Das Ziel der Seminararbeit ist es, die Merkmale eines Börsencrashs zu untersuchen sowie seine Risiken. Dadurch soll es dem Leser gelingen, in zukünftigen Szenarien möglichst differenziert zu handeln und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen. Da es erst vor kurzem zur Corona-Krise kam, steht sie im Fokus der Seminararbeit und lässt das Thema als äußerst aktuell und relevant betrachten.
Im ersten Schritt der Arbeit werden die unterschiedlichen Ursachen der Börsencrashs beleuchtet, welche für die darauffolgenden Untersuchungen von wesentlicher Bedeutung sind. Anschließend wird über mehrere große Börsenkrisen in der Finanzgeschichte Aufschluss gegeben, um diese wiederum später mit der Corona-Krise abschnittsweise zu vergleichen. Da sich darin fast immer noch die gesamte Weltbevölkerung befindet, wird die Krise im weiteren Verlauf der Arbeit untersucht.
Das Unterkapitel der Analyse zwischen Parallelen zu vorherigen Krisen dient der Zukunftsprognose des Corona Crashs. Alle Börsenabstürze teilen eine auffallende Gemeinsamkeit. In diesen Phasen herrscht Panik an den Märkten und viele Anleger verkaufen aus diesem Gefühl heraus ihre Wertpapiere. Der letzte Abschnitt dieser Seminararbeit beschäftigt sich mit diesem Phänomen, der sogenannten „Behavioral Finance“. Sie untersucht die Psyche der Anleger, da diese von wesentlicher Bedeutung bei Börsencrashs ist. Sie stellt keinen direkten Auslöser dar, ist jedoch ein Teilindikator für die Abstürze.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ursachen der Börsencrashs
2.1 Spekulationsblasen
2.2 Impacts
3 Analyse historischer Börsencrashs
3.1 Schwarzer Donnerstag (1929)
3.2 Schwarzer Montag (1987)
3.3 Dotcom-Blase (2000)
3.4 Weltfinanzkrise (2007/2008)
4 Corona-Krise
4.1 Analyse
4.2 Parallelen zu vorherigen Krisen
4.3 Zukunftsaussichten
5 Behavioral Finance
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Merkmale und Risiken von Börsencrashs systematisch zu untersuchen, um Anlegern ein tieferes Verständnis für das Marktgeschehen und die psychologischen Hintergründe in Krisenzeiten zu vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit den Ursachen historischer Marktstürze und deren Übertragbarkeit auf aktuelle Krisenereignisse wie die Corona-Pandemie.
- Ursachenanalyse von Spekulationsblasen und externen Schockereignissen (Impacts).
- Detaillierte Betrachtung historischer Börsencrashs von 1929 bis zur Finanzkrise 2008.
- Untersuchung der Corona-Krise und ihrer spezifischen Auswirkungen auf die Finanzmärkte.
- Vergleichende Analyse von Parallelen und Unterschieden zwischen verschiedenen Krisen.
- Einführung in die Behavioral Finance zur Erklärung irrationalen Anlegerverhaltens.
Auszug aus dem Buch
3.1 Schwarzer Donnerstag (1929)
Der schwarze Donnerstag oder aufgrund der Zeitverschiebung in Deutschland genannte schwarze Freitag gehört zu einem der schlimmsten Börsencrashs in der Geschichte mit weitreichenden Folgen für die damalige Wirtschaft.
Er resultierte aus einer aufbauenden Spekulationsblase, welche schließlich am Vormittag des 24. Oktober 1929 (dem „Schwarzen Donnerstag“) zu platzen begann. An diesem Tag verzeichnete der Dow-Jones-Index drastische Kursverluste, welche sich jedoch durch Stützungskäufe elitärer US-Banken wie J.P. Morgan, National City, Chase National und Guaranty Trust vorerst retten konnten und am Ende des Tages im Durchschnitt nur „2,08%“ verloren. Nachdem sich die New Yorker Börse über das Wochenende wieder stabilisierte, brach sie am darauffolgenden Montag mit gewaltigen Panikverkäufen endgültig zusammen. Dabei verlor der Dow-Jones-Index „12,82% an Wert“. Auch am Dienstag dominierte die Panik der Anleger und der Dow sank um weitere „11,73%“. Am Freitag zuvor erreichten die Nachrichten Europa und es gab auch dort einen Börsencrash. Die Tage zu Beginn des „Schwarzen Donnerstag“ sind aus diesem Grund auch als „Schwarzer Freitag, Montag und Dienstag“ in die Finanzgeschichte eingegangen. Aus dieser Begebenheit resultierte die Weltwirtschaftskrise, welche laut dem Handelsblatt erst mit dem Zweiten Weltkrieg endete.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Börsencrashs ein und verdeutlicht die Relevanz des Themas für Anleger angesichts volatiler Märkte und psychologischer Einflüsse.
2 Ursachen der Börsencrashs: Das Kapitel kategorisiert die Auslöser von Börsencrashs in Spekulationsblasen und externe Einflüsse, die sogenannten Impacts.
3 Analyse historischer Börsencrashs: Hier werden prägende historische Crashs analysiert, darunter der Schwarze Donnerstag, der Schwarze Montag, die Dotcom-Blase und die Weltfinanzkrise.
4 Corona-Krise: Dieser Abschnitt widmet sich der Untersuchung der Corona-Pandemie am Finanzmarkt, vergleicht sie mit historischen Krisen und wagt einen Ausblick auf die Zukunft.
5 Behavioral Finance: Kapitel 5 erläutert, wie psychologische Faktoren und irrationales Anlegerverhalten maßgeblich zur Dynamik bei Börsencrashs beitragen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Unvermeidbarkeit von Marktkrisen bei gleichzeitig langfristigem Wachstumstrend der Weltwirtschaft.
Schlüsselwörter
Börsencrash, Finanzmarkt, Spekulationsblase, Weltwirtschaftskrise, Corona-Pandemie, Behavioral Finance, Dow-Jones-Index, S&P 500, Anlegerverhalten, Volatilität, Aktienmarkt, Wirtschaftskrise, Marktsturz, Finanzgeschichte, Risiko.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Börsencrashs, ihrer Entstehungsgeschichte, den zugrunde liegenden Ursachen sowie den psychologischen Aspekten, die Anleger in Krisenzeiten beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Spekulationsblasen, die historische Aufarbeitung bedeutender Börsenkrisen seit 1929, die Analyse der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die Grundlagen der Behavioral Finance.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse historischer und aktueller Marktverläufe Muster zu identifizieren, um Anlegern zu helfen, in volatilen Phasen rationaler zu agieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung historischer Daten sowie Chartverläufen von Aktienindizes wie dem S&P 500.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Ursachengruppen von Crashs, detaillierte Fallbeispiele vergangener Krisen sowie eine tiefgehende Betrachtung der Corona-Krise und der psychologischen Verhaltensweisen von Marktteilnehmern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Börsencrash, Spekulationsblase, Behavioral Finance, Marktvolatilität und historische Krisenverläufe charakterisiert.
Warum spielt die Behavioral Finance eine so wichtige Rolle bei Börsencrashs?
Sie erklärt, dass Marktteilnehmer nicht immer rational handeln, sondern von Emotionen wie Panik oder Herdentrieb gesteuert werden, was Kursstürze massiv verstärken kann.
Gibt es Parallelen zwischen der Corona-Krise und früheren Börsencrashs?
Ja, die Arbeit zeigt, dass trotz unterschiedlicher Auslöser – wie Viren vs. Finanzinstabilität – das Anlegerverhalten und die Kursverläufe (oft V-förmig) in bestimmten Aspekten vergleichbar sind.
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- Nick Biocca (Author), 2021, Analyse historischer Börsencrashs. Ein Vergleich mit der aktuellen Corona-Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1135049