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Bilanzierung und Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen sowie von originären Finanzinstrumenten nach HGB und US-GAAP

Title: Bilanzierung und Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen sowie von originären Finanzinstrumenten nach HGB und US-GAAP

Diploma Thesis , 2002 , 97 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patric Mais (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Im Bereich der Rechnungslegung haben sich durch die Globalisierung der Kapitalmärkte und die verstärkte Zunahme von Unternehmenszusammenschlüssen bedeutende Veränderungen ergeben.
Sowohl die US-amerikanische Rechnungslegung (US-GAAP)
als auch die International Accounting Standards (IAS) werden auf
den internationalen Kapitalmärkten zunehmend als Rechnungslegungsstandards gefordert. So ist eine Kapitalaufnahme an der größten und umsatzstärksten Börse der Welt - der New York Stock Exchange (NYSE) - nur möglich, wenn nach US-GAAP bilanziert und eine Berichterstattung nach den Vorschriften der Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC)vorgelegt wird.1 Für eine Notierung am Neuen Markt in Deutschland ist bereits
heute eine Rechnungslegung nach US-GAAP oder IAS Voraussetzung.2
Bemerkenswert ist, daß für US-amerikanische Unternehmen keine
Verpflichtung zur Offenlegung und Prüfung von Jahresabschlüssen
besteht. Lediglich von börsennotierten Unternehmen verlangt
die SEC die Prüfung und Publizität. Der Grundsatz der Transparenz
und Vergleichbarkeit (fair presentation) überlagert das Vorsichtsprinzip, ist dabei aber nicht mit der deutschen Forderung nach einem den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verwechseln. Im Unterschied zum deutschen Recht ist der Konzernabschluß der maßgebliche Abschluß in den USA, an dem sich auch die Ausschüttungsentscheidungen orientieren.3

1 Vgl. Haller, Axel, (2000), S. 3 f.
2 Vgl. Küting, Karlheinz, (2001), S. 7
3 Vgl. Förschle, Gerhard et al., (2001), S. 5 ff.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau

2 Begriffsdefinition

2.1 Vermögensgegenstand im HGB

2.2 Vermögensgegenstand (asset) nach US-GAAP

3 Immaterielle Vermögensgegenstände

3.1 Bilanzierung und Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände nach HGB

3.1.1 Bilanzierung

3.1.2 Bewertung

3.2 Bilanzierung und Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände (intangible assets) nach US-GAAP

3.2.1 Bilanzierung

3.2.2 Bewertung

3.3 Unterschiede

4 Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill)

4.1 Bilanzierung und Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB

4.1.1 Ermittlung und Bilanzierung

4.1.2 Bewertung

4.2 Bilanzierung und Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach US-GAAP

4.2.1 Ermittlung und Bilanzierung

4.2.2 Bewertung

4.3 Unterschiede

5 Originäre Finanzinstrumente

5.1 Bilanzierung und Bewertung nach HGB

5.1.1 Bilanzierung

5.1.2 Bewertung

5.2 Bilanzierung und Bewertung nach US-GAAP

5.2.1 Bilanzierung und Bewertung von Held-to-Maturity Securities

5.2.1.1 Bilanzierung

5.2.1.2 Bewertung

5.2.2 Bilanzierung und Bewertung von Trading Securities

5.2.3 Bilanzierung und Bewertung von Available-for-Sale Securities

5.2.4 Umgliederungen zwischen Held-to-Maturity, Trading und Available-for-Sale Securities

5.3 Unterschiede

6 Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist die Gegenüberstellung der Bilanzierung und Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände sowie originärer Finanzinstrumente nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB) und US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP), um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Hinblick auf Transparenz und Vorsichtsprinzip aufzuzeigen.

  • Vergleich der Aktivierungsvoraussetzungen für immaterielle Vermögenswerte.
  • Analyse der Behandlung des Geschäfts- oder Firmenwerts (Goodwill) und der Abkehr von der planmäßigen Abschreibung unter US-GAAP.
  • Untersuchung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten anhand der Kategorien Held-to-Maturity, Trading und Available-for-Sale Securities.
  • Darstellung der unterschiedlichen Bewertungsmethoden (Anschaffungskosten vs. Fair Value).

