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Das Medizinische Versorgungszentrum als Nachfolger der Poliklinik – Modell der Zukunft in der integrierten Versorgung?

Titre: Das Medizinische Versorgungszentrum als Nachfolger der Poliklinik – Modell der Zukunft in der integrierten Versorgung?

Dossier / Travail , 2020 , 27 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Susann Lehniger (Auteur)

Santé - Système de santé
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Hausarbeit beleuchtet die Rolle des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im Rahmen der integrierten Versorgung im deutschen Gesundheitssystem und geht der Frage nach, ob das MVZ ein tragfähiges Modell für die Zukunft ist. Da die Idee des MVZ historisch gewachsen ist, soll in einem kurzen Abriss zunächst die Entstehungsgeschichte von der Gründung der ersten Poliklinik bis hin zum heutigen MVZ dargestellt werden. Anschließend wird ein kurzer Überblick über den Entwicklungstrend der MVZ in den vergangenen Jahren gegeben. Nachfolgend werden sowohl wichtige Vorteile des MVZ gegenüber niedergelassenen Einzelpraxen herausgearbeitet, als auch diverse Kritikpunkte, die mit den Rahmenbedingungen und Strukturen der MVZ in Zusammenhang stehen, dargelegt.

Nachdem zunächst alle Versuche, die Idee der Poliklinik in das vereinigte Deutschland hinüber zu retten, auf politischer Ebene bekämpft wurden, hat im Gesundheitswesen inzwischen ein Wandel stattgefunden. Nur 15 Jahre später gab es in ganz Deutschland bereits mehr als 1500 poliklinisch aufgestellte Medizinische Versorgungszentren. Davon waren zu diesem Zeitpunkt drei Viertel in den alten Bundesländern oder im Westen Berlins tätig.
Vor dem Hintergrund steigender Kosten im Gesundheitssystem, zunehmender Spezialisierung in der Medizin und dem demografischen Wandel werden neue Versorgungsmodelle diskutiert, insbesondere im Hinblick auf eine integrierte Versorgung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die historische Entwicklung der Polikliniken

2.1 Die Jahre 1810 bis 1934

2.2 Die Nachkriegszeit

2.3 Die Polikliniken in der DDR

2.4 In den Jahren 1988/1989

2.5 Ein Rettungsanker für die Polikliniken

3 Von der Poliklinik zum Gesundheitszentrum – das Brandenburger Modell

4 Vom Gesundheitszentrum zum Medizinischen Versorgungszentrum

5 Das Medizinische Versorgungszentrum

5.1 Begriffsdefinition

5.2 Entwicklung der MVZ in den Jahren 2009 bis 2018

5.3 Vorteile eines MVZ

5.3.1 Interdisziplinäre Zusammenarbeit

5.3.2 Einsparungen bei den Behandlungskosten

5.3.3 Kostenreduzierung und Entlastung der Ärzte

5.3.4 Stabilität eines MVZ

5.3.5 Bedeutung der MVZ für die gesundheitliche Versorgung in der ländlichen Region

5.4 MVZ in der Kritik

5.4.1 Mangelnde Transparenz von Trägerstrukturen

5.4.2 Marktmacht

5.4.3 Kapitalinteressen in zahnärztlichen MVZ

5.4.4 Private Equity

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) als zentrales Element der integrierten Versorgung im deutschen Gesundheitssystem und analysiert kritisch, ob es sich dabei um ein tragfähiges Zukunftsmodell handelt.

  • Historische Entwicklung von Polikliniken bis zum modernen MVZ
  • Analyse der Vorteile interdisziplinärer Zusammenarbeit in MVZ
  • Bewertung der Rolle von MVZ bei der Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum
  • Kritische Beleuchtung von Trägerstrukturen und Kapitalinteressen
  • Untersuchung von Marktmacht und regulatorischen Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

Die Jahre 1810 bis 1934

Ursprünglich waren Polikliniken kommunale oder private Krankenhäuser mit Spezialisierung auf einige wenige Krankheiten oder auf eine Fachrichtung. Darauf beruhend geht der Wortstamm des Wortes Poliklinik auf griechisch polis (Stadt) und griechisch kline (Bett) zurück. Poliklinik steht also für Städtisches Krankenhaus. Es ist somit aus der Historie heraus falsch, Polikliniken mittels der Ableitung der griechischen Vorsilbe poly als Mehrfachklinik zu übersetzen (vgl. Müller und Köppl 2010).

