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Ausgewählte biblische Themen aus religionsgeschichtlicher Sicht

Motiv der verbotenen Frucht in der Paradieserzählung, „Frevel der Väter“, „Das ist mein Leib“, „Dein Name werde geheiligt, dein Reich komme“

Title: Ausgewählte biblische Themen aus religionsgeschichtlicher Sicht

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 10 Pages

Autor:in: Katharina Heinen (Author)

Theology - Systematic Theology
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In der folgenden Arbeit wird auf das Motiv der verbotenen Frucht in der Paradieserzählung, den „Frevel der Väter“, „Das ist mein Leib“ und „Dein Name werde geheiligt, dein Reich komme“ eingegangen. Im Gebet wendet sich der Mensch an Gott durch eine sprachliche Äußerung. In den Zeugnissen des frühen Christentums treten drei Grundformen des christlichen Bittgebets hervor. Eine dieser Grundformen stellt das Vaterunser als das einzige feste Gebetsformular dar. Das Vaterunser ist das älteste, am häufigsten rezitierte christliche Gebet. Es wird in den Evangelien in zwei Fassungen überliefert und auf Jesus zurückgeführt (Lk 11,2-4; Mt 6,9-13). Es existiert eine kürzere Fassung im Lukasevangelium und eine längere Fassung im Matthäusevangelium. Im unseren heutigen Gottesdiensten ist das Vaterunser das bekannteste und am häufigsten gesprochene Gebet. Christen versäumen es nie, das Vaterunser zu sprechen, wenn sie sich zu Gebet, Predigt oder Eucharistie versammeln. Das Vaterunser stellt einen festen Bestandteil jeder Liturgie dar. Den meisten Christen ist der genaue Wortlaut von Kindheit an vertraut. Nachdem jahrhundertelang verschiedene Fassungen des Vaterunsers benutzt wurden, einigten sich deutsche Katholiken und Protestanten im Jahre 1967 / 68 auf folgende Fassung :

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erläuterung der einleitenden Gebetsworte des Vaterunsers

2.1. Einleitung

2.2. Wie ist die sprachliche Eigenart dieser Gebetsbitten zu verstehen?

2.3. Was bedeutet „den Namen Gottes heiligen“?

2.4. Was muss geschehen, damit gesagt werden kann: Nun haben sich die Bitten erfüllt? Zwei Antworten

2.5. In welchem historischen Kontext sind die Gebetsbitten möglicherweise entstanden?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht ausgewählte biblische Themen aus religionsgeschichtlicher Sicht, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Exegese und dem historischen Kontext der einleitenden Bitten des Vaterunsers liegt. Ziel ist es, die sprachliche Komplexität sowie die theologische Bedeutung dieser Gebetsformel im Kontext der frühen christlichen Überlieferung zu entschlüsseln.

  • Analyse der sprachlichen Struktur und der restringierten Formensprache des Vaterunsers.
  • Untersuchung des theozentrischen und anthropozentrischen Ansatzes in der Gebetstheologie.
  • Historische Verortung der Entstehung des Vaterunsers durch verschiedene wissenschaftliche Thesen.
  • Deutung der Bitte um die Heiligung des göttlichen Namens im Zusammenhang mit der Taufe.
  • Untersuchung der Bedeutung des „Reiches Gottes“ innerhalb der Jesusbewegung.

Auszug aus dem Buch

2.2. Wie ist die sprachliche Eigenart dieser Gebetsbitten zu verstehen?

Der ursprüngliche Sinn: Drei Eigenarten seiner sprachlichen Gestalt machen das Vaterunser für uns zu einem schwer verständlichen Text. Erstens bedürfen bereits die ersten drei Bitten (geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe) der Übersetzung aus einer Sprachform antiker Höflichkeit, welche die an einen Höherstehenden gerichtete unmittelbare Aufforderung vermeidet. Wird auf die vornehme Zurückhaltung des Hofstils verzichtet, ergibt es: „Heilige deinen Namen, bringe dein Reich, tu deinen Willen.“ Auch diese Formulierung hat noch nicht ihre Rätselhaftigkeit verloren.

