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Wie vermeidet man die soziale Ausgrenzung von Schülern in heterogenen Klassen?

Title: Wie vermeidet man die soziale Ausgrenzung von Schülern in heterogenen Klassen?

Seminar Paper , 2007 , 12 Pages , Grade: 1

Autor:in: Nadine Richters (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen des Proseminars und auf Grund meiner Erfahrungen während der Hospitation habe ich mich dazu entschlossen, mich näher mit der Heterogenität in den Schulklassen, den damit verbundenen Schwierigkeiten und den Vermeidungsstrategien gegen den sozialen Ausschluss bestimmter Kinder zu beschäftigen und werde mein Augenmerk dabei besonders auf die „integrative Regelklasse“ lenken. Hierfür werde ich zunächst die Heterogenität näher definieren und danach ihre aktuelle Bedeutungsbrisanz näher beschreiben. Danach werde ich Präventivmaßnahmen gegen den sozialen Ausschluss bestimmter Kinder vorstellen und erörtern. Außerdem werde ich darauf eingehen, wie wichtig das soziale Lernen innerhalb der Schulklasse ist und werde die daraus abgeleiteten Erkenntnisse später in Beziehung zu meinen Beobachtungen und Schlüssen während und nach der Hospitation in der „Grundschule Lange Striepen“ setzen. Zu guter letzt werde ich ein Fazit ziehen, inwieweit sich die Bedingungen in den Schulen und das Lehrerverhalten ändern müssen, um auf die Heterogenität in den Schulklassen angemessen einzugehen. Die Heterogenität innerhalb der pädagogischen Institutionen hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Der Begriff der Heterogenität beschreibt die Verschiedenheit der Schüler mit Hinblick auf verschiedene Merkmale, die als lernrelevant eingeschätzt werden. Dazu gehören primär die unterschiedlichen Formen der Begabungen und der z.T. migrationbedingte soziokulturelle Unterschied zwischen den Kindern, die unterschiedlichen Sozialisationsformen, die zum Einen mit der sozialen Schicht und zum anderen mit einem differierenden kulturellen Hintergrund zusammenhängen. Außerdem spielen in die Heterogenität auch psychisch-mentale und physische Unzulänglichkeiten hinein.

Die immer stärker zunehmende Heterogenität in der Gesellschaft verlangt insbesondere von der Grundschule andere Rahmenbedingungen und von den Lehrern eine andere pädagogische Handlungskompetenz als früher. In diesem Zusammenhang ist es von Nöten, dass man Grundschulklassen eingerichtet hat, in denen die Schüler nicht bereits in den ersten Schuljahren nach Begabung, Behinderung und diversen anderen Faktoren ausgesondert werden. Dazu gehört zum einen die Integrationsklasse, die es in Hamburg seit 1982 gibt, und zum anderen die integrative Regelklasse, die in sozialen Brennpunkten entstanden ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heterogenität – Definition und aktuelle Bedeutungsbrisanz

3. Die Sozialisation im Elternhaus und in der Schule

4. Präventivmaßnahmen

4.1. Zieldifferentes Lernen

4.2 Berichtzeugnis oder Noten?

4.3 Soziales Lernen

4.3.1 Sozialisation und damit verbundene Probleme

4.3.2 Sozialformen: Gruppenarbeiten

4.3.3 Gemeinsame Regeln

4.3.4 Gemeinsame Rituale: Morgenkreis

5. Meine Eindrücke bzgl. der zwei Hospitationen in der GS Lange Striepen

5.1 Beobachtung

5.2 Befragung der Schüler und meine daraus gewonnenen Erkenntnisse

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Strategien und Methoden zu untersuchen, mit denen in heterogenen Grundschulklassen soziale Ausgrenzung vermieden und ein integratives sowie motivierendes Lernklima geschaffen werden kann.

