Machen sich Jugendliche Gedanken darüber, was "gesunde Ernährung" ist oder wollen sie vor allem eins: Schnell satt werden? Sind ihnen Geschmack und Spaß beim Essen mit Freunden wichtiger als die Produktwahl? Geben die Schüler ihr Taschengeld für Essen aus und kaufen die nur "gesundes" vom Essensgeld?
Diese Arbeit untersucht das Einkaufsverhalten von Schülern unter Einfluss von Hunger und Gruppendynamik in einem Supermarkt. Dabei wird beobachtet, ob Taschengeld oder ob Essensgeld die bevorzugte Zahlungsmethode der Schüler ist und wie sich das Verhältnis zwischen den gekauften Produkten und der Zahlungsart zeigt.
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
Einleitung
1 Theoretische Grundlagen
1.1 Die Forschungsmethode Beobachtung
1.2 Gruppendynamik
1.2.1 Das Eisbergmodell
1.3 Die Forschungsfragen
2 Methodenteil
2.1. Vorbereitung
2.2 Beobachtungsbogen
2.3 Stichprobenumfang
2.4 Durchführung der Beobachtung
3 Ergebnisse
4 Diskussion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Einkaufsverhaltens von Schülern im Alter von 12 bis 16 Jahren während ihrer Mittagspause. Dabei soll erforscht werden, inwieweit Gruppendynamik und das Hungerempfinden die Produktwahl beeinflussen und ob es signifikante Unterschiede in der Wahl der Zahlungsmittel (Taschengeld vs. Essensgeld) gibt.
- Einfluss der Gruppendynamik auf Kaufentscheidungen
- Zusammenhang zwischen Hunger und Produktwahl
- Analyse des Zahlungsverhaltens (Taschengeld vs. Essensgeld)
- Methodische Anwendung der Verhaltensbeobachtung
- Reflexion über die Validität von Beobachtungsinstrumenten
Auszug aus dem Buch
1.1 Die Forschungsmethode Beobachtung
Alltägliche Beobachtungen spielen seit jeher eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Menschheit (Vgl. Müller/David/Straatmann (2011), S. 315f.). Die wissenschaftliche Beobachtung ist im Gegensatz zur unbewussten und passiven Alltagswahrnehmung ein anhand mehrerer Kriterien vorab geplanter Vorgang, mithilfe dessen unvoreingenommen, gezielt und systematisch dasjenige Verhalten registriert wird, das mit den menschlichen Sinnen wahrnehmbar und in einem bestimmte Forschungskontext relevant ist (Vgl. Atteslander (2008), S. 67; Gniewosz (2011), S. 99f.; Häder (2015), S. 306; Müller/ David/Straatmann (2011), S. 316). Auf diese Weise werden durch die Beobachtung quantitative oder qualitative Daten erhoben, die vorrangig zur Überprüfung von Hypothesen aus dem jeweiligen Forschungszweck dienen und dementsprechend dokumentiert werden (Vgl. Bortz/Döring (2007), S. 262f; Friedrichs (1990), S. 269; Hussy/Schreier/Echterhoff (2013), S. 238ff.).
Die quantitative Forschung ist linear ausgerichtet und unterscheidet sich von qualitativen Ansätzen in ihrer „wissenschaftlichen Grundposition, den Status von Hypothesen und Theorien sowie dem Methodenverständnis“ (Atteslander, P. (2008), S.70.). Quantitative Forschung sieht die soziale Realität als objektiv gegeben an, die mit Hilfe kontrollierter Methoden erfassbar sind. Sie geht von bestehenden kausalen Beziehungen (Ursache Wirkungs-Zusammenhängen) aus, die sie zu erklären versucht. Dabei steht die Theorie am Anfang des Forschungsprozesses.
Zusammenfassung der Kapitel
Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die Zielsetzung, Methodik und die Hauptergebnisse der Studie zur Verhaltensbeobachtung von Schülern.
Einleitung: Führt in die Fragestellung bezüglich der Ernährungsgewohnheiten von Jugendlichen und der wissenschaftlichen Vorgehensweise ein.
1 Theoretische Grundlagen: Erläutert die wissenschaftliche Methode der Verhaltensbeobachtung, das Konzept der Gruppendynamik und das Eisbergmodell.
2 Methodenteil: Beschreibt die Vorbereitung, den Beobachtungsbogen, den Stichprobenumfang sowie die praktische Durchführung der Beobachtung vor Ort.
3 Ergebnisse: Präsentiert die statistischen Auswertungen bezüglich Produktwahl, Zahlungsverhalten und Gruppeneinflüssen.
4 Diskussion: Reflektiert die methodischen Grenzen der Untersuchung und gibt Ausblick auf weiterführende Forschungsansätze.
Schlüsselwörter
Verhaltensbeobachtung, Schüler, Einkaufsverhalten, Supermarkt, Gruppendynamik, Hunger, Taschengeld, Essensgeld, Produktwahl, quantitative Forschung, Beobachtungsbogen, Feldbeobachtung, Kaufentscheidung, Jugendliche, Konsumverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Einkaufsverhalten von Schülern während ihrer Mittagspause unter Berücksichtigung von psychologischen und ökonomischen Faktoren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Verhaltensbeobachtung, dem Einfluss von Gruppendynamik auf Konsumentscheidungen sowie dem Vergleich zwischen verschiedenen Zahlungsarten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Hunger und Gruppenzugehörigkeit die Wahl zwischen gesundheitsbewussten und anderen Produkten beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine nicht-teilnehmende, quantitative Feldbeobachtung in einem Supermarkt durchgeführt, ergänzt durch eine kurze Befragung mittels Hungerskala.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die Präsentation der Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Verhaltensbeobachtung, Gruppendynamik, Produktwahl, Konsumverhalten bei Jugendlichen und empirische Forschung.
Was besagt das Eisbergmodell im Kontext der Arbeit?
Das Modell dient dazu, Gruppendynamiken zu verstehen, indem es zwischen sichtbaren manifesten Interaktionen und verborgenen, latenten psychologischen Ebenen unterscheidet.
Warum war die Stichprobengröße laut Autor problematisch?
Die Stichprobe von 92 Probanden war zu klein, um repräsentative und verallgemeinerbare Aussagen für eine größere Grundgesamtheit zu treffen.
Welchen Einfluss hat die Zahlungsart auf die Produktwahl?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei der Zahlung mit Essensgeld häufiger zu Backwaren gegriffen wurde, während Taschengeld überproportional häufig für Süßwaren ausgegeben wurde.
Warum wurde eine passiv-teilnehmende Beobachtung gewählt?
Die Wahl der Methode sollte sicherstellen, dass die Schüler ihr natürliches Kaufverhalten beibehalten und nicht durch die Anwesenheit des Beobachters in ihrem Handeln beeinflusst werden (Vermeidung von Reaktivität).
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Der Einfluss von Hunger und Gruppendruck auf das Einkaufsverhalten von Schülern. Ein Vergleich von Taschengeld und Essensgeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1134010