Die vorliegende Arbeit befasst sich im Rahmen des gemeinschaftlichen Referats zum Thema „Ein Blick zurück: Entstehung und Entwicklung der Massenmedien“ mit der Entstehung der Massenmedien – auch im historischen Kontext – ihrer Entwicklung und ihrer Vielfalt und greift ebenfalls die Kontroverse auf, inwieweit von einer Machtausübung der Medien gesprochen werden kann.
Nach einer kurzen Einführung in die Definitionen wird ein allgemeiner Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Massenmedien gegeben, ehe diese im Wandel der Zeit betrachtet und analysiert werden. Es folgt jeweils ein kurzer geschichtlicher Überblick über die Entstehungsgeschichten der drei großen Massenmedien Print, Hörfunk und Fernsehen, ehe sich die Ausarbeitung der Kontroverse widmet, ob und inwieweit Massenmedien Macht ausüben und diese eventuell missbrauchen können.
Im Verlauf der Arbeit wird deutlich werden, dass Medien „[...] ein untrennbarer Bestandteil und eine unentbehrliche Voraussetzung der kulturellen Entwicklung des Menschen sind. [Denn erst] durch die technischen Mittel der Informationsweitergabe – durch Sprache, die Erfindung der Schrift [...] sowie vor allem durch die Erfindung des Buchdrucks und die damit erstmals durchführbare großräumige Verbreitung von Wissen – ist die Entwicklung von menschlichen Kulturen [ ] möglich geworden.
Somit zeigt sich ganz klar die Relevanz der Medien für die Cultural Studies. So stellte auch der Medien- und Kommunikationsforscher Neil Postman fest: „Unsere Sprachen sind unsere Medien, unsere Medien sind unsere Metaphern, unsere Metaphern schaffen den Inhalt unserer Kultur.“ Im weiteren Verlauf der Arbeit wird von Medien, Massenmedien und (Massen-)Kommunikation die Rede sein – diese sollen deshalb nun für den weiteren Gebrauch definiert werden.
Das Medium ist ein Mittler, mit dessen Hilfe Zeichen übermittelt werden, die eine Kommunikation ermöglichen. Als Bestandteil zwischenmenschlicher Kommuni-kation sind die Medien unterteilbar in Primärmedien (Menschmedien), Sekundär-medien (Schreib- und Druckmedien), Tertiärmedien (elektronische Medien) und Quartärmedien (digitale Medien)
Die Kommunikation ist eine elementare soziale Beziehung, die sich durch den geregelten Austausch von Zeichen zwischen mindestens zwei Akteuren ergibt. Öffentlich ist eine Kommunikation, wenn sie allgemein und prinzipiell für jeden zugänglich ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
3. Die Entwicklung der Massenmedien
4. Massenmedien im Wandel der Zeit
5. Die Entstehungsgeschichte von Print, Hörfunk und Fernsehen
6. Chronologische Darstellung medialer Durchbrüche
7. Die Macht der Medien
8. Schlussbetrachtung
9. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entstehung und Entwicklung von Massenmedien und analysiert im Kontext der Cultural Studies die Rolle der Medien als Machtinstrument. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit Massenmedien Macht ausüben, diese zur Konstruktion von Wirklichkeit nutzen und unter ökonomischem Konkurrenzdruck potenziell missbrauchen können.
- Historische Entwicklungsstufen von Medien (von der Sprache bis zur digitalen Welt)
- Medientheoretische Definitionen und Ansätze nach Luhmann
- Technologische Meilensteine von Print, Hörfunk und Fernsehen
- Der Einfluss von ökonomischem Druck auf journalistische Ethik
- Medien als Propagandainstrumente in totalitären Systemen
Auszug aus dem Buch
Die Macht der Medien
Zu allen Zeiten wurden neue Medien zunächst mit Argwohn betrachtet und von manchen offen verteufelt. So wurde dem jeweiligen Medium bisweilen gar eine krankheitsverursachende Wirkung nachgesagt. Als die ersten Bücher aufkamen hieß es, das viele Lesen verursache gesundheitliche Schäden. Was ehemals die Bücher waren, sind heute die Computerspiele, denen ebenfalls – besonders nach Gewalttaten Jugendlicher – schädigende Wirkungen, ja gar eine die Menschen negativ beeinflussende Macht nachgesagt werden.
Die Diskussion um die Macht der Medien ist allgegenwärtig: Besitzen diese die Macht, unsere Wirklichkeit zu beeinflussen oder sie gar zu gestalten? Wann ist dieses eventuell bereits geschehen? Wie äußert sich die Macht der Medien? Wer genau übt sie aus? Diesen Fragestellungen soll im Folgenden nachgegangen werden.
