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Der Postfeminismus in ausgewählten Ausprägungen am Beispiel der Serie "Sex and the City"

Title: Der Postfeminismus in ausgewählten Ausprägungen am Beispiel der Serie "Sex and the City"

Term Paper , 2020 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Luisa Kügler (Author)

Communications - Movies and Television
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Postfeminismus in unserer Gesellschaft und die Auswirkungen am Medien-Beispiel der Serie "Sex and the City". Diese Arbeit sollte gelesen werden, da sie einen punktuellen Einblick in die Frauen/Genderwelt in den letzten zwanzig Jahren bietet. Eingegrenzt wird die Betrachtung auf die erste bis zur vierten Staffel. Des Weiteren sollte vorab geklärt werden, was Postfeminismus bedeutet und welchen Stellenwert er in dieser Arbeit einnimmt. „Post-“ steht für „nach“, weil er nach dem Feminismus entstand beziehungsweise sich als eine Aktualisierung dessen versteht.

Feminismus bedeutet laut Duden die „Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z.B. der traditionellen Rollenverteilung [zwischen Mann und Frau]) und der patriarchalischen Kultur anstrebt“. Der „Postfeminismus ist kein Begriff, der sich im Singular darstellen lässt, darin ist sich die Forschung einig“, da sie in Verbindung mit anderen Bewegungen steht und aus ihnen entstanden ist. Postfeminismus selbst ist nur ein Oberbegriff für alle Ausprägungen und Bewegungen, die sich nach und aus dem Feminismus entwickelt haben. Ansätze, die in der Arbeit zu finden sind, beziehen sich zum einen auf den queeren Feminismus. Dieser wird im ersten Teil der Arbeit in Bezug auf Transgender und Homosexualität in Verbindung mit der Serie von Bedeutung. Zum anderen wird der diskurstheoretischen Feminismus genutzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Koalitionspolitik zwischen Frauenbewegungen

2.1 Transgender und Homosexualität in der Serie

2.1.1 Miranda ist lesbisch

2.1.2 Samantha und die Transsexualität

2.2 Charlotte und Genderrollen

3. Machtverschiebungen in der Serie

3.1 Miranda und der Choleriker

3.2 Samantha und ihr Ex-Freund

4. Weiblichkeit, Erfolg und Abhängigkeit in der Serie

4.1 Carrie und der Äußere Einfluss

4.2 Schein der freien Entscheidung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der ersten vier Staffeln der Serie „Sex and the City“, inwieweit diese als postfeministisch ausgerichtet betrachtet werden kann, wobei die Schwerpunkte auf der Darstellung von Geschlechteridentitäten, Machtstrukturen und beruflichem Erfolg liegen.

  • Postfeministische Theorie und deren Anwendung auf fiktionale Medienformate
  • Darstellung von Homosexualität und Transgender-Identitäten in der Serie
  • Analyse von Machtdynamiken und Machtmissbrauch in zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Verbindung zwischen Weiblichkeit, beruflichem Erfolg und äußerem Druck

Auszug aus dem Buch

3.1 Miranda und der Choleriker

Miranda ist eine der vier Protagonistinnen. Sie ist Single und lebt mit ihrer Katze in einer großen Wohnung in New York City. Leisten kann sie sich das, weil sie Anwältin in einer Kanzlei ist. Aufgrund eines beruflichen Rechtsstreits vor Gericht lernt sie in Staffel 2 Folge 14 Kevin kennen. Wie Carrie in einem Voice Over ankündigt war Kevin schon immer ein Profil-Choleriker. In einer Szene kommen beide aus einem Kino und laufen die Straße entlang. Miranda spricht mit Kevin über den Film, dieser jedoch scheint unzufrieden und regt sich über die Kinobesucher, das schlechte Popcorn und den Film auf. Sie möchte sich nicht weiter streiten und versucht ein Taxi heranzuwinken. Kevin lacht sie aus und sagt wie dämlich es ist, an dieser Straße ein Taxi rufen zu wollen. Sie müsse es auf der anderen Straße rufen. Auf der Straßenseite von Miranda erscheint kein Taxi, anders bei Kevin. Er lacht selbstgefällig und schreit sie kurz danach an, weil Miranda nur verdutzt dasteht. Als sie ins Taxi einsteigt gibt Kevin ihr nachträglich einen Klaps auf den Hintern. Miranda ist empört und ist sichtlich unzufrieden mit Kevins Verhalten. An diesem Beispiel kann bereits gezeigt werden, dass die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern verschoben wurde. Kevin erkennt in dieser Situation, dass er die Macht hat. Er hat die Macht, weil er für sich erkennt einen besseren Ort für das Taxirufen zu kennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Postfeminismus als Aktualisierung des Feminismus und steckt den analytischen Rahmen der Arbeit auf die ersten vier Staffeln von „Sex and the City“ ab.