Zweitens beruht nämlich der rätselhafte Charakter des Gebets darauf, dass uns der einheitliche spät-atl. Gedankenkreis, dem die Bitten entstammen, nicht mehr vor Augen steht. Zum Verlust von Israels politischer Selbstständigkeit hat die Sünde des Abfalls von Gottes Gebot geführt. Erst durch Gebete zu Gott als Vater und Bekehrung kann sich die durch Diaspora, Hungersnot und Versuchung zum Abfall vom Judentum gekennzeichnete Not wenden. Gott soll, so wird gefleht, sein Volk wieder von der Fremdherrschaft befreien, sein Reich, den jüdischen Staat, wiederherstellen und so seinem Namen wieder zu Ruhm verhelfen.

Drittens ist uns das Vaterunser schwer verständlich, weil es sich der Sprachform bedient, welche die Sprachwissenschaft als „restringiert“ bezeichnet. Dieser auf traditionelle Formeln zurückgreifende Stil dient zur Nachricht an Personen, die über ein hohes Maß an Vorkenntnissen verfügen. Restringierte Sprache wird häufig von Priestern, Schriftgelehrten und Pflegern alter Tradition verwendet, also von einer Gruppe, die über Spezialwissen verfügt. Restringiert formulierte Sätze sind dem Außenstehenden somit rätselhaft. Der Gebrauch des restringierten Stils ist verständlich, wenn wir die ursprüngliche Heimat des Vaterunsers bedenken. Nach dem Lukasevangelium ist das Vaterunser für den sehr kleinen Kreis der engeren Jünger Jesu bestimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und nennt die zentralen Motive wie die Paradieserzählung, den „Frevel der Väter“ und die einleitenden Bitten des Vaterunsers.

2. Erläuterung der einleitenden Gebetsworte des Vaterunsers: Dieses Hauptkapitel widmet sich der sprachlichen, theologischen und historischen Analyse der Vaterunser-Bitten, wobei insbesondere die Bedeutung des „Geheiligt werde dein Name“ sowie verschiedene theologische Interpretationsansätze diskutiert werden.

Schlüsselwörter

Vaterunser, Gebetstheologie, Religionsgeschichte, Altes Testament, Reich Gottes, Exegese, Johannes der Täufer, theozentrischer Ansatz, anthropozentrischer Ansatz, restringierte Sprache, Gebetserhörung, frühes Christentum, Heiligung des Namens.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt ausgewählte biblische Themen aus einer religionsgeschichtlichen Perspektive mit einem klaren Fokus auf dem christlichen Vaterunser.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die philologische Analyse des Vaterunsers, der antike Gebetskontext, die Rolle der Sprache sowie historische Entstehungstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beleuchtung der ersten Bitten des Vaterunsers, um deren oft unverstandene Struktur und historische Herkunft zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-kritische sowie linguistische Analyse der biblischen Texte und ihrer Deutungsgeschichte angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die sprachliche Eigenart, die Bedeutung der Namensheiligung, philosophische Gebetstheorien und historische Thesen zur Entstehung des Gebets.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vaterunser, Gebetstheologie, Reich Gottes, religionsgeschichtlicher Kontext und restringierte Sprache.

Wie wird die „restringierte Sprache“ im Kontext des Vaterunsers definiert?

Es handelt sich um einen auf traditionelle Formeln zurückgreifenden Stil, der auf ein hohes Vorwissen der Adressaten angewiesen ist und typisch für Priester- oder Gelehrtenkreise ist.

Welche zwei theologischen Ansätze zur Gebetserhörung werden unterschieden?

Die Arbeit differenziert zwischen einem theozentrischen Ansatz, der Gottes Majestät und Unbeeinflussbarkeit betont, und einem anthropozentrischen Ansatz, der die Wirkung auf den Beter in den Vordergrund rückt.

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Details

Title
Ausgewählte biblische Themen aus religionsgeschichtlicher Sicht
Subtitle
Motiv der verbotenen Frucht in der Paradieserzählung, „Frevel der Väter“, „Das ist mein Leib“, „Dein Name werde geheiligt, dein Reich komme“
College
University of Paderborn  (Institut für Katholische Theologie)
Course
Grundlegende Texte und Themen des Alten Testaments
Author
Katharina Heinen (Author)
Publication Year
2008
Pages
10
Catalog Number
V113396
ISBN (eBook)
9783640142064
ISBN (Book)
9783656902614
Language
German
Tags
Ausgewählte Themen Sicht Grundlegende Texte Themen Alten Testaments
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Heinen (Author), 2008, Ausgewählte biblische Themen aus religionsgeschichtlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113396
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