Wissen ist Macht – ausgehend von dieser Weisheit ist einleuchtend, warum der Kirche im Mittelalter eine derart große Macht zukam, dass sie über alles und jeden zu bestimmen vermochte. Die wenige damals vorhandene Literatur beinhaltete das gesamte Wissen, war aber lediglich den Gläubigen und Gelehrten zugänglich, zumal allein diese des Lesens und Schreibens mächtig waren. Sie allein hatten also Zugang zum Wissen der Menschheit, während sich die große Bevölkerung in Unwissenheit befand. Nachrichten wurden nur spärlich ausgetauscht, etwa über fahrende Spielmänner, die von Hof zu Hof zogen. Da die Kirche das Wissensmonopol hielt, stand es allein ihr zu, zu erklären, was Recht und was Unrecht war.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der historischen Medienentwicklung ein und stellt die zentrale Kontroverse über die Machtausübung und den potenziellen Missbrauch von Massenmedien vor.
2. Definitionen: Hier werden grundlegende Begriffe wie Medium, Kommunikation, Massenkommunikation und Massenmedien definiert, um eine theoretische Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Die Entwicklung der Massenmedien: Dieses Kapitel beschreibt, wie technologische Fortschritte und die Entstehung von Verbreitungsmedien dazu führten, dass Kommunikation zunehmend unabhängig von Ort und Anwesenheit wurde.
4. Massenmedien im Wandel der Zeit: Der Autor gliedert die Mediengeschichte in sieben Perioden, von den archaischen Anfängen bis zur modernen Simulation, und erläutert die jeweils dominierenden Medienformen.
5. Die Entstehungsgeschichte von Print, Hörfunk und Fernsehen: Ein detaillierter historischer Abriss zu den drei bedeutendsten Massenmedien unter besonderer Berücksichtigung ihrer gesellschaftlichen Nutzung und Kontrolle.
6. Chronologische Darstellung medialer Durchbrüche: Eine zeitliche Auflistung der technologischen Innovationen von der Erfindung des Buchdrucks bis hin zur Etablierung des Internets und der Multimedia.
7. Die Macht der Medien: Das Kapitel analysiert die Machtdynamiken der Medien, insbesondere deren Rolle bei der Konstruktion von Wirklichkeit, bei Propaganda und der Einflussnahme auf die öffentliche Meinung.
8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassend wird konstatiert, dass Medien unsere Wirklichkeit konstruieren und aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks ökonomische Faktoren oft vor moralische Grundsätze stellen.
9. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Quellen, die zur fundierten Analyse der medienwissenschaftlichen Aspekte herangezogen wurden.
Schlüsselwörter
Massenmedien, Medienmacht, Kommunikationsgeschichte, Informationsgesellschaft, Propaganda, Journalismus, öffentliche Meinung, Medientechnik, Buchdruck, Rundfunk, Fernsehen, Wirklichkeitskonstruktion, Wissensmonopol, Cultural Studies, Medientheorie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die historische Entstehung und Entwicklung der Massenmedien und untersucht deren gesellschaftliche Rolle sowie die damit verbundene Machtausübung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der technologischen Evolution der Medien, der Definition von Massenkommunikation sowie der kritischen Analyse von Medienmacht und journalistischer Verantwortung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Wandel der Medien im historischen Kontext zu beleuchten und zu klären, inwieweit Medien die Wirklichkeit gestalten und für politische oder ökonomische Zwecke manipuliert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine historische Analyse sowie eine theoretische Einordnung auf Basis medienwissenschaftlicher und soziologischer Konzepte (u.a. Niklas Luhmann).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Entwicklung der Medien, spezifische Entstehungsgeschichten von Print, Hörfunk und Fernsehen sowie eine tiefgreifende Diskussion zur Macht der Medien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Medienmacht, Massenkommunikation, Propaganda, Wirklichkeitskonstruktion und der historische Medienwandel.
Wie unterscheidet sich die mediale Situation im Mittelalter von der heutigen Zeit?
Im Mittelalter basierte Macht auf einem Wissensmonopol (Kirche) und einer begrenzten Verbreitung, während heute eine Informationsflut und ökonomischer Konkurrenzdruck die mediale Macht beeinflussen.
Welche Rolle spielt die Ökonomie im modernen Journalismus?
Laut der Arbeit führt hoher Konkurrenzdruck zur Ökonomisierung des Journalismus, wodurch Sensationen und Einschaltquoten oft schwerer wiegen als journalistische Sorgfalt oder Wahrheit.
- Quote paper
- Nina Kolmorgen (Author), 2007, Die historische Entwicklung der Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113057