Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Konzept des selbstgesteuerten Lernens auseinander.
Die Relevanz des Konzeptes selbstgesteuertes Lernen ergibt sich aus der Problematik heraus, dass vielen Lehrenden bewusst ist, wie unterrichtet wird, nicht aber, wie der Mensch genau lernt. Ebenfalls notwendig wird die Auseinandersetzung mit dem selbstgesteuerten Lernen, da sie als Basis für einen schulischen Erfolg von Schüler*innen gilt. Somit ist das Thema besonders für Lehrende von großer Bedeutung, da diese in der Verantwortung stehen, Schüler*innen diese Fähigkeiten zu vermitteln.
Des Weiteren wird es besonders für Schülerinnen und Schüler immer wichtiger, sich Wissen und Informationen schnell aneignen zu können, aufgrund der Globalisierung und der damit verbundenen Flut an Informationen sowie der Schnelllebigkeit dieser Medien. Doch nicht nur in der Schulzeit wird selbstgesteuertes Lernen von Menschen erwartet. Sowohl in der Ausbildung als auch im Berufs- und Alltagsleben wird es erforderlich, sich lebenslang selbstständig Kompetenzen aneignen zu können und bereits bekanntes Wissen upzudaten.
Das Konzept des selbstgesteuerten Lernens beschreibt einen Lernvorgang, in dem die Lernenden selbstständig entscheiden, welche Inhalte sie auf welche Art und Weise und in welchem Tempo lernen. Der Lernende kann die Lernergebnisse durch das eigenständige Engagement selbstständig beeinflussen, indem er verschiedene Strategien nutzt.
Die Lernenden können allein regeln, wie sie beim Lernen vorgehen und können selbstständig Ziele erreichen außerdem motivieren sich die Lernenden in einem hohen Maße selbst.Variablen, die in Zusammenhang mit dem selbstgesteuerten Lernen stehen, sind die kognitiven, die metakognitiven und die motivationalen Variablen. Unter die kognitiven Variablen fallen Wissen und Kompetenzen, die die Anwendung entsprechender Lernstrategien ermöglichen. Folgende metakognitive
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Lernstrategien die in Zusammenhang zum selbstgesteuerten Lernen stehen
3. Modelle der Selbstregulation
4. Vor- und Nachteile vom selbstgesteuerten Lernen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des selbstgesteuerten Lernens, seine theoretischen Grundlagen sowie seine Relevanz für den schulischen Erfolg und das lebenslange Lernen. Es wird analysiert, wie Lernstrategien und Selbstregulationsmodelle dazu beitragen, den Lernprozess aktiv zu gestalten, und welche Herausforderungen dabei entstehen.
- Grundlagen und Definition des selbstgesteuerten Lernens
- Kognitive, metakognitive und motivationale Lernstrategien
- Prozess- und Schichtenmodelle der Selbstregulation
- Kritische Analyse der Vor- und Nachteile in der pädagogischen Praxis
- Bedeutung von Selbststeuerungskompetenzen für die Wissensgesellschaft
Auszug aus dem Buch
Modelle der Selbstregulation
Modelle, die in Verbindung zum selbstgesteuerten Lernen stehen, werden in Prozess- und Schichtenmodelle unterteilt. Das Prozessmodell kann in verschiedene Abschnitte eingeteilt werden. In einem Regelkreismodell lässt sich der aktuelle Ist-Zustand mit einem erstrebten Soll-Zustand vergleichen. Im Anschluss sendet eine „Feedback-Schleife“ das Ergebnis. Sollten Soll- und Ist-Werte abweichend sein, so erfolgt eine Aktion, ansonsten wird nicht gehandelt. Ein Beispiel für diesen Ablauf ist das Heizkörperthermostat. Dieses wird auf eine Stufe gedreht, von der eine entsprechende Temperatur erwartet wird (Soll-Wert). Der Ist-Zustand wird kontinuierlich überwacht, sobald der gewünschte Soll-Wert erreicht wird, wird das Heizen eingestellt. Der „beschriebene Regulationszyklus“ kann einfach auf den Menschen übertragen werden.
