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Die derivationelle Wortbildung des Judenspanischen

Titel: Die derivationelle Wortbildung des Judenspanischen

Seminararbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: 15

Autor:in: Volkan Hotaman (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht es um die derivationelle Wortbildung des Judenspanischen. Hierbei wird ein Vergleich zwischen dem Judenspanischen und dem Spanischen gezogen und der Einfluss thematisiert, die andere Sprachen (vor allem Türkisch) auf das Judenspanische ausgeübt haben.

Das Judenspanische ist die Sprache der sefardischen Juden (Juden mit spanischer beziehungsweise portugiesischer Herkunft). Diese Sprache habe sich im späten Mittelalter und der Frühen Neuzeit gebildet. Manche Sprachwissenschaftler (zum Beispiel Max Weinreich und David Bunis) sind der Ansicht, dass bereits vor 1492 ein jüdisch-spanischer Dialekt existiert habe, während andere (unter anderem Sephiha und Max Leopold Wagner) die These vertreten, dass die Juden vor ihrer Vertreibung aus Spanien und Portugal einen regionalen romanischen Dialekt gesprochen hätten, welche viele hebräische und aramäische Lehnwörter beinhaltete und somit als Sondersprache kategorisiert werde. So vertreten die zuletzt genannten Sprachwissenschaftler die Ansicht, dass das Judenspanische sich erst nach 1492 entwickelt habe.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Das Judenspanische

3. Was ist die Derivation?

4. Verbalpräfigierung

5. Adjektivpräfigierung

6. Verbalsuffigierung

7. Nominalsuffigierung

8. Diminutivableitungen

9. Suffigierung mit türkischen Suffixen

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die spezifischen Charakteristika der derivationellen Wortbildung innerhalb der judenspanischen Sprache systematisch herauszuarbeiten. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse verschiedener Präfix- und Suffixbildungen, die sowohl aus dem Spanischen als auch aus dem Türkischen und Hebräischen stammen, um die morphologischen Einflüsse und die interne Struktur der Sprache zu durchleuchten.

  • Analyse von Verbal- und Adjektivpräfigierung im Judenspanischen.
  • Untersuchung von Verbalsuffigierung und Nominalsuffigierung.
  • Betrachtung der produktiven Diminutivableitungen.
  • Erforschung der Integration türkischer Suffixe und deren morphologische Anpassung.

Auszug aus dem Buch

8. Diminutivableitungen

Ein Diminutiv wird häufig gebildet, um auf etwas Niedliches, Sympathisches oder Angenehmes hinzuweisen (vgl. Schpak Dolt 1999, 96), was zu einer Verkleinerung führt (vgl. Kabatak/Pusch 2010, 92). Nach Bradley/Smith drücken Diminutive im Judenspanischen unter anderem etwas Kleines, Junges, Schwaches aus (vgl. Bradley/Smith 2011, 2).

Während das produktivste Diminutivsuffx im Spanischen -ito ist, wird im Judenspanischen -iko bevorzugt, um Verkleinerungsformen zu bilden ("In JS, -iko/a is the preferred diminutive suffix, and the suffixes -ito/a and -eziko/a have a more limited distribution" Bradley/Smith 2011, 1).

Das Diminutivsuffix -iko existiert im Spanischen auch und zwar in Form von „-ico/a“, jedoch wird es selten verwendet. In der von Berschin et al. erstellten Tabelle, die sich an die Erkenntnisse von Nánez Fernández anlehnt, zeigt sich, wie selten das Diminutivsuffix -ico/a in der spanischen Literatur vorkommt (vgl. Náñez Fernández 1973, 352-357).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, die Charakteristika der judenspanischen Derivation zu erforschen und stellt die verwendeten Quellen sowie die methodische Vorgehensweise vor.

2. Das Judenspanische: Hier wird der sprachliche Kontext und die historische Entwicklung des Judenspanischen, einschließlich seiner verschiedenen Bezeichnungen und regionalen Einflüsse, beleuchtet.

