In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom. Ich beziehe mich dabei auf die Anfänge des Spracherwerbs und wie diese mit Hilfe verschiedener Methoden gefördert werden können.
Zunächst werde ich auf die Ursachen und Formen des Down-Syndroms eingehen. Anschließend werde ich das äußere Erscheinungsbild beschreiben sowie zur kognitiven und motorischen Entwicklung kommen. Sodann werde ich die Sprachentwicklung bei Kindern erläutern und dort auf entsprechende Syndrom bedingte Merkmale in Verbindung mit kognitiven und motorisch bedingten Einschränkungen eingehen. Unter Punkt 6 wird es anschließend um verschiedene Förderungsmöglichkeiten in der Sprachentwicklung gehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Down-Syndrom
2.1 Ursachen
3 Formen des Down-Syndroms
3.1 Freie Trisomie 21
3.2 Translokation-Trisomie 21
3.3 Mosaik-Trisomie 21
4 äußere Erscheinungsbild
4.1 Sinnesbeeinträchtigungen
4.2 kognitive Entwicklung
4.3 motorische Entwicklung
5 Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom
5.1 körperlich und motorisch bedingte Einschränkungen
5.2 Artikulation und Kommunikation
5.3 Aufbau des Wortschatzes und der Grammatik
6 Förderung der Sprachentwicklung
6.1 Unterstützte Kommunikation
6.2 Gebärden-unterstützte Kommunikation nach Etta Wilken
6.3 Frühlesen
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen der Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom und analysiert verschiedene pädagogische sowie therapeutische Fördermethoden, um den Spracherwerb trotz vorhandener kognitiver und körperlicher Barrieren gezielt zu unterstützen.
- Ursachen und medizinische Grundlagen des Down-Syndroms
- Einfluss von körperlichen und kognitiven Einschränkungen auf die Sprachentwicklung
- Methodik der Unterstützten Kommunikation
- Gebärden-unterstützte Kommunikation nach Etta Wilken
- Förderung durch die Methode des Frühlesens
Auszug aus dem Buch
6.2 Gebärden-unterstützte Kommunikation nach Etta Wilken
Die Gebärden-unterstützte Kommunikation ist eine spezielle Form der unterstützen Kommunikation (Wilken 2008, S. 73).
Der umfangsreichste Bereich von Gebärden ist die Gebärdensprache. Dabei handelt es sich um die Sprache, die von Hörgeschädigten und Gehörlosen zur Kommunikation verwendet wird, die je nach Land unterschiedlich ist. Die jeweiligen Gebärdensprachen haben eine eigene Grammatik, die sich oftmals von der der entsprechenden Lautsprache unterscheidet. Wichtige Instrumente der Gebärdensprache sind die Hände, bestimmte Armbewegungen, die Mimik und die Mundbewegung (Wilken 2008, S. 73).
Ein weiterer Bereich ist die lautsprachbegleitende Gebärdensprache, die überwiegend im Unterricht angewendet wird. Sie dient nicht wirklich als Sprache und ist eher ungeeignet als Kommunikationsmittel zwischen Gehörlosen. Hierbei wird die Gebärdensprache und die Lautsprache gleichzeitig angewendet. Voraussetzung dafür ist, dass die Grammatik der der Lautsprache angepasst wird. Das Ziel der lautsprachbegleitenden Gebärden ist es, speziell für hörgeschädigte Kinder die Aussprache visualisieren zu können. Auf diese Weise ist es möglich, die Verständigung zwischen Hörenden und Gehörlosen zu vereinfachen (Wilken 2008, S. 74).
Gebärden-unterstützte Kommunikation wird von der Gebärdensprache und lautsprachbegleitenden Gebärden deutlich unterschieden. Die Bezeichnung Gebärden-unterstützte Kommunikation dient einerseits dazu, diese von anderen Gebärdensystemen abzugrenzen und andererseits als Beschreibung der Methodik des Systems. Sie wird oft bei hörenden Kindern eingesetzt, die noch nicht sprechen können. Die Gebärden werden dabei sprachbegleitend eingesetzt, um damit den Spracherwerb zu unterstützen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl durch Praxiserfahrungen und gibt einen Überblick über den Aufbau sowie die angestrebten Lernziele der Arbeit.
2 Das Down-Syndrom: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung der Erstbeschreibung des Syndroms durch John Langdon Down und thematisiert die Entwicklung der Begrifflichkeiten.
2.1 Ursachen: Es wird die genetische Grundlage, insbesondere die Trisomie 21, sowie der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zu Entstehungsfaktoren und statistischen Wahrscheinlichkeiten dargelegt.
3 Formen des Down-Syndroms: Die Differenzierung zwischen den drei Hauptformen der genetischen Ausprägung bildet den inhaltlichen Schwerpunkt.
3.1 Freie Trisomie 21: Beschreibung der häufigsten genetischen Variante, die durch eine fehlerhafte Meiose bedingt ist.
3.2 Translokation-Trisomie 21: Erläuterung der seltenen Form, bei der das zusätzliche Chromosom 21 an ein anderes Chromosom angelagert ist.
3.3 Mosaik-Trisomie 21: Beschreibung der seltensten Form, bei der in einem Organismus Zellen mit unterschiedlichem Chromosomensatz koexistieren.
