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Autorkonzepte in der Gegenwartsliteratur

Untersuchung am Roman "Die Welt im Rücken" von Thomas Melle

Titel: Autorkonzepte in der Gegenwartsliteratur

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nadja Usova (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit widmet sich der Darstellung des Autors in der Gegenwartsliteratur. Kaum eine andere Größe ist für den alltäglichen Umgang mit Literatur für uns entscheidender. Der Autor ist bei der Literaturrezeption, bei Romanen, wissenschaftlichen Schriften und auch szenischen Texten eine der für uns entscheidendsten zu bestimmenden Größen.

In der literaturwissenschaftlichen Praxis wird ein nahezu selbstverständlicher Umgang mit dem Autor gepflegt, in der Literaturtheorie sieht es dagegen anders aus. Hier wird der Autor als Verstehensnorm in Frage gestellt und durch vielerlei Herangehensweisen neu bestimmt. Die Frage, ob wir einen Autor für das Verstehen von Texten benötigen, wird durch Methoden des Autorkonzeptes behandelt. Der Leser kann dadurch neue und vielseitigere Sichtweisen auf Werke erhalten, wodurch sich neue Erkenntnisse und Sinnkonstrukte bei der Interpretation erarbeiten lassen.

Die Fragestellung meiner Arbeit richtet sich hierbei vor allem auf den Autor als Verstehensnorm seiner Texte: Ist die detaillierte Kenntnis von Motivation und Intention des Autors nötig, um sein Werk zu verstehen oder kann der Text als emanzipiertes Werk mit dem Leser kommunizieren? Durch verschiedene Autorkonzepte will ich die Perspektive, die sich auf den Text eröffnet, analysieren und erläutern, um festzustellen, ob diese dadurch variiert. Ziel soll hierbei sein, durch die Methoden der verschiedenen Konzepte vielfältigere Sichtweisen und neue Interpretationsmöglichkeiten des Textes offenzulegen. Im Besonderen will ich die Präsenz des Autors in seinen Zeilen offenlegen, um die Kommunikation mit dem Leser zu verdeutlichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Positionen und Erkenntnisinteressen zum Verhältnis von Autor, Leser & Text

2.1 Textinterpretation durch Bezugnahme auf den empirischen Autor

2.2 Textinterpretation in Bezugnahme auf den literarischen Text (Ausschluss des Autors)

2.3 Der Leser konstituiert den Autor

3.Instanz des Erzählers

4.Das Autorkonzept

5.Analyse durch verschiedene Autorkonzepte

5.1. Analyse des Erzählers

5.2 Analyse ohne biographische Daten

5.3 Analyse durch biographische Daten

6. Wie unterscheidet sich die Perspektive auf den Roman bei Anwendung unterschiedlicher theoretischer Methoden in Bezug auf das Autorkonzept?

6.1 Erzähler und implizierter Autor

6.2 Der Leser konstituiert den Autor

6.3 Biographische Methode

7.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Autors in der Gegenwartsliteratur am Beispiel von Thomas Melles Roman „Die Welt im Rücken“. Ziel ist es zu analysieren, wie die Anwendung verschiedener wissenschaftlicher Autorkonzepte die Perspektive auf den Text und dessen Interpretation verändert.

  • Rolle und Funktion des Autors im literarischen Prozess
  • Erzähltheoretische Analyse und Instanzen des Erzählens
  • Bedeutung biographischer Daten für die Textrezeption
  • Der Leser als konstitutive Instanz im Literaturverständnis
  • Vergleichende Analyse methodischer Zugänge zur Romaninterpretation

Auszug aus dem Buch

3. Instanz des Erzählers

Kein Erzähltext kommt ohne Erzähler aus. Dieser ist fiktiv und mit dem textexternen Autor trotz augenscheinlicher Parallelen nicht identisch. Der Erzähler fungiert als zentrale Vermittlungsinstanz zwischen dem Leser und dem von realen Autor produzierten Text. Die literarische Kommunikationssituation zwischen dem realen Autor und dem realen Leser wird durch die Instanz des fiktiven Erzählers, der mit dem fiktiven Leser kommuniziert, textintern gespiegelt.

Weiterhin ist für die Analyse von Erzähltexten wichtig, wie und wo sich die Instanz des Erzählers positionieren lässt. Hierbei unterscheiden wir zwischen dem homodiegetischen, dem hererodiegetischen und autodiegetischen Erzähler. Der homodiegetische Erzähler ist Teil seiner erzählten Welt und „tritt erlebend als eine der Figuren in der Geschichte auf, die rückblickend erzählend als Vermittler berichtet“.

