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Begleitung eines Jugendtanzprojektes

Ist das Angebot eines Projektes wie „unzensiert“ eine Möglichkeit für Jugendliche sich zu artikulieren?

Title: Begleitung eines Jugendtanzprojektes

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Frank Challier (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Jugend ist eine Lebensphase zwischen Kindheit und frühen Erwachsenenalter. In
dieser Phase reifen die Persönlichkeit und die Herausbildung des Ichs. Jugendliche sind verschiedenen Einflüssen in dieser Lebensphase unterworfen. Verschieden auch deswegen, weil sie sich auf unterschiedlichen Ebenen oder in verschiedenen Welten bewegen. Diese Lebenswelten sind die Familie, das Erziehungs- und Bildungssystem und das sozio-kulturelle Umfeld. In dieser Phase kommt es im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung auch zu Abgrenzungen zu herkömmlichen Strukturen und Ausdrucksformen in den Lebenswelten. Werte oder Lebensformen, aber auch Sprache und Auftreten, können zu denen der vorherigen Generation differieren. Hier kann es zu Verständigungsproblemen kommen. Sprachlosigkeit zwischen den Generationen oder auch eine einseitige Gehörlosigkeit. Der Dialog ist gestört.
Das Jugendtanzprojekt „unzensiert“ der Stadt Kempten hat sich zum Ziel gesetzt Jugendlichen eine Stimme zu geben, d.h. den Dialog zwischen den Personen der Lebenswelten Jugendlicher zu fördern.
Hier soll nun begleitend beobachtet werden, ob Jugendliche ein solches Angebot zur Dialogförderung annehmen. Nutzen Jugendliche speziell das Angebot von „unzensiert“, dass explizit die Kulturform Hip-Hop präferiert, um sich zu artikulieren?
Meine vorab formulierte Hypothese lautet diesbezüglich, dass Jugendliche die Ausdrucksformen des Hip-Hop sowohl für die Kommunikation untereinander als auch
als Präsentation von Positionen in ihren Lebenswelten nutzen. Deshalb dienen sie
dem Dialog der Jugendlichen mit den Eltern, der Schule, der Politik und der Wirtschaft.
Ziel der Arbeit ist es, vergleichend darzulegen, wie sich die Vorstellungen der Initiatoren des Projektes anhand von ausgesuchten Kategorien von den Vorstellungen der Jugendlichen unterscheiden oder inwieweit sie übereinstimmen.
Allerdings ist dies nicht der eigentliche Auftrag zur Erstellung dieser Arbeit. Im Rahmen des BA-Studiengangs Bildungswissenschaft der FernUniversität Hagen
werden im Modul 2A Grundlagen der empirischen Sozialforschung gelegt. Die Studenten sollen anhand eines selbst gewählten Forschungsprojektes Theorie und Methoden erproben. Ziel ist neben der Er- und Bearbeitung einer Forschungsfrage die Reflexion über Methoden und Vorgehensweise innerhalb des Forschungsprojekts.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Voraussetzungen

2.1 Lebenswelten Jugendlicher

2.1.1 Lebenswelt Familie

2.1.2 Lebenswelt Schule und Berufsbildung

2.1.3 Lebenswelt Freundschaften und Freizeit

2.2 Hip-Hop

2.3 Unzensiert

3. Wissenschaftstheoretische Grundüberlegung

4. Durchführung

5. Auswertung

5.1 Kommunikation

5.2 Projekt

5.3 Lebenswelten

6. Fazit und Ausblick

6.1 Fazit 1 (in Bezug auf die Forschungsfrage)

6.2 Fazit 2 (in Bezug auf den Forschungsprozess)

6.3 Fazit 3 (persönlich) und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Jugendtanzprojekt „unzensiert“ in Kempten, um zu eruieren, ob solche Angebote Jugendlichen als Plattform zur Artikulation und Dialogförderung innerhalb ihrer Lebenswelten dienen. Im Fokus steht dabei die Analyse der Kommunikation und die Rolle des Hip-Hop als Ausdrucksmittel.

  • Lebenswelten Jugendlicher (Familie, Schule, Freizeit)
  • Die Rolle der Hip-Hop-Kultur als Kommunikations- und Ausdrucksmedium
  • Qualitative Analyse eines Jugendprojekts anhand narrativer Interviews
  • Reflexion über Methoden der empirischen Sozialforschung

Auszug aus dem Buch

2.2 Hip-Hop

Einer dieser entstandenen eigenen kulturellen und sozialen Welt ist die Hip-Hop Szene. Hip-Hop entstand sowohl in den Ghettos der Schwarzen der westlichen Welt (USA und Frankreich) als auch in den Townships Südafrikas. Es handelte sich in der Anfangszeit um eine Subkultur benachteiligter Bevölkerungsgruppen, die sich dann aber weltweit verbreitete, und zu einer Schichten übergreifenden Jugendkultur entwickelte. „Hip-Hop ist ein komplexes Phänomen. Als Kommunikations- und Zeichensystem ist Hip-Hop nicht nur ein Musikstil, sondern eine Überlebensstrategie, die an den Schnittstellen postmoderner Selbstdefinition und kollektiver Identitäskonstruktion ansetzt. Hip-Hop ist die Plattform einer Streitkultur, die eine ständig sich wandelnde Konfrontation individueller wie kollektiver, lokaler und globaler Eigenheiten inszeniert. Hip-Hop handelt Differenzen aus und bezieht Stellung. [...] Seine Strategien der Selbst- und Weltkonstruktion dringen in die kulturellen Kodierungen ein und brechen ihre Zeichen auf, so dass die Grenzen zwischen Individuum und Kollektiv, zwischen globalen Gesellschaften und Kulturen durchlässig werden. Dabei entstehen neue Zeichen und entsprechend ausgerichtete neue ökonomische Märkte. Hip-Hop ist dynamisch, wirkt auf die Wahrnehmung ein und auf die Gestaltung gesellschaftlicher Wirklichkeiten.“ (Kimminich 2007)

