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Alleinstehende Seniorinnen in der Coronakrise. Möglichkeiten und Grenzen des Psychodramas

Title: Alleinstehende Seniorinnen in der Coronakrise. Möglichkeiten und Grenzen des Psychodramas

Term Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sabrina Kohl (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Ein Rückhalt anderer Menschen fehlt in ohnehin beängstigenden Zeiten, in denen die Berichterstattung seit rund einem Jahr besonders die älteren Menschen als vulnerable Gruppe und potentielle Todesopfer des Corona-Virus herausstellt. Alleinstehende Senior:innen sind daher psychisch besonders belastet. Eine Möglichkeit, ihre Widerstandskraft in dieser Zeit zu stärken, ihnen ein Gruppengefühl zurückzugeben und Ängste zu mindern, könnte das Psychodrama bieten. Aufgrund der Beschränkungen kann dieses aber in der Zeit der Pandemie nicht live stattfinden, sondern muss andere Wege finden. Ob ein Weg die Umsetzung im digitalen Raum sein kann, wird diese Arbeit untersuchen.

Dabei beschränkt sich das Psychodrama hier auf Gruppensettings für alleinstehende Seniorinnen. Im zweiten Kapitel wird zunächst die für Seniorinnen veränderte Situation und deren aktuelle Bedürfnisse umrissen und die Zielgruppe der Maßnahmen auf die besonders betroffenen Frauen der Altersgruppe ab 60 Jahren festgelegt. Im Anschluss wird das Psychodrama im Allgemeinen und anschließend im Besonderen zu Corona-Zeiten erklärt. Es werden Möglichkeiten gefunden, psychodramatische Methoden in den digitalen Raum zu übertragen. Zuletzt wird sich zeigen, ob diese Übertragung praktikabel und für die Zielgruppe passend ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alleinstehende Seniorinnen in der Coronakrise

2.1 Veränderungen durch die Pandemie-Situation

2.2 Was alleinstehende Seniorinnen brauchen

3. Psychodrama

3.1 Die Kernelemente des Psychodramas

3.2 Wie lässt sich das Psychodrama online durchführen?

3.3 Ist das Psychodrama im digitalen Raum praktikabel?

4. Fazit und Zukunftsaussichten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychischen Belastungen von alleinstehenden Seniorinnen während der COVID-19-Pandemie und prüft, inwieweit das Psychodrama als therapeutisches Verfahren in den digitalen Raum übertragen werden kann, um Isolation zu mindern und Ressourcen zu stärken.

  • Psychische Auswirkungen der Pandemie auf alleinstehende Seniorinnen
  • Grundlagen und Wirkmechanismen des Psychodramas
  • Herausforderungen der digitalen Psychodrama-Umsetzung
  • Einsatzmöglichkeiten von Monodrama und Tischbühnen online
  • Bedeutung der sozialen Teilhabe und Gruppenbindung in der Krise

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Kernelemente des Psychodramas

Stadler und Kern definieren das Psychodrama folgendermaßen: „Das Verfahren Psychodrama in all seinen Anwendungsfeldern ist die handelnde oder szenische Darstellung des inneren Erlebens einer oder mehrerer Personen sowie deren äußerer Situationen.“ (Stadler & Kern, 2010, S. 13).

Diese Definition beinhaltet, dass im Psychodrama grundsätzlich nicht nur gesprochen, sondern wesentlich auch gehandelt wird. Zudem werden nicht nur Situationen aus dem äußeren Leben der Protagonistinnen szenisch aufbereitet, sondern auch das subjektive Erleben. Beides kann auf der Psychodrama-Bühne gleichermaßen verändert werden (Stadler & Kern, 2010, S. 14). Meist wird unter dem Begriff Psychodrama das Psychodrama selbst, sowie Soziometrie und Gruppenpsychotherapie, bzw. das Rollenspiel zusammengefasst (Stadler & Kern, 2010, S. 15). Elementar ist in Morenos Auffassung des Psychodramas die kreative Energie, die jedem Menschen innewohnt und ihn aus der Krise zu führen vermag (Stadler & Kern, 2010, S. 18). Diese kreative Kraft ist im Rollenspiel als Stegreifspiel zu nutzen, um innerhalb der vorgegebenen Rollen Dinge zu spielen, die man im echten Leben nie tun würde, sodass die vorgegebenen Rollen eine Veränderung erfahren können (Stadler & Kern, 2010, S. 19f.). Dies birgt ein doppeltes Potential: zum einen kann eine Person eine Situation erneut und gemeinsam mit anderen Darstellerinnen erleben und dadurch Distanz gewinnen, zum anderen sind der Fantasie keine Grenzen geboten, um auf der Bühne die gefühlte Wirklichkeit zu verändern und ggf. Ideen für die Umsetzung in der äußeren Wirklichkeit zu bekommen (Stadler & Kern, 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die pandemiebedingte soziale Isolationsproblematik älterer, alleinlebender Menschen ein und stellt das Psychodrama als potenzielles Interventionsinstrument vor.