  • Herausforderungen und Definition von Heterogenität im schulischen Kontext
  • Präventive Maßnahmen wie zieldifferentes Lernen und alternative Leistungsbewertungen
  • Bedeutung des sozialen Lernens und der Sozialkompetenzförderung
  • Reflexion eigener Hospitationserfahrungen an einer Grundschule

Auszug aus dem Buch

4.3 Soziales Lernen

Mit Hinblick auf die Friedensstiftung in der Welt und die beruflichen Perspektiven spielen die Sozialkompetenzen heute eine gewichtige Rolle und sollten bereits in der Grundschule erworben werden. Dazu gehören u.a. Integrations- und Sozialisationsfähigkeit sowie Teamfähigkeit. Außerdem soll erreicht werden, dass man auch in sehr heterogenen Klassengemeinschaften einen sozialen Zusammenhalt schaffen kann. Die Schule kann sich heute nicht darauf beschränken, Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln. d.h. dass die Schule sich auch darum bemühen sollte, sodass sich die emotionale und soziale Intelligenz des einzelnen Schülers herausbildet; denn der Unterricht an sich ist primär ein sozialer Prozess.

Hierbei ist natürlich wichtig, dass der Lehrer als Vorbild fungiert, indem man das Beobachtungslernen als Erziehungsmittel anwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt ihr Interesse an der integrativen Regelklasse dar und skizziert ihr Vorhaben, Heterogenität zu definieren sowie Präventivmaßnahmen gegen sozialen Ausschluss zu untersuchen.

2. Heterogenität – Definition und aktuelle Bedeutungsbrisanz: Es wird die zunehmende Heterogenität durch Begabung, soziokulturelle Hintergründe und physische Faktoren thematisiert, die neue pädagogische Anforderungen an die Grundschule stellt.

3. Die Sozialisation im Elternhaus und in der Schule: Dieses Kapitel erörtert die wachsende Bedeutung der Schule für die primäre Sozialisation und die Gefahr, dass Kinder aufgrund mangelnden Sozialverhaltens oder schlechter Leistungen ausgeschlossen werden.

4. Präventivmaßnahmen: Hier werden konkrete Strategien wie zieldifferentes Lernen, Berichtszeugnisse und das soziale Lernen als notwendige Ansätze zur Vermeidung von Ausgrenzung vorgestellt.

4.1. Zieldifferentes Lernen: Der Fokus liegt auf der individuellen Förderung durch angepasste Lernziele, um Über- oder Unterforderung sowie Konkurrenzdruck zu vermeiden.

4.2 Berichtzeugnis oder Noten?: Es wird argumentiert, dass Berichtszeugnisse in heterogenen Klassen konstruktiver sind als Ziffernnoten, da sie individuelle Stärken und Schwächen besser abbilden.

4.3 Soziales Lernen: Dieses Kapitel unterstreicht die Notwendigkeit, Sozialkompetenzen und emotionale Intelligenz als essenziellen Teil des Unterrichts zu fördern.

4.3.1 Sozialisation und damit verbundene Probleme: Es wird auf veränderte Familienstrukturen eingegangen, die die Schule in die Pflicht nehmen, Tugenden und soziales Miteinander gezielt zu vermitteln.

4.3.2 Sozialformen: Gruppenarbeiten: Die Autorin betont den Wert von Gruppenarbeiten für die Ausbildung sozialer Kompetenzen, sofern die Lehrkraft die Integration aller Schüler sicherstellt.

4.3.3 Gemeinsame Regeln: Die Aufstellung gemeinsamer Verhaltensregeln wird als wichtiges Instrument für das Verständnis von gesellschaftlichem "Richtig" und "Falsch" beschrieben.

4.3.4 Gemeinsame Rituale: Morgenkreis: Der Morgenkreis wird als Mittel zur Stärkung der Klassengemeinschaft und zur Identitätsbildung durch den Austausch über den Alltag hervorgehoben.

