Strategien und zielorientierte Entwicklung für Sportvereine und Sportverbände


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007
20 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einordnung des Themas

2 Einleitung

3 Sportorganisationen
3.1 Perspektiven der Analyse von Sportorganisation
3.2 Über die Vielfalt der Sportorganisationen

4 Non-Profit-Organisationen im Sport

5 Sportvereine und -verbände als spezielle Form einer NPO
5.1 Besonderheiten von Sportvereinen
5.2 Wandel des Sports – die Herausforderung der Sportvereine in Zukunft
5.3 Anpassung der Sportvereine
5.4 Sportvereine und zielorientierte Entwicklung

6. Strategien der Zukunftsgestaltung

7 Zukunftswerkstätten im Sport
7.1 Anwendungsbereiche der Zukunftswerkstatt
7.2 Phasen einer Zukunftswerkstatt

8 Resümee

9 Literaturverzeichnis

10 Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Klassifikation von Sportorganisation

Abbildung 2: Entwicklung der Mitgliederzahlen

Abbildung 3: Zielorientierte Entwicklung eines Sportvereins

Abbildung 4: Methoden der Zukunftsforschung

Abbildung 5: Phasen einer Zukunftswerkstatt

1 Einordnung des Themas

Das Hauptseminar Sportsoziologie SS 2007 dient als Aufbauveranstaltung zu den in der Sportsoziologie angebotenen Proseminaren. Hierbei setzten sich Studenten unter Anleitung der Dozenten mit dem Überthema „Non-Profit-Organisationen im Sport“ auseinander. Diese spezielle Thematik ist als detaillierte Ergänzung zum letztjährig angebotenen Proseminar „Gesellschaftlicher Wandel und die Zukunft des organisierten Sports“ anzusehen.

In Kleingruppen wurden bedeutsame Themen aus dem Feld der Sportsoziologie anhand einer Power-Point-Präsentation vorgestellt, wobei diese Seminararbeit auf der einleitenden Fragestellung der zurückliegenden Lehrveranstaltung aufbaut.

Nach einführenden Worten des Seminarleiters in das Seminar folgte unser Referat über Strategien und zielorientierte Entwicklung für Sportvereine und –verbände. Als zugleich erster studentischer Vortrag diente unsere Präsentation der Hinführung zu den nachstehenden Themen: Von der Betrachtung einer Non-Profit-Organisation (NPO) im Allgemeinen, gelangten wir über charakteristische Besonderheiten von Vereinen und Verbänden als spezielle NPOs im Sport zur Organisationsentwicklung, welche einzelne Strategien zur Verbesserung der Effizienz in NPO des Sports impliziert.

Beim anschließenden Blick in die Zukunft, bezüglich der Innovationen im Sport, beschäftigte uns die Frage, ob Sportvereine und -verbände lernen wollen und inwiefern hier das Überleben durch Abwehr eine Rolle spielt. Darüber hinaus wurde vertiefend auf die Entwicklung der Human Ressources in Sportvereinen und -verbänden eingegangen sowie die zielorientierte Entwicklungen einzelner Programme und Konzepte in Sportorganisationen hinterleuchtet.

Es schloss sich ein Referat zur Zukunft des organisierten Sports an, welches den Schwerpunkt auf die Steuerungsproblematik und die Problembewältigungsfähigkeit von Sportorganisationen setzte. Abschließend standen der Umgang mit komplexen Problemen in Sportvereinen und Verbänden und mögliche Lösungsansätze durch Planung und Beratung im Mittelpunkt, ehe das Seminar in einer Reflexion und Anschlussofferten in Form von Projekten und wissenschaftlichen Hausarbeiten endete.

Somit konnten wir in diesem HauptseminarPro einen tieferen Einblick und ein umfassendes Verständnis über Aufbau, Funktionen, Besonderheiten, Problemstellungen sowie zukünftige Entwicklungen von Non-Profit-Organisationen, dabei insbesondere von Sportvereinen und –verbänden als spezielle Form der NPO, erlangen.

