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Prokrastination als Selbstregulationsstörung beim Lernen und Behandlungsmöglichkeiten

Titel: Prokrastination als Selbstregulationsstörung beim Lernen und Behandlungsmöglichkeiten

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Frederick Rumi (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit behandelt die Frage, ob es geeignete Möglichkeiten der Intervention zur Reduktion von Prokrastination gibt. Um sich diesem Thema anzunähern, wird zunächst das selbstregulierte Lernen betrachtet. Anschließend wird der Begriff "Prokrastination" definiert und kurz auf das akademische Prokrastinieren und die Häufigkeit des Auftretens in der Bevölkerung sowie auf die Zusammenhänge mit der Persönlichkeit eingegangen. Als nächstes werden einige Erklärungsansätze für das Entstehen dieses Verhaltes und Möglichkeiten der Diagnostik dargestellt. Abschließend werden einige Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt. Ein genauerer Blick wird dabei auf die Münsteraner Interventionsmodule geworfen.

In einer Zeit, in der dem lebenslangen Lernen eine große Bedeutung zugesprochen wird, werden auch das selbstgesteuerte Lernen und die damit verbundenen Störungen bedeutsam. Zum Problem kann es beispielweise werden, wenn bestimmte Handlungen immer weiter hinausgezögert werden. In den letzten Jahren hat sich für dieses Verhalten der Begriff "Prokrastination" durchgesetzt. Insbesondere während des Studiums wird oft davon gesprochen zu prokrastinieren, wenn ein Student eine andere Aktivität dem Lernen auf die nächste Prüfung oder dem Schreiben von Hausarbeiten vorzieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Selbstreguliertes Lernen

3 Prokrastination

3.1 Erklärungsansätze

3.2 Diagnostik

3.3 Behandlungsmethoden

4 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Prokrastination als eine Form der Störung der Selbstregulation beim Lernen. Ziel ist es, die Ursachen dieses Verhaltens zu analysieren, diagnostische Möglichkeiten zu beleuchten und effektive Interventionsmethoden, insbesondere die Münsteraner Interventionsmodule, darzustellen und zu bewerten.

  • Selbstreguliertes Lernen und seine kognitiven, motivationalen sowie metakognitiven Komponenten
  • Definition, Häufigkeit und klinische Relevanz der Prokrastination
  • Psychologische Erklärungsansätze und Persönlichkeitskorrelate des Aufschiebeverhaltens
  • Methoden der Diagnostik und Abgrenzung zu anderen Störungen
  • Vorstellung und Evaluation von Behandlungsstrategien zur Reduktion von Prokrastination

Auszug aus dem Buch

3 Prokrastination

Der Begriff Prokrastination leitet sich von dem lateinischen Wort „procrastinate“ ab und bedeutet „aufschieben“ „vertagen“. Im Gegensatz zur heutigen Zeit war dieser Begriff früher nicht negativ, sondern positiv besetzt. Er wurde verwendet, um auszudrücken, dass etwas aufgeschoben wird, um es zu einem günstigeren Zeitpunkt zu erledigen (Höcker, Engberding & Rist, 2017, S. 9).

Heutzutage versteht man unter Prokrastination das Aufschieben von Tätigkeiten, die für das Erreichen eines bestimmten Zieles nötig sind, zugunsten einer anderen Aktivität. Es handelt sich dabei um ein bewusstes Unterlassen der Handlung, obwohl die damit verbundenen Konsequenzen bekannt sind. Zusätzlich kommt es durch dieses Verhalten zu einer Abnahme oder Gefährdung der Qualität. Sowohl die Tätigkeit, als auch das Unterlassen werden dabei als aversiv erlebt (Höcker et al., 2017, S. 10). Im Gegensatz dazu, geht Holz-Ebeling (2017, S. 46) nicht davon aus, dass die Handlung als aversiv erlebt wird, sondern lediglich, dass eine andere Beschäftigung leichter fällt. Das Aufschieben sollte allerdings nicht nur vereinzelt auftreten. Über die genaue Häufigkeit und Intensität herrscht allerdings keine Einigkeit. Klinisch relevant wird dieses Problem erst, wenn das Wohlbefinden der betroffenen Person darunter leidet und es auch trotz negativer Folgen (z. B. Leistungseinbußen oder eine Belastung der sozialen Beziehung) nicht eingeschränkt werden kann (Höcker et al., 2017, S. 10 f).