Der heterodiegetische, oder auch „nichtdiegetische“ Erzähler dagegen erscheint in der Geschichte nicht als Figur und ist auch nicht Teil der erzählten Welt. Eine besondere Form der Erzählenden Instanz stellt der sogenannte autodiegetische Erzähler dar: Er ist ein Sonderfall des homodiegetischen Erzählers. Er tritt nicht nur erlebend als eine der Personen der erzählten Welt auf, er ist zudem auch die Hauptperson.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Autorkonzepts in der Literaturwissenschaft ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Notwendigkeit von Autorenwissen für das Textverständnis.

2.Positionen und Erkenntnisinteressen zum Verhältnis von Autor, Leser & Text: Dieses Kapitel erläutert verschiedene theoretische Ansätze zur Textinterpretation, wobei der empirische Autor, der literarische Text selbst und der Leser als jeweilige Bezugsgrößen differenziert werden.

3.Instanz des Erzählers: Hier werden die erzähltheoretischen Grundlagen geschaffen, indem die Rolle des Erzählers als Vermittlungsinstanz und die verschiedenen Typen des Erzählens definiert werden.

4.Das Autorkonzept: Dieses Kapitel widmet sich der Definition des Autorkonzepts als systematisches Instrument der Textanalyse und erläutert dessen Nutzen für die Einordnung literarischer Werke.

5.Analyse durch verschiedene Autorkonzepte: Die theoretischen Ansätze werden praktisch auf Thomas Melles Roman „Die Welt im Rücken“ angewandt, unterteilt in die Erzählanalyse, die leserfokussierte Analyse und die biographische Analyse.

6. Wie unterscheidet sich die Perspektive auf den Roman bei Anwendung unterschiedlicher theoretischer Methoden in Bezug auf das Autorkonzept?: Das Kapitel vergleicht die methodischen Ansätze und evaluiert, wie sich die Interpretation des Romans durch den Wechsel der theoretischen Perspektive auf den Autor verschiebt.

7.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert, inwiefern der Autor Thomas Melle in seinem Roman präsent ist und welche methodischen Schlussfolgerungen daraus für die Literaturwissenschaft gezogen werden können.

Schlüsselwörter

Autorkonzept, Gegenwartsliteratur, Thomas Melle, Die Welt im Rücken, Erzähltheorie, Textinterpretation, Empirischer Autor, Implizierter Autor, Leserrolle, Biographische Methode, Literaturwissenschaft, Narratologie, Fiktionalität, Autobiographisches Schreiben, Erzählerinstanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Autors bei der Interpretation von literarischen Texten, konkret am Beispiel des Romans „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt das Verhältnis zwischen Autor, Leser und Text, erzähltheoretische Strukturen sowie den Einfluss biographischer Informationen auf die Werkrezeption.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie verschiedene wissenschaftliche Methoden der Autorkonzept-Analyse die Perspektive auf den Roman verändern und ob der Autor im Text explizit erkennbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine erzähltheoretische und literaturwissenschaftliche Methodik, indem sie verschiedene Perspektiven – wie die biographische oder leserzentrierte Methode – komparativ auf das Werk anwendet.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Autorkonzepte und deren praktische Anwendung auf Melles Roman, wobei die Erzählform, die Leserrolle und reale biographische Daten gegenübergestellt werden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Autorkonzept, Erzähltheorie, Thomas Melle, Biographik und Literaturrezeption.

Inwiefern beeinflussen biographische Daten die Analyse von Thomas Melles Roman?

Die Arbeit zeigt, dass die Einbeziehung biographischer Informationen eine klare Lesart des Romans als autobiographisches Zeugnis ermöglicht und die Absicht des realen Autors stärker in den Vordergrund rückt.

Welche Rolle spielt die Instanz des Erzählers bei Thomas Melle?

Da der Erzähler autodiegetisch als Hauptfigur agiert und teilweise deckungsgleich mit der Person Thomas Melle erscheint, wird die Grenze zwischen Fiktion und Autobiographie im Text besonders durchlässig.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin bezüglich der Präsenz des Autors?

Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass Thomas Melle in seinem Roman durchgehend präsent ist und sich die Autorenschaft über verschiedene theoretische Ansätze hinweg als relevanter Faktor für das Textverständnis erweist.

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Details

Titel
Autorkonzepte in der Gegenwartsliteratur
Untertitel
Untersuchung am Roman "Die Welt im Rücken" von Thomas Melle
Hochschule
Universität Hamburg  (Germanistik)
Veranstaltung
Szenische Texte
Note
1,0
Autor
Nadja Usova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V1131012
ISBN (eBook)
9783346500342
ISBN (Buch)
9783346500359
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Szenische Texte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadja Usova (Autor:in), 2017, Autorkonzepte in der Gegenwartsliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131012
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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