3. Was ist die Derivation?: Dieses Kapitel bietet eine theoretische Einführung in die Grundlagen der Wortbildung und definiert die Begriffe Derivation, Präfix, Infix und Suffix.

4. Verbalpräfigierung: Es werden die gebräuchlichsten Präfixe in der judenspanischen Verbbildung, wie en-, a- und des-, sowie deren semantische Auswirkungen auf die Basislexeme untersucht.

5. Adjektivpräfigierung: Dieser Abschnitt beschreibt kurz die Verwendung des Präfixes des- zur Bildung von Adjektiven im Judenspanischen.

6. Verbalsuffigierung: Dieses Kapitel analysiert die wichtigsten Verbalsuffixe, insbesondere -ear, und deren Anwendung auf sowohl spanische als auch türkische oder hebräische Basislexeme.

7. Nominalsuffigierung: Es werden die verschiedenen Suffixe zur Bildung von Nomen im Judenspanischen betrachtet, wobei die Agensangabe durch Suffixe wie -dor eine zentrale Rolle spielt.

8. Diminutivableitungen: Das Kapitel behandelt die produktiven Diminutivsuffixe, vor allem -iko, und vergleicht deren Verwendung im Judenspanischen mit dem Standardspanischen.

9. Suffigierung mit türkischen Suffixen: Hier wird die Integration türkischer Suffixe wie -li, -lik und -ci und deren morphologische Anpassung, beispielsweise an die türkische Vokalharmonie, erläutert.

10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse ab und bewertet den Einfluss verschiedener Sprachen auf die derivationelle Wortbildung des Judenspanischen.

Schlüsselwörter

Judenspanisch, Derivation, Wortbildung, Suffixe, Präfixe, Morphologie, Diminutiv, Sprachkontakt, Türkisch, Hebräisch, Linguistik, Sprachwissenschaft, sefardische Juden, Lehnwörter, Verbalsuffigierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der derivationellen Wortbildung im Judenspanischen und untersucht, wie Wörter durch das Hinzufügen von Präfixen und Suffixen gebildet und verändert werden.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verbal- und Adjektivpräfigierung, der Nominalsuffigierung, der Bildung von Diminutiven sowie der Integration von Suffixen aus dem Türkischen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Ziel ist es, die Charakteristika der judenspanischen Derivation herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie die Sprache Elemente spanischer Herkunft mit Einflüssen aus anderen Sprachen morphologisch kombiniert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Analyse herangezogen?

Es handelt sich um eine linguistische Analyse, die auf vorhandener Fachliteratur basiert und durch die Untersuchung von Beispielsätzen aus der Internetseite esefarad.com veranschaulicht wird.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Im Hauptteil werden systematisch die unterschiedlichen Affixe (Präfixe und Suffixe) und deren Anwendungsbereiche an hebräischen, türkischen und spanischen Basislexemen beschrieben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Judenspanisch, Morphologie, Derivation, Sprachkontakt und Suffixe geprägt.

Warum spielt die türkische Vokalharmonie eine Rolle für das Judenspanische?

Aufgrund des intensiven Sprachkontakts wurden viele Wörter aus dem Türkischen übernommen, deren morphologische Anpassung sich häufig an die Regeln der türkischen Vokalharmonie orientiert.

Welche besondere Rolle nimmt das Suffix -iko ein?

Das Suffix -iko gilt als das produktivste Diminutivsuffix im Judenspanischen und wird zur Verkleinerung oder Ausdruck von Zuneigung bei einer Vielzahl von Wörtern verwendet.

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Details

Titel
Die derivationelle Wortbildung des Judenspanischen
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Romanistik)
Note
15
Autor
Volkan Hotaman (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V1134600
ISBN (eBook)
9783346507891
ISBN (Buch)
9783346507907
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wortbildung judenspanisch sepharden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Volkan Hotaman (Autor:in), 2019, Die derivationelle Wortbildung des Judenspanischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1134600
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Leseprobe aus  21  Seiten
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