2. Alleinstehende Seniorinnen in der Coronakrise: Dieses Kapitel analysiert die spezifische psychische Gefährdungslage alleinlebender Frauen über 60 Jahre und definiert deren psychosoziale Bedürfnisse während des Lockdowns.

3. Psychodrama: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Verfahrens erläutert, die digitale Anwendbarkeit in der Krise diskutiert und die methodische Praktikabilität reflektiert.

4. Fazit und Zukunftsaussichten: Abschließend wird resümiert, dass Online-Psychodrama als wertvolle Stütze zur Stärkung der Selbstwirksamkeit dienen kann, jedoch den persönlichen Real-Kontakt nicht vollumfänglich ersetzt.

Schlüsselwörter

Psychodrama, Coronakrise, Seniorinnen, Soziale Isolation, Psychische Gesundheit, Depression, Rollenspiel, Digitale Beratung, Gruppensetting, Selbstwirksamkeit, Pandemie, Online-Therapie, Soziometrie, Lebensqualität, Einsamkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der psychischen Belastung von alleinstehenden Seniorinnen während der COVID-19-Pandemie und untersucht, inwiefern psychodramatische Methoden online praktiziert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die gesundheitlichen Folgen von Einsamkeit und Isolation bei älteren Frauen, die Wirkweise des Psychodramas und dessen Transfer in den virtuellen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch psychodramatische Methoden im digitalen Setting die Selbstwirksamkeit und das Gefühl der sozialen Zugehörigkeit bei alleinlebenden Seniorinnen gestärkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Hausarbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse bestehender Studien zu psychodramatischen Verfahren und den Auswirkungen der Pandemie basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bedarfsanalyse der Zielgruppe, die theoretische Herleitung des Psychodramas und die konkrete Ausarbeitung von Methoden wie dem Monodrama oder dem Einsatz von Tischbühnen unter digitalen Bedingungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Psychodrama, Coronakrise, soziale Isolation, Einsamkeit bei Seniorinnen und digitale Gruppenarbeit definieren.

Warum ist das Psychodrama besonders für alleinstehende Seniorinnen relevant?

Da das Psychodrama auf Rollenspielen und interaktiven Gruppenprozessen basiert, bietet es eine wirksame Methode, um Isolation entgegenzuwirken und das Gefühl des „Verbunden-Seins“ in einer Phase physischer Distanz zu fördern.

Inwiefern kann eine Tischbühne online umgesetzt werden?

Die Tischbühne kann virtuell durch die Verwendung persönlicher Gegenstände oder Pflanzen realisiert werden, die als Symbole für den inneren Zustand oder den Lebensverlauf dienen und im Videochat angeleitet werden können.

Welche Rolle spielt die Technik für das Online-Psychodrama?

Die Technik ist ein kritischer Faktor, da eine stabile Breitbandverbindung Voraussetzung für Videokonferenzen ist und die Teilnehmerinnen zudem über digitale Grundkenntnisse verfügen müssen, um den Prozess nicht zu stören.

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Details

Title
Alleinstehende Seniorinnen in der Coronakrise. Möglichkeiten und Grenzen des Psychodramas
College
Fresenius University of Applied Sciences Idstein
Grade
1,7
Author
Sabrina Kohl (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1132867
ISBN (eBook)
9783346503886
ISBN (Book)
9783346503893
Language
German
Tags
Psychodrama Pandemie Corona online digital Senioren Moreno
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Kohl (Author), 2021, Alleinstehende Seniorinnen in der Coronakrise. Möglichkeiten und Grenzen des Psychodramas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132867
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