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Bessere Integration von Jungen in schulische Lernprozesse

Möglichkeiten und Grenzen geschlechtshomogener Gruppen am Beispiel von Projekttagen zur Berufsorientierung und Lebensplanung

Título: Bessere Integration von Jungen in schulische Lernprozesse

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2007 , 40 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stephan Weser (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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In einem Artikel der Wochenzeitung DIE ZEIT las ich, dass Vorbilder eine wichtige, jedoch auch schwierige Funktion für Bildung haben. „…Die verlorene Jugend auf der Suche nach der beispielhaften Biografie, dem geglückten Leben.“ Was kann man dazu als Lehrer beitragen? Als Lehrer wird einem die Vorbildfunktion von unterschiedlichen Seiten zugeschrieben. Die pädagogische Literatur geht davon aus, dass SchülerInnen in Lehrkräften vielmehr ein Vorbild sehen, als jenen bewusst ist. Ganz besonders gilt dies für die Geschlechterrolle.
Diese scheint beim schlechten Abschneiden von Jungen in Schulleistungstests wie PISA eine Rolle zu spielen. Hier zeigten sich geschlechtsspezifische Unterschiede im Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften. Diese Differenzen sind auch in meinem eigenen Unterricht beobachtbar. Sachtexte sind Jungen näher als Mädchen, Texte die Identifikation erfordern sind Mädchen näher als Jungen.
Neben dieser Überlegung gaben andere eigene Beobachtungen in der Schule dazu Anlass, sich mit dem Thema Jungenförderung zu beschäftigen. Gerade in meiner Klasse 8F konnte ich beobachten, wie unterschiedlich das Verhalten von Jungen und Mädchen ist. Zusammengefasst spielen drei Punkte eine wichtige Rolle. Erstens fallen Jungen eher durch eine unproduktive Kommunikation im Unterricht auf. Zweitens zeigen Jungen im Vergleich zu Mädchen eine eher mäßige Teamarbeit und drittens scheint Vertrauen und gegenseitiges Verständnis bei Jungen weniger ausgeprägt zu sein als bei Mädchen. So taucht das Verhalten von Jungen und Mädchen in einem sehr stark geschlechtsbezogenen Kontext auf. Hinzu kam, dass drei Jungen der Klasse sowohl von mir, als auch von anderen Lehrkräften als verhaltensauffällig angesehen wurden. Daher entschied ich mich diesem Problem auf die Spur zu kommen und Abhilfe zu schaffen, indem ich mich mit Jungenförderung und geschlechtshomogenen Gruppen eingehender beschäftigte. Die sollte im Rahmen der anstehenden Projekttage zur „Lebensplanung und Berufswahlorientierung“ in Klasse 8 geschehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

1. WARUM BESCHÄFTIGUNG MIT JUNGEN?

II. THEORIETEIL

1. WAS IST UNTER PROJEKTTAGEN ZU VERSTEHEN?

2. REFLEXIVE KOEDUKATION

2.1 Warum Geschlechtertrennung?

3. JUNGENARBEIT

3.1 Was ist Jungenarbeit?

3.2 Zur Notwendigkeit von Jungenarbeit

3.3 Ziele, Methoden und Formen von Jungenarbeit

III. DARSTELLUNGSTEIL

1. VORSTELLUNG DER PROJEKTTAGE

2. WAS SOLL ERREICHT WERDEN?

3. MEINE PROJEKTIDEE UND IHRE ZIELE

3.1 Erster Tag

3.2 Zweiter Tag

3.3 Dritter Tag

3.4 Vierter Tag

4. ZUSAMMENFASSUNG UND REFLEXION

4.1 Was wurde erreicht?

4.2 Wertung

4.3 Lehrerfunktionen

IV. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen geschlechtshomogener Gruppen zur Verbesserung der Integration von Jungen in schulische Lernprozesse, insbesondere im Kontext von Projekttagen zur Berufsorientierung und Lebensplanung. Ziel ist es, durch gezielte Förderung und eine geschlechterbewusste Pädagogik Verhaltensdefizite abzubauen und die Entwicklung einer positiven männlichen Identität zu unterstützen.

  • Methoden und Ansätze der Jungenarbeit in der Schule
  • Reflexive Koedukation als bildungspolitischer Rahmen
  • Praktische Erprobung geschlechtshomogener Gruppen in Projekttagen
  • Analyse von Männerbildern und Selbstwahrnehmung bei Jugendlichen
  • Herausforderungen in der Kommunikation und Teamarbeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Erster Tag

Der erste Tag hat zum Ziel eine Vertrauensbasis her zustellen und die Wichtigkeit von Teamarbeit vor Augen zu führen. Dazu wird ein Plakat erstellt, welches Bedingungen guter Teamarbeit ausführt und zeigt, woran die Gruppe noch arbeitet muss.35 Schwerpunkt dieses Tages wird das so genannte „Spinnennetz“ sein, doch dazu später mehr. Zunächst sollte ein gemeinsames Frühstück die Atmosphäre lockern und eine gute, von Schule weitgehend gelöste Stimmung erzeugen. Nach dem Frühstück wurde ein Stuhlkreis hergestellt, um eine barrierefreie Kommunikation her zustellen. Hier wurden Regeln vereinbart, wie die Gespräche untereinander ablaufen sollten:

■ Ausreden lassen

■ Melden

■ Sich aufeinander beziehen

Anschließende stellte ich einige Ziele der Projekttage vor, um den Schülern meine Vorstellungen und Wünsche mitzuteilen. Diese wurden dann in Anlehnung an die von den Schülern in der letzten Gesellschaftslehrestunde (GL) entwickelten Wünsche diskutiert.36

Um Vertrauen aufzubauen, schien es nahe liegend, dass die Jungen zunächst einmal Distanz zwischen sich abbauen und versuchen zusammen etwas zu leisten. Die Schüler kennen sich zwar aus dem Klassenverband, dennoch haben meine Beobachtungen im GL-Unterricht gezeigt, dass ein wirklich Vertrauensverhältnis und kooperative Stimmung nicht vorhanden ist. Die zeigte sich besonders in kooperativen Lernsituationen, in denen es Jungen- und Mädchengruppen gab, wobei die Jungengruppen stets schlechter abschnitten und weniger effizient arbeiteten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer speziellen Jungenförderung aufgrund von Beobachtungen im eigenen Unterricht bezüglich verhaltensauffälliger Jungen und geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Schulleistung.

II. THEORIETEIL: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Projektlernens, der reflexiven Koedukation sowie die Definition und Notwendigkeit der Jungenarbeit.

III. DARSTELLUNGSTEIL: Dieser Hauptteil beschreibt die konkrete Umsetzung und Durchführung der Projekttage zur Berufsorientierung und Lebensplanung sowie die Reflexion der Ergebnisse und der Lehrerfunktionen.

IV. AUSBLICK: Das letzte Kapitel zieht Schlussfolgerungen aus dem Projekt, weist auf den Bedarf an Langfristigkeit in der Jungenförderung hin und betont die Bedeutung der persönlichen Auseinandersetzung der Lehrkraft mit dem Thema.

Schlüsselwörter

Jungenarbeit, Projekttage, reflexive Koedukation, Lebensplanung, Berufsorientierung, Geschlechtertrennung, männliche Identität, Teamarbeit, soziale Kompetenz, Unterrichtsgestaltung, Selbstwahrnehmung, Identitätsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration von Jungen in schulische Lernprozesse und untersucht, wie geschlechtshomogene Gruppen bei Projekttagen zur Berufsorientierung und Lebensplanung eingesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Jungenförderung, der kritische Umgang mit traditionellen Männerbildern, die Bedeutung von Vertrauen und Teamarbeit sowie die Methoden zur Selbstreflexion bei Jugendlichen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Schülern zu helfen, alternative Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen zu entwickeln und ein Bewusstsein für ihre männliche Identität zu schaffen, während gleichzeitig ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit verbessert werden soll.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen praxisorientierten pädagogischen Ansatz, der qualitative Beobachtungen während der durchgeführten Projekttage mit theoretischen Konzepten zur Projektmethode und Jungenarbeit verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil dokumentiert detailliert den Ablauf der vier Projekttage, angefangen bei Übungen zur Vertrauensbildung über die Analyse von Männerbildern bis hin zur Lebensplanung und dem Abgleich von Zukunftsvorstellungen mit finanziellen Realitäten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jungenarbeit, reflexive Koedukation, geschlechtshomogene Gruppen, Identitätsbildung und Berufswahlorientierung charakterisiert.

Wie wurde das Vertrauen innerhalb der Jungengruppe gefördert?

Durch kooperative Übungen wie das „Spinnennetz“, das „Pendel“ und den „sitzenden Kreis“, die ein hohes Maß an Absprache und gegenseitiger Unterstützung erforderten, sollte die Vertrauensbasis gestärkt werden.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die erzielten Verhaltensänderungen?

Der Autor stellt fest, dass zwar ein Bewusstwerdungsprozess bei den Schülern stattfand und Einsichten gewonnen wurden, eine tiefgreifende dauerhafte Verhaltensänderung jedoch aufgrund der begrenzten Zeit und der fest verankerten Stereotype nur schwer erreicht werden konnte.

Final del extracto de 40 páginas  - subir

Detalles

Título
Bessere Integration von Jungen in schulische Lernprozesse
Subtítulo
Möglichkeiten und Grenzen geschlechtshomogener Gruppen am Beispiel von Projekttagen zur Berufsorientierung und Lebensplanung
Curso
Examensarbeit
Calificación
2,0
Autor
Stephan Weser (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
40
No. de catálogo
V113404
ISBN (Ebook)
9783640135776
ISBN (Libro)
9783640135936
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bessere Integration Jungen Lernprozesse Examensarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephan Weser (Autor), 2007, Bessere Integration von Jungen in schulische Lernprozesse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113404
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Extracto de  40  Páginas
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