In meiner Hausarbeit werde ich mich mit dem Begriff der Lesekompetenz auseinandersetzen und diese kurz erläutern. Danach erfolgt der Fokus auf den Terminus des Leseverständnisses, indem ich diesen Begriff erläutere. Im weiteren Verlauf werde ich die Tests ELFE II und FLVT 5-6 vorstellen und herausarbeiten, welche Kompetenzen durch den jeweiligen Test trainiert werden. Ein Vergleich der Tests sowie eine Auswertung bildet das Ende dieser Hausarbeit.
Heutzutage nimmt das Lesen eine zentrale Bedeutung in unserem Leben ein. Nicht nur für die Schule ist Lesen ein wichtiger Baustein. Im Alltag begegnet der Mensch vielen Texten, um Informationen, Ideen oder kulturelle Aspekte aus diesen zu entnehmen. Aber Lesen ist nicht ausschließlich ein Prozess der Informationsentnahme und Wissensverarbeitung. Hurrelmann formuliert, dass Lesen ein wichtiger Prozess zur kulturellen Teilhabe ist. Durch die PISA-Studie wurde gezeigt, dass die Lesekompetenz eines 15-jährigen Schülers in Deutschland im internationalen Vergleich unter dem Durchschnitt liegt. Wie lässt sich dies erklären? In der weiteren Untersuchung zeigte PISA, dass die SuS ein derartiges niedriges Lesekompetenzniveau aufweisen, sodass eine erfolgreiche Berufsausbildung fraglich erscheint. So zogen Didaktiker und Forscher daraus ihre Schlüsse und legten fest, dass entsprechende Fördermaßnahmen eingesetzt werden müssen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lesekompetenz
2.1 Definition Lesekompetenz
2.2 Leseverständnis
2.3 Leseverständnisstörung
3. ELFE 2 Test
3.1 Theoretische Grundlage
3.2 Aufbau
4. Frankfurter Leseverständnistest
4.1. Theoretische Grundlage
4.2 Aufbau
5. Vergleich
6. Auswertung
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht und vergleicht die beiden Leseverständnistests „ELFE II“ und „Frankfurter Leseverständnistest (FLVT 5-6)“, um deren diagnostische Schwerpunkte, theoretische Fundierungen und Einsatzmöglichkeiten im schulischen Kontext herauszuarbeiten.
- Definition und Grundlagen von Lesekompetenz und Leseverständnis
- Theoretische Modelle zur kognitiven Textverarbeitung
- Methodischer Aufbau und Testbereiche von ELFE II
- Methodischer Aufbau und Testbereiche des FLVT 5-6
- Vergleichende Analyse der Diagnoseinstrumente hinsichtlich Zielgruppen und Anforderungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Theoretische Grundlage
Die Autoren des ELFE II Tests lehnen die gegenwärtige Vorstellung ab, dass es sich beim Lesen, um einen passiven kognitiven Prozess handelt. Sie vertreten eher die Vorstellung und stützen sich dabei auf die kognitive Psychologie und experimentelle Leseforschung wie z.B. Kliepera, Schneider, dass es sich beim Lesen um einen „hochrangigen aktiven Prozess der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Inhalt“ handelt. Dabei geht man davon aus, dass ein Leser, die Informationen, die vom Verfasser enkodiert worden sind, dekodieren muss. Nun muss der Leser die entschlüsselten Informationen in eine plausible Verbindung zu den umgebenden Informationen, also den anderen Wörtern, Sätzen und Texten, setzen. Wie beim Konstruktivismus, der den Kern in der aktiven Wissenskonstruktion anhand der Anknüpfung an die Präkonzepte sieht, muss der Leser im nächsten Schritt das dekodierte Wissen in Bezug zu seinem Vorwissen setzen. Nun kann der Leser daraus Schlussfolgerungen über das Gelesene ableiten. Als Grundannahme gehen die Autoren davon aus, dass die Verarbeitungsschritte für das Verstehen der Texte auf der Text-, Satz- und Wortebene in einem Wechselspiel stehen.
Viele theoretische Modelle wie das Simple-View-of-Reading von Gought und Tunmer beleuchten andere Teilkompetenzen als z.B. das Modell bzw. die Theorie der verbalen Effizienz. Allgemein lässt sich aber sagen, dass die einzelnen Teilprozesse, die bei der Lesetätigkeit zur Geltung kommen, abhängig von den Texteigenschaften sowie des Entwicklungsstandes des jeweiligen Kindes sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Erläutert die zentrale Bedeutung des Lesens für Bildung und Teilhabe sowie die Notwendigkeit diagnostischer Maßnahmen zur Förderung von Schülern.
2. Lesekompetenz: Definiert den Begriff der Lesekompetenz, das Leseverständnis sowie die Merkmale von Leseverständnisstörungen.
3. ELFE 2 Test: Stellt das theoretische Fundament und den strukturellen Aufbau des ELFE II Diagnosetests vor.
4. Frankfurter Leseverständnistest: Analysiert den theoretischen Hintergrund und den Aufbau des FLVT 5-6 für die fünften und sechsten Klassen.
5. Vergleich: Gegenüberstellung der beiden Testinstrumente hinsichtlich ihrer theoretischen Basis und der getesteten Kompetenzen.
6. Auswertung: Diskussion der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Diagnosetests bei der Anwendung im Schulalltag.
7. Fazit: Resümee über die Eignung der Instrumente und Ausblick auf die Relevanz der Mehrsprachigkeit bei der Diagnose.
Schlüsselwörter
Lesekompetenz, Leseverständnis, ELFE II, Frankfurter Leseverständnistest, Diagnostik, Leseflüssigkeit, Textverarbeitung, Kognition, Schulleistung, Lesestörung, Sprachverständnis, Inferenzbildung, Lesestrategien, Kohärenzbildung, Bildungsforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Diagnose des Leseverständnisses im schulischen Kontext und vergleicht dazu zwei etablierte Testverfahren: den ELFE II Test und den Frankfurter Leseverständnistest.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Lesekompetenz, die kognitive Textverarbeitung, der Aufbau von Diagnosetests sowie die praktische Anwendung dieser Tests bei Schülern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche spezifischen Kompetenzen durch die beiden Tests erfasst werden, und eine vergleichende Analyse ihrer methodischen Ansätze zu erstellen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Untersuchung von Testmodellen und einem systematischen Vergleich der diagnostischen Konzepte basiert.
Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Lesekompetenz, die detaillierte Vorstellung der beiden Testverfahren (ELFE II und FLVT) sowie deren vergleichende Gegenüberstellung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Lesekompetenz, Leseverständnis, ELFE II, FLVT 5-6, diagnostische Testverfahren und Förderung im Schulalltag.
Wie unterscheidet sich der ELFE II Test in seinem Fokus von dem FLVT 5-6?
Der ELFE II deckt ein breiteres Spektrum ab, inklusive basaler Fertigkeiten wie Laut-, Wort- und Satzebene, während der FLVT 5-6 sich spezifisch auf das sinnverstehende Lesen auf Textebene konzentriert.
Warum wird im Fazit die Frage nach Kindern mit Deutsch als Zweitsprache aufgeworfen?
Da Sprache in der Primarstufe zunehmend als Hindernis wirken kann, hinterfragt die Autorin, ob die standardisierten Tests der Komplexität von Mehrsprachigkeit hinreichend gerecht werden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Welche Kompetenzen erfassen Leseverständnistests? Die Tests FLVT und ELFE II im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1133696