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Historisch-kritische Exegese (Lk 4,1-13). Bibeltextanalyse und Unterrichtsplanung (Religionsunterricht, 7. Klasse)

Título: Historisch-kritische Exegese (Lk 4,1-13). Bibeltextanalyse und Unterrichtsplanung (Religionsunterricht, 7. Klasse)

Trabajo Escrito , 2020 , 26 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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Diese Arbeit unternimmt eine historisch-kritische Exegese. Das ist eine Methode zur Untersuchung von historischen Texten. Bekannt ist sie vor allem aus der biblischen Exegese. Sie hat zum Ziel, einen (biblischen) Text in seinem historischen Kontext zu verstehen und schließlich auszulegen. Dabei spielen die Rekonstruktion der vermuteten Vor- und Entstehungsgeschichte des Textes und seine Einbindung in das damalige Geschehen eine besondere Rolle. Hierbei werden die sprachlichen und inhaltlichen Merkmale, welche die Perikope nach vorne und hinten abgrenzen, so untersucht, dass die Perikope in den folgenden Exegeseschritten als Ausschnitt aus einer umfassenden Textsammlung analysiert werden kann. Anschließend erfolgt ein Vergleich verschiedener Übersetzungen der Textstelle, um diese auf Bedeutungsunterschiede hin zu untersuchen. In einer dritten Phase erfolgt eine sprachliche Analyse, in der Wortfelder und Leitbegriffe, sprachliche Gestaltung, Figuren und Erzählstrukturen untersucht werden. In der darauffolgenden historisch-kritischen Analyse geht es um die Erfassung des Textes in seiner Ursprungssituation. Hierbei werden bestimmte Methoden historischer Kritik angewendet, um die Entstehungsbedingungen des Textes zu klären.

Außerdem wird der Ertrag dieser beiden vorangegangen Analysemethoden (sprachlich und historisch-kritisch) zu einer Gesamtinterpretation zusammengefasst. Nach diesem theoretischen Teil der Exegese erfolgt eine Begründung, die es erlaubt, den ausgewählten Bibeltext für den Unterricht zu legitimieren. Hierzu werden unterschiedliche Lernmöglichkeiten vorgestellt, die der Text bereithält. Im Anschluss wird ein 90-minütiger Unterrichtsvorschlag zu der ausgewählten Bibelstelle konstruiert. Hierbei werden einzelne Unterrichtsphasen mit ihren jeweiligen Inhalten und Zielen aufgeführt und die hierfür geplanten Methoden und Medien vorgestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse des ausgewählten Textes mit exegetischen Methoden

2.1 Textsicherung

2.2 Übersetzungsvergleich

2.3 Sprachliche Analyse

2.4 Traditionskritik

2.5 Gattungskritik

2.6 Synoptischer Vergleich

2.7 Redaktionskritik

3. Interpretation des Textes

4. Bibeldidaktischer Zugang

5. Unterrichtsgestaltung

6. Schluss: Abschließende Reflexion

7. Artikulationsschema

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Perikope von der Versuchung Jesu (Lk 4,1-13) mittels historisch-kritischer Exegese tiefgehend zu analysieren, um sie für den Religionsunterricht in einer neunten Klasse didaktisch zu erschließen und ihre heutige Relevanz aufzuzeigen.

  • Historisch-kritische Exegese des lukanischen Versuchungsberichts
  • Vergleich der exegetischen Methoden und synoptische Analyse
  • Reflexion des theologischen Gehalts und der Bedeutung der Versuchung
  • Konzeption eines praxisorientierten Unterrichtsentwurfs
  • Verknüpfung biblischer Inhalte mit den Lebenswelten von Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

2.3 Sprachliche Analyse

In den meisten biblischen Texten lassen sich sogenannte Leitbegriffe und Wortfelder erkennen. Auch die Perikope der Versuchung Jesu enthält einige solcher sprachlichen Mittel. Sehr auffällig sind die Verben sprechen und antworten als Leitbegriffe, die sich durch die gesamte Perikope ziehen. In Vers 3 spricht der Teufel zu Jesus und Jesus antwortet ihm in Vers 4. In Vers 6 spricht der Teufel zu Jesus und Jesus antwortet und spricht zu ihm in Vers 8. In Vers 9 spricht der Teufel ein letztes Mal zu Jesus und Jesus antwortet und spricht zum Teufel ein letztes Mal in Vers 12. Diese Leitbegriffe sind Kennzeichen eines Dialogs zwischen dem Teufel, der immer beginnt zu sprechen und Jesus, der immer antwortet.

Auch die Worte geführt und versucht sind zwei Leitbegriffe, die Ähnliches aussagen wollen, nämlich das Jesus nicht freiwillig in die Wüste ging, um mit dem Teufel zu kommunizieren, sondern er wurde von einer unbekannten Kraft dorthin geführt und durch des Teufels Hand versucht. Als des Teufels Versuchungen vorüber waren, wich er von Jesus. Ein Wortfeld ist eindeutig die Trinität aus Heiligen Geist, Gott und Jesus als unauflösbare Einheit. Dem gegenüber steht der Teufel, der vergeblich versucht, Jesus von dieser Trinität zu lösen und ihn zu verführen. Des Weiteren wird immer wieder erwähnt, dass „geschrieben steht …“ oder „es ist gesagt …“, was darauf hinweist, dass sich sowohl Jesus als auch der Teufel auf ältere biblische Schriften beziehen und ihre Aussagen dadurch bekräftigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Auswahl der Perikope Lk 4,1-13 und stellt das persönliche Interesse sowie das methodische Vorgehen der historisch-kritischen Exegese vor.

