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Alles wird einfacher? Psychotherapie als Studium. Evaluation des subjektiven Umgangs von Psychologiestudierenden mit Veränderung in der Berufsausbildung

Titel: Alles wird einfacher? Psychotherapie als Studium. Evaluation des subjektiven Umgangs von Psychologiestudierenden mit Veränderung in der Berufsausbildung

Bachelorarbeit , 2020 , 125 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lena Siebenreich (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es gewesen, explorativ herausfinden, wie derzeitige Psychologiestudierende anstehende Veränderung in der Berufsausbildung durch die Einführung eines Psychotherapiestudiums wahrnehmen, und welche Aspekte aus dem aktuellen Studium den Umgang mit der Veränderung beeinflussen. Dazu wurden acht Psychologiestudierende mit dem Berufsziel ,,Psychotherapeut_in“ in qualitativen Leitfadens-Interviews befragt. Induktive Kategorien wurden nach dem Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010a) erstellt und interpretiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studienmotivation und -erwartung, sowie aktuell im Studium wahrgenommene Problematiken die Bewertung der Veränderung beeinflussen. Zu den Problematiken zählen insbesondere fehlende Psychotherapie-Inhalte im Studium, Zeit- und Leistungsdruck und die Problematik der fehlenden Masterplätze.

Die Interviewten erhoffen sich durch die anstehende Neugestaltung der Studiengänge Psychologie und Psychotherapie in Hinblick auf den Referentenentwurf des Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz vom 03.01.2019 eine Verbesserung dieser Problemfelder. Sie befürchten gleichzeitig fehlende Übergangsregelungen, eine Verschlechterung der Ausbildungsqualität und haben nur geringes Vertrauen in eine Umsetzung. Die meisten Interviewten waren nur wenig über die anstehenden Veränderungen informiert und hatten keine Motivation, auf die Gestaltung des Gesetzes Einfluss zu nehmen, die über das Unterzeichnen von Petitionen hinausging. Es mangelte ihnen an Informationen, Zeit, Interesse, und der Überzeugung, Einfluss auf den Veränderungsprozess zu nehmen. Diese ,,mangelnden Ressourcen“ sind unter anderem auf die aktuellen Problematiken im Studium zurückzuführen. Die praktische Relevanz liegt darin, dass konkrete Ansatzpunkte für mögliche Verbesserungen bei der Gestaltung des neuen Bachelorstudiums in Psychologie und Masterstudiums in Psychotherapie identifiziert werden konnten. Die Betroffenen sollten deswegen in jedem Fall mit in die Gestaltung einbezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Problemdarstellung

Bisheriger Forschungsstand

Zielsetzung und Fragestellung

Methoden

Qualitative Methode

Forschungsfeld und Stichprobe

Methode der Datenerhebung

Leitfaden-Interview

Interviewvorbereitung

Praktische Durchführung

Datenaufbereitung

Methode der Auswertung

Qualitative Inhaltsanalyse

Analysevorgehen

Reliabilitätsmaß

Ergebnisse

Studienmotivation

Studienziel ,,Selbst-Verständnis“

Erwartung an das Psychologiestudium

aktuelle Problematiken im Psychologiestudium

Druck

Masterplatzproblematik

Emotionale Folgen

Veränderungsbewertung

Positive Veränderungsbewertung

Negative Veränderungsbewertung

Spezialisierung

Eigene Informiertheit

Individuelle Konsequenzen

Beeinflussbarkeit der Situation

Mangelnde Ressourcen

Diskussion

Forschungsreflexion

Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht explorativ, wie derzeitige Psychologiestudierende die Einführung des neuen Psychotherapiestudiums wahrnehmen und wie sie mit dieser berufspolitischen Veränderung umgehen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, inwieweit bestehende Studienbedingungen, wie Zeitdruck, Leistungsdruck und die Masterplatzproblematik, den subjektiven Umgang mit diesem Veränderungsprozess beeinflussen.