2. Koalitionspolitik zwischen Frauenbewegungen: Dieses Kapitel beleuchtet, wie die Serie Transgender-Themen und Homosexualität in den Kontext der postfeministischen Toleranz einbettet und wie Charlotte mit traditionellen Genderrollen konfrontiert wird.

3. Machtverschiebungen in der Serie: Hier wird anhand der Beispiele Miranda und Samantha analysiert, wie männliche Macht und Machtmissbrauch die Kommunikation und Beziehungen zwischen den Geschlechtern in der Serie prägen.

4. Weiblichkeit, Erfolg und Abhängigkeit in der Serie: Dieser Teil untersucht den Zusammenhang zwischen beruflichem Erfolg der Protagonistinnen, dem gesellschaftlichen äußeren Druck zur Selbstoptimierung und der paradoxen Abhängigkeit von Männern.

5. Fazit: Das Fazit kommt zu dem Ergebnis, dass die Serie zwar Ansätze für postfeministische Diskurse bietet, jedoch keine eindeutige postfeministische Ausrichtung bestätigt werden kann.

Schlüsselwörter

Postfeminismus, Sex and the City, Geschlechtsidentität, Genderrollen, Machtverschiebung, Machtmissbrauch, Weiblichkeit, beruflicher Erfolg, Feminismus, Transsexualität, Homosexualität, gesellschaftlicher Druck, Selbstbestimmung, Netzfeminismus, Intersektionalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und wie die Serie „Sex and the City“ in den ersten vier Staffeln als postfeministisch charakterisiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Darstellung von Transgender und Homosexualität, Machtdynamiken in Beziehungen sowie die Verknüpfung von weiblichem Erfolg mit äußeren Erwartungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die Serie ein postfeministisches Bild vermittelt oder ob traditionelle Machtstrukturen und Geschlechterrollen weiterhin dominieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin geht induktiv vor und analysiert spezifische Szenen aus der Serie im Kontext postfeministischer Theorien, unter anderem unter Einbezug von Judith Butler.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Koalitionspolitik zwischen Bewegungen, Machtverschiebungen durch männliches Verhalten sowie das Spannungsfeld zwischen Erfolg und Abhängigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Postfeminismus, Genderrollen, Machtmissbrauch, berufliche Unabhängigkeit und die Identitätskonstruktion in der Serie.

Wie bewertet die Arbeit das Verhalten von Kevin gegenüber Miranda?

Die Arbeit identifiziert das Verhalten von Kevin als klassischen Machtmissbrauch, bei dem er durch sein Mehrwissen und beleidigendes Auftreten versucht, Miranda physisch und psychisch zu dominieren.

Warum wird die Szene mit dem Pupskissen von Carrie und Mr. Big angeführt?

Diese Szene dient als Beispiel für den äußeren Druck, dem sich Frauen unterwerfen, um gesellschaftliche Erwartungen und Ideale – wie immer perfekt zu sein – zu erfüllen.

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Details

Title
Der Postfeminismus in ausgewählten Ausprägungen am Beispiel der Serie "Sex and the City"
College
University of Hagen  (Institut für Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft)
Course
Modul L 2 – Kultur, Literatur und Medien
Grade
2,3
Author
Luisa Kügler (Author)
Publication Year
2020
Pages
20
Catalog Number
V1133265
ISBN (eBook)
9783346502704
ISBN (Book)
9783346502711
Language
German
Tags
Feminismus Sex and the City Postfeminismus Gendern Frauenbewegungen Machtverschiebung Kulturwissenschaften Weiblichkeit Gleichberechtigung Sexismus Serie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisa Kügler (Author), 2020, Der Postfeminismus in ausgewählten Ausprägungen am Beispiel der Serie "Sex and the City", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133265
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