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Indische Einflüsse als Exotismen in der Musik der Beatles. Vorkommen und Ausmaß

Titel: Indische Einflüsse als Exotismen in der Musik der Beatles. Vorkommen und Ausmaß

Hausarbeit , 2017 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Leon Raschen (Autor:in)

Musik - Musik der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll am Beispiel der Beatles untersucht werden, inwiefern und in welchem Ausmaße die Band indische Elemente in ihrer Musik nutzt und zudem, wie die Menschen der Band, aber auch die gesamte europäische Bevölkerung im Einfluss der 1960er Jahre als eine Zeit der Extreme, der Freiheit und des Experimentierens stand.

Mehrere Fragen stellen sich in dieser Arbeit und sollen beantwortet werden: Was ist überhaupt ein Exotismus und wie lässt sich „Fremdes“ überhaupt verorten? Warum scheint Indien ein Land der Stereotypen zu sein? Welche Elemente schafften die transkulturelle Reise von Indien in den Westen und welche Mittel werden im Allgemeinen genutzt, um Musik „nicht-westlich“ klingen zu lassen?

Musik ist eines der vielseitigsten, abwechslungsreichsten und in sich unterschiedlichsten Dinge, die die Menschheit je hervorgebracht hat. Jeder Mensch hört in seinem Leben unweigerlich irgendwo Musik, viele tun dies zudem regelmäßig und können von ihnen präferierte Musik aus der massiven Vielfalt und dem übergroßen Angebot gezielt auswählen. Früher oder später werden dem aufmerksamen Hörer allerdings dabei Dinge auffallen, die ihm so nicht bekannt sind – ob es sich dabei um einen neuen Soundeffekt oder bisher unbekannte harmonische Wendungen handelt, ist nicht wichtig.

Der Hörer wird mit etwas „Fremden“, Andersartigem und Exotischem (?) konfrontiert – beispielsweise mit nichtwestlicher Musik, die aber in einem westlichen Popsong genutzt wird. Der in diesem Kontext genutzte Begriff des Exotismus ist keine neue Erscheinung des 20. Jahrhunderts, sondern existiert schon wesentlich länger und ist ein zentraler Punkt dieser Arbeit.

Besonders in den letzten Jahrzehnten kommt es durch Globalisierung unweigerlich zu Vermischungen unterschiedlicher Musiken. Ein herausstechendes Ereignis ist vor allem der immer wieder auftretende Trend der Nutzung indischer Elemente. Häufige Assoziationen im Kontext Indien sind u.a. Bollywood, die Sitar, Hippies aber auch das Land als „land of dreams, a magical and mysterious place, colorful and exotic beyond hallucination, where drugs were inexpensive and plentiful and holy men and gurus sat under peepul trees.“ Warum diese Konotierungen überhaupt existieren, soll in dieser Arbeit untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Exotismen – Ein Definitionsversuch

3. Die 1960er Jahre und der Orientalismus

4. Westliche Popmusik im Einfluss der indischen Musik

4.1 Die Beatles – Eine Band der Superlative

4.2 Die Popularisierung des Orients durch die Beatles

5. Die Alben und Songs mit indischen Einflüssen

5.1 Rubber Soul

5.1.1 Norwegian Wood

5.2 Revolver

5.2.1 Tomorrow never Knows

5.2.2 Love You to

5.3 Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band

5.3.1 Within you Without you

5.4 Weitere Songs mit indischen Einflüssen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die transkulturelle Begegnung zwischen westlicher Popmusik und indischen Elementen in den 1960er Jahren, wobei der Fokus insbesondere auf dem Einfluss der Beatles liegt. Es wird analysiert, wie indische musikalische Strukturen, Instrumente und Philosophien in westliche Kompositionen integriert wurden, welche Rolle Exotismen dabei spielten und inwieweit diese Entwicklung den damaligen Zeitgeist sowie die musikalische Identität der Band prägte.

  • Definition und historische Entwicklung des Begriffs Exotismus
  • Die Bedeutung der 1960er Jahre für den Orientalismus
  • Methoden der Integration indischer Elemente in die Beatles-Alben
  • Vergleich unterschiedlicher kompositorischer Ansätze von George Harrison und John Lennon
  • Die Rolle von Gegenkulturen und außermusikalischen Faktoren bei der Popularisierung indischer Musik

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Popularisierung des Orients durch die Beatles

In der Zeit zwischen 1964 und 1967 begannen die Beatles mit Einflüssen indischer Kultur (und den damit in den 1960er Jahren noch einhergehenden teils unrealistischen Konnotationen) in ihrer Musik zu experimentieren. Ziel war es dabei, die eigene Musik mit indischen Instrumenten, Texten, Kompositionstechniken und den Vorstellungen eines psychedelischen Indiens zu verbinden, um „psychedelic rock as a western adaptation of the Eastern musical style“ zu kreieren. Obwohl die Beatles nicht die ersten waren, die in diese Richtung gingen, schoben sie durch den bereits erwähnten enormen Einfluss den Mainstream in eine völlig neue Richtung, beeinflussten viele andere Künstler und vor allem den damaligen „Zeitgeist.“

