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Macht Besitz glücklich? Eine Untersuchung am Beispiel des Besitzlosen

Titel: Macht Besitz glücklich? Eine Untersuchung am Beispiel des Besitzlosen

Seminararbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Konsum und Werbung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Mensch konsumiert, obwohl seine Grundbedürfnisse längst befriedigt sind, denn die Konsumgüter versprechen ihm ein erfüllteres, glücklicheres, längeres Leben. Er kann sich mit ihnen identifizieren oder darstellen.

Die Frage, die sich damit stellen, sind: Wird sich die eigene Wohnung und der eigene Besitz in Zukunft auflösen? Wie würde eine Stadt ohne Besitz aussehen und welche Auswirkungen hätte das auf die Gemeinschaft? Dazu werden die Themen Besitz, Glück und Sharing näher betrachtet. Zudem werden Umfragen und Experimente durchgeführt, die das Gestalten im Ausnahmezustand, ohne Ernstfall-Konsequenzen spielerisch darstellen. Dazu wird die uns alltäglich umgebende Realität gewandelt, von den Spielregeln befreit und durch möglicherweise nur momentan nutzbare Muster ersetzt. Ziel ist es stets eine bekannte Sehgewohnheiten zu sprengen, um den Blick für Neues zu schärfen. Idealerweise rufen derartige Aktivitäten Reaktionen hervor, fordern zum Meinungstausch auf und eigenen sich daher, Tendenzen allgemeiner Sprachlosigkeit zu überwinden. Sie geben Impulse und schärfen unser Bewusstsein für Probleme. Dabei entstehen Orte kalkulierbarer Ausnahmezustände, resultierender Aufmerksamkeit, gemeinsamer Aktivität, Umwidmung und Revitalisierung, Partizipation und die Möglichkeit zur Simulation neuer Wirklichkeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Problemstellung

1.2. Untersuchung

2. Recherche

2.1. Haben vs. Sein

2.2. Glücksformel

2.3. Nutzen statt Besitzen

3. Forschung

3.1. Interviews

3.2. Ausstellungen

3.3. Selbstversuch

3.4. Umfragen

3.5. Modellbau

4. Schlussbetrachtung

4.1. Reflexion

4.2. Zusammenfassung

4.3. Ausblick

4.4. Klappentext

4.5. Ausstellertext

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kritische Fragestellung, ob Besitz tatsächlich glücklich macht und wie sich das Verhältnis des Menschen zu seinen materiellen Gütern in einer zunehmend durch Sharing-Modelle geprägten Gesellschaft verändert. Das Ziel ist es, durch theoretische Recherche und praktische Experimente alternative Lebenskonzepte zu beleuchten, die weniger auf Eigentum und mehr auf sozialen Nutzen und Freiheit basieren.

  • Die psychologische und gesellschaftliche Dichotomie von "Haben" und "Sein".
  • Die Entwicklung und Bedeutung der modernen "Sharing Economy".
  • Empirische Untersuchungen zu Bedürfnissen und Einstellungen gegenüber Besitz und Glück.
  • Experimentelle Ansätze zur Lebensweise ohne materiellen Überfluss.
  • Architektonische und soziale Implikationen gemeinschaftlicher Wohnformen.

Auszug aus dem Buch

Die Existenzweise des Habens

Unsere Gesellschaft beruht auf dem Privateigentum, gemäß dem Motto: „Es geht niemanden etwas an, wo und wie ich mein Eigentum erworben habe oder was ich damit tue.“ Dieses Prinzip erscheint uns heute natürlich, es ist aber in der Geschichte der Menschheit eher die Ausnahme. Alternativen zum Privateigentum sind zum Beispiel eingeschränktes Eigentum oder gemeinsames Eigentum. Die Normen einer Gesellschaft prägen den Charakter ihrer Mitglieder, und der westliche Gesellschaftscharakter ist darauf ausgerichtet, Eigentum zu erwerben und Profit zu machen.