Die Hip-Hop Kultur, die von Kritikern als gewaltverherrlichend und sexistisch klassifiziert wird, besteht aus 4 Elementen, MCing (RAP), DJing, Writing (Graffiti) und B-Boying (Breakdance). Den musikalischen Part des Hip-Hop decken die MCs und die Djs ab. Am Beginn der Bewegung bestand die Aufgabe der Master of Ceremony(MC) darin, das Publikum zum „tanzen“ zu animieren und damit als Unterstützer des DJs zu fungieren, der für die Musik sorgte. Aus den früheren Aufforderungen der MCs wurden immer mehr Sprechgesänge die sich auch auf Probleme der Lebenswelt bezogen, in der sie lebten. Der DJ trat in den Hintergrund und unterstützt heute den MC mit kurzen Einwürfen, Betonungen und musikalischen Unterstützungen des Textes (scratchen). Das Writing ist aus unseren Städten nicht mehr wegzudenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Jugendalter als Phase der Ich-Bildung und führt in das Jugendtanzprojekt „unzensiert“ ein, mit dem Ziel, den Dialog zwischen Jugendlichen und Erwachsenen zu fördern.

2. Voraussetzungen: Dieses Kapitel erläutert die Lebenswelten Jugendlicher (Familie, Schule, Freizeit), die Grundlagen der Hip-Hop-Kultur und die Konzeption des Projekts „unzensiert“.

3. Wissenschaftstheoretische Grundüberlegung: Der Autor begründet die Wahl des symbolischen Interaktionismus als wissenschaftstheoretische Basis und grenzt die qualitative von der quantitativen Forschung ab.

4. Durchführung: Die Durchführung beschreibt den Prozess der Datenerhebung durch narrative Interviews und die methodischen Herausforderungen, die zu einem Richtungswechsel in der Analyse führten.

5. Auswertung: In der Auswertung werden die Interviewergebnisse anhand der Kategorien Kommunikation, Projekt und Lebenswelten analysiert und in Beziehung zur Forschungsfrage gesetzt.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, reflektiert den Forschungsprozess kritisch und gibt einen persönlichen Ausblick auf das Potenzial des Projekts und das eigene Interesse an der Sozialforschung.

Schlüsselwörter

Jugendforschung, unzensiert, Hip-Hop, Lebenswelten, Kommunikation, qualitative Sozialforschung, narrative Interviews, Partizipation, Jugendkultur, Identitätsbildung, empirische Forschung, Dialogförderung, Sozialisation, Artikulation, Kempten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Jugendtanzprojekt „unzensiert“ in Kempten und fragt, inwiefern ein solches Projekt Jugendlichen Möglichkeiten bietet, ihre Lebenswelten zu artikulieren und den Dialog mit Erwachsenen zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Lebenswelten Jugendlicher, die Bedeutung der Hip-Hop-Kultur als Ausdrucksform sowie die Kommunikation zwischen verschiedenen Generationen im Kontext eines Bildungsprojekts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob und wie Jugendliche das Angebot nutzen, um sich durch die Kulturform Hip-Hop gegenüber ihrem Umfeld – wie Eltern, Schule und Gesellschaft – zu artikulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Sozialforschung, die auf der Methode narrativer Interviews basiert, welche anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zu den Lebenswelten und der Hip-Hop-Kultur, die methodische Durchführung der Datenerhebung sowie die detaillierte Auswertung der gewonnenen Informationen in den Kategorien Kommunikation, Projekt und Lebenswelten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jugendforschung, Hip-Hop, Kommunikation, qualitative Sozialforschung und Identitätsbildung charakterisieren.

Warum war ein Wechsel von einem rein narrativen Interview zum episodischen Interview notwendig?

Aufgrund der mangelnden Erfahrung der Interviewführenden sowie individueller Faktoren der Befragten konnte das angestrebte rein narrative Format nicht durchgehalten werden, weshalb sich die Gespräche zu einem alltagsähnlicheren Austausch entwickelten.

Welche Bedeutung kommt dem Aspekt der Authentizität bei den Jugendlichen zu?

Authentizität ist für Jugendliche essenziell; sie fordern Respekt und Höflichkeit ein und reagieren sensibel auf Respektlosigkeit, weshalb eine offene und ernsthafte Kommunikation die Voraussetzung für erfolgreiche Teilhabe am Projekt ist.

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Details

Title
Begleitung eines Jugendtanzprojektes
Subtitle
Ist das Angebot eines Projektes wie „unzensiert“ eine Möglichkeit für Jugendliche sich zu artikulieren?
College
University of Hagen
Grade
2,0
Author
Frank Challier (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V113272
ISBN (eBook)
9783640137732
ISBN (Book)
9783640137800
Language
German
Tags
Begleitung Jugendtanzprojektes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Challier (Author), 2007, Begleitung eines Jugendtanzprojektes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113272
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