Die soziale Auslese im Bildungssystem ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche enormen Beharrungsvermögen schichtspezifische Chancenunterschiede in der modernen Gesellschaft aufweisen können. In der Arbeit soll besonders auf die Faktoren eingegangen werden, an welchen sich die soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft misst. Dazu werden die Arbeitssituationen, die Bildungschancen und die Gesundheit der sozialen Schichten näher beleuchtet.
Sind die Lebensbedingungen von bestimmten Gruppen so beschaffen, dass sie regelmäßig bessere Lebens- und Verwirklichungschancen als andere haben, so spricht man von sozialer Ungleichheit.
Dadurch, dass in den öffentlichen Medien beispielsweise immer wieder davon die Rede ist, dass die Kluft zwischen Arm und Reich, Bildungschancen von sozial Schwachen und Starken immer weiter auseinandergehen, besitzt das Thema zurzeit einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung Deutschlands.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Arm und Reich - Soziale Ungleichheit
3. Faktoren der Sozialen Ungleichheit
3.1 Arbeitsleben
3.2 Bildungschancen
3.3 Gesundheit
4. Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, an denen sich soziale Ungleichheit in Deutschland misst, und analysiert die Auswirkungen dieser Ungleichheiten auf unterschiedliche soziale Schichten in zentralen Lebensbereichen.
- Analyse der Einkommensschere zwischen Arm und Reich
- Einfluss von Bildungschancen auf den sozialen Status
- Zusammenhang zwischen Berufsposition und Arbeitslosigkeit
- Auswirkungen der sozialen Herkunft auf Bildungs- und Lebenschancen
- Zusammenhang zwischen sozialem Status und Lebenserwartung/Gesundheit
Auszug aus dem Buch
3.2 Bildungschancen
Die Entwicklung der Bildungschancen steht in krassem Gegensatz zur Entwicklung in anderen Dimensionen. Während in den letzten Jahrzehnten die Chancenunterschiede nach Geschlecht weitgehend eingeebnet wurden, ragen schichttypische Unterschiede weiterhin wie ein Feld in die Brandungswellen der Bildungsexpansion hinein. Die Chancenungleichheit lässt fünf recht gut voneinander abgrenzbare Gruppen erkennen, welche im Nachfolgenden näher erläutert werden. Die Gruppen teilen sich auf in: Stark Begünstige, Begünstige, Ausgeglichene Bildungschancen, Benachteiligte und Stark Benachteiligte.
Die Stark Begünstigen kommen meistens aus Elternhäusern, welche Selbstständige Akademiker, Beamte und Angestellte mit Abitur sind. Diese Schichten zeigen eine ausgeprägte Gymnasial-, sowie Universitätsorientierung. Die Hauptschule, sowie die Realschule wird nur in Ausnahmefällen besucht.
Die Begünstigen kommen aus Elternhäusern mit Eltern die Beamte und Angestellte mit mittlerem Abschluss sind. Das typische Bildungsziel dieser Gruppe ist das Gymnasium. Welches etwa von jedem Dritten Kind besucht wird. Der größte Unterschied zu den Stark Begünstigen ist jedoch, dass viele Studienberechtigte auf ein Studium verzichten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik sozialer Ungleichheit in Deutschland ein und verdeutlicht deren hohe gesellschaftliche Relevanz durch den Verweis auf Bildungs- und Lebenschancen.
2. Arm und Reich - Soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel thematisiert die zunehmende Spaltung zwischen Arm und Reich in Deutschland und hinterfragt das Versprechen der Meritokratie anhand der Gehaltsentwicklung von DAX-Vorständen im Vergleich zu Angestellten.
3. Faktoren der Sozialen Ungleichheit: In diesem Hauptteil werden die zentralen Einflussfaktoren für soziale Ungleichheit – Arbeitsleben, Bildungschancen und Gesundheit – detailliert analysiert und deren schichtspezifische Auswirkungen dargelegt.
4. Schlussbemerkungen: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von Bildung und Arbeit als zentrale Hebel zur Armutsvermeidung und Verringerung sozialer Ungleichheit.
Schlüsselwörter
Soziale Ungleichheit, Armut, Reichtum, Bildungschancen, Arbeitslosigkeit, Lebenserwartung, soziale Schichtung, Meritokratie, Gesundheit, Bildungsabschluss, Lebensbedingungen, soziale Herkunft, Einkommensschere, Teilhabe, Sozialstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition und Messung sozialer Ungleichheit in Deutschland und untersucht, welche Faktoren für die ungleichen Lebens- und Verwirklichungschancen verschiedener Bevölkerungsgruppen verantwortlich sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Untersuchung konzentriert sich primär auf die Auswirkungen des Bildungsniveaus und der Berufsposition auf das Leben der Menschen sowie auf die gesundheitlichen Konsequenzen, die mit der jeweiligen sozialen Schicht korrelieren.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziale Ungleichheit in Deutschland konkret messbar ist und wie zentral Bereiche wie Arbeitsmarkt, Bildungssystem und Gesundheitsversorgung als Indikatoren für diese Schere dienen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten sowie Studien renommierter Institutionen, um die soziale Ungleichheit anhand aktueller Kennzahlen zu belegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Arbeitslosigkeit und Bildungsaufstiegschancen sowie eine Betrachtung der Lebenserwartung in Abhängigkeit vom sozioökonomischen Status.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie soziale Herkunft, Bildungsungleichheit, Meritokratie, Armutsvermeidung und Lebenschancen beschreiben.
Wie unterscheidet sich die Situation der „Stark Begünstigten“ von den „Stark Benachteiligten“ im Bildungssystem?
Während bei den Stark Begünstigten eine ausgeprägte Gymnasial- und Universitätsorientierung besteht, haben Bildungsreformen bei den Stark Benachteiligten kaum Wirkung gezeigt, da zwei Drittel dieser Kinder lediglich die Hauptschule besuchen und kaum Zugang zu höherer Bildung finden.
Welche Rolle spielt die Gesundheit bei der sozialen Ungleichheit?
Die Arbeit stellt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Einkommen, der sozialen Schicht und der mittleren Lebenserwartung her, wobei sozial Schwächere eine höhere Anfälligkeit für chronische Krankheiten aufweisen.
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- Julius Kohlhage (Author), 2015, Soziale Ungleichheit in Deutschland. Anhand welcher Faktoren misst sich diese?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1134723