Diese Störung der Selbststeuerung fällt Engberding, Höcker & Rist (2017, S. 418) zufolge besonders im Studium auf, da das Lernen hier ein großes Maß an Selbstständigkeit benötigt. So kommen Corkin, Yu & Lindt (2011, S. 604 ff) zu dem Ergebnis, dass ein negativer Zusammenhang zwischen Prokrastination, kognitiven und metakognitiven Lernstrategien besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Aufschiebens im Kontext des lebenslangen Lernens ein und umreißt den inhaltlichen Aufbau sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2 Selbstreguliertes Lernen: Dieses Kapitel definiert selbstreguliertes Lernen als Fähigkeit, Gedanken und Handlungen zielgerichtet zu steuern, und erläutert die verschiedenen beteiligten Komponenten und Modelle.

3 Prokrastination: Das Kapitel bietet eine umfassende Analyse der Prokrastination, inklusive theoretischer Erklärungsansätze, diagnostischer Kriterien und gängiger Behandlungsmethoden.

4 Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Wirksamkeit der vorgestellten Interventionsprogramme und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.

Schlüsselwörter

Prokrastination, Selbstregulation, Selbstgesteuertes Lernen, Aufschieben, Interventionsmodule, Diagnostik, Arbeitszeitrestriktion, Motivationspsychologie, Volitionspsychologie, Persönlichkeit, Leistungsdruck, Zeitmanagement, Psychologie, Studium, Verhaltenstherapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit Prokrastination als Störung der Selbstregulation und untersucht, wie dieses Aufschiebeverhalten, insbesondere in Lernkontexten, verstanden und behandelt werden kann.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des selbstregulierten Lernens, die Definition und Diagnostik der Prokrastination sowie verschiedene therapeutische Interventionsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, geeignete Möglichkeiten zur Behandlung von Prokrastination aufzuzeigen und deren Wirksamkeit auf Basis aktueller psychologischer Erkenntnisse zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Modelle und Ergebnisse verschiedener Studien zu den Themen Selbstregulation und Prokrastination synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Grundlagen des selbstregulierten Lernens dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Auseinandersetzung mit Prokrastination, ihrer Diagnostik und verschiedenen Ansätzen zu deren Behandlung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Prokrastination, Selbstregulation, Interventionsmodule, Diagnostik, Zeitmanagement und Volitionspsychologie.

Was unterscheidet das „akademische Prokrastinieren“ von anderen Formen?

Inhaltlich besteht laut der Arbeit kein Unterschied in der Häufigkeit zwischen akademischem und anderem Prokrastinieren, jedoch ist es im akademischen Kontext aufgrund der hohen Anforderungen an die Selbstständigkeit leichter zu beobachten und zu untersuchen.

Worin liegt der Kern der „Münsteraner Interventionsmodule“?

Diese Module bestehen aus einem sechswöchigen Programm (Module A, B und C), das durch Selbstbeobachtung, Arbeitszeitrestriktion und Planungstechniken dabei hilft, Aufschieberoutine zu durchbrechen und das eigene Arbeitsverhalten nachhaltig zu verbessern.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prokrastination als Selbstregulationsstörung beim Lernen und Behandlungsmöglichkeiten
Note
1,0
Autor
Frederick Rumi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1130984
ISBN (eBook)
9783346503206
ISBN (Buch)
9783346503213
Sprache
Deutsch
Schlagworte
prokrastination selbstregulationsstörung lernen behandlungsmöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frederick Rumi (Autor:in), 2020, Prokrastination als Selbstregulationsstörung beim Lernen und Behandlungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1130984
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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