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Bewertung

Die Folgebilanzierung sowie die Bewertung eines Goodwill regelt der SFAS 142. Die bisherige planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer darf nicht mehr vorgenommen werden. Der FASB begründet seine Entscheidung damit, das zum einen der Unterschied zwischen dem Gesamtwert und der Summe der Einzelwerte des akquirierten Unternehmens (going concern goodwill) z.B. aus Synergien innerhalb des erworbenen Unternehmens resultieren kann. Zum anderen sind dies die durch den Unternehmenszusammenschluß entstehenden Synergieeffekte (synergestic goodwill). Beide Komponenten zusammen bilden den core goodwill. Dieser setzt sich aus Vermögensgegenständen mit einer unbestimmbaren Nutzungsdauer, den non-wasting assets, und aus verbrauchbaren Vermögensgegenständen, den wasting assets, zusammen. Vereinfachend wertet der FASB den Goodwill insgesamt als non-wasting asset, der sich im Zeitablauf nicht verflüchtigt, sondern über einen undefinierten Zeitraum wirtschaftlich Nutzenzuflüsse generiert und somit nicht planmäßig abgeschrieben werden darf.

Die Synergievorteile stellen den eigentlichen wirtschaftlichen Wert des Goodwill dar. Diese sollen nach ihrem Erwerb die verschiedenen Unternehmensbereiche positiv beeinflussen. Aus diesem Grund ist der Goodwill auch nicht en bloc dem Unternehmen zuzurechnen, sondern gemeinsam mit den anderen erworbenen Vermögensgegenständen und Schulden auf nachvollziehbare Art und Weise den Unternehmensbereichen (Geschäftsfeldern) zuzuteilen, die von seinem Einsatz profitieren und deren Marktwert er erhöht oder vermindert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Relevanz internationaler Rechnungslegungsstandards durch die Globalisierung der Kapitalmärkte und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Begriffsdefinition: Hier werden die unterschiedlichen Konzepte eines Vermögensgegenstandes gemäß HGB sowie nach US-GAAP (asset) einander gegenübergestellt und theoretisch abgegrenzt.

3 Immaterielle Vermögensgegenstände: Das Kapitel behandelt die spezifischen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für immaterielle Werte unter Berücksichtigung von Aktivierungspflichten und planmäßigen Abschreibungen.

4 Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill): Der Schwerpunkt liegt auf der Behandlung des Goodwills, insbesondere dem Übergang von der planmäßigen Abschreibung zum wertorientierten Impairment-Test nach US-GAAP.

5 Originäre Finanzinstrumente: Dieses Kapitel widmet sich der Bilanzierung von Finanzinstrumenten, wobei die Kategorisierung unter US-GAAP den zentralen Gegensatz zur HGB-Systematik bildet.

6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die wesentlichen Unterschiede und Erkenntnisse hinsichtlich der Rechnungslegungspraktiken zwischen HGB und US-GAAP.

Schlüsselwörter

Bilanzierung, Bewertung, HGB, US-GAAP, immaterielle Vermögensgegenstände, Goodwill, Finanzinstrumente, Anschaffungskosten, Fair Value, Impairment-Test, Konzernabschluss, Asset, Abschreibung, Reporting Unit, Bilanzpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede der Rechnungslegung zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte sind die Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände, die Behandlung des Goodwills sowie die Klassifizierung und Bewertung originärer Finanzinstrumente.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanzen in den Regelwerken aufzuzeigen, die durch unterschiedliche Ansätze hinsichtlich Transparenz und dem Vorsichtsprinzip entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine komparative Analyse, die die nationalen (HGB) und internationalen (US-GAAP) Standards vergleicht und anhand von Praxisbeispielen illustriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander immaterielle Werte, der Geschäfts- oder Firmenwert sowie Finanzinstrumente hinsichtlich ihrer Entstehung, Bilanzierung und Bewertung tiefgreifend untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Fair Value, Impairment-Test, Anschaffungskostenprinzip, Goodwill, Reporting Units und das Vorsichtsprinzip.

Wie unterscheidet sich die Bewertung des Goodwills nach SFAS 142?

Nach SFAS 142 wird der Goodwill nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegt einem jährlichen oder anlassbezogenen Werthaltigkeitstest (Impairment-Test).

Was versteht man im Kontext der US-GAAP unter einer "Reporting Unit"?

Eine Reporting Unit ist eine eigenständige Berichtseinheit, auf die der Goodwill verteilt wird, um die Werthaltigkeit auf Basis der ihr zugeordneten Vermögenswerte zu prüfen.

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Details

Title
Bilanzierung und Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen sowie von originären Finanzinstrumenten nach HGB und US-GAAP
College
Berlin School of Economics  (FB Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Patric Mais (Author)
Publication Year
2002
Pages
97
Catalog Number
V11341
ISBN (eBook)
9783638175241
Language
German
Tags
Geschäfts- oder Firmenwert Finanzinstrumente HGB US-GAAP Bilanzierung Bewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patric Mais (Author), 2002, Bilanzierung und Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen sowie von originären Finanzinstrumenten nach HGB und US-GAAP, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11341
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