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Das Lexikon des Aberglaubens

Aufklärung oder Esoterik?

Title: Das Lexikon des Aberglaubens

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Rebecca Mack (Author)

Book Science
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Enzyklopädien und Lexika stehen im Allgemeinen seit jeher für Aufklärung und Wissenserlangung. Die ersten Universallexika entstanden kurz vor der französischen Revolution im Zeitalter der Aufklärung. Diese Werke ermöglichten nun endlich auch dem Bürgertum Einsichten in Wissensgebiete zu erlangen, die bis dato nur dem Adel und dem Klerus vorbehalten waren. Zwar war es die Kirche, die eine allgemeine Schulbildung forderte und ermöglichte, doch beließ sie die Mehrzahl der Menschen, also das einfache Volk, bestehend aus den niederen Ständen, in einem Zustand beschränkten Wissens, um sich ihre Macht weiterhin zu sichern. Obwohl der Aberglaube von den kirchlichen Institutionen verboten war, schürten weiterhin katholische und protestantische Prediger bei dem einfachen Volk und den Bauern den Glauben an Hexerei, Schadenszauber und schwarze Magie. Mit der Aufklärung musste neben der Aristokratie auch die Kirche einen Grossteil ihrer Macht einbüssen und auch dem Aberglauben setzte sich die Aufklärung mit der starken Entwicklung der Naturwissenschaften und Philosophie entgegen. Trotzdem ist der Aberglaube über die Jahrhunderte immer noch allgegenwärtig geblieben. Gibt man den Begriff „Aberglaube“ bei der Internetsuchmaschine Google ein, so erhält man nach nur 0,17 Sekunden 1.020 000 Treffer. Aberglaube beschäftigt die Menschen auch noch im 21. Jahrhundert so sehr, dass in den letzten 20 Jahren immerhin sechs oder sieben Lexika zum Thema Aberglaube, oder über den Aberglauben veröffentlicht wurden. Neben dem „Lexikon des Aberglaubens“ von Helmut Hiller, erschienen 1992 das „Lexikon des Aberglaubens“ von Christian Wehr, 1993 das „Lexikon des Aberglaubens“ von Erich Roman Buchhammer, 1998 „Das neue Lexikon des Aberglaubens“ von Walter Gerlach und das „Kleine Lexikon des Aberglaubens“ von Ditte und Giovanni Bandini, 1999 „Das kleine Lexikon des Aberglaubens“ von Heide Marie Karin Geiss, sowie 2001 auch „ Das kleine Lexikon des Aberglaubens“ von C. Griephan.
Warum in unserer modernen und „aufgeklärten“ Zeit ein Lexikon des Aberglaubens verfasst und veröffentlicht wird, und ob es sich hier um wissenschaftliche Aufklärung oder esotrische „Fachliteratur“ handelt, soll hier anhand des Beispiels des „Lexikon(s) des Aberglaubens“ von Helmut Hiller näher beleuchtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff „Aberglaube“ in den wichtigsten deutschen Lexika und Enzyklopädien

3. Gründe für die Herausgabe der Lexika des Aberglaubens

4. Genauere Untersuchung und Rezension des „Lexikon des Aberglaubens“ von Helmut Hiller

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob moderne Lexika zum Thema Aberglaube als wissenschaftliche Aufklärung oder als esoterische Fachliteratur einzuordnen sind, wobei das Werk von Helmut Hiller als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Etymologische und begriffliche Herleitung des Aberglaubens in historischen Enzyklopädien
  • Motive und Zielsetzungen für die Veröffentlichung von Aberglauben-Lexika
  • Kritische Analyse des „Lexikon des Aberglaubens“ von Helmut Hiller hinsichtlich Struktur und Inhalt
  • Untersuchung der Ambivalenz zwischen religiösem Glauben und abergläubischen Praktiken
  • Einordnung der gesellschaftlichen Relevanz von Aberglauben-Forschung

Auszug aus dem Buch

4. Genauere Untersuchung und Rezension des „Lexikon des Aberglaubens“ von Helmut Hiller

Das „Lexikon des Aberglaubens“ von Helmut Hiller ist erstmals 1986 bei der Süddeutscher Verlag GmbH , München erschienen, die vorliegende gebundene Ausgabe 1993 als Sonderausgabe für den Gondrom Verlag GmbH, Bindlach. Da das Buch nicht mehr verlegt, wird, ist es zu unterschiedlichen Preisen – von €1.45 bei amazon.de, bis €11 bei buchfreund.de – bei verschiedenen Händlern und Antiquariaten angeboten. Der Hintergrund des Hardcover ist schwarz und verläuft nach unten hin in ein dunkles Grau. Der Name des Autors steht oben mittig in weiß, der Titel in orange, auf drei Zeilen groß darunter. Im unteren Drittel der Vorderseite befindet sich ein ringförmiges Motiv, welches die Symbole der Tierkreiszeichen zeigt. Die Symbole sind in grün, der Hintergrund des Rings in rosa gehalten. Die obere Hälfte der Rückseite des Einbands zeigt einen, in orange gehaltenen kurzen Informationstext zum Werk.

