Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Amerikanistik - Kultur und Landeskunde

Der Vietnamkrieg. Die Gründe für das Scheitern der US-Intervention in Indochina

Titel: Der Vietnamkrieg. Die Gründe für das Scheitern der US-Intervention in Indochina

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Fabian Uhl (Autor:in)

Amerikanistik - Kultur und Landeskunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit behandelt die militärischen Gründe des Scheiterns der US-Intervention in Indochina, die in der amerikanischen Forschungsliteratur seit dem Fall Saigons und der vollständigen Eroberung Südvietnams durch nordvietnamesische Truppen und Soldaten der Nationalen Befreiungsfront (National Liberation Front, NLF) 1975 angeführt werden. Der Betrachtungszeitraum erstreckt sich von den ersten US-Luftangriffen auf Nordvietnam 1964 bis zu dem Zeitpunkt, als der letzte amerikanische Soldat Vietnam im März 1973 verließ.

Der „Vietnamkrieg“ ist noch heute das Trauma der amerikanischen Nation, vor allem, weil er circa 58.000 GIs das Leben kostete. Er war aber auch der erste und wohl einzige Krieg, den die USA verloren haben, weshalb in den Vereinigten Staaten viel darüber diskutiert wurde, ob und, wenn ja, wie man ihn hätte gewinnen können, beziehungsweise was die Ursachen der Niederlage waren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

2. US-Strategie und –Taktik im Vietnamkrieg

2.1. Konventioneller Krieg oder Revolutionskrieg?

2.2. „Attrition“ als US-Strategie/-Taktik im Bodenkrieg

3. Die südvietnamesische Armee als schwacher Verbündeter

4. Der US-Bombenkrieg in Südvietnam, Laos und Kambodscha und gegen Nordvietnam

5. NVA und NLF als starke Gegner

6. Untergeordnete Gründe

7. Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die militärischen Ursachen für das Scheitern der US-Intervention in Indochina im Zeitraum von 1964 bis 1973. Dabei wird untersucht, inwieweit eine fehlerhafte Militärstrategie sowie die Unterschätzung der gegnerischen Stärken zur Niederlage der Vereinigten Staaten beigetragen haben.

  • Analyse der amerikanischen Bodenkriegsstrategie und der sogenannten "Attrition"-Taktik.
  • Untersuchung der strukturellen Schwächen und Inkompetenz der südvietnamesischen Armee (RVNAF).
  • Kritische Bewertung des US-Luftkrieges gegen Nordvietnam, Laos und Kambodscha.
  • Erforschung der militärischen Resilienz und der asymmetrischen Kampfweise von NVA und NLF.
  • Diskussion über geopolitische Faktoren und operative Einschränkungen der US-Streitkräfte.

Auszug aus dem Buch

2.1. Konventioneller Krieg oder Revolutionskrieg?

Die oben zitierte, wichtigste clausewitz’sche Grundregel der Kriegsführung wurde von der amerikanischen Militärführung im Vietnamkrieg grundsätzlich verletzt. Viele US-Militärs (vor allem innerhalb der US-Army) sahen und (was noch entscheidender war) führten den Konflikt in Indochina als einen konventionellen Krieg. Dies lag unter anderem in den Erfahrungen vergangener, siegreich beendeter (konventioneller) Kriege (2. Weltkrieg, Koreakrieg) begründet, die die Denkweise der militärischen Führung der USA nachhaltig beeinflußt hatten. Von besonderer Bedeutung war, daß der Kommandeur des 1962 gegründeten „Military Assistance Command, Vietnam“ (MACV), also der Oberbefehlshaber der amerikanischen Bodentruppen in Vietnam von 1964 bis 1968 (in der entscheidenden Phase des Krieges), General William C. Westmoreland, den 2. Indochinakrieg ebenfalls als konventionellen Krieg betrachtete.

