Australien - Flora, Fauna und die Nationalparks


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003
17 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

Einführung

1. Grobe Übersicht über Australien
1.1. Das Relief Australiens
1.2. Die Flora Australiens
1.2.1. Eukalyptus
1.2.2. Tropischer Regenwald
1.2.3. Immergrüner Regenwald
1.2.4. Arider Wald
1.2.5. Mangroven
1.2.6. Wildblumen
1.2.7. Neophyten
1.3. Die Fauna Australiens
1.3.1. Die Säugetiere
1.3.2. Die Vogelwelt
1.3.3. Kriechtiere und Fische
1.3.4. Wirbellose Tiere
1.3.5. Eingeschleppte Arten

2. Tourismus in Australien
2.1. Der Tourist – eine neue Spezies?
2.2. Sanfter Ökotourismus

3. Die Nationalparks
3.1. Gründe, Ziele und Konzepte
3.1.1. Von 1879 bis heute
3.1.2. Nationalparks und andere Schutzgebiete
3.1.3. Rückgewinnung der Natur
3.2. Ausgewählte Nationalparks
3.2.1. Lake Eyre
3.2.2. Cradle Mountain-Lake St Clair Nationalpark
3.2.3. Uluru – Ayers Rock – The Olgas

4. Abbildungs- und Literaturverzeichnis

Nationalparks und andere geschützte Gebiete sind Land- oder Wasserflächen, die besonders dem Schutz der Umwelt sowie anderen natürlichen und kulturellen Ressourcen gewidmet sind. Schon weit über 500 Gebiete tragen in Australien die Bezeichnung „Nationalpark“, und jährlich werden es mehr. Es gibt unter ihnen Bereiche von außerordentlicher Schönheit, wilde Natur, seltene Pflanzen und geologische Besonderheiten.

Um diese Schönheit der Natur zu bewahren, ist es jedoch unerlässlich, dass man sinnvoll mit ihr umgeht. Nicht zuletzt ist das ein Grund, warum immer mehr Gebiete unter Schutz gestellt werden.

Für das tiefgehende Verständnis dieser einzigartigen Gegenden ist es weiterhin notwendig, eine kurze Übersicht über die drei wichtigsten Bereiche von Australien zu schaffen, die für Besucher der Parks von Interesse sind: Das allgemeine Relief, die Flora und die Fauna Australiens. Nur so bekommt man einen Gesamteindruck und kann sich das passende Bild machen, und man wird verstehen, welchen Nutzen die Nationalparks haben.

1. Grobe Übersicht über Australien

1.1. Das Relief Australiens

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[1]

Abb. 1 aus Bader, S. 7

Australien ist einer der ältesten Kontinente unserer Erde. Im Laufe der Zeiten wurde das ursprüngliche Relief des Kontinents stark abgetragen und eingeebnet. Nur an einigen Stellen haben sich härtere Gesteine diesem Abtragungsprozess widersetzen können und stehen seitdem weithin sichtbar aus den ebenen Flächen auf. Zu nennen wäre hier z.B. der Ayers Rock oder die MacDonnell Höhen.

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]An der Ostküste Australiens haben Vulkanismus und Faltungsvorgänge eine Hochebene entstehen lassen, die von Cape York im Norden bis nach Tasmanien reicht. An einigen Stellen erreicht sie Höhen über 1000 m. Reste des Vulkanismus findet man z.B. beim Mount Warning (NSW), der ein Lavapfropfen ist. Östliche Ausläufer der Hochebene sind gegen Ende der letzten Eiszeit beim Anstieg des Meeresspiegels zu Inseln geworden, die wegen ihrer außerordentlichen Schönheit viele Touristen anziehen, z.B. die Whitsunday-Inseln. Während sich an der Südostküste zahlreiche steile Abfälle der Hochebene ins Meer finden, die nur von Flussmündungen unterbrochen sind, findet man in der Mitte der Ostküste breitere Küstenebenen mit Strandzonen. Im Norden wird der Strand allmählich von Mangroven verdrängt.

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Nach Westen hin geht die Hochebene immer mehr ins australische Tiefland über, das seine tiefste Absenkung im Bereich des Lake Eyre findet (-12 m NN). Hier enden auch viele Flüsse, die aus der östlichen Hochebene kommen, jedoch führen diese nur zu Zeiten starken Niederschlags Wasser und können auch leicht zu verheerenden Überschwemmungen führen. Die vielen Seen in der mittelaustralischen Senke sind abflusslos, so dass sich bei Austrocknung eine schimmernde Salzkruste bildet. Weiterhin bietet die natürliche Muldenform der Tiefebene eine gute Voraussetzung für artesische Wasservorkommen, die v.a. im Bereich der Land- und Viehwirtschaft genutzt werden.

Westlich der Tiefebene schließt sich das westaustralische Tafelland mit einer durchschnittlichen Höhe zwischen 250 und 800 m. Das Landesinnere ist sehr trocken. Abwechslung im Relief bieten nur eingeschnittene Flusstäler oder bizarre, durch Verwitterung entstandene Oberflächenformen, z.B. in den Kimberly Ranges. Viele dieser Flusstäler sind als Nationalparks ein Anziehungsmagnet für Besucher. Auch der wohl bekannteste Fels Australiens, der Ayers Rock, findet sich in diesem Tafelland.