Mithilfe des Prozessmodelles von Schmitz kann das selbstgesteuerte Lernen beschreiben werden. Das Modell umfasst drei Phasen (die präaktionale, aktionale und postaktionale Phase). In der präaktionalen Phase setzen sich die Lernenden Ziele (Soll-Werte) und treffen Überlegungen, mithilfe welcher Strategien diese erreicht werden können. Wichtig für die Vorbereitung auf den Lernprozess ist ebenfalls die „Aufgabenanalyse“ sowie die Motivation des Lernenden. Lernende können sich auf Aufgaben freuen, weil sie Interesse an dem Thema haben („hohe intrinsische Motivation“) oder kein Interesse daran haben („niedrige intrinsische Motivation“). Zentral sind in dieser Vorbereitungsphase auch die Emotionen der Lernenden. Sie können mit Vorfreude an die zu bewältigende Aufgabe denken oder Angst vor dieser haben. Die Lernziele des Individuums sind eng verbunden mit den Gefühlen, der Motivation und der daran angeknüpften Strategiewahl, daher ist es für die Lernenden umso wichtiger, Ziele präzise und sorgfältig zu formulieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz selbstgesteuerten Lernens im Kontext von Schulerfolg und den Anforderungen der modernen Wissensgesellschaft.
2. Lernstrategien die in Zusammenhang zum selbstgesteuerten Lernen stehen: Dieses Kapitel erläutert kognitive, metakognitive und ressourcenorientierte Strategien, die Lernende zur aktiven Wissensaneignung nutzen.
3. Modelle der Selbstregulation: Hier werden Prozessmodelle, wie der Regulationszyklus, und Schichtenmodelle vorgestellt, um die Struktur von Lernprozessen wissenschaftlich zu beschreiben.
4. Vor- und Nachteile vom selbstgesteuerten Lernen: Es erfolgt eine Abwägung der pädagogischen Vorteile, wie der Förderung der Mündigkeit, gegenüber den Herausforderungen und der Notwendigkeit einer unterstützenden Lernumgebung.
5. Fazit: Das Fazit unterstreicht, dass Selbststeuerungskompetenzen eine Grundvoraussetzung für lebenslanges Lernen darstellen und fordert eine stärkere Verankerung in der Lehrerausbildung.
Schlüsselwörter
Selbstgesteuertes Lernen, Selbstregulation, Lernstrategien, Metakognition, Prozessmodell, Schichtenmodell, Konstruktivismus, Selbstwirksamkeit, intrinsische Motivation, Lebenslanges Lernen, Wissensgesellschaft, Lernumgebung, Aufmerksamkeitssteuerung, Selbstreflexion, Kompetenzvermittlung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit behandelt das Konzept des selbstgesteuerten Lernens und dessen Bedeutung für den Bildungserfolg sowie die persönliche Entwicklung von Lernenden.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Kernbereichen gehören verschiedene Lernstrategien, die theoretischen Modelle der Selbstregulation und eine kritische Diskussion der Vor- und Nachteile dieses Lernansatzes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Verständnis für selbstgesteuertes Lernen zu vertiefen und die Notwendigkeit aufzuzeigen, diese Kompetenzen bereits in der Lehrerausbildung zu verankern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und setzt sich mit bestehenden empirischen Studien und psychologischen Modellen (z.B. von Schmitz und Boekaerts) auseinander.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Lernstrategien, die Erläuterung von Prozess- und Schichtenmodellen sowie die kritische Reflexion des Konzepts im schulischen Kontext.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Selbstregulation, Metakognition, Konstruktivismus, lebenslanges Lernen und die aktive Rolle des Individuums im Lernprozess.
Wie unterscheidet sich die präaktionale von der postaktionalen Phase?
Die präaktionale Phase dient der Zielsetzung und Planung vor der Lernaktivität, während die postaktionale Phase zur Reflexion des Ergebnisses und zur Ableitung von Konsequenzen für zukünftige Lernvorhaben genutzt wird.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft beim selbstgesteuerten Lernen?
Die Lehrkraft fungiert nicht als bloßer Wissensvermittler, sondern hat die Aufgabe, eine lernförderliche Umgebung zu schaffen und die Lernenden dazu zu aktivieren, ihre eigenen Lernprozesse zu steuern.
Was besagt das Drei-Schichten-Modell nach Boekaerts?
Das Modell strukturiert die Selbstregulation in drei Ebenen: den Informationsverarbeitungsprozess, die Regulation des Lernprozesses und die Regulation des Selbst.
Ist selbstgesteuertes Lernen immer qualitativ hochwertiger?
Nein, die Qualität des Lernens hängt von den gewählten Inhalten und der Kompetenz des Lernenden ab; daher ist eine Anleitung und Unterstützung bei der Anwendung effektiver Strategien essenziell.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Lernstrategien, Modelle der Selbstregulation und selbstgesteuertes Lernen. Eine kritische Auseinandersetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131439