kognitive Gedankenstrukturen, Zuschauerrolle, Mystery-Thriller.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Unsichtbarkeit in drei Spielfilmen und deren Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Zuschauer und der Filmfiguren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen Filmästhetik, psychologische Wahrnehmungsprozesse, den Umgang mit Täuschungen durch Filmemacher sowie die Rolle des Vorwissens bei der Filmrezeption.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die narrative und ästhetische Form der Unsichtbarkeit in den gewählten Filmen zu analysieren und zu untersuchen, wie diese die Perspektive des Zuschauers gezielt steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer filmwissenschaftlichen Analyse, die durch philosophische Theorien, insbesondere von Maurice Merleau-Ponty, gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in filmbezogene Kapitel, die jeweils spezifische Konzepte der Unsichtbarkeit, wie das Nicht-Sehen-Wollen oder die körperliche Verdeckung, anhand der drei Filme detailliert beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Unsichtbarkeit, Filmrezeption, kognitive Strukturen, Illusion, Wahrnehmung und narrative Steuerung.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Unsichtbarkeit in „The Sixth Sense“?

Hier steht das „Nicht-Sehen-Wollen“ im Vordergrund, bei dem kognitive Denkmuster die Protagonisten daran hindern, die Realität des Todes zu akzeptieren.

Warum spielt Ivys Blindheit in „The Village“ eine so wichtige Rolle?

Ihre Blindheit fungiert als paradoxes Element: Obwohl sie physisch nicht sehen kann, erkennt sie die Wahrheit besser als die sehenden Dorfbewohner, was für den Ausgang des Films entscheidend ist.

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Details

Title
Unsichtbarkeit im Medium Film am Beispiel von "The Sixth Sense", "The Village" und "Cube"
College
University of Siegen  (Literary, Culture and Media Studies)
Course
Unsichtbarkeit und Intermedialität
Grade
1,3
Author
Katrin Ehlen (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V113050
ISBN (eBook)
9783640132171
ISBN (Book)
9783640134755
Language
German
Tags
Unsichtbarkeit Medium Film Beispiel Sixth Sense Village Cube Unsichtbarkeit Intermedialität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Ehlen (Author), 2007, Unsichtbarkeit im Medium Film am Beispiel von "The Sixth Sense", "The Village" und "Cube", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113050
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