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Usuelle vs. Okasionelle Bedeutung

Titre: Usuelle vs. Okasionelle Bedeutung

Dossier / Travail de Séminaire , 1997 , 34 Pages , Note: 2

Autor:in: Gerald Brandt (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Seminararbeit geht es primär um einen Vergleich verschiedener Ansätze
bei der Beschreibung von Wortbedeutungen. Dabei geht es ausschließlich um die beiden im
Titel genannten Dichotomien der Autoren Herrmann Paul und Wilhelm Schmidt. Gemeinsamkeiten
und Unterschiede in Ausgangshaltung, Vorgehensweise und Ergebnis sollen herausgearbeitet
werden, wobei zunächst jede Arbeit für sich beschrieben, und anschließend beide
einander gegenübergestellt werden sollen. Im Anhang möchte ich versuchen, die vorgestellten
Theorien am eigenen Beispiel in die Praxis umzusetzen. Zunächst hebt Herrmann Paul hervor, dass seine Untersuchungen sich besonders dem Bedeutungswandel
zuwenden, indem er diesen mit dem Lautwandel vergleicht und Parallelen zieht.
Er bekennt sich damit zu einer mehr oder minder diachronen Sichtweise der zu beschreibenden
Bedeutungsvariationen. Nicht zuletzt trägt der Abschnitt, in dem die Begriffe okkasionell
und usuell behandelt werden, den Titel Wandel der Wortbedeutung. Gleich auf der zweiten
Seite dieses Abschnittes - Seite 75, § 51 - gibt der Autor eine Definition der beiden Begriffe
an:
"Wir verstehen also unter usueller Bedeutung den gesamten Vorstellungsinhalt, der sich für
den Angehörigen einer Sprachgenossenschaft mit einem Worte verbindet, unter okkasioneller
Bedeutung denjenigen Vorstellungsinhalt, welchen der Redende, indem er das Wort ausspricht,
damit verbindet, und von welchem er erwartet, dass ihn auch der Hörende damit verbinde."

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Herrmann Paul: Usuelle und okkasionelle Bedeutung

2. 1. Unterschiede und Definitionen

2. 2. Die drei Hauptarten des Bedeutungswandels

2.2.2. Beschränkung auf einen Teil des Vorstellungsinhaltes

2.2.3. Übertragung auf das räumlich, zeitlich oder kausal mit dem Grundbegriff Verknüpfte

2.2.4. Ausnahmen von den drei Hauptarten

3. Wilhelm Schmidt: Lexikalische und aktuelle Bedeutung

3.1. Definitionen

3.2. Komponenten und Typen der Wortbedeutung

3.3. Kontextgebundenheit der aktuellen Bedeutung

3.4. Der verallgemeinernde Charakter des Wortes

4. Vergleiche

5. Umsetzung

6. Literatur:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht die semantischen Ansätze von Herrmann Paul und Wilhelm Schmidt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer theoretischen Fundierung und praktischen Anwendung bei der Beschreibung von Wortbedeutungen herauszuarbeiten.

  • Diachrone versus synchrone Sprachbetrachtung
  • Usuelle versus okkasionelle Bedeutung nach Herrmann Paul
  • Lexikalische versus aktuelle Bedeutung nach Wilhelm Schmidt
  • Der Einfluss von Kontext und Sprechsituation auf Wortbedeutungen
  • Die Einheit des Wortes und Bedeutungswandel

Auszug aus dem Buch

3.2. Komponenten und Typen der Wortbedeutung

Um den strukturellen Charakter der Verbindung zwischen Form und Inhalt von Wörtern noch einmal deutlich zu machen, wendet sich Wilhelm Schmidt zunächst den Morphemen zu. Auch bei ihnen sieht er eine Einheit von Lautgestalt und Bedeutung, selbst wenn es sich bei ihnen nicht um vollständige Wörter handelt, sondern nur um Strukturelemente. "Die Morpheme ... können nicht selbständig als Benennung bestimmter Gegenstände und Erscheinungen auftreten, sie haben aber Bedeutung, d. h., sie fungieren als Träger von Begriffen." (Seite 20)

Sie sind also an der Gesamtbedeutung eines Wortes beteiligt, egal ob als Stamm-, Wortbildungs- oder grammatisches Morphem. Das Wort Fisch bedeutet nun einmal nicht dasselbe wie das Wort Fisch-er, oder gar Fisch-er-s. Und genauso verhält es sich auch mit Schmidts zweitem Beispiel Weis-heit-en: Das Stammorphem weis- erhält durch das Wortbildungsmorphem -heit ein neues, begrifflich-determinierendes Element, und zwar eines kategorialer Natur. Ebenso verhält es sich mit den grammatischen Morphemen: auch sie verleihen den grundsätzlich ungestalteten Stammorphemen eine strukturelle Formung, und sind daher an der Konstituierung der Wortbedeutung beteiligt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die Bedeutungstheorien von Herrmann Paul und Wilhelm Schmidt vergleichend gegenüberzustellen.

2. Herrmann Paul: Usuelle und okkasionelle Bedeutung: Dieses Kapitel erläutert Pauls diachrone Sichtweise und seine Definition der Differenz zwischen usuellem (allgemeinem) und okkasionellem (kontextgebundenem) Vorstellungsinhalt.

2. 1. Unterschiede und Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe und die Analogie zu Saussures Langue-Parole-Dichotomie dargelegt.

2. 2. Die drei Hauptarten des Bedeutungswandels: Eine detaillierte Betrachtung der von Paul identifizierten Mechanismen, die zu Bedeutungswandel führen.

2.2.2. Beschränkung auf einen Teil des Vorstellungsinhaltes: Analyse der Verengung von Wortbedeutungen durch den Verlust von Bedeutungselementen.

2.2.3. Übertragung auf das räumlich, zeitlich oder kausal mit dem Grundbegriff Verknüpfte: Untersuchung von Metaphern und Übertragungen auf Grundlage charakteristischer Merkmale.

2.2.4. Ausnahmen von den drei Hauptarten: Besprechung von Sonderfällen wie rhetorischen Mitteln, Derbheiten und Entwertungen.

3. Wilhelm Schmidt: Lexikalische und aktuelle Bedeutung: Darstellung von Schmidts synchronem Ansatz, der die Bedeutung als inhaltliche Widerspiegelung im Bewusstsein definiert.

3.1. Definitionen: Theoretische Herleitung der Wortbedeutung als Kategorie der Linguistik im Gegensatz zu logischen oder psychologischen Begriffen.

3.2. Komponenten und Typen der Wortbedeutung: Erörterung der funktionalen Rolle von Morphemen und der Struktur der aktuellen Bedeutung.

3.3. Kontextgebundenheit der aktuellen Bedeutung: Untersuchung des Einflusses des Kontextes auf die Konstituierung neuer semantischer Varianten.

3.4. Der verallgemeinernde Charakter des Wortes: Analyse der semantischen Valenz am Beispiel von Verben und der Bedeutungseinheit.

4. Vergleiche: Zusammenführung der beiden Ansätze mit Fokus auf deren gemeinsame "Integrität des Wortes" trotz methodischer Unterschiede.

5. Umsetzung: Praktische Anwendung der Theorien auf literarische Texte und Wortbeispiele.

6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Semantik, Wortbedeutung, Herrmann Paul, Wilhelm Schmidt, Bedeutungswandel, Diachronie, Synchronie, usuelle Bedeutung, okkasionelle Bedeutung, lexikalische Bedeutung, aktuelle Bedeutung, Kontext, semantische Valenz, Morphem, Sprachgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die semantischen Theorien zweier bedeutender Linguisten des 20. Jahrhunderts hinsichtlich ihrer Konzepte zur Struktur von Wortbedeutungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung von usuellem und okkasionellem Sinn sowie die Bedeutung von Kontext und Sprechsituation für die semantische Variabilität von Wörtern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und methodische Unterschiede zwischen dem diachronen Ansatz von Herrmann Paul und dem synchronen, kontextzentrierten Ansatz von Wilhelm Schmidt herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen komparativen Ansatz, der die theoretischen Ausführungen der Autoren durch eigene Analysen von konkreten Wortbeispielen und Kontexten veranschaulicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Pauls Bedeutungswandel-Theorien und Schmidts Kontextmodell, gefolgt von einer vergleichenden Gegenüberstellung beider Positionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Semantik, Bedeutungswandel, Kontext, diachrone Linguistik, synchrone Sprachbetrachtung und Wortbedeutung.

Wie verhält sich Pauls "usuelle Bedeutung" zu Schmidts "lexikalischer Bedeutung"?

Während Pauls usuelle Bedeutung stark historisch und diachron auf einem gemeinsamen Vorstellungsinhalt basiert, fasst Schmidts lexikalische Bedeutung die Potenz aller möglichen aktuellen Bedeutungen im System der Sprache zusammen.

Warum ist das Beispiel "fallen" bzw. "kommen" zentral für Schmidt?

An diesen Verben demonstriert Schmidt die Notwendigkeit, Bedeutung nicht statisch, sondern durch die "semantische Valenz" und den realen Rede-Kontext zu bestimmen, um die Einheit des Wortes trotz vielfältiger Bedeutungsnuancen zu wahren.

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Résumé des informations

Titre
Usuelle vs. Okasionelle Bedeutung
Université
University of Würzburg  (FB Germanistik)
Cours
Hauptseminar: Semantik
Note
2
Auteur
Gerald Brandt (Auteur)
Année de publication
1997
Pages
34
N° de catalogue
V11353
ISBN (ebook)
9783638175340
Langue
allemand
mots-clé
Semantik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gerald Brandt (Auteur), 1997, Usuelle vs. Okasionelle Bedeutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11353
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Extrait de  34  pages
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