Einrichtungen mit Spezialisierung auf nur eine Krankheit oder auf eine Fachrichtung gab es bereits im 19. Jahrhundert in Österreich, Deutschland, England und Russland. Die älteste solcher Einrichtungen wurde bereits im Jahre 1733 im sächsischen Halle gegründet. Nach der Gründung der Berliner Universität 1810 wurde Christoph Hufeland erster Dekan der Medizinischen Fakultät und Professor am Lehrstuhl für Spezielle Pathologie und Therapie. Da die Situation der Armen Hufeland zeit seines Lebens am Herzen lag, richtete er 1810 die erste Poliklinik für unbemittelte Kranke in Berlin ein, eine Lehranstalt für den praktischen Unterricht (vgl. Peter Smith 2012). Die Behandlung in solchen Polikliniken war jedoch immer an die Verpflichtung der Patienten gebunden, sich zu medizinischen Demonstrationszwecken für die studentische Ausbildung zu Verfügung zu stellen (vgl. Müller und Köppl 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den historischen Hintergrund der Abwicklung von DDR-Gesundheitseinrichtungen und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Zukunftsfähigkeit des MVZ-Modells.

2 Die historische Entwicklung der Polikliniken: Dieses Kapitel zeichnet den Weg von den ersten Polikliniken des 19. Jahrhunderts über die Zeit der Weimarer Republik und der DDR bis hin zum Einigungsvertrag nach.

3 Von der Poliklinik zum Gesundheitszentrum – das Brandenburger Modell: Das Kapitel erläutert, wie durch die Ausgründung aus kommunalen Haushalten in eine Medizinische Einrichtungs-GmbH die Polikliniken gerettet und zukunftsorientiert stabilisiert wurden.

4 Vom Gesundheitszentrum zum Medizinischen Versorgungszentrum: Hier wird der Prozess beschrieben, wie das poliklinische Prinzip unter neuem Namen in das deutsche Gesundheitssystem integriert wurde.

5 Das Medizinische Versorgungszentrum: Dieser Hauptteil definiert das MVZ, analysiert statistische Entwicklungen, listet Vorteile wie interdisziplinäre Synergien auf und diskutiert kritische Aspekte wie Kapitalinteressen und Marktbeeinflussung.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das MVZ ein unverzichtbarer Bestandteil der integrierten Versorgung ist, der insbesondere im ländlichen Raum zur Sicherung der medizinischen Versorgung beiträgt.

Schlüsselwörter

Medizinisches Versorgungszentrum, MVZ, Poliklinik, Integrierte Versorgung, Gesundheitswesen, Ärztemangel, Ambulante Versorgung, Brandenburgisches Modell, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Kapitalinteressen, Private Equity, Gesundheitsreform, TSVG, Fachärzte, Patientenversorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, die heutige Bedeutung sowie die strukturellen Chancen und Risiken des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) als Versorgungsmodell in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Polikliniken, die Entwicklung zum MVZ, Vorteile für Patienten und Ärzte, die Rolle bei der ländlichen Versorgung sowie kritische Diskussionen über Investorenstrukturen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob das MVZ als historisch gewachsene Form der integrierten Versorgung ein tragfähiges und zukunftsfähiges Modell für das deutsche Gesundheitssystem darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Hausarbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, historische Abrisse und die Auswertung aktueller statistischer Daten zu Gesundheitsausgaben und MVZ-Strukturen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition, der quantitativen Entwicklung zwischen 2009 und 2018, den Vorteilen hinsichtlich Kooperation und Kosten sowie den Kritikpunkten bezüglich Markttransparenz und Private-Equity-Einfluss.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind MVZ, Poliklinik, integrierte Versorgung, Ärztemangel, demografischer Wandel und Investorenbeteiligung.

Was besagt das "Brandenburger Modell" konkret?

Es beschreibt die Überführung von Polikliniken in eine Medizinische Einrichtungs-GmbH, wodurch eine flexible Beschäftigungsmischform entstand, die als Vorbild für das moderne MVZ diente.

Warum steht das MVZ heute in der Kritik?

Kritikpunkte sind insbesondere die mangelnde Transparenz bei komplexen Trägerstrukturen, die Sorge vor monopolartiger Marktmacht und der Einfluss gewinnorientierter Investoren, insbesondere im zahnärztlichen Bereich.

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Résumé des informations

Titre
Das Medizinische Versorgungszentrum als Nachfolger der Poliklinik – Modell der Zukunft in der integrierten Versorgung?
Université
University of Potsdam  (Wirtschafts - und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Cours
MBA-Studium - Integriertes Versorgungsmanagement
Note
1,7
Auteur
Susann Lehniger (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
27
N° de catalogue
V1132218
ISBN (ebook)
9783346500052
ISBN (Livre)
9783346500069
Langue
allemand
mots-clé
Medizinisches Versorgungszentrum Gesundheitszentrum Poliklinik in der DDR
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Susann Lehniger (Auteur), 2020, Das Medizinische Versorgungszentrum als Nachfolger der Poliklinik – Modell der Zukunft in der integrierten Versorgung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132218
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Extrait de  27  pages
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