Die größte Rolle der Popularisierung des Orients spielte dabei George Harrison. Schon immer fasziniert von hindustanischen Riten, kaufte er sich bereits 1965 eine Sitar und lernte das Instrument zuerst autodidaktisch, später bei Ravi Shankar. Shankar gilt als einer der einflussreichsten Sitarvirtuosen und als einer der wenigen, die sich mit rein indischer Musik auch im Westen etablieren konnten. Während der angeführten „Sitar Explosion“ dominierte er den Markt so sehr, dass sich, gegen seinen Willen, seine Musik im Westen zum Inbegriff und Repräsentanten der gesamten indischen Musik entwickelte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themenkomplexes um Exotismen in der Musik und die Forschungsfrage zur Integration indischer Elemente im Schaffen der Beatles.

2. Exotismen – Ein Definitionsversuch: Herleitung des Begriffs Exotismus und Erläuterung, wie fremdländische Elemente historisch in die europäische Musik aufgenommen wurden.

3. Die 1960er Jahre und der Orientalismus: Analyse des Einflusses der Gegenkultur und des sich wandelnden orientalistischen Weltbildes während der 1960er Jahre.

4. Westliche Popmusik im Einfluss der indischen Musik: Beleuchtung der musikalischen Eigenheiten indischer Musik im Vergleich zur westlichen Popmusik sowie die Rolle der Beatles als Pioniere dieses Trends.

5. Die Alben und Songs mit indischen Einflüssen: Detaillierte Fallstudien zu ausgewählten Beatles-Alben und Songs, die den Prozess der musikalischen Integration und Experimentierfreude verdeutlichen.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der transkulturellen Einflüsse auf die Musik der Beatles und deren Bedeutung im Kontext der Entwicklung von Weltmusik.

Schlüsselwörter

Beatles, Exotismus, Orientalismus, Indische Musik, Sitar, George Harrison, John Lennon, Transkulturalität, Psychedelic Rock, Gegenkultur, Raga, Weltmusik, Popkultur, Experimentelle Musik, Fusion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen westlicher Popmusik und traditioneller indischer Musik in den 1960er Jahren, unter besonderer Berücksichtigung der Beatles als treibende Kraft dieser Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Begriff des Exotismus, die Bedeutung des Orientalismus für die europäische Wahrnehmung, die transkulturelle Musikrezeption sowie die konkrete musikalische und philosophische Auseinandersetzung der Beatles mit Indien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie und in welchem Maße indische Elemente in die westliche Popmusik integriert wurden und ob dies als bewusste transkulturelle künstlerische Entscheidung oder als eher oberflächlicher Exotismus zu bewerten ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium musiktheoretischer Konzepte sowie der diskursiven Analyse musikalischer Werke und historischer Kontexte der 1960er Jahre.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse spezifischer Songs der Beatles (z.B. Norwegian Wood, Tomorrow never Knows, Within you Without you) und dem Einfluss von Akteuren wie George Harrison und Ravi Shankar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Beatles, Exotismus, Orientalismus, Sitar, Transkulturalität, Raga und Psychedelic Rock.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von George Harrison von dem von John Lennon bei der Nutzung indischer Elemente?

Während George Harrison indische Musikformen teils authentisch als Ganzes integrieren wollte, nutzte John Lennon indische Klänge eher als atmosphärisches Ergänzungselement innerhalb seiner experimentellen Studioproduktionen.

Warum wird im Fazit argumentiert, dass der Begriff „Exotismus“ nur bedingt auf die späteren Werke der Beatles anwendbar ist?

Die Arbeit argumentiert, dass die Integration indischer Elemente in späteren Stücken wie „Within you Without you“ über eine einfache exotische Dekoration hinausging und den Charakter einer tiefgreifenden, wenn auch westlich beeinflussten, Imitation annahm.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Indische Einflüsse als Exotismen in der Musik der Beatles. Vorkommen und Ausmaß
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Musik)
Veranstaltung
Exotismen in populärer Musik - künstlerische und kommerzielle Strategien
Note
1,7
Autor
Leon Raschen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V1133150
ISBN (eBook)
9783346502414
ISBN (Buch)
9783346502421
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exotismen Beatles Musik Sitar Indien indische Einflüsse Orientalismus 1960er Jahre westliche Musik indische Musik Rubber Soul Revolver Within you without you
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leon Raschen (Autor:in), 2017, Indische Einflüsse als Exotismen in der Musik der Beatles. Vorkommen und Ausmaß, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133150
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Leseprobe aus  21  Seiten
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