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Etablierung einer Corporate Social Responsibility-Strategie. Chancen und Risiken

Title: Etablierung einer Corporate Social Responsibility-Strategie. Chancen und Risiken

Term Paper , 2021 , 37 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Svenja Lind (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Im Zielkanon dieser Arbeit an primärer Stelle soll das Konzept der CSR skizziert sowie aus den wesentlichen Erkenntnissen der Arbeit etwaige Erfolgsfaktoren für die Entwicklung einer CSR-Strategie abgeleitet werden. Ein aus dem Finalziel abgeleitetes Modalziel besteht in dem Aufzeigen etwaiger Chancen und Risiken, die sich aus der Implementierung einer CSR-Strategie ergeben können. Um diese Ziele erfolgreich umzusetzen, ist es notwendig, zunächst das Fundament für den Verlauf der Arbeit zu legen, was in Kapitel zwei erfolgt. Neben der Definition der CSR wird hier ferner eine Abgrenzung zu verwandten und häufig synonym verwendeten Konzepten sowie die Vier-Stufen-Pyramide als bekanntestes wissenschaftliches CSR-Modell dargestellt. Das Kapitel schließt mit einem historischen Abriss zur politischen Entwicklung der CSR. In Kapitel drei schließlich wird zum Kern der Arbeit vorgedrungen und es werden zunächst etwaige Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung einer CSR-Strategie aufgezeigt. Das zweite Unterkapitel stellt die Chancen und Risiken gegenüber, welche aus einem CSR-Engagement für Unternehmen resultieren können. Die vorliegende Ausarbeitung endet mit einem Fazit, welches die wesentlichen Ergebnisse resümiert, die gewählte Vorgehensweise selbstkritisch reflektiert sowie einen prägnanten Ausblick gewährt.

Obwohl die Verknüpfung von finanziellem Erfolg und Ethik lange als Oxymoron galt, spielen soziale und ökologische Belange laut der führenden Unternehmensberatung McKinsey seit geraumer Zeit eine essenzielle Rolle für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Damit hat sich die Friedman-Doktrin (auch Aktionärstheorie genannt) des berühmten US-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreisträgers Milton Friedman längst überlebt. Das Friedman’sche Paradigma der Reduzierung unternehmerischer Verantwortung auf ökonomische Ziele ist vor dem Hintergrund wiederkehrender Vorfälle von durch multinationale Unternehmen (MNU) verursachte Umweltverschmutzungen und Menschenrechtsverletzungen äußerst kritisch zu hinterfragen. Die fortschreitende Globalisierung führt im Sinne einer Kausalkette zu einer Fragmentierung von Wertschöpfungsketten, indem immer mehr Unternehmen ihre Produktion in Länder mit geringeren Umwelt- und Sozialstandards verlagern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau

2 Konzeptioneller Grundlagenteil

2.1 Definition der Corporate Social Responsibility

2.2 Abgrenzung zu verwandten Konzepten

2.2.1 Nachhaltigkeit

2.2.2 Corporate Sustainability

2.2.3 Corporate Citizenship

2.3 Vier-Stufen-Pyramide nach A. B. Carroll

2.4 CSR auf nationaler sowie EU-Ebene

3 Corporate Social Responsibility in der unternehmerischen Praxis

3.1 Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung einer CSR-Strategie

3.2 Chancen und Risiken einer CSR-Strategie

3.2.1 Erhöhung der Reputation vs. Reputationsrisiken

3.2.2 Verbesserung der Beziehungen zu Stakeholdern vs. fehlende Unterstützung durch Stakeholder

3.2.3 Finanzielle Vorteile vs. finanzieller Aufwand

4 Fazit

4.1 Resümee

4.2 Kritische Reflexion

4.3 Quo vadis CSR – Versuch eines Ausblicks

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Skizzierung des Konzepts der Corporate Social Responsibility (CSR) sowie der Ableitung wesentlicher Erfolgsfaktoren für die Strategieentwicklung. Zudem wird untersucht, welche Chancen und Risiken mit der Implementierung einer solchen Strategie für Unternehmen verbunden sind, um eine fundierte Basis für unternehmerische Entscheidungen zu schaffen.

  • Grundlagen und Definition der Corporate Social Responsibility
  • Abgrenzung zu verwandten Konzepten (Nachhaltigkeit, Corporate Sustainability, Corporate Citizenship)
  • Erfolgsfaktoren für die Implementierung einer CSR-Strategie
  • Chancen-Risiken-Analyse des CSR-Engagements
  • Politische Rahmenbedingungen und regulatorischer Druck auf Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 ERHÖHUNG DER REPUTATION VS. REPUTATIONSRISIKEN

Für die Implementierung einer CSR-Strategie spricht vor allem die Schaffung von intangiblen Vermögenswerten, wie beispielsweise Mitarbeitermotivation, Kundenzufriedenheit und Unternehmensreputation. Bei letzterer handelt es sich um die bei Stakeholdern verbreitete Wahrnehmung eines Unternehmens, welche überwiegend auf Erfahrungen beruht. Insbesondere in Zeiten einer globalen Ökonomie hat die Reputation einen signifikanten Einfluss auf den Unternehmenserfolg, da diese als treibender Wettbewerbsfaktor gilt. Zahlreiche Studien kommen zu dem Ergebnis, dass verantwortungsvolles Handeln mit der Steigerung einer positiven Reputation korreliert. Zum Aufbau eines von der Gesellschaft wahrgenommenen positiven Unternehmensbildes sei insbesondere auf die Wichtigkeit einer konsistenten Kommunikationspolitik verwiesen, welche als Marketingwerkzeug dabei hilft, eine nachhaltige Unternehmensführung nach außen zu kommunizieren („Tue Gutes und rede darüber“). Ferner nutzen viele Unternehmen nebst der handelsrechtlich bindenden Offenlegungspflicht der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und Bilanz das Veröffentlichen von freiwilligen Nachhaltigkeitsberichten, um ein positives Unternehmensbild zu erzeugen.

