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Das Heer Friedrich des Großen

Ein Vergleich von filmischer Fiktion und historischer Realität

Title: Das Heer Friedrich des Großen

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 33 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sebastian Kentsch (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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„Dieu est pour les gros escadrons“
Mit dem preußischen Heer zur Zeit Friedrich des Großen assoziieren sich militärische Erfolge, Disziplin sowie hervorragend ausgebildete und taktisch geschulte Soldaten. Diese Armee konnte in einer Vielzahl von Schlachten siegreich sein und bleibt noch bis in die heutige Zeit hinein als nahezu unschlagbar in Erinnerung.
Die Filme Fridericus und Der Große König, unterstreichen dieses Bild der preußischen Streitkräfte. Da sie für ein breites Publikum produziert wurden, hoben sie insbesondere die Schlagkraft und die Ausdauer in einem Gefecht hervor. Ziel der Arbeit ist es zu überprüfen, inwiefern diese klischeehaften Merkmale, die der preußischen Armee nachgesagt werden, der historischen Realität entsprechen.

Ausgangspunkt der Arbeit sind einige ausgewählte Filmszenen aus den oben erwähnten Filmen. Sie werden einer genauen Analyse unterzogen, um die filmische Darstellung des preußischen Heeres herauszuarbeiten. Vor allem die eigene Betrachtungsweise der preußischen Armee von Friedrich dem Großen floss in die Filme mit ein. Sie diente als Grundlage der visuellen Illustration des Heeres. Folgend werden einige der militärischen Schriften von Friedrich dem Großen untersucht, um seine Einschätzung der eigenen Streitkräfte rekonstruieren zu können.
Anschließend erfolgt die Auswertung der Waffenversorgung der preußischen Armee. Sie trug wesentlich zu einer erfolgreichen Kriegsführung bei.
Das letzte Kapitel der Hausarbeit befasst sich dann intensiv mit der preußischen Armee in der Schlacht. Insbesondere die schiefe Gefechtsordnung der preußischen Armee wirkte sich entscheidend in einem Manöver aus. Friedrich verwendete diese Strategie in mehreren Feldzügen und konnte so siegreich den Kriegsschauplatz verlassen.
Die kriegsentscheidende Bedeutung der Infrastruktur des Heeres kann, angesichts des vorgegebenen Rahmens der Arbeit, nur punktuell an den Fallbeispielen der Waffenversorgung und der Betrachtung der Manöverstrategie der preußischen Armee in der Schlacht geschehen und bietet lediglich einen Ansatzpunkt für weitere Analysen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Filmanalyse

2.1 Fridericus

2.2 Der Große König

2.3 Zusammenfassung

3. Das preußische Heer aus der Sicht Friedrich des Großen

4. Rüstungspolitik Friedrich des Großen

5. Die preußische Armee in der Schlacht

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der filmischen Darstellung des preußischen Heeres in nationalsozialistischen Propagandafilmen und der historischen Realität zur Zeit Friedrichs des Großen. Das primäre Ziel ist es, den Wahrheitsgehalt der in den Filmen Fridericus und Der Große König gezeichneten Klischees einer unbesiegbaren, disziplinierten Armee unter der Führung eines idealisierten Monarchen kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse der Darstellung Friedrichs des Großen in Propagandafilmen
  • Untersuchung der tatsächlichen militärischen Struktur und Disziplin
  • Auswertung der Rüstungspolitik und Waffenversorgung im 18. Jahrhundert
  • Bewertung der schiefen Gefechtsordnung im Vergleich zur militärischen Praxis

Auszug aus dem Buch

2. Filmanalyse

Betrachtet werden sollen Szenen aus den Filmen Fridericus und Der Große König. Beide wurden von der Filmgesellschaft Tobis AG, eine Tochtergesellschaft der holländischen Internationalen Tobis-Maatschnappij, produziert. Die Tobis AG wurde 1928 gegründet. Sie musste sich 1937 dem deutschen Staat und dessen Machthabern unterordnen, nachdem der deutsche NS-Staat Aktienpakete der Tochtergesellschaft aufgekauft hatte, um den Einfluss der holländischen Muttergesellschaft zu unterbinden und die Gesellschaft für propagandistische Zwecke nutzen zu können. Neben der Tobis AG wurden auch andere deutsche Filmgesellschaften verstaatlicht und ebenfalls für nationalsozialistische Propaganda benutzt. Die NS-Regierung verwendete die Tobis AG für die Produktion von Propagandafilmen. Sogar der Propagandaminister, Joseph Goebbels, gab diese Filme persönlich bei der Filmgesellschaft in Auftrag. So entstanden auch Fridericus und Der Große König.

