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Nationale Corporate Governance-Systeme im internationalen Vergleich. Merkmale einer Taxonomie nach Weimer und Pape

Titel: Nationale Corporate Governance-Systeme im internationalen Vergleich. Merkmale einer Taxonomie nach Weimer und Pape

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Hendrikje Lyhs (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die Ansätze zur Systematisierung von nationalen Corporate Governance-Systemen (CG) zu untersuchen. Hierfür liegt der Fokus insbesondere auf der von Weimer und Pape entwickelten Taxonomie für CG-Systeme. Sie stellt eine der bedeutendsten Überlegungen in diesem Zusammenhang dar. Weitere Studien werden ergänzend herangezogen. Die vorliegende Vergleichsstudie soll die Frage beantworten, welche Relevanz die Taxonomie von Weimer und Pape heute noch hat. Dafür werden die von ihnen gewählten Unterscheidungskriterien im Detail untersucht und kritisch reflektiert. Als Teilziele sollen beantwortet werden, ob diese Kriterien zum einen noch zeitgemäß sind, um sie heutzutage zur Typologisierung von CG-Systemen noch anzuwenden und zum anderen, ob sie ggf. aktualisiert bzw. ergänzt werden sollten.

Hierzu wird im Folgenden das zweite Kapitel dieser Arbeit eine Theoriegrundlage bieten. Die Begriffe Corporate Governance und CG-System sowie dazugehörige Elemente werden geklärt. Im dritten Kapitel werden wesentliche Merkmale und Ansätze zur Systematisierung von CG-Systemen erläutert. Vertiefend werden von Weimer und Pape‘s Ansatz – ihrer Taxonomie von CG-Systemen – der Aufbau und die Unterscheidungskriterien untersucht. Der Fokus wird auf den acht Unterscheidungsmerkmalen liegen. Sie werden kritisch reflektiert. Abschließend wird das vierte Kapitel die gewonnen Erkenntnisse zusammenfassen und mit einem Ausblick bieten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Relevanz der Corporate Governance

1.1. Die Herausforderung am Beispiel Wirecard

1.2. Problemstellung, Ziel und Aufbau dieser Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Corporate Governance – Begriff und Aufgabe

2.2. Elemente eines Corporate Governance-Systems

3. Corporate Governance-Systeme

3.1. Ganzheitliche Analysekonzepte für CG-Systeme

3.2. Aufbau der CG-System-Taxonomie von Weimer & Pape

3.3. Details und Analyse der CG-System-Taxonomie

3.4. Kritische Reflexion der gewählten Unterscheidungskriterien

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Ansätze zur Systematisierung nationaler Corporate-Governance-Systeme (CG-Systeme), wobei der Fokus maßgeblich auf der Taxonomie von Weimer und Pape liegt. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, die heutige Relevanz und Aktualität dieser klassischen Taxonomie unter Einbeziehung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu evaluieren und kritisch zu reflektieren, ob die gewählten Unterscheidungskriterien noch zeitgemäß sind oder eine Erweiterung bzw. Aktualisierung erfordern.

  • Analyse und theoretische Einordnung der Corporate Governance und ihrer Systemelemente.
  • Vergleichende Untersuchung internationaler CG-Systeme anhand der Weimer & Pape Taxonomie.
  • Gegenüberstellung von Netzwerkorientierten und Marktorientierten CG-Systemen.
  • Kritische Reflektion der Unterscheidungskriterien unter Berücksichtigung aktueller Forschung (2014-2021).
  • Beurteilung des Einflusses von Digitalisierung und Transparenzanforderungen auf zukünftige Klassifizierungen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Ganzheitliche Analysekonzepte für CG-Systeme

Als ganzheitliche Analysekonzepte für CG-Systeme sind, laut Brühl (vgl. 2009, 12ff.), vier bekannt: 1. Common Law versus Civil Law, 2. Systeme der Unternehmenskontrolle, 3. Kontrollphilosophien als Paradigma und 4. Markt- versus Netzwerkorientierung.