2 Einleitung

Die seminareinführende Thematik „Strategien und zielorientierte Entwicklung für Sportvereine und Sportverbände“ erfordert eine zunächst grundlegende Eingliederung in das Überthema „Non-Profit-Organisationen im Sport“ und soll letztendlich ein Überblick beziehungsweise eine Überleitung zu den weiteren Themen des Seminars sein.

Diese Seminararbeit soll daher ein grundlegendes Verständnis über die Inhalte des Seminars vermitteln, wobei der Schwerpunkt auf vereins- und verbandsinternen Strategien zur zielbezogenen Zukunftsorientierung liegt.

Dabei stellt der einführende Teil die Sportvereine –und verbände in Beziehung mit Sportorganisationen im Allgemeinen und mündet später als spezifisches Beispiel einer Sportorganisationsform im Kontext der „Non-Profit-Organisation“. Neben Charakteristika, Besonderheiten und Rahmenbedingungen wird anschließend insbesondere auf die zielorientierte Entwicklung von Sportvereinen eingegangen. Dabei werden Strategien zur Verbesserung der zukünftigen Vereinsstruktur vorgestellt und ein Ausblick über die künftige Rolle von Vereinen als NPO gegeben.

3 Sportorganisationen

Sportorganisationen an sich können vielseitig sein. So reicht deren Spannbreite vom kleinen Sportgeschäft bis zum weltweit führenden Sportartikel- oder Sportgerätehersteller, von verschiedensten Sportschulen über Fitness-, Tanz- und Gymnastikstudios zu Rehabilitationszentren und etlichen anderen Institutionen, wie öffentliche Sportverwaltungen, Universitäten und Werbeagenturen, mit Sport als Schwerpunkt. Nicht zuletzt stellen kleinste Sportvereine mit 7 Mitgliedern ebenso wie große Sportverbände mit über 27 Millionen Mitgliedern wie der DSB eine Sportorganisation dar.

3.1 Perspektiven der Analyse von Sportorganisation

Diese Vielfalt an verschiedenen Organisationstypen- und formen mit all ihren Besonderheiten führt zu Schwierigkeiten bei der Aufstellung einer allgemeingültigen Begriffsbestimmung. Heinemann (2004, S.13) fasst eine in der Literatur übliche Definition von Sportorganisation, als „ein soziales Gebilde, das als Instrument geplant und gestaltet ist, damit Ziele aufgrund der strukturierten Zusammenarbeit vieler Individuen besser bzw. schneller erreicht werden können, als es dem einzelnen Individuen möglich wäre“ zusammen, entfernt sich jedoch zugleich von dieser und verweißt auf die vier Perspektiven der Betrachtung von Sportorganisation nach Türk (1993).

Anders als bei der oben genannten Definition, bei welcher der Begriff „soziales Gebilde“ und die unterschiedliche Beurteilung von Zielen zu Unstimmigkeiten führen können, vertritt Türk den Ansatz, eine Sportorganisation hinsichtlich vier Perspektiven als 1. soziale Architektur, 2. Personenvereinigung, 3. Teil eines sozialen Umfeldes und 4. rechtliches Gebilde zu analysieren:

Demnach ist erstes Kennzeichen einer Sportorganisation ihre bewusst und rational gestaltete soziale Architektur, in der die Aufgabenerfüllung nach eigenen Regeln und Verfahren erfolgt, wodurch eine Effizienzsteigerung durch Arbeitsteilung ermöglicht wird. Zugleich entwickelt sich somit eine disziplinierende Kraft, eine hierarchische Ordnung mit Anordnungs- und Befehlsbefugnissen einerseits und Gehorsamspflichten andererseits. Durch die Vergemeinschaftung von Menschen, stellt die Sportorganisation als Personenvereinigung eine besondere Lebenswelt für Mitarbeiter und Mitglieder dar, welche sich in dem Gefühl der Zugehörigkeit und damit verbundenen Emotionen wiederspiegelt. Als weitere Perspektive muss man die Sportorganisation im Zusammenwirken mit ihrem sozialen Umfeld betrachten. So ist diese in vielfältiger Form, sei es über Kooperationen oder konkurrierend, mit externen Organisationen, Kultur, Politik oder Gesellschaft eng verflochten. Jedoch unterscheidet sich die Sportorganisation als eine eigenständige Rechtspersönlichkeit von größeren sozialen Systemen, Bewegungen und Gruppen, ebenso von Familien, sodass sie aufgrund vertraglicher Vereinbarungen über Sportprodukte jeglicher Art verfügen kann. (vgl. Heinemann, 2004, S.13ff.).

