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Die ästhetische Werkstatt in der Grundschule. Inwieweit bietet sich die Werkstatt als ästhetische Erfahrung in der Grundschule an?

Titel: Die ästhetische Werkstatt in der Grundschule. Inwieweit bietet sich die Werkstatt als ästhetische Erfahrung in der Grundschule an?

Hausarbeit , 2021 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tansu Körbasan (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausgehend von Überlegungen im Seminar „Kunst/Unterricht in der Grundschule“, was Kunstunterricht im Primarbereich sein kann oder sein könnte, habe ich mich hinsichtlich der anstehenden Hausarbeit für das Thema „Werkstatt“ entschieden. Hierbei wird „Werkstatt“ nicht nur als Unterrichtsprinzip an sich behandelt, sondern es werden auch Aspekte ästhetischer Erfahrungs- und Lernprozesse im Werkstattunterricht betrachtet. Als angehende Grundschullehrerin ist es für mich immer wieder interessant, bestimmte Unterrichtsprinzipien aufzugreifen und in ihrer ganzen Tiefe zu erkunden.

Zu Beginn werde ich den Begriff „ästhetische Erfahrung“ näher erläutern und definieren. Was ist ästhetische Erfahrung im Fach Kunst? Welche besondere Aufgabe kommt dem Fach Kunst insbesondere im Grundschulbereich zu? Anschließend wird das Werkstattprinzip näher betrachtet. Was macht das Unterrichtsprinzip „Werkstatt“ aus, welche Rolle spielt die ästhetische Erfahrung in der Werkstatt und wie können wir im Unterricht ästhetische Erfahrungssituationen schaffen? Dabei wird auch auf Materialien und die Rolle der Lehrperson eingegangen. Im weiteren Verlauf wird ein Bezug zu den Aufgaben des Kunstunterrichts hergestellt und es wird überprüft, inwieweit diese Aufgaben bzw. Ziele mit dem Werkstattunterricht abgedeckt werden. Die Leistungsmessung im Fach Kunst ist für mich ebenfalls ein interessanter und wichtiger Bereich, der nicht außen vor bleiben sollte. Daher gehe ich im Schlussteil auf Möglichkeiten einer Leistungsbewertung hinsichtlich des Werkstattunterrichts ein. Wie können diese aussehen ohne jegliche Freiheiten der Kinder einzugrenzen? Zu guter Letzt wird im Fazit noch einmal eine Zusammenfassung gegeben und schließlich wird die Fragestellung, inwieweit sich die Werkstattmethode als ästhetische Erfahrung in der Grundschule anbietet, beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition „Ästhetische Erfahrung“

3. Grundlegende Aufgaben des Kunstunterrichts

4. Der Begriff „Werkstatt“

5. Der Unterschied zum Projektunterricht

6. Ästhetische Erfahrungssituationen schaffen

7. Die Bedeutung des Materials in der Werkstatt

8. Werden die Aufgaben des Kunstunterrichts durch die Werkstattmethode abgedeckt?

9. Rolle der Lehrkräfte

10. Kunstwerkstatt und Leistungsbewertung

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Werkstattmethode als Raum für ästhetische Erfahrungen im Kunstunterricht der Grundschule. Dabei wird analysiert, inwieweit dieses Unterrichtsprinzip die spezifischen Aufgaben der ästhetischen Bildung erfüllen und die Persönlichkeitsentwicklung sowie die Selbstgestaltungsprozesse von Kindern fördern kann.

  • Grundlagen der ästhetischen Erfahrung und des Werkstattbegriffs
  • Abgrenzung der Werkstattmethode zum Projektunterricht
  • Bedeutung der Materialität für den ästhetischen Prozess
  • Rolle der Lehrkraft und Anforderungen an die Unterrichtsorganisation
  • Herausforderungen und Ansätze der Leistungsbewertung in offenen Lernformen

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung des Materials in der Werkstatt

Um ästhetische Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen zu schaffen, ist natürlich nicht nur die Unterrichtsmethode selbst wichtig. Unterrichtsmethoden, die auf selbstbestimmtes, entdeckendes Lernen aufgebaut sind, bedürfen einer entsprechenden Anregung mitunter durch das Materialangebot, das für Schülerinnen und Schüler freigestellt sein muss und das zugleich gestalterische Entscheidungsfreiräume und Experimente zulässt und erlaubt (vgl. Kirchner 2009, 26). Um die ästhetische Praxis zu fördern, bietet die Werkstatt als ein Ort mit Werkzeugen und unterschiedlichen Materialen, die ertastbar und fühlbar sind, eine große Brandbreite an Anregungscharakter. Durch den unaufgeräumten Raum, in der viele Materialien griffbereit zu finden sind, soll ein Anregungscharakter hinsichtlich des ästhetischen Tuns entstehen (vgl. Kirchner, Peez 2011, 15). Die frei verfügbaren Materialien, zu denen die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Zugang finden sollen, gehören zum festen Bestanteil des Werkstattprinzips. Der Materialreiz ist hierbei der Zugang zur Fantasie, der Handlungen auslösen und zur Verwirklichung hinleiten soll. Die geistige Tätigkeit im Produktionsprozess ist hierbei wesentlich, die im Umgang mit dem Material ausgebildet wird (vgl. Lantermann 1992, 41). Man wird nicht von einer bloßen Idee zur Transformation geleitet. Es passiert viel mehr im Zusammenstoß der Idee mit den Materialien. Es kommen neue Ideen auf sowie neue Ansichten, die immer wieder in einem Wechselspiel fungieren. Dadurch gilt das Material als kommunikativer Faktor im ästhetischen Prozess.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Werkstatt als Unterrichtsprinzip im Kunstunterricht ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Eignung als ästhetische Erfahrung.

2. Definition „Ästhetische Erfahrung“: Dieser Abschnitt klärt den Begriff der ästhetischen Erfahrung im Kontext bildnerischer Praxis und betont die Bedeutung von Produktion und Rezeption.

3. Grundlegende Aufgaben des Kunstunterrichts: Hier werden fünf zentrale Aufgabenfelder des Kunstunterrichts definiert, die als Maßstab für die weiteren Analysen dienen.

4. Der Begriff „Werkstatt“: Das Kapitel beleuchtet verschiedene Dimensionen des Werkstattbegriffs, insbesondere als Raum für selbstgesteuertes und experimentelles Lernen.

5. Der Unterschied zum Projektunterricht: Es erfolgt eine Abgrenzung der Werkstattmethode zum Projektunterricht mit Fokus auf Selbstorganisation und Prozessorientierung.

6. Ästhetische Erfahrungssituationen schaffen: Das Kapitel untersucht, wie durch Freiräume und ganzheitliche Lernarrangements ästhetische Erfahrungen im Unterricht ermöglicht werden können.

7. Die Bedeutung des Materials in der Werkstatt: Es wird die Rolle von Materialien als Anreiz für Fantasie und als kommunikativer Faktor im ästhetischen Gestaltungsprozess erläutert.

8. Werden die Aufgaben des Kunstunterrichts durch die Werkstattmethode abgedeckt?: Die Autorin prüft die Übereinstimmung der Werkstattmethode mit den zentralen Zielen des Kunstunterrichts.

9. Rolle der Lehrkräfte: Dieses Kapitel beschreibt die veränderte Funktion der Lehrkraft als Begleiter und Organisator in einer offenen Lernumgebung.

10. Kunstwerkstatt und Leistungsbewertung: Hier werden Möglichkeiten diskutiert, wie individuelle künstlerische Leistungen in einem offenen Werkstattkontext bewertet werden können.

11. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Werkstatt als sinnvolles und förderliches Unterrichtsprinzip für die Grundschule.

Schlüsselwörter

Werkstattunterricht, Kunstunterricht, Ästhetische Erfahrung, Grundschule, Selbstgesteuertes Lernen, Kreativität, Bildnerische Gestaltung, Materialreiz, Kunstdidaktik, Leistungsbewertung, Prozessorientierung, Handlungsorientiertes Lernen, Ästhetische Bildung, Lernarrangements, Selbstreflexion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Unterrichtsprinzip „Werkstatt“ innerhalb des Kunstunterrichts in der Grundschule und hinterfragt dessen pädagogischen Mehrwert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition ästhetischer Erfahrung, die Bedeutung von Materialität im Gestaltungsprozess, die Rolle der Lehrkraft sowie die methodische Abgrenzung zum Projektunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit sich die Werkstattmethode dazu eignet, Kindern grundlegende ästhetische Erfahrungen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit fachdidaktischer Literatur, die auf Basis von Definitionen und aktuellen Ansätzen der Kunstpädagogik reflektiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Werkstattunterrichts, die Rolle der Lehrperson bei der Organisation offener Lernprozesse und Lösungsansätze für die komplexe Frage der Leistungsbewertung im Kunstunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Werkstattunterricht, Ästhetische Erfahrung, Selbstgesteuertes Lernen und Kunstpädagogik beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Werkstatt vom Projektunterricht laut Autorin?

Der wesentliche Unterschied liegt in der starken Betonung der Selbstorganisation und dem individuellen Arbeitsrhythmus der Schülerinnen und Schüler in der Werkstatt, im Gegensatz zu den teils angeleiteten Phasen eines Projekts.

Warum ist die Leistungsbewertung in der Kunstwerkstatt so komplex?

Die Komplexität ergibt sich daraus, dass der Werkstattunterricht auf freie, kreative Ausdrucksprozesse setzt, die sich schwer in herkömmliche, logische Bewertungsschemata einordnen lassen, ohne die künstlerische Freiheit der Kinder einzuschränken.

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Details

Titel
Die ästhetische Werkstatt in der Grundschule. Inwieweit bietet sich die Werkstatt als ästhetische Erfahrung in der Grundschule an?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Tansu Körbasan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1131219
ISBN (eBook)
9783346498021
ISBN (Buch)
9783346498038
Sprache
Deutsch
Schlagworte
werkstatt grundschule inwieweit erfahrung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tansu Körbasan (Autor:in), 2021, Die ästhetische Werkstatt in der Grundschule. Inwieweit bietet sich die Werkstatt als ästhetische Erfahrung in der Grundschule an?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131219
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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