Das erste Konzept nimmt CG-Systeme als solche an, in denen die vorherrschende Rechtstradition beeinflusst, wie stark Systemelemente ausgeprägt werden. (vgl. Brühl 2009, 13f.) Zweitens könnte das CG-System als System der Unternehmenskontrolle als eines von drei Elementen des Finanzsystems verstanden werden neben der Unternehmensfinanzierung und der Unternehmensstrategie. Es bestimme, wie stark Stakeholder (Mitarbeiter, Anteilseigner oder Gläubiger) Unternehmensentscheidungen beeinflussen können. (vgl. Hackethal/Schmidt 2000) Nach dem dritten Konzept werden die zwei – „Exit und Voice“ – (vgl. Thompson/Wright 1995; Nooteboom 1999) bzw. drei – „Exit, Voice und Loyalty“ – (vgl. Hirschman 1974; Gerum 1998) Kontrollphilosophien als Paradigma zur Analyse von CG-Systemen herangezogen, da durch sie komplementäre Rechtssysteme entstünden sowie das Handeln der Stakeholder beeinflusst werden würde. Dies ermögliche den Vergleich von CG-Systemen nach den genannten Faktoren. (vgl. Brühl 2009, 16-18).

Da diese Ansätze von der Unternehmens-Ebene ausgehen, unterscheiden sie sich im Grundsatz von dem vierten bekannten Analysekonzept von Weimer und Pape: Netzwerk- versus Marktorientierte CG-Systeme. Dieses hingegen geht von einer – der Unternehmens-Ebene übergeordneten – Länder-Ebene aus. Daher wird hier vertiefend nur der Ansatz von Weimer und Pape untersucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Relevanz der Corporate Governance: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Corporate Governance anhand des Wirecard-Skandals und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Vergleichsstudie.

2. Theoretische Grundlagen: Hier erfolgt eine Begriffsabgrenzung zwischen Taxonomie und Typologie sowie die Definition der zentralen Begriffe Corporate Governance und CG-System inklusive ihrer sozioökonomischen Elemente.

3. Corporate Governance-Systeme: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Konzepte zur Systematisierung, stellt die Taxonomie von Weimer und Pape im Detail vor und reflektiert deren Kriterien anhand aktueller Forschungsbeiträge.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit bestätigt die anhaltende Relevanz der Weimer & Pape-Kriterien, empfiehlt jedoch eine Ergänzung um das Merkmal der Transparenz aufgrund aktueller technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, CG-Systeme, Taxonomie, Typologie, Weimer und Pape, Unternehmensführung, internationale Vergleichsstudie, Stakeholder, Shareholder, Unternehmenskontrolle, Kapitalmarkt, institutionelle Faktoren, Marktorientierung, Netzwerkorientierung, Wirecard.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse nationaler Corporate-Governance-Systeme und untersucht, wie diese international systematisiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der Corporate Governance, der Vergleich verschiedener Ländergruppen und die Validität etablierter Klassifizierungsmodelle.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die aktuelle Relevanz der Weimer & Pape-Taxonomie zur Typologisierung von CG-Systemen zu prüfen und zu bewerten, ob der Kriterienkatalog modernen Anforderungen noch entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine vergleichende deskriptive Forschung, indem sie klassische Ansätze mit aktuellen wissenschaftlichen Studien der Jahre 2014 bis 2021 in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Vorstellung der Weimer & Pape-Taxonomie und eine kritische Reflexion der dort definierten Unterscheidungskriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Corporate Governance, Taxonomie, Netzwerk- versus Marktorientierung sowie die Rolle von Stakeholdern im internationalen Vergleich.

Warum spielt der Fall Wirecard eine Rolle für die Analyse?

Wirecard dient als praxisnahes Beispiel, um die verheerenden Folgen mangelhafter Kontrollmechanismen und die daraus resultierende Notwendigkeit robuster Corporate-Governance-Strukturen zu verdeutlichen.

Welche Ergänzung der Weimer & Pape-Taxonomie wird im Fazit vorgeschlagen?

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und gestiegener öffentlicher Erwartungen wird vorgeschlagen, das Merkmal "Transparenz für Investoren und Stakeholder" als neues Kriterium in den Katalog aufzunehmen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nationale Corporate Governance-Systeme im internationalen Vergleich. Merkmale einer Taxonomie nach Weimer und Pape
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart  (Nachhaltigkeit und Systemisches Management)
Veranstaltung
Corporate Governance und CSR
Note
1,0
Autor
Hendrikje Lyhs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1133563
ISBN (eBook)
9783346506764
ISBN (Buch)
9783346506771
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate Governance Corporate Governance Systeme Taxonomie Typologie internationaler Vergleich Wirecard
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hendrikje Lyhs (Autor:in), 2021, Nationale Corporate Governance-Systeme im internationalen Vergleich. Merkmale einer Taxonomie nach Weimer und Pape, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133563
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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