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Das Namensrecht in der Rechtsvergleichung und im Internationalen Privatrecht

Eine Gegenüberstellung des deutschen und brasilianischen Rechts

Título: Das Namensrecht in der Rechtsvergleichung und im Internationalen Privatrecht

Tesis de Maestría , 2008 , 58 Páginas , Calificación: Magna cum laude

Autor:in: Viviane Rocha Mathias (Autor)

Derecho - Otros sistemas jurídicos, derecho comparado
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Der Name ist ein sprachliches Mittel der Kennzeichnung von natürlichen
und juristischen Personen, um sie im allgemeinen Verkehr und im Rechtsverkehr
von einander zu unterscheiden. Er hat hauptsächlich drei Funktionen: (1) dient
der ständigen Identifizierung (Passwesen) von Personen und Unternehmen, (2)
gehört dem Persönlichkeitsrecht als sein Hauptbestandteil und (3) kennzeichnet
die Familienzugehörigkeit, wobei der Familienname eine wesentliche Rolle spielt.
Darüber hinaus hat jede Person das in der Regel zivilrechtlich verankerte Recht
auf einen eigenen Namen.
Das Namensrecht ist mit der Persönlichkeit des menschlichen Lebens
eng verknüpft, ebenso wie das Recht auf das Leben, die körperliche
Unversehrtheit, die Freiheit, die Achtung der Persönlichkeit oder der Ehre. Die
Bestimmung des Familiennamens über die Generationen hinweg machte also
Vorschriften über den Erwerb des Namens erforderlich. So tauchen in den großen
Kodifikationen, wie z.B. der Aufklärung und dem französischen Code Civil,
erstmals Regelungen auf, die fixierten, welche familienrechtliche Vorgänge zum
Erwerb eines Namens führen sollten. Die Aufnahme der namensrechtlichen
Normen in die Zivilgesetzbücher war eine rechtsgeschichtliche Entwicklung des
Rechts. Zwar bezeichnet der Name immer noch im geltenden Recht ein wahres
und gegen jeden Dritten wirkendes absolutes Privatrecht, jedoch ist er in Ländern wie Brasilien nicht nur zivilrechtlich, sondern auch verfassungsrechtlich verankert.

Extracto


Gliederung

1.Kapitel Das Namensrecht

1. Überblick

2. Der Ehename

2.1. Der Ehename im deutschen Recht

2.2. Der Ehename im brasilianischen Recht

2.2.1. Código Civil von 1916

2.2.2. Código Civil von 2002

2.3. Die Ehescheidung

2.3.1. Die Ehescheidung nach deutschem Recht

2.3.2. Die Ehescheidung nach brasilianischem Recht

3. Der Kindesname

3.1. Der Kindesname in Deutschland

3.1.1. Geburtsname bei Eltern mit Ehename

3.1.2. Geburtsname bei Eltern ohne Ehename

3.1.3. Kindesname bei Adoption

3.1.4. Die Familiennamen des Kindes nach der Scheidung der Eltern

3.2. Der Kindesname in Brasilien

3.2.1 Kindesname bei Adoption

4. Die Namensänderung

4.1. Die Namensänderung im deutschen Recht

4.1.1. Einbenennung

4.2. Die Namensänderung im brasilianischen Recht

4.2.1. Namensänderung wegen offenkundigen Schreibirrtum

4.2.2. Ersatz des Vornamens für weithin bekannte Spitznamen

4.2.3. Homonymheit

4.2.4. Übersetzung

4.2.5. Opfer und Zeuge

4.2.6. Geschlechtsänderung

2.Kapitel Internationales Privatrecht in Bezug auf Namensrecht

1. Namensrecht nach brasilianischem und deutschem Internationalen Privatrecht

1.1. Einführung

1.2. Namensstatuts: Anwendungsbereich

1.3. Personalstatut

1.3.1. Staatsangehörigkeit und Wohnsitz

1.4. Rück- und Weiterverweisung

1.4.1. Allgemeine Definition von Verweisung

1.4.2. Renvoi au premier degré et au second degré

1.4.3. Die Verweisung im Internationalen Privatrecht Brasiliens

1.5. Qualifikation des Namensrechts

1.6. Angleichung

2. Praktische Fälle

2.1. Ehename

2.2. Kindesname

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die rechtsvergleichende Gegenüberstellung des Namensrechts in Deutschland und Brasilien unter Berücksichtigung des jeweiligen Zivilrechts sowie der Besonderheiten im Internationalen Privatrecht, um praktische Schwierigkeiten bei der Namensführung und -bestimmung in beiden Rechtsordnungen zu adressieren.

  • Grundlagen und Funktionen des Namensrechts im Zivilrecht
  • Regelungen zum Ehenamen und zur Namensänderung in Deutschland und Brasilien
  • Kindesnamensrecht und Einbenennung
  • Internationales Privatrecht: Qualifikation, Verweisung und Personalstatut
  • Analyse praxisnaher Fallbeispiele zur Namensbestimmung bei Eheschließung und Geburt

Auszug aus dem Buch

1. Überblick

Jeder Mensch muss im allgemeinen Verkehr sowie im Rechtsverkehr als Rechtsträger derart bestimmt werden, dass er sich von anderen Personen und Rechtsträgern durch einen eigenen Namen differenziert werden kann. Der Name ist also ein gedankliches und sprachliches Mittel zur Unterscheidung von Individuen.