Inwiefern sich die Sportorganisation als Rechtskörper versteht bzw. welche verschiedenen Rechts- und Finanzierungsformen und damit verbundene Ziele vorherrschend sind, wird im nachfolgenden Abschnitt näher erläutert.

3.2 Über die Vielfalt der Sportorganisationen

Hinsichtlich des Rechtsstatus wird eine grundsätzliche Unterscheidung zwischen staatlichen und privaten Sportorganisationen vorgenommen. Die Finanzierung staatlicher Sportorganisationen erfolgt größtenteils aus Steuern, Abgaben oder anderen staatlichen Quellen. Anders als bei privaten Sportorganisationen, die ihr Kapital von Privatpersonen beziehen, sind deren Eigentümer nicht private Personen oder Organisationen. Dagegen werden Ressourcen privater Sportorganisationen prinzipiell durch Verkauf von Gütern und Diensten, zusätzlich durch Mitgliederleistungen wie Mitgliederbeiträge, ehrenamtliche Arbeit oder Spenden erzielt.

Liegt das Hauptziel privater Sportorganisationen auf der Gewinnmaximierung, um Überschüsse an die Eigentümer auszuschütten, wie das beispielsweise bei kommerziellen Sportanbietern der Fall ist, so spricht man von erwerbswirtschaftlichen Unternehmungen. Personengesellschaften, Kommanditgesellschaften und Kapitalgesellschaften (GmbH und Aktiengesellschaften) sind nach dem Umfang der Haftung und der Kontrolle, welche die Eigentümer übernehmen, differierende Rechtsformen solch gewinnorientierter Profit-Organisationen, auf deren nähere Bedeutung hier nicht detaillierter eingegangen werden soll.

Staatliche Organisationen können ebenfalls gewinnorientiert sein, allerdings sollte bezüglich der überschüssigen Erwirtschaftungen an dieser Stelle angefügt werden, dass weder gewinnorientierte, noch professionell betriebene nicht-gewinnorientierte staatliche Organisationen analog der nicht-gewinnorientierten privaten Organisationen, mögliche Gewinne an die Bürger ausschütten, sondern diese ausschließlich für die Erfüllung staatlicher Aufgaben verwenden dürfen. (vgl. Heinemann, 2004, S.73ff.).

Die in Abbildung 1 dargestellte Übersicht der Klassifikation von Sportorganisationen veranschaulicht in Kürze die aufgezeigten Rechtsformen anhand von Beispielen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Klassifikation von Sportorganisation, nach Heinemann (2004, S.74)

Weiterführend wird die Gewichtung auf nicht gewinnorientierte private Organisationen gelegt. Hierbei sollen weniger professionelle Betriebe, sondern vielmehr die freiwilligen Vereinigungen Sportverein und Sportverband im Vordergrund stehen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Strategien und zielorientierte Entwicklung für Sportvereine und Sportverbände
Hochschule
Universität Konstanz  (Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Non-Profit-Organisationen im Sport
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V113647
ISBN (eBook)
9783640151554
ISBN (Buch)
9783640154074
Dateigröße
767 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Strategien, Entwicklung, Sportvereine, Sportverbände, Non-Profit-Organisationen, Sport
Arbeit zitieren
Marcel Hetzer (Autor), 2007, Strategien und zielorientierte Entwicklung für Sportvereine und Sportverbände, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113647

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