5. Meine Eindrücke bzgl. der zwei Hospitationen in der GS Lange Striepen: Die Autorin dokumentiert ihre Beobachtungen während einer Projektwoche und analysiert das Sozialverhalten innerhalb einer Theatergruppe.

5.1 Beobachtung: Hier werden das Engagement und die Störungen während der Theaterproben reflektiert und in den Kontext der Heterogenität gesetzt.

5.2 Befragung der Schüler und meine daraus gewonnenen Erkenntnisse: Die Ergebnisse der Schülerinterviews verdeutlichen, dass das Klassenklima maßgeblich von einer offenen Kommunikation abhängt.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer, dass Präventivmaßnahmen entscheidend sind, um in heterogenen Klassen soziale Erfolge zu erzielen und einer gesellschaftlichen Aussonderung entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Grundschule, Soziales Lernen, Präventivmaßnahmen, Integration, zieldifferentes Lernen, Klassengemeinschaft, Sozialkompetenz, Inklusion, Leistungsbewertung, Schulklima, Unterrichtsmethoden, Persönlichkeitsentwicklung, Ausgrenzung, Pädagogische Handlungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in heterogenen Grundschulklassen soziale Ausgrenzung vermieden werden kann und welche pädagogischen Strategien dazu beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören Heterogenität im Schulalltag, die Förderung sozialer Kompetenzen, zieldifferente Unterrichtsmethoden und die Bedeutung von Ritualen für das Klassenklima.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Präventivmaßnahmen ein Umfeld schaffen können, in dem sich alle Kinder trotz unterschiedlicher Voraussetzungen respektiert und zugehörig fühlen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin kombiniert theoretische Grundlagen zum Thema Heterogenität und Sozialisation mit eigenen Beobachtungen und Schülerbefragungen während einer Hospitation in einer Grundschul-Projektwoche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Überlegungen zu Präventivmaßnahmen (wie zieldifferentes Lernen, Gruppenarbeit, Morgenkreis) und die anschließende praktische Anwendung bzw. Reflexion in einer spezifischen Grundschulklasse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Heterogenität, Soziales Lernen, Integration, zieldifferentes Lernen und Klassengemeinschaft.

Warum hält die Autorin ziffernbasierte Noten für problematisch in heterogenen Klassen?

Sie argumentiert, dass Noten lediglich eine Hierarchie schaffen und zu Konkurrenzdenken sowie Demotivation führen, anstatt individuelle Lernfortschritte und Stärken transparent zu machen.

Welche Rolle spielt der Morgenkreis in der beschriebenen Praxis?

Der Morgenkreis fungiert als wichtiges Ritual, um den Kindern ein Gefühl von Bedeutsamkeit zu vermitteln und durch das Erzählen aus dem Alltag das gegenseitige Verständnis und den Zusammenhalt zu fördern.

Welche Erkenntnisse lieferte die Hospitation in der Grundschule Lange Striepen?

Die Beobachtungen zeigten, dass auch in heterogenen Gruppen fruchtbare Projekte (hier: ein Theaterstück) möglich sind, sofern die Lehrkraft aktiv auf die Bedürfnisse der Schüler eingeht und ein positives Sozialgefüge stützt.

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Details

Title
Wie vermeidet man die soziale Ausgrenzung von Schülern in heterogenen Klassen?
College
University of Hamburg  (Erziehungswissenschaften)
Course
Proseminar: Einführung in Aufgaben und Arbeitsweisen der Vor- und Grundschule am Beispiel: Heterogene Lerngruppen
Grade
1
Author
Nadine Richters (Author)
Publication Year
2007
Pages
12
Catalog Number
V113322
ISBN (eBook)
9783640140022
ISBN (Book)
9783640140152
Language
German
Tags
Ausgrenzung Schülern Klassen Proseminar Einführung Aufgaben Arbeitsweisen Vor- Grundschule Beispiel Heterogene Lerngruppen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Richters (Author), 2007, Wie vermeidet man die soziale Ausgrenzung von Schülern in heterogenen Klassen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113322
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