Der bürgerliche Name enthält heutzutage mehrere Bestandteile, die unterschiedliche soziale Funktionen erfüllen. Demgemäß hat der Namensteil die Funktion des Familiennamens, denn er wird regelmäßig auf den Ehegatten und auf die Kinder übertragen, der Vorname (ein anderer Namensteil) dient seinerseits dazu, die Mitglieder der Familie und allgemein die Träger desselben Familiennamens voreinander zu unterschieden. Des Weiteres ist der bürgerliche Name auch über seine Qualität als Persönlichkeitsgut hinaus ein ideelles Gut.

Der Familienname bezeichnet also die Zugehörigkeit einer Person zu einer bestimmten Familie und unterscheidet ihren Träger somit von den Mitgliedern anderer Familien. Da die abendländische Familie des Mittelalters und der Neuzeit einer Abstammungsgemeinschaft entspricht, wird der Familienname mit der Abstammung gesetzmäßig verknüpft. Nach § 12 BGB ist das Namensrecht in Deutschland zugleich absolutes Recht und Bestandteil des Persönlichkeitsrechts. Und zwar gilt dies sowohl für natürliche als auch für juristische Personen, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Individualisierung der natürlichen Personen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Kapitel Das Namensrecht: Dieses Kapitel erläutert die dogmatischen Grundlagen des Namensrechts, den Ehenamen, das Kindesnamensrecht sowie die gesetzlichen Voraussetzungen für Namensänderungen in Deutschland und Brasilien.

2.Kapitel Internationales Privatrecht in Bezug auf Namensrecht: Dieses Kapitel widmet sich der kollisionsrechtlichen Einordnung des Namensrechts, behandelt die Qualifikation und Verweisung und verdeutlicht die theoretischen Erkenntnisse anhand konkreter praktischer Fallbeispiele.

Schlüsselwörter

Namensrecht, Rechtsvergleichung, Internationales Privatrecht, Zivilrecht, Ehename, Kindesname, Namensänderung, Deutschland, Brasilien, Personalstatut, Staatsangehörigkeit, Wohnsitz, Fallmethode, Qualifikation, Namensstatut

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer rechtsvergleichenden Analyse des Namensrechts in Deutschland und Brasilien unter besonderer Berücksichtigung des Internationalen Privatrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Erwerb und die Änderung des Ehenamens und Kindesnamens sowie die kollisionsrechtliche Anknüpfung des Namensstatuts in beiden Ländern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Namensregelsysteme herauszuarbeiten und die Handhabung bei grenzüberschreitenden Sachverhalten zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rechtsvergleichende Methode angewandt, die durch die Anwendung auf konkrete praktische Fallbeispiele ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die materiell-rechtlichen Regelungen zum Ehenamen und Kindesnamen sowie die internationale privatrechtliche Einordnung mittels Personalstatut und Verweisungsnormen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern zählen Namensrecht, Rechtsvergleichung, Internationales Privatrecht, Ehename, Kindesname und Namensänderung.

Wie unterscheidet sich die Namensgebung für Kinder in Brasilien im Vergleich zu Deutschland?

In Brasilien findet sich meist kein explizites, starres Namensrecht für Kinder wie in Deutschland; oft greifen hier Gewohnheitsrechte, bei denen Kinder traditionell mehrere Familiennamen der Eltern tragen.

Welche Rolle spielt der Wohnsitz im brasilianischen Namensrecht?

Der Wohnsitz ist im brasilianischen Internationalen Privatrecht der zentrale Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des auf den Namen anwendbaren Rechts, während das deutsche Recht primär auf die Staatsangehörigkeit abstellt.

Warum wird im Werk die "Fallmethode" angewandt?

Die Fallmethode dient als Brücke, um abstrakte Rechtssätze in die Koordination täglicher Lebensvorgänge zu überführen und so die praktische Relevanz der theoretischen Ausführungen zu verdeutlichen.

Was besagt die Qualifikation des Namensrechts?

Die Qualifikation ordnet die namensrechtlichen Fragestellungen den entsprechenden Rechtsbereichen (wie Familienrecht oder Persönlichkeitsrecht) zu, um die richtige kollisionsrechtliche Anknüpfung zu finden.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Namensrecht in der Rechtsvergleichung und im Internationalen Privatrecht
Subtítulo
Eine Gegenüberstellung des deutschen und brasilianischen Rechts
Universidad
University of Tubingen
Calificación
Magna cum laude
Autor
Viviane Rocha Mathias (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
58
No. de catálogo
V113336
ISBN (Ebook)
9783640136179
ISBN (Libro)
9783640136384
Idioma
Alemán
Etiqueta
Namensrecht Rechtsvergleichung Internationalen Privatrecht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Viviane Rocha Mathias (Autor), 2008, Das Namensrecht in der Rechtsvergleichung und im Internationalen Privatrecht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113336
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