Das spannende Gebiet der Werbewirkungsforschung bedient sich zusätzlich verschiedener Methoden wie der Befragung, Beobachtung und dem Experiment auch apparativer Messungen. Diese sind in hohem Maße relevant, da sie die üblichen Schwierigkeiten selbstbasierter Erhebungsverfahren (bspw. durch Befragungen) überwinden.
In dieser Hausarbeit werden die zwei apparativen Messverfahren Eye-Tracking und das Elektrokardiogramm vorgestellt. In dessen Zusammenhang werden literaturgestützt die physiologischen Grundlagen diskutiert sowie die jeweiligen psychologischen Konstrukte Erregung, Aktivierung, Aufmerksamkeit, Emotion und Motivation, die damit im Rahmen der Werbewirkungsforschung abgebildet werden sollen, beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
Hinführung zum Thema
1 Klärung relevanter Fachbegriffe
1.1 Werbewirkungsforschung – Erläuterung
1.2 Physiologie
1.3 Psychologische Konstrukte
1.3.1 Erregung und Aktivierung
1.3.2 Aufmerksamkeit
1.3.3 Emotion
1.3.4 Motivation
2 Vorstellung zweier apparativer Messverfahren
2.1 Apparative Messverfahren – Begriffsklärung
2.2 Eye-Tracking
2.2.1 Eye-Tracking - Physiologische Grundlagen
2.2.2 Eye-Tracking – Psychologische Konstrukte
2.3 Elektrokardiogramm
2.3.1 Elektrokardiogramm - Physiologische Grundlagen
2.3.2 Elektrokardiogramm - Psychologische Konstrukte
Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht die Anwendung apparativer Messverfahren in der Werbewirkungsforschung, um über die Grenzen klassischer Selbstauskunftsinstrumente hinauszugehen und unbewusste Reaktionen von Konsumenten objektiv erfassbar zu machen. Der Fokus liegt dabei auf der theoretischen Fundierung und methodischen Umsetzung von Eye-Tracking und Elektrokardiogramm zur Analyse relevanter psychologischer Konstrukte.
- Methodische Gegenüberstellung von qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen.
- Physiologische Grundlagen des menschlichen Wahrnehmungssystems und der Herztätigkeit.
- Psychologische Konstrukte wie Aufmerksamkeit, Emotion und Aktivierung im Werbekontext.
- Technische Funktionsweise und Auswertungsparameter von Eye-Tracking und EKG.
- Kombination apparativer Verfahren zur tieferen Analyse von Werbewirkungsprozessen.
Auszug aus dem Buch
2.2 Eye-Tracking
Die Blickbewegungsmessung (engl. Eye-Tracking) ist wie der Begriff vermuten lässt das Verfahren zur Messung von Blickbewegungen. Das Verfahren hat seit den 1990er eine kontinuierliche Entwicklung erfahren, weshalb es heutzutage zu den Standardausrüstungen der kognitiven Psychologie und ihrer Anwendung, wie z.B. der Ergonomie, zählt. Der Einsatz des Eye-Trackings findet sich vor allem in der Wissenschaft der Psychologie und Psychiatrie wieder. Eye-Tracking hat zum Ziel die Position der Pupille des Auges hinsichtlich eines gezeigten Objektes festzuhalten. Dies wird meistens mit Hilfe einer Kamera erreicht, die die Position des Auges in Abständen von wenigen Millisekunden misst. Aus dem erhobenen Messbild wird die Position der Pupille erschlossen. Die dadurch resultierende Position gibt wiederum Aufschluss über die räumlichen Koordinaten der betrachteten visuellen Szene. Letztendlich zeigt eine Eye-Tracking Messung, welcher Bereich des Objektes, zu welcher Zeit, in welchem Zeitrahmen (die drei Punkte gemeinsam sind die Verweildauer, auch Fixation genannt) und in welchem Zeitabstand (bekannt als Sprünge zwischen den Fixationen, auch Sakkaden genannt) betrachtet wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Klärung relevanter Fachbegriffe: Definition der Werbewirkungsforschung und Abgrenzung zwischen qualitativen sowie quantitativen Forschungsmethoden und deren Anwendungsgebieten.
2 Vorstellung zweier apparativer Messverfahren: Detaillierte Betrachtung von Eye-Tracking und Elektrokardiogramm als technische Verfahren zur Messung unbewusster physiologischer Reaktionen auf Werbemaßnahmen.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung apparativer Messmethoden als wertvolle Indikatoren für die Werbewirkungsforschung und Empfehlung zur Kombination verschiedener Verfahren für präzisere Ergebnisse.
Schlüsselwörter
Werbewirkungsforschung, Eye-Tracking, Elektrokardiogramm, apparative Messverfahren, Aufmerksamkeit, Emotion, Aktivierung, Physiologie, Blickbewegungen, Herzfrequenz, Konsumentenverhalten, quantitative Forschung, Wahrnehmung, Reizverarbeitung, Marktforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz apparativer Messmethoden, konkret Eye-Tracking und dem Elektrokardiogramm, zur Untersuchung der Wirkung von Werbung auf den Konsumenten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen umfassen die physiologischen Grundlagen der Wahrnehmung und Herztätigkeit sowie die psychologischen Konstrukte Erregung, Aktivierung, Aufmerksamkeit, Emotion und Motivation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie apparative Messverfahren als Ergänzung oder Alternative zu Befragungen genutzt werden können, um unbewusste Wirkungsprozesse der Werbung objektiv zu diagnostizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende Forschungsmethoden und Studienergebnisse zu apparativen Messverfahren (Eye-Tracking und EKG) analysiert und zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung relevanter psychologischer Konstrukte sowie die detaillierte Beschreibung der Funktionsweise und Indikatorik von Eye-Tracking und EKG in der Werbewirkungsforschung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Werbewirkungsforschung, apparative Messverfahren, Eye-Tracking, EKG, Aufmerksamkeit und Emotion.
Warum ist die Unterscheidung zwischen tonischer und phasischer Aktivierung wichtig?
Die Unterscheidung ist deshalb entscheidend, da die tonische Aktivierung das allgemeine Leistungsniveau beschreibt, während die phasische Aktivierung kurzfristige, durch spezifische Reize ausgelöste Aufmerksamkeitsprozesse steuert.
Welchen Mehrwert bietet die Kombination apparativer Verfahren laut dem Fazit?
Die Kombination von Messverfahren, wie etwa physiologische und kognitive Daten, ermöglicht eine umfassendere und detailliertere Analyse der komplexen Wechselwirkungen bei der Rezeption von Werbung.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Apparative Messungen in der Werbewirkungsforschung. Markt- und Werbepsychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133542