Die Küste im Westen ist wieder von kleineren Gebirgszügen geprägt, auch fällt hier mehr Niederschlag.

1.2. Die Flora Australiens

Durch die erdgeschichtliche Entstehung Australiens besitzt der Kontinent eine eigenartige, ja faszinierende Pflanzenwelt, die sich sehr stark von der anderer Kontinente unterscheidet.

Die ersten Landpflanzen traten etwa vor 400 Mio. Jahren auf, als es noch keine Kontinente, sondern nur eine zusammenhängende Landmasse gab. Im Verlauf der Erdgeschichte ist dieser Urkontinent auseinandergebrochen und –gedriftet. Bis vor ca. 150 Mio. Jahren bildete Australien zusammen mit der Antarktis, Afrika und Südamerika das sogenannte Gondwanaland. Zu Beginn des Tertiärs schließlich wurde Australien abgetrennt und bildete einen eigenen Kontinent. Seitdem verlief die Entwicklung der Pflanzen unabhängig und unterschiedlich von der auf anderen Kontinenten. Beweise, dass Australien einst mit Afrika verbunden war, liefern einige Pflanzen, die man auch in Afrika findet. Doch die meisten Pflanzen haben sich erst später entwickelt und sind daher endemisch, d.h. nur in Australien vorkommend.

Das vielfältige Relief und die Ausdehnung über mehrere Klimazonen schufen in Australien eine reiche botanische Welt. Im folgenden sollen die wichtigsten Vertreter kurz genannt werden:

1.2.1. Eukalyptus

Der Eukalyptus ist neben Acacia die dominierende Baumgattung in Australien. Es gibt mittlerweile über 600 verschiedene Arten. Die Bäume sind an das jeweilige Biotop bestens angepasst. Manche Eukalyptus findet man noch in Höhen von über 2.000 m, wo sie eine lange Zeit des Jahres in Eis und Schnee ausharren müssen.

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]Eukalyptus-Wälder geben ätherische Öle ab, die wie eine blaue Dunstglocke über dem Wald stehen. Daher haben auch die „Blue Mountains“ ihren Namen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.2. Tropischer Regenwald

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]Ganz im Norden Queenslands gibt es Regenwälder, die denen in Südostasien ähneln. Sie bestehen aus einem starken Palmendickicht. Typisch für diesen Wald sind die zahlreichen Epiphyten (Aufsitzer, z.B. Orchideen) und die Misteln.

1.2.3. Immergrüner Regenwald

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Entlang der Ostküste Australiens in Gebieten mit nährstoffreichen Böden und ausreichend Wasser findet man diesen Regenwald. Hauptvorkommen sind Palmen und Farne sowie Eukalyptus. Auch die Konifere ist hier anzutreffen.

1.2.4. Arider Wald

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Hier dominieren hauptsächlich die Acacia-Arten, Mimosen. Auch andere Hartlaubgewächse findet man. Selbst die Misteln sind in diesen trockenen Gebieten noch als Schmarotzer vorhanden. In den ariden Grasländern herrscht das Spinifex-Gras vor, das mit seinen schmalen, harten Blättern einen guten Schutz gegen die stechende Sonne entwickelt hat.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.5. Mangroven

Mangrovenwälder wachsen an den Küsten und sind ständig dem Salzwasser und den wechselnden Gezeiten ausgesetzt. Sie bieten vor allem für viele Vögel einen ausgezeichneten Unterschlupf. Diese Wälder sind optimal an ihre Umgebung angepasst: Durch Salzdrüsen scheiden sie überschüssiges aufgenommenes Salz wieder aus.

1.2.6. Wildblumen

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Allein schon in Westaustralien findet man über 6.500 verschiedene Arten an wilden Blumen. Im Frühjahr entfaltet sich ihre ganze Blütenpracht. Von vielen kleinen, fast unscheinbaren Blüten reicht die Vielfalt bis hin zu außergewöhnlich schönen Orchideen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.7. Neophyten

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Die größte Gefahr für die Flora Australiens bildeten Pflanzen, die bei der Besiedelung von Menschen eingeschleppt wurden. Teils geschah dies absichtlich, indem Nahrungspflanzen und Blumen mitgenommen wurden und deren Samen sich dann verbreiteten, teils geschah es aber auch unabsichtlich durch Verschleppung von Tieren oder an Kleidung und Gepäck. Vor allem letztere haben sich rasant als Unkräuter verbreitet und bedrohen die endemische Flora Australiens massiv. Über 600 Arten sind schon nach Australien gelangt, und man rechnet heute mit einem Zuwachs von ca. 60 Arten pro 10 Jahre. Noch immer stellt die Regierung zahlreiche Programme zur Bekämpfung der Unkräuter auf, die leider noch nicht alle erfolgreich sind.

[...]


[1] Vgl. [BA02], Kapitel 1, 3 und 4

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Details

Titel
Australien - Flora, Fauna und die Nationalparks
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Veranstaltung
Oberseminar Australien
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V113164
ISBN (eBook)
9783640132492
Dateigröße
1805 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Australien, Flora, Fauna, Nationalparks, Oberseminar
Arbeit zitieren
Christiane Menger (Autor), 2003, Australien - Flora, Fauna und die Nationalparks, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113164

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