Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Health Sciences - Health education

Mental Health bei Kindern und Jugendlichen. Präventionsmöglichkeiten gegen psychische Störungen an berufsbildenden Schulen

Title: Mental Health bei Kindern und Jugendlichen. Präventionsmöglichkeiten gegen psychische Störungen an berufsbildenden Schulen

Master's Thesis , 2021 , 134 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Dürrschmidt (Author)

Health Sciences - Health education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beleuchtet das Thema Mental Health im Kontext der Schule. Dabei werden zwei schulbasierte Interventionen zur Prävention psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter mit Fokus auf berufsbildenden Schulen verglichen. Kinder und Jugendliche (KuJ) verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Schule. Diese Lebenswelt kann einen immensen Einfluss auf die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler (SuS) nehmen. Die Relevanz der Schule für eine gesunde Entwicklung ergibt sich aus ihrer engen Verbindungen zu allen im Kindes- und Jugendalter anstehenden Entwicklungsaufgaben. Dabei stehen nicht allein schulische Leistungsanforderungen im Mittelpunkt, auch die Erlangung emotionaler Unabhängigkeit von den Eltern, die Übernahme von Geschlechterrollen, die soziale Entwicklung und der Aufbau von Beziehungen zu Gleichaltrigen sind in diesem Lebensabschnitt von Bedeutung.

Hinzu kommt, insbesondere bei den Jugendlichen, mit Blick auf die Berufswahl bzw. -vorbereitung die biographische Bedeutsamkeit der Schullaufbahn, die über erreichte Bildungsabschlüsse und resultierende berufliche Chancen, die weitere Lebensplanung junger Menschen außerordentlich beeinflusst. Dies kann für die Jugendlichen zur Belastung werden und deren psychische Gesundheit nachteilig beeinflussen. Psychische Störungen können die Folge sein. Um solche psychischen Beeinträchtigungen abzuwenden, ist es notwendig die Mental Health von KuJ durch entsprechende Präventionsprogramme zu stärken. Aufgrund der Schulpflicht sollten solche Programme bestenfalls an Schulen angeboten werden, um mit Hilfe der Schulpflicht, alle KuJ gleichermaßen erreichen zu können.

Berufsbildende Schulen (BBS) besitzen aufgrund ihrer vielfältigen und differenzierten Bildungsangebote eine große Heterogenität der Schülerschaft. Aus diesem Grund sollten Präventionsprogramme, zur Eignung der Durchführung an BBS, andere Eigenschaften erfüllen als jene für Grund,- Ober-, Real- oder Förderschulen. Es gibt bisher nur wenige für BBS geeignete Präventionsprogramme zur Verhütung psychischer Störungen im Jugendalter, die sich insbesondere auf Depressionen und Ängste spezialisieren. Hierbei sollen vor allem Depressionen und Ängste im Vordergrund stehen, da diese die häufigsten psychischen Störungen unter deutschen Jugendlichen darstellen. Daher wird in dieser Arbeit, auf der Grundlage bereits bestehender Präventionsprogramme, eine Basis für ein spezifisches Präventionsprogramm für BBS erarbeitet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Psychische Gesundheit

