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Plural Society - Kolonialismus und Multikulturalität

Titel: Plural Society - Kolonialismus und Multikulturalität

Hausarbeit , 2003 , 23 Seiten , Note: 1

Autor:in: Marc Hanke (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Kolonialismus auf der einen und Multikulturalität auf der anderen Seite, mit Fokus auf dem Modell der "Plural Society". Im Mittelpunkt stehen zwei Artikel, namentlich „The Growth Of a Plural Society“ von M. Freedman aus dem Jahre 1966, sowie „Tropische Wirtschaft und Pluralistische Gesellschaft“ von J. Furnivall, der 1948 in der Originalfassung erschien. Der inhaltlichen Darlegung beider Texte folgt ihre kritische Analyse. Dem Hauptteil vorausgestellt sind begriffliche Definitionen von Kolonialismus und Plural Society und ein konziser historischer Abriss beider, da sie für den weiteren Verlauf von elementarer Bedeutung sind.
Für die Soziologie des Kolonialismus besitzen die Thesen von J. Furnivall auch heute noch eine nicht zu unterschätzende Attraktivität.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Plural Society: Kolonialismus und Multikulturalität

1.1 „Tropische Wirtschaft und Pluralistische Gesellschaft“ von J. Furnivall

1.2 „The Growth of a Plural Society in Malaya“ von M. Freedman

1.3 Kritische Analyse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie der "plural society" anhand der klassischen Texte von J. Furnivall und M. Freedman. Das Hauptziel besteht darin, die Auswirkungen kolonialer Herrschaftsstrukturen auf die gesellschaftliche Organisation in tropischen Gebieten zu analysieren und eine kritische Würdigung des Begriffs der pluralistischen Gesellschaft im Kontext des Kolonialismus vorzunehmen.

  • Definition und Konzepte von Kolonialismus und pluralistischen Gesellschaften.
  • Die ökonomischen und sozialen Transformationsprozesse unter britischer Kolonialherrschaft.
  • Vergleich der Modelle von J. Furnivall und M. Freedman am Beispiel von Burma und Malaya.
  • Kritische Reflexion der theoretischen Grundlagen und ihrer methodischen Grenzen.

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung durch einheimische Unternehmungen

Gleich zu Beginn lässt sich das der Kolonialwirtschaft zugrunde liegende Hauptmotiv erkennen: Schaffung eines neuen Marktes respektive Gewinnmaximierung der Kolonialmacht: „Die Förderung und Entwicklung einheimischer Unternehmen muß zu den wichtigsten politischen Bestrebungen in solchen Gebieten gehören, die als Markt für die Kolonialmacht in Frage kommen.“ [FURNIVALL 1970: 272]

Durch die Einführung der Geldwirtschaft in Gesellschaften, in denen ehedem Naturalwirtschaft galt, und den rasch eingeführten Steuern, die nunmehr nur noch in Form von Geld beglichen werden konnten, setzt sich ein Prozess in Bewegung, der im folgenden idealtypisch beschrieben wird:

Der „einheimische Pflanzer“ muß, so er seine Steuern bezahlen will, einen Teil seiner Produkte verkaufen, was ihn zudem noch in die Lage versetzt, importierte, sprich britische Erzeugnisse kaufen zu können.

Somit, als auch dadurch, dass sein Gewinnstreben geweckt wird, das keinerlei sittlichen Geboten mehr unterliegt, verschuldet er sich bei den (ausländischen) Banken.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Definition grundlegender Begriffe wie Kolonialismus und plural society sowie Vorstellung der untersuchten Autoren M. Freedman und J. Furnivall.

Plural Society: Kolonialismus und Multikulturalität: Einordnung der Arbeit in den theoretischen Rahmen der ethnologischen Kolonialismuskritik.

1.1 „Tropische Wirtschaft und Pluralistische Gesellschaft“ von J. Furnivall: Analyse der ökonomischen und gesellschaftlichen Thesen Furnivalls, insbesondere der Destabilisierung einheimischer Strukturen durch den Kolonialismus.

1.2 „The Growth of a Plural Society in Malaya“ von M. Freedman: Historische Nachzeichnung der Entwicklung malaysischer Gesellschaftsstrukturen unter britischem Einfluss.

1.3 Kritische Analyse: Kritische Würdigung der Theorien hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Plausibilität, ihrer ökonomischen Annahmen und ihrer eurozentrischen Tendenzen.

Schlüsselwörter

Kolonialismus, Plural Society, Furnivall, Freedman, Malaya, Burma, ökonomische Transformation, Geldwirtschaft, ethnische Differenz, indirekte Herrschaft, Postkolonialismus, Gesellschaftsmodell, Sozialstruktur, Imperialismus, Neokolonialismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Theorie der "plural society" und deren Anwendung im kolonialen Kontext, wobei der Fokus auf den ökonomischen und sozialen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Kolonialismus, der Wandel von Gesellschaftsformen durch europäische Wirtschaftsinteressen und die Frage nach der Stabilität pluralistischer Gesellschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die einflussreichen Theorien von J. Furnivall und M. Freedman kritisch zu beleuchten und ihre Anwendbarkeit auf koloniale Machtverhältnisse zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literatur- und Textanalyse, die historische und ethnologische Ansätze kombiniert, um die Primärquellen zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Inhaltswiedergabe der beiden Artikel sowie eine abschließende, kritische Analyse der theoretischen Schwachstellen und Stärken der untersuchten Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kolonialismus, Plural Society, ökonomische Transformation, ethnische Vielfalt und das britische Modell der "indirect rule".

Wie unterscheidet Freedman die malaiische von der chinesischen Bevölkerung in seinem Modell?

Freedman betont, dass Chinesen in Malaya eher ökonomisch und urban mobil waren und eigene, durch finanziellen Status definierte Machtstrukturen entwickelten, während Malaien stärker in traditionellen Agrarstrukturen verhaftet blieben.

Welche Hauptkritik äußert der Autor an Furnivalls Theorie?

Kritisiert wird vor allem Furnivalls Fokus auf rein ökonomische Erklärungsmodelle, seine Unterschätzung von Eliten und sozialen Konsensmöglichkeiten sowie sein teilweise problematisches Sendungsbewusstsein.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Plural Society - Kolonialismus und Multikulturalität
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Historische Ethnologie)
Note
1
Autor
Marc Hanke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
23
Katalognummer
V11346
ISBN (eBook)
9783638175296
ISBN (Buch)
9783638641814
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Plural Society Kolonialismus Multikulturalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Hanke (Autor:in), 2003, Plural Society - Kolonialismus und Multikulturalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11346
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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