Beide Filme sind unter der Kategorie der so genannten „Durchaltefilme“ einzuordnen. Charakteristisch für solche Filme ist, dass militärisch auswegslose Situationen und Ereignisse filmisch kreiert und nur durch das Agieren einer starken Führerpersönlichkeit, gelöst werden können. Damit wurde gezielt auf die „Führerpersönlichkeit“ Adolf Hitlers angesprochen. Auch Friedrich der Große war eine herausragende Persönlichkeit. Deshalb war eine Verwendung seiner Person als propagandistisches Filmmittel naheliegend.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung und den methodischen Ansatz, inwiefern die filmische Inszenierung des preußischen Heeres mit historischen Fakten korrespondiert.

2. Filmanalyse: Dieses Kapitel untersucht die Produktion und die propagandistische Funktion der „Durchaltefilme“ Fridericus und Der Große König im Kontext der NS-Ideologie.

3. Das preußische Heer aus der Sicht Friedrich des Großen: Hier werden Friedrichs eigene militärische Schriften und Vorstellungen von Disziplin, Ausbildung und Organisation des Heeres analysiert.

4. Rüstungspolitik Friedrich des Großen: Dieser Abschnitt beleuchtet die wirtschaftliche und logistische Herausforderung der Waffenproduktion und die Abhängigkeit Preußens von Importen.

5. Die preußische Armee in der Schlacht: Das Kapitel behandelt das Kantonsystem zur Rekrutierung sowie den Erfolg und das Scheitern der schiefen Gefechtsordnung in verschiedenen Feldzügen.

6. Resümee: Das Fazit fasst zusammen, dass die filmischen Darstellungen als unhistorisch zu bewerten sind und der Mythos einer perfekten preußischen Armee einer kritischen Überprüfung nicht standhält.

Schlüsselwörter

Friedrich der Große, Preußisches Heer, Filmanalyse, NS-Propaganda, Durchaltefilme, Rüstungspolitik, Militärgeschichte, schiefe Gefechtsordnung, Disziplin, Infanterie, Kantonsystem, Kriegführung, Schlachten, Siebenjähriger Krieg, Historische Realität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die filmische Darstellung des preußischen Heeres in Propagandafilmen des Dritten Reiches mit der historischen militärischen Realität zur Zeit Friedrichs des Großen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Filmanalyse, die militärische Struktur, die Rüstungspolitik, das Kantonsystem zur Rekrutierung und die Anwendung der schiefen Gefechtsordnung in Schlachten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu überprüfen, ob die in den Filmen Fridericus und Der Große König vermittelten Bilder einer nahezu unbesiegbaren, disziplinierten preußischen Armee historisch haltbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse der Propagandafilme unter Berücksichtigung militärhistorischer Literatur und zeitgenössischer Schriften Friedrichs des Großen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die filmischen Mittel der Inszenierung, die logistischen Herausforderungen der Waffenversorgung sowie die taktischen Manöver des Heeres in verschiedenen Schlachten untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Preußisches Heer, NS-Propaganda, Rüstungspolitik, Militärgeschichte und schiefe Gefechtsordnung charakterisiert.

Wie wirkt sich die Rüstungspolitik auf die militärische Effektivität aus?

Die Arbeit zeigt, dass die Abhängigkeit von Waffenimporten und infrastrukturelle Mängel die militärische Schlagkraft entgegen der propagierten Stärke phasenweise einschränkten.

Welche Rolle spielt der Mythos des „perfekten Feldherrn“?

Der Mythos dient laut der Arbeit in den Filmen primär dazu, eine ausweglose Situation durch die Führerpersönlichkeit Friedrichs zu überwinden, was als Analogie zu Adolf Hitler fungiert.

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Details

Title
Das Heer Friedrich des Großen
Subtitle
Ein Vergleich von filmischer Fiktion und historischer Realität
College
Bielefeld University  (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie)
Course
Friedrich der Große. Fakten und filmische Fiktion
Grade
2,3
Author
Sebastian Kentsch (Author)
Publication Year
2007
Pages
33
Catalog Number
V113591
ISBN (eBook)
9783640147571
ISBN (Book)
9783640147694
Language
German
Tags
Heer Friedrich Großen Friedrich Große Fakten Fiktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Kentsch (Author), 2007, Das Heer Friedrich des Großen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113591
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