2.1 Was ist Gesundheit?

2.2 Warum werden physische und psychische Gesundheit voneinander unterschieden?

2.3 Die zentrale Bedeutung psychischer Gesundheit

3 Psychische Störungen und Auffälligkeiten

3.1 Prävalenz psychischer Störungen im Kindes und Jugendalter

3.1.1 Internationaler Vergleich psychischer Störungen

3.1.2 Prävalenz von psychischen Störungen und Auffälligkeiten in Deutschland

3.1.2.1 KiGGS Studie

3.1.2.2 BELLA Studie

3.1.2.3 Versorgungsatlas

3.2 Die häufigsten psychischen Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen

3.2.1 Entwicklungsstörungen

3.2.2 Verhaltens- und emotionale Störung

3.2.2.1 Hyperkinetische Störungen

3.2.2.2 Störungen des Sozialverhaltens

3.2.3 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen

3.2.4 Affektive Störungen

3.3 Ätiologie psychischer Störungen im Kindesalter

3.3.1 Biologische Risikofaktoren

3.3.1.1 Genetische Bedingungen

3.3.1.2 Konstitutionelle Elemente

3.3.1.3 Somatische Faktoren

3.3.2 Psychosoziale Risikofaktoren

3.3.2.1 Individuelle Faktoren

3.3.2.2 Familiäre Faktoren

3.3.2.3 Schulische Faktoren

3.3.2.4 Gleichaltrige

3.3.3 Soziokulturelle Risikofaktoren

3.3.3.1 Soziale Schicht

3.3.3.2 Ökologie

3.3.3.3 Migration

3.3.3.4 Medien

3.3.4 Lebensereignisse und situative Risikofaktoren

3.3.5 Protektive Faktoren und Resilienz

4 Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher in Deutschland

4.1 Ambulante Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher

4.1.1 Ambulante Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher im Rahmen des SGB V

4.1.1.1 An der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Leistungserbringer

4.1.1.2 Niedergelassene Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

4.1.1.3 Niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Psychologische Psychotherapeuten

4.1.1.4 Die Rolle von Kinder- und Jugendärzten bei der Prävention und Versorgung

4.1.1.5 Kinder- und jugendpsychiatrische Institutsambulanzen

4.1.2 Ambulante Hilfen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche außerhalb des SGB V

4.1.2.1 Kinder- und jugendpsychiatrische Dienste (KJPD)

4.1.2.2 Frühförderung

4.2 Stationäre und teilstationäre Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher

4.2.1 Stationäre und teilstationäre Behandlung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher im Rahmen des SGB V

4.2.1.1 Maßregelvollzug bei Jugendlichen und Heranwachsenden

4.3 Wichtige Versorgungsstrukturen außerhalb des SGB V

4.3.1Schulpsychologie

4.3.2 School (Health) Nurses und Schulgesundheitspflege

4.3.3 Kinder-und Jugendhilfe (öffentliche und freie)

5 Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule

5.1 Bildungs- und gesundheitspolitische Grundlagen

5.1.1 Beschlüsse der Kultusministerkonferenz

5.1.2 Schulgesetze der Länder

5.1.3 Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention

5.2 Bildung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

5.2.1 Gesundheit beeinflusst Bildung

5.2.2 Bildung beeinflusst Gesundheit

5.3 Präventionskonzepte im schulischen Sektor

5.3.1 Methodisches Vorgehen der Recherche und der Datenanalyse

5.3.2 Ausgewählte Programme

5.3.2.1 „MindMatters“

5.3.2.2 „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“

5.3.2.3 Vergleich der bewerteten Präventionsprogramme im Fokus der Berufsbildenden Schule

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung von schulbasierten Präventionsprogrammen für psychische Gesundheit, insbesondere Depressionen und Ängste, mit einem spezifischen Fokus auf berufsbildende Schulen (BBS). Dabei wird die aktuelle Versorgungssituation in Deutschland analysiert und auf Basis einer Datenbankrecherche die Eignung bestehender Präventionskonzepte bewertet, um Empfehlungen für eine effektive Implementierung an BBS abzuleiten.

  • Prävalenz und Ätiologie psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Versorgungsstrukturen psychisch erkrankter Jugendlicher in Deutschland
  • Wechselwirkungen zwischen Bildung und Gesundheit
  • Qualitätsanalyse schulbasierter Präventionsprogramme („MindMatters“ und „Verrückt? Na und!“)
  • Entwicklung von Strategien zur Integration von Mental-Health-Prävention im schulischen Alltag

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Internationaler Vergleich psychischer Störungen

Im internationalen Vergleich zeigt sich eine große Bandbreite der Prävalenzen psychischer Auffälligkeiten bei KuJ zwischen 9 – 22%. Diese hohe Variabilität der Prävalenzangaben lässt sich u. a. durch die Verwendung verschiedener Erhebungsinstrumente (z. B. Fragebogenverfahren, Diagnosestatistiken, psychodiagnostische Interviews), der Anwendung unterschiedlicher Klassifikationsverfahren psychischer Störungen (kategoriale vs. dimensionale Störungsklassifikation), der Bezugnahme auf verschiedene Altersbereiche oder der Verwendung unterschiedlicher Cut-off-Kriterien erklären. Im letzten Jahrzehnt wurden zwar international vermehrt Studien zur Prävalenz psychischer Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter durchgeführt, allerdings sind bevölkerungsrepräsentative Trendstudien hierzu immer noch selten und in ihren Ergebnissen widersprüchlich.