4 äußere Erscheinungsbild: Zusammenfassung der typischen physischen Merkmale, die bei Kindern mit Down-Syndrom auftreten können.
4.1 Sinnesbeeinträchtigungen: Untersuchung der Häufigkeit von Hör- und Sehbeeinträchtigungen, die als Komorbiditäten auftreten.
4.2 kognitive Entwicklung: Darstellung der verzögerten kognitiven Entwicklung und der Besonderheiten beim Erwerb neuer Fähigkeiten.
4.3 motorische Entwicklung: Erläuterung des Einflusses von Hypotonie und Gelenkflexibilität auf die Grob- und Feinmotorik.
5 Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom: Analyse der grundlegenden Herausforderungen beim Spracherwerb in diesem speziellen Kontext.
5.1 körperlich und motorisch bedingte Einschränkungen: Betrachtung der anatomischen Gegebenheiten von Mund, Zunge und Gaumen, die die Lautbildung erschweren.
5.2 Artikulation und Kommunikation: Diskussion von sprachlichen Phänomenen wie Poltern und Stottern sowie den Auswirkungen von Stimmstörungen.
5.3 Aufbau des Wortschatzes und der Grammatik: Untersuchung der spezifischen Lernschwierigkeiten bei unterschiedlichen Wortarten und grammatikalischen Strukturen.
6 Förderung der Sprachentwicklung: Vorstellung pädagogischer Ansätze, um Kinder bei der Überwindung sprachlicher Barrieren zu unterstützen.
6.1 Unterstützte Kommunikation: Einführung in das breite Feld therapeutischer Unterstützungsformen bei Defiziten in der Lautsprache.
6.2 Gebärden-unterstützte Kommunikation nach Etta Wilken: Detaillierte Darstellung des Systems zur Förderung des Spracherwerbs bei jungen, noch nicht sprechenden Kindern.
6.3 Frühlesen: Analyse der Methode, durch visuelle Reize des Lesens die auditive Sprachverarbeitung zu unterstützen.
7 Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse über die Notwendigkeit frühzeitiger und entwicklungsangepasster Kommunikationsförderung.
Schlüsselwörter
Down-Syndrom, Trisomie 21, Sprachentwicklung, Sprachförderung, Unterstützte Kommunikation, Gebärdensprache, Frühlesen, Lautspracherwerb, Kognitive Entwicklung, Motorik, Artikulation, Inklusion, Pädagogik, Etta Wilken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den spezifischen Hindernissen, denen Kinder mit Down-Syndrom beim Erwerb der Lautsprache begegnen, und stellt Wege vor, wie diese durch gezielte Förderung überwunden werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten gehören die genetischen und physischen Voraussetzungen des Down-Syndroms, die Analyse kognitiver und motorischer Entwicklungsprozesse sowie praxisorientierte Methoden zur Sprachunterstützung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, Fördermethoden aufzuzeigen, die dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder entsprechen und ihre Kommunikationsfähigkeit im Alltag nachhaltig verbessern.
Welche wissenschaftlichen Ansätze oder Methoden finden Anwendung?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur, insbesondere der Ansätze von Etta Wilken, um die Wirksamkeit der Unterstützten Kommunikation und des Frühlesens zu belegen.
Welche Aspekte stehen im Mittelpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert detailliert die körperlichen Einschränkungen der Artikulationsorgane sowie die kognitiven Voraussetzungen, die einen konventionellen Spracherwerb beeinflussen, und verknüpft diese mit spezifischen Interventionsmöglichkeiten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Kernbegriffe sind Down-Syndrom, Sprachentwicklung, Unterstützte Kommunikation, Gebärden und Frühlesen.
Warum spielt die kinästhetische Wahrnehmung eine so große Rolle beim Spracherwerb dieser Kinder?
Da das Nachahmen von Lauten maßgeblich vom Erfühlen der Zungen- und Mundbewegungen abhängt, führen Defizite in der kinästhetischen Wahrnehmung zu erheblichen Schwierigkeiten beim Lautieren.
Welchen Vorteil bietet das Frühlesen im Vergleich zum auditiven Lernen?
Das Frühlesen visualisiert Wörter und umgeht so die Einschränkungen des auditiven Kurzzeitgedächtnisses, das bei Kindern mit Down-Syndrom oft eine Barriere beim Verinnerlichen gesprochener Sprache darstellt.
Warum wird die Gebärden-unterstützte Kommunikation bereits ab dem 12. Lebensmonat empfohlen?
Durch den frühen Einsatz können Kinder bereits vor der vollständigen lautsprachlichen Entwicklung erste Kommunikationserfolge erzielen, was den Spracherwerb grundlegend fördert und Frustrationen vermeidet.
Gilt das Down-Syndrom als Ursache für eine vollständige Sprachunfähigkeit?
Nein, die Arbeit zeigt, dass Kinder mit Down-Syndrom sehr wohl kommunizieren können. Die Herausforderungen liegen primär in der Geschwindigkeit des Spracherwerbs und der Notwendigkeit alternativer, visueller Hilfsmittel.
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- Anonym (Author), 2019, Trisomie 21. Wie können Kinder mit Down-Syndrom in ihrer Sprachentwicklung gefördert werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132388