Ein solcher ist gekennzeichnet durch Gefechte zwischen großen Truppenverbänden (Bataillone, Regimenter, Divisionen) und relativ klar verlaufende Frontlinien. Im Vietnamkrieg fanden jedoch, zumindest bis zur sogenannten „Tet-Offensive“, die meisten Kampfhandlungen auf der Ebene von Kompanien, Zügen oder Gruppen statt (Analysten des Pentagons fanden heraus, daß in den Jahren 1966, 1967 und 1968 75 bis 83 Prozent aller kriegerischen Auseinandersetzungen in Vietnam unterhalb Bataillonsstärke geführt wurden). Auch bestanden im 2. Indochinakrieg zwischen den kriegführenden Parteien keine Fronten im herkömmlichen Sinne. Statt dessen praktizierten die kommunistischen Einheiten der NLF, auch „Vietcong“ (VC) genannt (als Abkürzung für „Vietnam Communists“), und der Nordvietnamesischen Armee (North Vietnamese Army, NVA) die meiste Zeit über eine Strategie der „asymmetrischen Kriegsführung“ (oder auch „Low-intensity-conflict“ - begrenzter Krieg, nicht konventionell sondern asymmetrisch; Guerillakrieg), welche gekennzeichnet war durch schnelle, kurze Guerillaattacken, Hinterhalte, das Plazieren von Minen und Sprengfallen, Heckenschützenangriffe und ähnliches.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz des Vietnamkrieges für das kollektive Gedächtnis der USA und definiert den Untersuchungsfokus auf die militärischen Scheiterungsgründe.

2. US-Strategie und –Taktik im Vietnamkrieg: Dieses Kapitel kritisiert die amerikanische Tendenz, einen asymmetrischen Revolutionskrieg mit konventionellen Mitteln führen zu wollen.

3. Die südvietnamesische Armee als schwacher Verbündeter: Hier werden die Inkompetenz, Korruption und mangelnde Moral der südvietnamesischen Streitkräfte als belastender Faktor für die US-Mission dargestellt.

4. Der US-Bombenkrieg in Südvietnam, Laos und Kambodscha und gegen Nordvietnam: Das Kapitel analysiert die Ineffizienz und die exzessiven politischen Restriktionen bei der Durchführung strategischer Luftangriffe.

5. NVA und NLF als starke Gegner: Diese Sektion arbeitet die Überlegenheit der kommunistischen Einheiten in Bezug auf Moral, Entschlossenheit und ihre perfektionierte asymmetrische Kriegstaktik heraus.

6. Untergeordnete Gründe: Hier werden weitere Faktoren wie die Rotationspraxis des US-Personals und die unzureichende Grenzüberwachung kurz beleuchtet.

7. Resümee: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass das militärische Engagement der USA unter den gegebenen Bedingungen und der fehlerhaften Strategie von vornherein aussichtslos war.

Schlüsselwörter

Vietnamkrieg, US-Militärstrategie, Attrition, Guerillakrieg, NLF, NVA, Westmoreland, Luftkrieg, Bodenkrieg, Indochina, Vietnamisierung, Search-and-destroy, Asymmetrische Kriegsführung, Militärische Niederlage, Clausewitz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die militärischen Gründe für das Scheitern der amerikanischen Intervention in Indochina zwischen 1964 und 1973.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die US-Militärstrategie, die Rolle der südvietnamesischen Armee, die Effektivität des Bombenkrieges sowie die Stärken der kommunistischen Gegner.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu analysieren, warum die USA trotz ihrer technologischen Überlegenheit den Konflikt gegen die nordvietnamesischen Truppen und die NLF verloren haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung der amerikanischen Forschungsliteratur zum Vietnamkrieg basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert kritisch die Bodenkriegs- und Luftkriegsstrategien, die Inkompetenz der südvietnamesischen Verbündeten sowie die überlegene Kampfesweise der NVA und NLF.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Vietnamkrieg, Attrition, asymmetrische Kriegsführung, NLF, NVA und US-Militärstrategie.

Welche Rolle spielte die "Attrition"-Strategie laut dem Autor?

Die Strategie der Abnutzung wird als fundamentaler Fehler bewertet, da sie auf der falschen Annahme beruhte, den Gegner durch rein materielle Verluste zum Aufgeben zwingen zu können.

Warum war das Genehmigungsverfahren für Luftangriffe laut der Analyse problematisch?

Das Verfahren litt unter extremem Mikromanagement des US-Präsidenten, was die Effizienz behinderte und den militärischen Erfolg durch politisch motivierte Einschränkungen verhinderte.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Vietnamkrieg. Die Gründe für das Scheitern der US-Intervention in Indochina
Hochschule
Universität Augsburg
Note
2,0
Autor
Fabian Uhl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
23
Katalognummer
V1130642
ISBN (eBook)
9783346498625
ISBN (Buch)
9783346498632
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vietnamkrieg gründe scheitern us-intervention indochina
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Uhl (Autor:in), 2005, Der Vietnamkrieg. Die Gründe für das Scheitern der US-Intervention in Indochina, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130642
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum