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Wie es zur Zusammenarbeit von Marx und Engels kam

Titel: Wie es zur Zusammenarbeit von Marx und Engels kam

Studienarbeit , 2021 , 16 Seiten

Autor:in: Magister artium Heinz Ahlreip (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
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Diese Studie weist nach, dass sich der junge Marx und der junge Engels unabhängig voneinander fast identische weltanschauliche Grundmuster erarbeitet hatten, die bei einem persönlichen Zusammentreffen in Paris im August 1844 ausreichend waren, um eine ertragreiche Zusammenarbeit aufzunehmen. Da ihre Unterredung ohne Zeugen verlief, sind wir darauf angewiesen, Kernaussagen ihrer Frühwerke in Relation zu setzen, wobei in philosophischer Hinsicht die kritische Auseinandersetzung mit Hegels Religions- und Rechtsphilosophie und mit den Verstrickungen der Linkshegelianer, insbesondere Feuerbachs, in dieser unbestritten den Schwerpunkt bildeten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Franzosen wiesen den Weg: 1789, 1848, (auch 1871)

2. Frankreich galt als klassisches Land demokratischer Revolutionen, Deutschland als klassisches Land volksfeindlicher Restaurationen

3. Die traditionelle Philosophie, die Hegel zur Totalität entfaltet hatte, lässt ihr Leben in der Journalistik ausklingen

4. Diesen Gedanken hätte Marx auch in den Thesen über Feuerbach unterbringen können

5. Die idealistischen Phantastereien Hegels

6. Die Kritik von Marx

7. Gegen Ende seiner Kritik stellt Marx die die Linkshegelianer bewegende Schlüsselfrage

8. Diese Auflösung der Gesellschaft als ein besonderer Stand ist das Proletariat

9. Marx trennte sich endgültig von den Jung- bzw. Linkshegelianern

10. Sie übersetzten französische sozialistische Wendungen in verdorbenes Hegeldeutsch

11. So basiert denn heute auch die MLPD nicht auf der Linie Marx-Engels-Lenin-Stalin, sondern auf der Linie Weber-Mao-Dickhut-Engel

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen und philosophischen Voraussetzungen, die zur schöpferischen Zusammenarbeit zwischen Karl Marx und Friedrich Engels führten, und analysiert deren Entwicklung aus dem Umfeld des Hegelianismus und der Kritik an Feuerbach.

  • Die philosophische Auseinandersetzung mit G.W.F. Hegel und den Linkshegelianern.
  • Die theoretische Überwindung des Idealismus durch Marx und Engels.
  • Die Rolle des Proletariats als revolutionäre Klasse im Gegensatz zur bürgerlichen Gesellschaft.
  • Der Einfluss der industriellen Revolution und der sozialen Verhältnisse in England.
  • Die Entstehung des Marxismus als wissenschaftliche Weltanschauung durch die Einheit von Theorie und Praxis.

Auszug aus dem Buch

Die idealistischen Phantastereien Hegels

Hegels Denken ist ambivalent. Wie es sich für einen aufgeklärten Bürger gehört, setzt er die Philosophie wertmäßig vor die Religion, zugleich verabsolutiert er seine idealistische Philosophie zum Abschluss der ganzen Denk- und Weltgeschichte. In ihrer Frontstellung gegen Adel und Klerus war die bürgerliche Ideologie genuin philosophisch ausgerichtet. Die Zertrümmerung des Feudalismus geschah im Namen einer philosophischen Vernunft. Das System Hegels sicherte den damaligen gesellschaftlichen Status quo. Seine ihn bisher vorantreibende innerlich unruhige Dialektik war nun eine stagnierende. Wer über die bürgerliche Gesellschaft hinauswollte, musste zunächst das Hegelsche System umstürzen.

Die Linkshegelianer unternahmen mehrere Versuche, es waren Intellektuelle, denen es bei dem damaligen Entwicklungsstand der Klassenausbildungen im Agrarland Deutschland nicht möglich war, die entscheidende gesellschaftliche Kraft herauszufinden, die in der Lage war, die bürgerliche Gesellschaft zu einer obsoleten zu degradieren. Erst Feuerbach und Moses Hess gelingen wichtige Durchbrüche: Ersterer widerlegt durch Rückgriff auf den französischen Materialismus des 18. Jahrhunderts, insbesondere auf Helvétius 5., die idealistischen Phantastereien Hegels, der in Feuerbachs Augen immer ein Theologe geblieben war, er verwandelt alle bisherige Theologie in Anthropologie und beendet die Kritik der Religion als eine für Deutschland wissenschaftlich erledigte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Franzosen wiesen den Weg: 1789, 1848, (auch 1871): Dieses Kapitel beleuchtet die historische Vorbildfunktion der französischen Revolutionen für die deutsche Entwicklung.

2. Frankreich galt als klassisches Land demokratischer Revolutionen, Deutschland als klassisches Land volksfeindlicher Restaurationen: Es wird die politische Diskrepanz zwischen dem revolutionären Frankreich und dem restaurativen Deutschland im Vormärz thematisiert.

3. Die traditionelle Philosophie, die Hegel zur Totalität entfaltet hatte, lässt ihr Leben in der Journalistik ausklingen: Die Popularisierung der Philosophie durch die Pressearbeit von Marx im Vormärz wird hier analysiert.

4. Diesen Gedanken hätte Marx auch in den Thesen über Feuerbach unterbringen können: Die wissenschaftliche Untermauerung der Aufhebung der Philosophie wird im Kontext der Thesen über Feuerbach diskutiert.

5. Die idealistischen Phantastereien Hegels: Hier findet eine kritische Untersuchung des Hegelsche Systems und der Versuche seiner Überwindung durch Zeitgenossen statt.

6. Die Kritik von Marx: Fokus auf Marx' Analyse, dass der Staat aus den materiellen Lebensverhältnissen begriffen werden muss.

7. Gegen Ende seiner Kritik stellt Marx die die Linkshegelianer bewegende Schlüsselfrage: Es wird die Suche nach der positiven Möglichkeit der Emanzipation innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft erörtert.

8. Diese Auflösung der Gesellschaft als ein besonderer Stand ist das Proletariat: Definition des Proletariats als die Kraft, die die bürgerliche Gesellschaft transformiert.

9. Marx trennte sich endgültig von den Jung- bzw. Linkshegelianern: Darstellung der Abgrenzung gegenüber jenen, die Widersprüche nur philosophisch statt praktisch lösen wollten.

10. Sie übersetzten französische sozialistische Wendungen in verdorbenes Hegeldeutsch: Kritik an den sogenannten wahren Sozialisten und deren theoretischem Vorgehen.

11. So basiert denn heute auch die MLPD nicht auf der Linie Marx-Engels-Lenin-Stalin, sondern auf der Linie Weber-Mao-Dickhut-Engel: Eine abschließende kritische Auseinandersetzung mit der heutigen Rezeption der Marx-Engels-Lehre.

Schlüsselwörter

Marx, Engels, Hegel, Linkshegelianer, Proletariat, Dialektik, Materialismus, Vormärz, Revolution, bürgerliche Gesellschaft, Klassenkampf, Entfremdung, Aufhebung, Atheismus, Politische Ökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen und praktischen Voraussetzungen, unter denen Marx und Engels den Idealismus Hegels überwanden und zu ihrer revolutionären Weltanschauung gelangten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Philosophiegeschichte des 19. Jahrhunderts, die Rolle der revolutionären Klasse im Kapitalismus und die Entwicklung der marxistischen Theorie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den historischen Prozess der Zusammenarbeit von Marx und Engels nachzuzeichnen, insbesondere wie sie sich aus dem Umfeld des Linkshegelianismus lösten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-materialistische Methode, um die philosophischen Umbrüche im Kontext der sozioökonomischen Realitäten des 19. Jahrhunderts zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der kritischen Auseinandersetzung mit Hegel, der Bedeutung Feuerbachs, der Entdeckung des Proletariats als treibende Kraft und der persönlichen sowie inhaltlichen Konvergenz zwischen Marx und Engels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Dialektik, Klassenkampf, Proletariat, Überwindung des Idealismus und Materialismus beschreiben den Kern der Untersuchung.

Welche Bedeutung hatte das persönliche Treffen zwischen Marx und Engels 1844?

Es markiert den Beginn einer lebenslangen, schöpferischen Zusammenarbeit und einer Übereinstimmung, die das Fundament für ihre gemeinsame revolutionäre Theorie legte.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Feuerbach?

Feuerbach wird als wichtiger Durchbruch anerkannt, da er die Theologie in Anthropologie verwandelte, jedoch gleichzeitig dafür kritisiert, dass er das Politische vernachlässigte.

Was versteht der Autor unter der "Aufhebung der Philosophie"?

Es ist der Prozess, in dem die Philosophie nicht mehr nur abstrakte Spekulation bleibt, sondern in der praktischen revolutionären Tätigkeit des Proletariats verwirklicht wird.

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Details

Titel
Wie es zur Zusammenarbeit von Marx und Engels kam
Autor
Magister artium Heinz Ahlreip (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1132846
ISBN (eBook)
9783346505224
ISBN (Buch)
9783346505231
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zusammenarbeit marx engels
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister artium Heinz Ahlreip (Autor:in), 2021, Wie es zur Zusammenarbeit von Marx und Engels kam, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132846
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