Der Steigerung der Reputation stehen die Reputationsrisiken gegenüber, welche sich beispielsweise unter anderem aus einer schlechten Geschäftslage und Krisen ergeben können. An dieser Stelle soll insbesondere auf das Phänomen des Greenwashing eingegangen werden, welches im CSR-Kontext indes omnipräsent ist. Unter diesem Terminus wird eine mittels großem PR-Aufwand kommunizierte Verbreitung von Desinformation im Sinne einer quasiökologischen Unternehmensführung verstanden, mit der sich Akteure ein besseres Image zu verschaffen suchen. Wenn Greenwashing aufgedeckt wird, kann dies schwerwiegende Reputationsschäden nach sich ziehen. Um das zu vermeiden, sollte die eigene Glaubwürdigkeit zu jedem Zeitpunkt bestmöglich erhöht werden. Dies kann geschehen, indem Unternehmen ökologische und soziale Kriterien in die ökonomischen Unternehmensentscheidungen und in das Kerngeschäft integrieren, und dies anhand von Zertifikaten und einer umfassenden freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung belegen. Oftmals wird beispielsweise die Einbindung der Menschenrechte in die CSR-Strategie nur zur Verbesserung der Außenwirkung bei Stakeholdern verwendet. Hier kann beispielsweise auf die „Conscious Collection“ von H&M verwiesen werden, welche mit Rücksicht auf Mensch und Natur produziert wird. In Kambodscha hingegen werden Näherinnen, welche für H&M-Zulieferer arbeiten, aufgrund von Mangelernährung ohnmächtig, weil sie zu wenig verdienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Wandel unternehmerischer Verantwortung weg von rein ökonomischen Zielen hin zu einer ganzheitlichen Strategie und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.

2 Konzeptioneller Grundlagenteil: Dieser Teil definiert den Begriff CSR, grenzt ihn von verwandten Konzepten wie Nachhaltigkeit und Corporate Citizenship ab und führt die Vier-Stufen-Pyramide nach Carroll ein.

3 Corporate Social Responsibility in der unternehmerischen Praxis: Hier werden zentrale Erfolgsfaktoren für die Strategieentwicklung analysiert und die Chancen sowie Risiken, wie z.B. Reputationsfragen und finanzielle Aspekte, gegenübergestellt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die gewählte Methodik kritisch und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der CSR in der globalisierten Welt.

Schlüsselwörter

Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, CSR-Strategie, Stakeholder-Management, Unternehmensreputation, Greenwashing, Triple Bottom Line, Unternehmensethik, Globalisierung, CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, Erfolgsfaktoren, Unternehmensführung, KMU, Multinationale Unternehmen, CSR-Engagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Risiken der Implementierung einer Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategie in Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des CSR-Begriffs, Erfolgsfaktoren für die praktische Umsetzung sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Chancen (z.B. Reputationsgewinn) und Risiken (z.B. Greenwashing-Gefahr).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, Erfolgsfaktoren für CSR-Strategien abzuleiten und aufzuzeigen, welche Chancen und Risiken aus deren Implementierung für Unternehmen resultieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Analyse des Forschungsstandes, um eine strukturierte Übersicht der CSR-Thematik und deren unternehmerische Umsetzung zu erstellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Erfolgsfaktoren für eine CSR-Strategie sowie eine umfassende Analyse der Chancen und Risiken, unterteilt in Reputation, Stakeholder-Beziehungen und finanzielle Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Corporate Social Responsibility, CSR-Strategie, Stakeholder-Management, Reputation, Greenwashing, Nachhaltigkeit und Triple Bottom Line.

Wie unterscheidet sich CSR von Corporate Citizenship (CC)?

Während sich CSR auf die gesellschaftliche Verantwortung entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses im Kerngeschäft bezieht, umfasst CC das gesellschaftliche Engagement eines Unternehmens außerhalb des Kerngeschäfts, wie etwa Spenden oder Stiftungen.

Was ist das Greenwashing-Risiko im Kontext von CSR?

Greenwashing beschreibt die Verbreitung von Desinformationen, bei denen Unternehmen durch hohen PR-Aufwand ein Bild ökologischer Verantwortung erzeugen, das nicht der Realität entspricht, was bei Aufdeckung zu massiven Reputationsschäden führt.

Warum spielt die Unternehmenskultur bei CSR eine wichtige Rolle?

Die Unternehmenskultur wird als Voraussetzung angesehen, da CSR-Maßnahmen, die ohne Rücksicht auf die bestehende Kultur implementiert werden, häufig die beabsichtigte Wirkung verfehlen.

Welche Herausforderung besteht bei der Erfolgsmessung von CSR?

Die Erfolgsmessung ist schwierig, da es keine fixe empirische Korrelation zwischen CSR-Engagement und Unternehmensperformance gibt und insbesondere im sozialen Bereich belastbare Kennzahlen zur Rentabilität der Maßnahmen fehlen.

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Details

Title
Etablierung einer Corporate Social Responsibility-Strategie. Chancen und Risiken
College
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
1,7
Author
Svenja Lind (Author)
Publication Year
2021
Pages
37
Catalog Number
V1131039
ISBN (eBook)
9783346501479
ISBN (Book)
9783346501486
Language
German
Tags
Corporate Social Responsibility (CSR) Nachhaltigkeit Sustainability
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svenja Lind (Author), 2021, Etablierung einer Corporate Social Responsibility-Strategie. Chancen und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131039
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