Das Besitzstreben bezieht sich auch auf Lebewesen: In der patriarchalischen Gesellschaft besitzt der Mann seine Frau und seine Kinder. Besitz kann man in vielerlei Hinsicht anhäufen: Freunde, Liebespartner, Gesundheit, Reisen, Kunst, Gott oder das eigene Ich können als Besitz empfunden werden. Oft ist das Besitzergreifen wichtiger als das Behalten: Heute kauft man ein Auto, ein Kleidungsstück oder ein technisches Gerät, um es dann wieder wegzuwerfen oder es erneut zu ersetzen. „In der Existenzweise des Habens wird die Zeit zu unserem Beherrscher. In der Existenzweise des Seins ist die Zeit entthront; sie ist nicht länger der Tyrann, der unser Leben beherrscht.“

Alles, was man hat, kann man auch wieder verlieren: Dinge können gestohlen werden oder ihren Wert verlieren, und am Ende verliert man sein Leben. In Wirklichkeit hat nicht der Mensch sein Besitztum, sondern dieses hat den Menschen, weil er so davon abhängig ist, es zu haben. Für Sigmund Freud ist der Mensch, der seine Energie nur auf Besitz, Sparen und Horten richtet, ein „analer Charakter“; er hat mehrfach auf den symbolischen Zusammenhang zwischen Kot und Geld hingewiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Anhäufung von Alltagsgegenständen und stellt die zentrale Frage nach der psychologischen Notwendigkeit von Besitz sowie den Potenzialen für neue Wohnkonzepte.

2. Recherche: In diesem Kapitel werden philosophische und soziologische Grundlagen, insbesondere die Differenz zwischen "Haben" und "Sein" sowie ökonomische Modelle der "Sharing Economy", detailliert analysiert.

3. Forschung: Das Kapitel dokumentiert praktische Untersuchungsmethoden, darunter Interviews mit Experten, Ausstellungsbesuche, einen persönlichen Selbstversuch sowie Umfragen zur Einstellung von Menschen gegenüber Konsum und Teilen.

4. Schlussbetrachtung: Den Abschluss bildet eine Reflexion über die Ergebnisse, die Erkenntnis über die wachsende Bedeutung des Teilens als gesellschaftliche Lösung für soziale Probleme sowie ein Ausblick auf zukünftige Infrastrukturen.

Schlüsselwörter

Besitz, Eigentum, Sharing Economy, Glück, Konsumgesellschaft, Nachhaltigkeit, Haben und Sein, Wohnkonzepte, Soziale Isolation, Gemeinschaft, Minimalismus, Gesellschaftscharakter, Tauschökonomie, Selbstversorgung, Urbanisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch das menschliche Streben nach Besitz und untersucht, ob dieser tatsächlich zu einem glücklicheren Leben beiträgt oder ob alternative Lebensstile, etwa durch Teilen statt Besitzen, mehr Sinn stiften.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt die psychologischen Aspekte von Konsum, die philosophische Unterscheidung zwischen der Existenzweise des Habens und des Seins sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten der Sharing Economy.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auswirkungen von Besitz auf das Individuum und die Gemeinschaft zu erforschen und zu prüfen, inwieweit ein "besitzloses" Leben als Gegenentwurf zur Konsumgesellschaft funktionieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturrecherche (theoretischer Rahmen) mit einer empirischen Herangehensweise, bestehend aus Experteninterviews, einer Analyse relevanter Ausstellungen und einem eigenen Selbstversuch der Autorin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (z.B. von Erich Fromm oder Jean Baudrillard) erörtert als auch konkrete Forschungsergebnisse aus Interviews und Umfragen präsentiert, ergänzt durch die persönlichen Erfahrungen aus dem Selbstversuch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Besitz, Sharing Economy, Glück, Konsumgesellschaft, Nachhaltigkeit und soziale Gemeinschaft.

Wie definiert der Autor das Konzept der "Wohnmaschine"?

Die Wohnmaschine wird im Kontext radikaler Wohnexperimente diskutiert, die darauf abzielen, starre Lebensmuster aufzubrechen und durch flexiblere, auf den Menschen statt auf den Profit ausgerichtete Räume zu ersetzen.

Welche Erkenntnis liefert der Selbstversuch zur "Überflussgesellschaft"?

Der Selbstversuch verdeutlicht, dass wir in einem System leben, das durch Verschwendung geprägt ist, und zeigt auf, dass ein geldfreier Lebensstil das Potenzial hat, Talente freizusetzen und den Fokus von materiellem Horten hin zur sozialen Interaktion zu verschieben.

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Details

Titel
Macht Besitz glücklich? Eine Untersuchung am Beispiel des Besitzlosen
Hochschule
Hochschule Pforzheim  (Fakultät für Gestaltung)
Veranstaltung
Future Making II
Note
1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1133509
ISBN (eBook)
9783346541017
ISBN (Buch)
9783346541024
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Haben Sein Besitz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Macht Besitz glücklich? Eine Untersuchung am Beispiel des Besitzlosen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133509
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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