2. Analyse des ausgewählten Textes mit exegetischen Methoden: Dieses Kapitel umfasst die methodische Untersuchung der Textstelle mittels verschiedener exegetischer Werkzeuge wie Textsicherung, Sprachanalyse, Traditions- und Gattungskritik sowie einem synoptischen und redaktionsgeschichtlichen Vergleich.

3. Interpretation des Textes: Hier werden die Ergebnisse der Exegese zusammengeführt, um die Bedeutung von Versuchung, Widerstand und Vertrauen im Kontext der Lebenswelt zu deuten.

4. Bibeldidaktischer Zugang: Dieser Abschnitt legitimiert die Bibelstelle für den Unterricht und zeigt Anknüpfungspunkte an aktuelle Lebensthemen wie Überflussgesellschaft, Macht und die Frage nach Gottes Hilfe auf.

5. Unterrichtsgestaltung: Es wird ein konkreter Entwurf für eine neunte Klasse einer Förderschule vorgestellt, der das Thema Versuchung durch theologisches Brainstorming und die Einbeziehung von Kurzfilmen zu Dietrich Bonhoeffer erschließt.

6. Schluss: Abschließende Reflexion: Der Autor reflektiert das Exegese-Projekt als intensiven, aber erkenntnisreichen Prozess und bewertet dessen Nützlichkeit für die Unterrichtsvorbereitung.

7. Artikulationsschema: Dieses Kapitel bietet eine tabellarische Übersicht der geplanten Unterrichtsphasen mit Zielen, Methoden und Medien.

Schlüsselwörter

Versuchung Jesu, Lukasevangelium, historisch-kritische Exegese, Bibelarbeit, Religionsunterricht, Lk 4,1-13, Teufel, Bibeldidaktik, Unterrichtsentwurf, Dietrich Bonhoeffer, Synoptischer Vergleich, Redaktionskritik, Gattungskritik, Traditionsgeschichte, Glaubenssätze.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt eine historisch-kritische Exegese der Perikope von der Versuchung Jesu nach dem Lukasevangelium (Lk 4,1-13) und deren Anwendung im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die sprachliche und inhaltliche Analyse des Textes, die Bedeutung der Versuchungsthematik in der Bibel und die Frage nach der Relevanz dieser Erzählung für heutige Lebenswelten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Bibeltext exegetisch zu erschließen und fundierte Anknüpfungspunkte für den Religionsunterricht zu schaffen, um Schülern die Auseinandersetzung mit Versuchungen im Alltag zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es kommen klassische Methoden der historisch-kritischen Exegese zum Einsatz, darunter Textsicherung, Gattungs-, Traditions- und Redaktionskritik sowie ein synoptischer Vergleich mit Matthäus und Markus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Exegese des Textes, die didaktische Begründung für den Einsatz im Unterricht sowie die detaillierte Ausarbeitung eines konkreten Unterrichtsentwurfs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Versuchung Jesu, historisch-kritische Exegese, Bibeldidaktik und Lukanisches Heilsverständnis geprägt.

Warum spielt Dietrich Bonhoeffer eine Rolle in diesem Dokument?

Dietrich Bonhoeffer dient im Unterrichtsentwurf als reales Beispiel für eine Lebenshaltung in der Nachfolge Jesu, um den abstrakten biblischen Begriff der Versuchung und des Glaubens für Schüler greifbar zu machen.

Wie unterscheidet sich die lukanische Fassung der Versuchungsgeschichte von anderen?

Lukas setzt in seiner Erzählung eigene Akzente, etwa durch die Umstellung der Reihenfolge der Versuchungen und das Weglassen des Engelmotivs am Ende, um die Heilsgeschichte konsequent auf die Person Jesu auszurichten.

Ist die Exegese für den Autor hilfreich gewesen?

Ja, der Autor empfindet die wissenschaftliche Auseinandersetzung als unabdingbar für ein tiefes Bibelverständnis, weist jedoch darauf hin, dass eine solch ausführliche Exegese im Schulalltag sehr zeitintensiv ist.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Historisch-kritische Exegese (Lk 4,1-13). Bibeltextanalyse und Unterrichtsplanung (Religionsunterricht, 7. Klasse)
Universidad
University of Würzburg  (Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik)
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
26
No. de catálogo
V1134044
ISBN (Ebook)
9783346508539
ISBN (Libro)
9783346508546
Idioma
Alemán
Etiqueta
historisch-kritische exegese bibeltextanalyse unterrichtsplanung religionsunterricht klasse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Historisch-kritische Exegese (Lk 4,1-13). Bibeltextanalyse und Unterrichtsplanung (Religionsunterricht, 7. Klasse), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1134044
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