Diese Einsendeaufgabe beschäftigt sich mit angewandter Prävention und der Gesundheitsförderung mittels des HAPA-Modells.
Das HAPA-Modell (Health Action Process Approach) unternimmt als erstes Modell den Versuch erklären zu wollen, warum Menschen sehr oft die Absicht haben, sich gesund zu verhalten, es im Endeffekt aber nicht tun. Um dieser Frage nachzugehen, wird das Modell in zwei Phasen unterteilt: In eine Absichtsphase und in eine Handlungsphase.
Inhaltsverzeichnis
1. Zentrale Annahmen des HAPA-Modells
2. Analyse der Ausgangssituation
3. Strategische Planung: Ziele und Zielgruppe
3.1 Strategische Ziele
3.2 Strategische Zielgruppen
3.3 Steuerung von Kognitionen im Rahmens des Programms
4. Maßnahmenplan
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Fallaufgabe zielt darauf ab, ein fundiertes betriebliches Gesundheitsförderungsprogramm für ein Verlagshaus zu konzipieren, indem theoretische Annahmen des HAPA-Modells mit einer detaillierten Analyse der Ausgangssituation verknüpft werden, um passgenaue Interventionsmaßnahmen für unterschiedliche Mitarbeitergruppen zu entwickeln.
- Anwendung des Health Action Process Approach (HAPA) Modells
- Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation in Büroberufen
- Strategische Planung von Maßnahmen unter Einbeziehung von Führungskräften und Betriebsrat
- Segmentierung der Belegschaft in Zielgruppen zur bedarfsgerechten Ansprache
- Entwicklung eines Maßnahmen- und Kommunikationsplans zur langfristigen Gesundheitsförderung
Auszug aus dem Buch
1. Zentrale Annahmen des HAPA-Modells
Das HAPA-Modell (Health Action Process Approach) bzw. das sozial-kognitive Prozessmodell gesundheitlichen Handelns ist zur Zeit das bedeutendste theoretische Modell in der Gesundheitsforschung im deutschen Sprachraum (vgl. Hoffmann, Schwarz, 2013, S. 48ff.). Die zentralen Annahmen dabei sind: 1) Das Modell setzt auf einanderfolgende Stufen und 2) Berücksichtigt den Grad der Selbstwirksamkeitserwartung, die eine Person befähigt den nächsten Schritt zu gehen.
Somit vereint das HAPA-Modell in sich Elemente aus Stadienmodellen und motivationalen Modellen. Zu den Stadienmodellen zählen das transtheoretische Modell (dabei ändern gefährdete Personen ihre Einstellung zu bestimmten Verhaltensweisen im Rahmen einer therapeutisch motivierenden Gesprächsführung, die die jeweiligen Stufen des Behandelten berücksichtigen), das Modell präventiven Handelns (setzt auf vorbeugende Maßnahmen, die ebenfalls in Stufen eingeteilt sind) und das HAPA-Modell. Bei den motivationalen Modellen handelt es sich um Health Belief Modell (Mensch handelt präventiv, weil Risiken wahrgenommen werden), Schutzmotivationstheorie (Mensch wird durch Furchtappelle zum gesundheitsfördernden Handeln animiert), Theorie des geplanten Verhaltens (setzt auf positive Einstellung gegenüber der Verhaltensweise), Sozial-kognitive Theorie (geht davon aus, dass Menschen einander imitieren).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zentrale Annahmen des HAPA-Modells: Einführung in das sozial-kognitive Prozessmodell gesundheitlichen Handelns und dessen Einordnung in die aktuelle Gesundheitsforschung.
2. Analyse der Ausgangssituation: Untersuchung der spezifischen Belastungen und Anforderungen in der Verlagsbranche sowie Auswertung bestehender Daten zur Mitarbeiterzufriedenheit und -gesundheit.
3. Strategische Planung: Ziele und Zielgruppe: Darstellung der methodischen Vorgehensweise bei der Bedarfsanalyse und Definition konkreter strategischer Ziele sowie Zielgruppen für die Gesundheitsintervention.
3.1 Strategische Ziele: Festlegung konkreter Zielvorgaben für das Projektjahr, inklusive der Einbindung von Führungskräften und Krankenkassen.
3.2 Strategische Zielgruppen: Segmentierung der Mitarbeiterschaft basierend auf deren Motivationsgrad, körperlicher Verfassung und Interessen.
3.3 Steuerung von Kognitionen im Rahmens des Programms: Maßnahmen zur gezielten Unterstützung der Selbstwirksamkeitserwartung und Verhaltensänderung durch bedarfsgerechte Angebote.
4. Maßnahmenplan: Entwicklung eines operativen Plans zur Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Zielgruppenphasen.
Schlüsselwörter
Betriebliche Gesundheitsförderung, HAPA-Modell, Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitsmanagement, Prävention, Arbeitsplatzgestaltung, Zielgruppenanalyse, Motivationspsychologie, Stressbewältigung, Gesundheitsressourcen, Mitarbeiterbindung, Arbeitsklima, Betriebssport, Gesundheitscheck-up, Interventionsmaßnahmen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallaufgabe grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines betrieblichen Gesundheitsförderungsprogramms für ein Verlagshaus, basierend auf wissenschaftlichen Modellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, der Analyse von Arbeitsbedingungen in Büroberufen und der praktischen Implementierung von Interventionsmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein nachhaltiges Programm zu entwickeln, das die körperliche und geistige Fitness der Mitarbeiter steigert und Fehlzeiten sowie Fluktuation durch zielgruppenspezifische Maßnahmen senkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erstellung des Plans verwendet?
Die Planung stützt sich primär auf das HAPA-Modell (Health Action Process Approach) sowie auf empirische Daten aus dem iga.Report 2013.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangssituation, die strategische Zielsetzung, die Segmentierung der Zielgruppen und die konkrete Ausarbeitung eines Maßnahmenplans.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Betriebliche Gesundheitsförderung, HAPA-Modell, Prävention, Selbstwirksamkeit und Gesundheitsmanagement.
Warum spielt die Rolle der Geschäftsführung eine so zentrale Rolle?
Die Geschäftsführung fungiert laut Autorin als entscheidender Erfolgsfaktor, da sie nicht nur die notwendigen Ressourcen bereitstellen muss, sondern durch ihre Vorbildfunktion die Akzeptanz der Maßnahmen maßgeblich beeinflusst.
Wie werden die Mitarbeitergruppen innerhalb des Modells unterschieden?
Die Einteilung erfolgt in „Non-Intenders“, „Intenders“ und „Actors“, um den unterschiedlichen Informationsständen und Veränderungsabsichten der Mitarbeiter gerecht zu werden.
- Arbeit zitieren
- Viktoria Schmidt (Autor:in), 2016, Das HAPA-Modell. Angewandte Prävention und Gesundheitsförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130799