  • Wahrnehmung der anstehenden Gesetzesänderung im Studium
  • Einfluss der aktuellen Studienbelastung auf die Veränderungsbewertung
  • Bewertung der geplanten Umstrukturierung durch die Betroffenen
  • Identifikation von Bewältigungsstrategien und Handlungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

1. O.K. Studienmotivation

Alle Interviewten geben an, vor allem aus Eigenmotivation Psychologie zu studieren. Sie hatten bereits vor dem Psychologiestudium ein persönliches Interesse an psychischen Erkrankungen oder am menschlichen Verhalten von anderen, oder auch von sich selbst. B1 berichtet folgendes:

Ich denke es war für mich schon wichtig, noch besser zu verstehen wie Menschen funktionieren und ich beschäftige mich gerade damals intensiv mit der Frage, was Psychopathie ist. Also mir war es völlig unklar, wie ein, die, die Psychopathie funktioniert. Wie ein Mensch überhaupt keine Angst oder Empathie haben kann. (B1:8)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel stellt die durch das Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz angestoßene Neu-Strukturierung des therapeutischen Werdegangs dar und benennt die resultierenden Probleme für Studierende.

Methoden: Es wird das qualitative Forschungsdesign dargelegt, welches auf Leitfaden-Interviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert, um subjektive Wirklichkeiten zu erfassen.

Ergebnisse: Die empirischen Befunde zeigen eine starke Verknüpfung zwischen der ursprünglichen Studienmotivation, enttäuschten Erwartungen und der skeptischen Bewertung der neuen Gesetzesreform.

Diskussion: Hier werden die Ergebnisse theoretisch eingeordnet, kritisch reflektiert und die Implikationen für die berufspolitische Situation der Studierenden diskutiert.

Schlüsselwörter

Psychologiestudium, Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz, Psychotherapiestudium, Masterplatzproblematik, Qualitative Inhaltsanalyse, Studienmotivation, Studienunzufriedenheit, Bologna-Reform, Leistungsdruck, Berufspolitik, Approbation, Studienzufriedenheit, Forschungsreflexion, Berufsveränderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit exploriert den subjektiven Umgang von Psychologiestudierenden mit den durch die Gesetzesreform zur Psychotherapeutenausbildung hervorgerufenen Veränderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Studienmotivation, enttäuschte Erwartungen, aktuelle Belastungen wie der Druck im Studium sowie die Bewertung und Bewältigung der anstehenden Gesetzesänderungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, herauszufinden, welcher subjektive Umgang bei aktuell Studierenden mit dem Berufsziel Psychotherapeut_in hinsichtlich der Einführung des neuen Studiengangs festzustellen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem acht leitfadengestützte Experteninterviews durchgeführt und mittels zusammenfassender qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse in Kategorien wie Studienmotivation, Erwartungen, aktuelle Problematiken (Druck, Masterplätze), Veränderungsbewertung sowie die individuelle Beeinflussbarkeit der Situation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Psychologiestudium, Masterplatzproblematik, Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz und Studienunzufriedenheit.

Wie wirkt sich der Notendruck auf die Studierenden aus?

Der Notendruck führt laut der Ergebnisse zu einem erhöhten Stressempfinden, Konkurrenzverhalten untereinander und teilweise zu emotionalen Folgen wie Versagensängsten oder Panikattacken.

Warum fühlen sich viele Studierende nicht in den Reformprozess einbezogen?

Die Studierenden berichten von fehlender Information durch die Universität und mangelnden Ressourcen (Zeit/Kraft), was zu einer passiven Haltung und dem Gefühl einer externen Beeinflussbarkeit führt.

Ende der Leseprobe aus 125 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alles wird einfacher? Psychotherapie als Studium. Evaluation des subjektiven Umgangs von Psychologiestudierenden mit Veränderung in der Berufsausbildung
Hochschule
Universität Hamburg  (Psychologie)
Note
1,3
Autor
Lena Siebenreich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
125
Katalognummer
V1133538
ISBN (eBook)
9783346507013
ISBN (Buch)
9783346507020
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychotherapie als Studium Psychotherapiestudium qualitative Leitfadeninterviews Meinung Psychologiestudierende Problematiken mit dem Psychotherapiemaster Psychotherapiemaster Experteninterviews Psychologiestudium fehlende Übergangsregelungen explorative Forschung qualitative Inhaltsanalyse Mayring Inhaltsanalyse Erwartungen an das Psychologiestudium Masterplatzproblematik Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz Therapieausbildung polyvalenter Psychologiebachelor Master Psychotherapie Psychotherapeuten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Siebenreich (Autor:in), 2020, Alles wird einfacher? Psychotherapie als Studium. Evaluation des subjektiven Umgangs von Psychologiestudierenden mit Veränderung in der Berufsausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133538
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Leseprobe aus  125  Seiten
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