Auf den 319 Seiten des „Lexikon des Aberglaubens“ finden sich ein Vorwort (S.6-8), alphabetisch geordnete Stichwörter mit zugehörigen Artikeln oder kurzen Erklärungen (S.9-269), ein Nachwort, aufgegliedert von I. bis V. (S.270-315) und ein Literaturverzeichnis (S.316-319). Das Lexikon enthält keine Illustrationen.

Das erste Stichwort zum Aberglauben lautet „Abendrot“ (S.9), welches mit der knappen Erklärung, als Vorbote schönes Wetters zu gelten, kommentiert wird. Es folgen konventionelle Stichworte wie „Alraunen“, „Freimaurer“, „Freitag“, „Hexen“, „Horoskop“, „Komet“, „Orakel“, „Verdammt“, „Vampire“, „Wahrsagen“ etc., aber auch Stichwörter aus dem Alltäglichen, wie „Vögel“, „Gemse“, „Gesäß“, „Schule“, „Sellerie“, etc. Bei vielen Artikeln verweist der Autor auf andere Stichwörter, bzw. gibt mehrere Querverweise innerhalb des Lexikons. Die Artikel sind teils im Konjunktiv, teils in der ersten Vergangenheit, also im Präteritum, bzw. Imperfekt verfasst, wahrscheinlich um die Distanz, bzw. neutrale Position des Autors zu den Inhalten der Artikel zu betonen. Das Lexikon endet mit dem Stichwort „Zwölfnächte“ auf Seite 269.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Rolle von Lexika als Instrumente der Aufklärung und stellt die Frage, warum in der Moderne weiterhin Aberglauben-Lexika publiziert werden.

2. Der Begriff „Aberglaube“ in den wichtigsten deutschen Lexika und Enzyklopädien: Dieses Kapitel analysiert die etymologische Entwicklung und Definition des Aberglaubensbegriffs in Standardwerken wie dem Grimmschen Wörterbuch, Zedlers Universal-Lexicon und weiteren historischen Enzyklopädien.

3. Gründe für die Herausgabe der Lexika des Aberglaubens: Hier werden die Motive der Herausgeber beleuchtet, die durch Kompilation von zerstreutem Wissen versuchen, Ursprung und Sinn abergläubischer Überlieferungen zu deuten.

4. Genauere Untersuchung und Rezension des „Lexikon des Aberglaubens“ von Helmut Hiller: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte bibliographische und inhaltliche Rezension des untersuchten Lexikons, inklusive einer kritischen Sichtung exemplarischer Stichworte.

5. Fazit: Das Fazit bewertet das Werk von Helmut Hiller als unterhaltsame Sammlung, bemängelt jedoch die wissenschaftliche Stringenz im Aufbau und im Umgang mit den Definitionen.

Schlüsselwörter

Aberglaube, Lexikon, Enzyklopädie, Aufklärung, Volksglaube, Helmut Hiller, Esoterik, Volkskunde, Kulturgeschichte, Tradition, Magie, Wissensvermittlung, Glaubensansätze, historische Quellen, Rationalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Relevanz und den Charakter von Lexika des Aberglaubens in einer aufgeklärten Gesellschaft, wobei insbesondere hinterfragt wird, ob diese Werke wissenschaftliche Ansprüche erfüllen oder eher esoterische Züge tragen.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Aberglaube durch die Jahrhunderte, die historischen Motive für das Zusammenstellen solcher Lexika sowie die kritische Rezension konkreter Publikationen, insbesondere Hillers Werk.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu erörtern, ob die moderne Publikation von Aberglauben-Lexika zur wissenschaftlichen Aufklärung beiträgt oder lediglich eine unkritische Sammlung magischer Begriffe darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und vergleichende Rezension, indem sie Vorworte und Definitionen aus historischen Enzyklopädien sowie dem spezifischen „Lexikon des Aberglaubens“ von Hiller analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Begriffsdefinitionen in historischen Werken, die Analyse der Herausgeber-Intentionen und eine detaillierte inhaltliche Rezension von Helmut Hillers Lexikon.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Aberglaube, Aufklärung, Enzyklopädie, Volksglaube und Kulturgeschichte einordnen.

Wie bewertet die Autorin Hillers Lexikon?

Die Autorin bewertet Hillers Lexikon als inhaltlich interessant, kritisiert jedoch die unübersichtliche Struktur und den Mangel an wissenschaftlicher Tiefe in der Definition des Begriffs Aberglaube.

Welche Rolle spielt die Abgrenzung zum Volksglauben?

Die Arbeit stellt heraus, dass die Unterscheidung zwischen Aberglauben und Volksglauben oft subjektiv ist und in den untersuchten Lexika häufig als Abgrenzung zur offiziellen kirchlichen Lehre oder aus wissenschaftlichen Definitionsversuchen heraus diskutiert wird.

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Details

Title
Das Lexikon des Aberglaubens
Subtitle
Aufklärung oder Esoterik?
College
LMU Munich  (Germanistik)
Course
Die Geschichte der Enzyklopädie
Grade
1,3
Author
Rebecca Mack (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V113268
ISBN (eBook)
9783640137701
ISBN (Book)
9783640137770
Language
German
Tags
Lexikon Aberglaubens Geschichte Enzyklopädie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Mack (Author), 2008, Das Lexikon des Aberglaubens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113268
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