Beispielsweise beschrieben Collishaw et al. in zwei britischen Studien für einen 25-Jahres- (1974-1999) sowie einen 20-Jahres-Zeitraum (1986-2006) einen substanziellen Anstieg von Verhaltens- und emotionalen Problemen (vgl. Collishaw et al. 2004, S. 1350; Collishaw et al. 2010, S. 885). Dahingegen konnten Wittchen et al. in ihrer transnationalen Vergleichsstudie für Europa, welche auch KuJ einschloss, keinen Prävalenzanstieg auf Bevölkerungsebene bestätigen (vgl. Wittchen et al. 2011, S. 655).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen im Bereich psychischer Gesundheit an Schulen und erläutert die besondere Ausgangslage bei berufsbildenden Schulen.

2 Die Psychische Gesundheit: Das Kapitel definiert Gesundheit über die WHO-Standards und diskutiert die Bedeutung sowie die häufig kritisch betrachtete Trennung von physischer und psychischer Gesundheit.

3 Psychische Störungen und Auffälligkeiten: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Darstellung nationaler und internationaler Prävalenzstudien sowie einen Überblick über die häufigsten Störungsbilder und deren ätiologische Faktoren.

4 Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher in Deutschland: Hier werden die komplexen Versorgungsstrukturen im SGB V sowie unterstützende Strukturen außerhalb dieses Rahmens detailliert aufgeführt.

5 Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule: Dieses Kapitel behandelt die politischen Grundlagen, die Wechselwirkung von Bildung und Gesundheit sowie die Analyse und Bewertung zweier spezifischer Präventionsprogramme.

6 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer systematischeren Verankerung von Mental Health Prävention in der Schulentwicklung.

Schlüsselwörter

Psychische Gesundheit, Kindes- und Jugendalter, Präventionsprogramme, Schule, Berufsbildende Schulen, Depression, Angststörungen, Versorgungsstrukturen, Gesundheitsförderung, Mental Health Literacy, Resilienz, Qualitätsanalyse, Schülerinnen und Schüler, Interventionen, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Prävention psychischer Störungen, wie Depressionen und Ängsten, bei Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext, mit einem besonderen Fokus auf berufsbildende Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, die Prävalenz psychischer Störungen bei Jugendlichen, die aktuelle Versorgungssituation in Deutschland sowie die Analyse und Bewertung schulischer Präventionskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, bestehende Präventionsprogramme für den Bereich Mental Health zu analysieren und Anregungen für deren Verbesserung und effektive Integration in den schulischen Alltag, besonders an berufsbildenden Schulen, abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin nutzt eine systematische Literaturanalyse zur Bestandsaufnahme und das QGPS-Verfahren zur Qualitätsbewertung der ausgewählten Präventionsprogramme „MindMatters“ und „Verrückt? Na und!“.

Welche Programme stehen im Fokus des Hauptteils?

Im Hauptteil werden die Programme „MindMatters“ (insbesondere das Modul „Wie geht’s?“) und „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ im Detail beschrieben und evaluiert.

Was sind die maßgeblichen Schlüsselwörter der Studie?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Psychische Gesundheit, Präventionsprogramme, berufsbildende Schulen, Depression, Angststörungen und Gesundheitsförderung.

Warum ist eine Trennung von physischer und psychischer Gesundheit im Gesundheitssystem problematisch?

Die Trennung ist aus Sicht der Autorin künstlich, da beide Bereiche eng miteinander verknüpft sind und eine bio-psycho-soziale Betrachtungsweise notwendig ist, um eine umfassende Diagnostik und Behandlung sicherzustellen.

Welche Rolle spielt die Partizipation von Schülern in den untersuchten Programmen?

Partizipation ist für die Wirksamkeit zentral; die Autorin stellt jedoch fest, dass beide bewerteten Programme in diesem Punkt Optimierungspotenzial aufweisen, da Schüler oft nicht systematisch an Entscheidungsprozessen beteiligt werden.

Excerpt out of 134 pages  - scroll top

Details

Title
Mental Health bei Kindern und Jugendlichen. Präventionsmöglichkeiten gegen psychische Störungen an berufsbildenden Schulen
College
University of Koblenz-Landau  (Pflegewissenschaft)
Grade
1,3
Author
Franziska Dürrschmidt (Author)
Publication Year
2021
Pages
134
Catalog Number
V1133606
ISBN (PDF)
9783346559555
ISBN (Book)
9783346559562
Language
German
Tags
Psychische Gesundheit Psyche psychische Erkrankungen Auffälligkeiten Risikofaktoren Gesundheitsförderung stationäre Behandlung teilstationäre Behandlung Entwicklungsstörungen Gesundheitsprogramme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Dürrschmidt (Author), 2021, Mental Health bei Kindern und Jugendlichen. Präventionsmöglichkeiten gegen psychische Störungen an berufsbildenden Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133606
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  134  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint