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Sprache und Manipulation in verschiedenen politischen Kontexten. Eine Analyse vergleichbarer Medien

Title: Sprache und Manipulation in verschiedenen politischen Kontexten. Eine Analyse vergleichbarer Medien

Pre-University Paper , 2020 , 29 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Basics and General
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Diskrepanzen zwischen politischen Kontexten und ihrer Sprachlichkeit. Es soll die Frage beantwortet werden, wie Sprache mithilfe vergleichbarer Medien zur Manipulation genutzt wird.

Sich artikulieren zu können, gehört zu den Grundfähigkeiten eines erfolgreichen Politikers. Mithilfe bestimmter Schlagworte, dem Ideologievokabular, wird eine Blase der Identifikation und Zugehörigkeit geschaffen. Dies ist die Basis der politischen Sprache, welche sich von Zeit zu Zeit unterscheidet.

In den vier Hauptkapiteln wird eingangs, nach der Einleitung, zunächst die politische Sprache hinsichtlich ihrer Merkmale und Funktionen erläutert. Im Anschluss folgt die Auseinandersetzung mit der Sportpalastrede (von Goebbels und ein Beispiel für die Nazi-Zeit) und der sogenannten Abgrenzungsrede (von Honecker und ein Exampel für die DDR) zwecks eines Charakterisierungsversuchs des politischen Sprachgebrauchs dieser beiden Zeitabschnitte.

Dies obliegt der Methode der Quellenanalyse, welche in einem parametergeleiteten Vergleich mündet. Daran knüpft eine Einordnung der Rhetorik in verschiedene Manipulationstaktiken nach Albrecht Müller, unterfüttert mit der aristotelischen Lehre zum Anspruch von Reden.

Ein besonderes Augenmerk wird in dieser Arbeit auf die sprachliche Analyse der einzelnen Reden gelegt, neben der historischen Einordnung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die politische Sprache

2.1 Merkmale

2.2 Funktionen

3 Sprache als Manipulationsinstrument

3.1 Charakterisierung der Rhetorik in verschiedenen politischen Kontexten

3.1.1 Sprache im totalitären System

3.1.2 Sprache im autoritären System

3.2 Vergleich der Rhetorik in verschiedenen politischen Kontexten

3.3 Manipulationstaktiken und ihr Nachweis anhand der Reden

4 Fazit – Beantwortung der Problemfrage anhand ausgewählter Parameter

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie Sprache in politisch unterschiedlichen Systemen als Instrument der Manipulation eingesetzt wird. Im Fokus steht die vergleichende Analyse der rhetorischen Strategien in Reden aus dem Nationalsozialismus und der DDR, um die Mechanismen der Beeinflussung von Denkmustern innerhalb der Bevölkerung aufzudecken.

  • Rhetorische Analyse politischer Reden
  • Vergleich zwischen totalitären und autoritären Sprachstrukturen
  • Manipulation durch Ideologienvokabular und emotionale Appelle
  • Einsatz der Trias von Beweismitteln (Logos, Ethos, Pathos)
  • Identifikation von Strategien zur Feindbildkonstruktion

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Sprache im totalitären System

Um die Sprache im NS zu beleuchten, wird die Rede „Proklamation des totalen Krieges“ vom 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast betrachtet.

Die Rede wurde von Joseph Goebbels vor einem von ihm selbst ausgesuchten Publikum gehalten. Zu Goebbels lässt sich festhalten, dass er am 29. Oktober 1897 in der Nähe Mönchengladbachs geboren wurde. Im Alter von 48 Jahren verstarb er am 1. Mai 1945 im Führungsgebäude der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) in Berlin - eine Woche vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Bereits in seiner Jugend zollte Goebbels der Literatur und Rhetorik hohes Interesse, weshalb er später auch Germanistik studierte und sich als Journalist versuchte. Doch zu Zeiten der Weimarer Republik blieb der erhoffte Erfolg aus. Das Blatt wendete sich durch den Einfluss Hitlers. Bereits 1926 wurde er zum Gauleiter Berlins ernannt und 1933 zum Leiter des Ministeriums für „Volksaufklärung und Propaganda“. Er war somit einer der Minister unter der Führungsherrschaft Hitlers und diesem treu ergeben.

Seine rhetorischen Künste nutzte er, um in Form von Zeitschriften wie „Der Angriff“ und „Das Reich“ die Weltanschauung Hitlers und der NSDAP großflächig zu publizieren.

In der „Proklamation des totalen Krieges“ wird deutlich, dass es eine seiner zentralen Aufgaben gewesen ist, das Volk für den Krieg zu mobilisieren und ihren Glauben in die deutsche Kriegsführung zu stärken.

Dementsprechend ist es ihm auch ein Bestreben gewesen, den NS weiterhin zu preisen und als eine Rettungsmission darzustellen. Denn wie es aus der primären Textquelle hervorgeht, sei der totale Krieg die einzig militärische Lösung, die in einem schnellen, sicheren Sieg enden würde (Vgl. S.13,Z.30f.) und damit das Abendland, worunter auch Deutschland zählt, vor dem negativen Einfluss des Judentums und Bolschewismus zu beschützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt das Interesse an der Sprache als Machtinstrument dar und formuliert die Problemfrage hinsichtlich der Nutzung von Sprache zur Manipulation des Volkes im NS und der DDR.

2 Die politische Sprache: Dieses Kapitel definiert politische Sprache als Instrument des politischen Handelns und erläutert wesentliche Merkmale wie Massenmedialität, Gruppenbezogenheit und Institutionsgebundenheit.

3 Sprache als Manipulationsinstrument: Der Hauptteil analysiert rhetorische Mittel zur gezielten Beeinflussung, wobei insbesondere die Rhetorik in totalitären und autoritären Systemen gegenübergestellt wird.

4 Fazit – Beantwortung der Problemfrage anhand ausgewählter Parameter: Das Fazit synthetisiert die Analyseergebnisse und kommt zu dem Schluss, dass Manipulation durch diverse Faktoren erfolgt, wobei direkte Kommunikation und emotionale Ansprache zentrale Rollen spielen.

Schlüsselwörter

Politische Sprache, Manipulation, Rhetorik, Nationalsozialismus, DDR, Ideologienvokabular, Propaganda, Totalitäres System, Autoritäres System, Schwarz-Weiß-Denken, Feindbild, Redeanalyse, Sprachgebrauch, Beweismittel, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Macht der Sprache als Manipulationswerkzeug im politischen Kontext, wobei der Schwerpunkt auf den Systemen des Nationalsozialismus und der DDR liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen zählen die Charakterisierung politischer Sprache, die Analyse spezifischer Manipulationsstrategien sowie der Vergleich zwischen totalitären und autoritären rhetorischen Stilen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet: „Wie wird Sprache mithilfe vergleichbarer Medien zur Manipulation des Volkes genutzt?“

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Interpretation von Schriftquellen, insbesondere die Untersuchung jeweils einer signifikanten Rede pro politischem System, gestützt auf rhetorische Theorien.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden Reden von Goebbels und Honecker detailliert analysiert, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer rhetorischen Gestaltung und Taktik aufzuzeigen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Manipulation, Ideologienvokabular, Rhetorik, Feindbildkonstruktion und politische Kommunikation definieren.

Welche spezifische Rolle spielt der Begriff „Kampf“ in beiden Systemen?

Beide Redner nutzen den Begriff „Kampf“, um ihr politisches System als in einer existenziellen Auseinandersetzung stehend darzustellen, was die Notwendigkeit ihrer jeweiligen Ideologie und den absoluten Einsatz der Bevölkerung unterstreicht.

Wie unterscheidet sich die Taktik der Feindbildkonstruktion?

Während im Nationalsozialismus mit extremen, biologistisch konnotierten Metaphern (z.B. „Weltpest“) gearbeitet wird, setzt die DDR stärker auf eine politische Stigmatisierung westlicher Staaten durch Begriffe wie Imperialismus und Kapitalismus.

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Details

Title
Sprache und Manipulation in verschiedenen politischen Kontexten. Eine Analyse vergleichbarer Medien
Grade
2
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
29
Catalog Number
V1131474
ISBN (eBook)
9783346500762
Language
German
Tags
Sportpalastrede politische Sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Sprache und Manipulation in verschiedenen politischen Kontexten. Eine Analyse vergleichbarer Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1131474
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