Nach der Rational Choice-Theorie geht jedes Individuum nach seinem eigenen maximalen Nutzen. Doch wo steckt der Nutzen bei der Teilnahme einer politischen Wahl? Wo steckt die Motivation eines rationalen Wählers, wenn jeder doch eigentlich weiß, dass die eigene Stimme nahezu nichts an dem endgültigen Ergebnis ausmacht? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die vorliegende Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundannahmen nach Downs
- Das Parteiendifferential
- Das Paradox des Wählens
- Lösungsansätze
- Downs Erklärungsansatz
- Der Wähler als 'rational fool'
- Relativierung der Kosten
- Der minimax-regret Ansatz
- Alternative Erklärungsansätze
- Altruismus als Wahlmotiv
- Die Theorie des expressiven Wählens
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit setzt sich zum Ziel, das Paradox des Wählens im Rahmen der Rational Choice-Theorie zu analysieren. Dazu werden die Grundannahmen der Theorie und die spezifischen Annahmen von Downs vorgestellt und erläutert. Der Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung und Auflösung des Paradoxons, wobei verschiedene Lösungsansätze und alternative Erklärungsmodelle untersucht werden. Die Arbeit möchte beleuchten, inwiefern die Rational Choice-Theorie zur Erklärung des Wahlverhaltens geeignet ist und welche Einschränkungen sie aufweist.
- Das Paradox des Wählens
- Die Grundannahmen der Rational Choice-Theorie
- Lösungsansätze für das Paradox des Wählens
- Alternative Erklärungsmodelle für das Wahlverhalten
- Die Anwendbarkeit der Rational Choice-Theorie auf das Wahlverhalten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Relevanz der Rational Choice-Theorie im Kontext von Politikwissenschaft und Soziologie dar. Sie präsentiert das Paradox des Wählens, welches sich aus der Diskrepanz zwischen der Theorie und der Realität ergibt. Kapitel 2 beleuchtet die Grundannahmen der Rational Choice-Theorie und die spezifischen Annahmen von Downs, insbesondere in Bezug auf das Parteiendifferential. Kapitel 3 beschreibt das Paradox des Wählens im Detail, während Kapitel 4 verschiedene Lösungsansätze innerhalb der Rational Choice-Theorie untersucht, die versuchen, das Paradox aufzulösen. Kapitel 5 stellt alternative Erklärungsansätze für das Wahlverhalten vor, die den Altruismus und die Theorie des expressiven Wählens als Motivationen für Wahlbeteiligung in den Vordergrund stellen.
Schlüsselwörter
Rational Choice-Theorie, Paradox des Wählens, Wahlverhalten, Parteiendifferential, Homo Oeconomicus, Altruismus, Expressives Wählen, Kosten-Nutzen-Kalkül, Politikwissenschaft, Soziologie.
Häufig gestellte Fragen
Was besagt die Rational Choice-Theorie in Bezug auf Wahlen?
Sie geht davon aus, dass Individuen ihren Nutzen maximieren. Ein rationaler Wähler wählt demnach nur, wenn der Nutzen der Stimmabgabe die Kosten übersteigt.
Was ist das "Paradox des Wählens"?
Das Paradox besteht darin, dass viele Menschen wählen gehen, obwohl die statistische Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Stimme das Ergebnis beeinflusst, fast null ist und die Kosten (Zeit, Aufwand) somit den Nutzen übersteigen müssten.
Was versteht Anthony Downs unter dem "Parteiendifferential"?
Das Parteiendifferential ist der erwartete Nutzenunterschied für einen Wähler, wenn Partei A statt Partei B gewinnt.
Welche Lösungsansätze gibt es für das Paradoxon?
Ansätze sind unter anderem die Relativierung der Kosten, der Minimax-Regret-Ansatz oder die Theorie des expressiven Wählens (Wählen als Selbstausdruck).
Kann Altruismus ein Wahlmotiv sein?
Ja, alternative Erklärungsmodelle ziehen Altruismus in Betracht, bei dem der Wähler nicht nur den eigenen, sondern den Nutzen für die gesamte Gemeinschaft im Blick hat.
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- Celine Karaman (Author), 2020, Rational Choice-Theorie und das Paradox des Wählens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133467